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Schlagwort: VLW

Grundsteinlegung für 5 Millionen Euro Neubau

Die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG (VLW) hat mit einer Grundsteinlegung den offiziellen Startschuss für den Neubau in der Otto-Adam-Straße 11 gegeben. Vorstand Wolf-Rüdiger Kliebes versenkte im Rahmen einer Feierstunde auf der Baustelle eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten. Neben einer Tageszeitung fanden das Mitgliedermagazin der VLW sowie die aktuelle Corona-Allgemeinverfügung Sachsens, eine Kopie des Bauvertrags und 2 Euro-Münzen den Weg in die Kapsel. Während der Arbeiten am Fundament konnte auch die alte Zeitkapsel geborgen werden. In ihr lagen eine Leipziger Volkszeitung vom 3. Mai 1974 sowie eine Abendzeitung mit gleichem Datum.

Der entstehende Neubau ist für die Wohnungsgenossenschaft ein ganz Besonderer. Er ist der erste Neubau seit der Wiedervereinigung, den die VLW in den Bestand aufnimmt. Darüber hinaus ist es der erste Neubau als Bauherr seit 1974, als an eben jener Stelle die beiden Häuser 11/13 errichtet wurden. Diese Funktionsbauten wurden im Zuge der Sanierung der Otto-Adam-Straße 1-9 abgerissen und der Neubau an ihrer Stelle geplant.
Insgesamt kostet der Neubau gut 5 Millionen Euro.

Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstandsvorsitzender: „Dieses Haus ist für uns etwas Besonderes. Wir sind mit diesem barrierearmen Bau erstmals in der Lage, unseren Mitgliedern mit Mobilitätseinschränkungen geeignete Wohnungen anzubieten. So können sie möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Trotz dass es ein Neubau ist, orientiert er sich bei der Fassadengestaltung an den historischen Vorbildern der denkmalgeschützten Nachbarhäuser, so dass ein harmonisches Bild entsteht.“

In dem viergeschossigen Gebäude entstehen 27 Zweiraumwohnungen, die zwischen 37 und 55 Quadratmetern groß sind. Ins Erdgeschoss kommt ein großer, teilbarer Gemeinschaftsraum. Darüber hinaus entsteht eine großzügige Gewerbeeinheit. Das Haus erhält einen Aufzug, der sowohl von außerhalb als auch von innerhalb begehbar ist. Hofseitig werden Laubengänge entstehen, die zu den Wohnungen führen. Im Innenhof werden sieben Stellplätze angelegt, vier davon mit Ladesäulen für Elektroautos.

Der Rohbau soll bis zur Jahreswende 2020/2021 stehen. Im kommenden Jahr erfolgt der Innenausbau, so dass Ende 2021 das Haus bezugsfertig sein soll. Auch bei diesem Vorhaben arbeitet die Wohnungsgenossenschaft mit dem Büro W&V Architekten GmbH als Generalplaner zusammen.
Mit dem Neubau schließt die VLW gleichzeitig die komplexe Sanierung der Wohnanlage „Gohliser Idyll“ ab. Während ein Großteil der Häuser in der Virchow-, Gottschall- und Rudi-Opitz-Straße bereits um die Jahrtausendwende saniert wurden, waren die Häuser der Otto-Adam-Straße 1-13 lange Zeit stillgelegt. Nach dem Abriss der alten Otto-Adam-Straße 11/13 begann 2018 die Sanierung der Häuser 1-9 sowie die Planung des Neubaus. Im Spätsommer 2019 zogen die letzten Mitglieder in ihre neuen Wohnungen. Zu den Baumaßnahmen gehört auch die Neugestaltung des Innenhofes. So entstanden neue Grünflächen, ein großer Spielplatz und Sitzmöglichkeiten. Im Zusammenhang mit dem Neubau folgen Funktionsgebäude, insbesondere für Container und Fahrräder.

Gohliser Baugeschehen – Von Stagnation bis Vollendung

Von Matthias Reichmuth

Etliche Baustellen haben in Gohlis gute Fortschritte gemacht, an anderer Stelle muss eher von Stagnation gesprochen werden – entweder weil sich der Baustart weiter verzögert oder weil der Schritt von „teilweise fertig“ zu „vollendet“ nicht gelingen will.

Fangen wir mit den Fortschritten an, die für alle sichtbar sind:

Nachdem in der Otto-Adam-Straße die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) zuletzt mehrere Gebäude des Architekten Fritz Riemann saniert hatte, wird mit den Hausnummern 11 und 13 nun das Carré durch einen Neubau komplettiert, die Vorgängerbauten aus der DDR-Zeit waren 2018 abgerissen worden.

Deutliche Fortschritte macht die Gohliser Straße 38, nach der weitgehenden Entkernung wird nun neu gemauert, auch um ein neues Dach vorzubereiten. Da im Grundstück zwischen Vorder- und Hinterhaus kein Platz für den Kran war, wurde dieser zwischen die Garagen des Garagenhofs am Kirchplatz platziert.

Andere Projekte werden bald fertig, wenn auch oft gebremst: Auch wenn die meisten Wohnungen schon bewohnt sind, waren doch die Bleichertwerke auch Ende Juni noch eine Baustelle. Von der Einfahrt in der Lützowstraße aus (gegenüber vom Buddehaus) sind interessante Einblicke auf die Sanierungen, Umbauten und Neubauten möglich. Zu den Neubauten zählt z. B. die neue Kindertagesstätte „Gohliser Höfe“ des Herbie e. V., die nun bald eröffnet werden dürfte.

Auch der Umbau der VLW-Häuserzeile in der Wustmannstraße macht eher langsame Fortschritte. Die erste fertige Fassade des Ensembles in der Krokerstraße 14a zeigt aber, wie schön dieser Bereich noch werden kann.

Zwei Dauerbaustellen stagnieren dagegen weiter: Im Schillerweg 12 steht seit langer Zeit eine fast fertige Villa und an der Menckestraße 52 steht seit Jahren ein Baugerüst, ohne dass bis Juni Baufortschritte erkennbar waren – nach Redaktionsschluss gingen dann die Bauarbeiten doch weiter. Die lange Bauzeit war und ist dadurch ein öffentliches Ärgernis, weil der Fußweg am stark befahrenen Abschnitt der Menckestraße dadurch stark eingeengt wird.

Fast fertig war bei Redaktionsschluss das neue Eckhaus Georg-Schumann-Straße 34 – es bildet einen interessanten architektronischen Akzent an der Magistrale, sowohl durch  seine Zweifarbigkeit als auch durch seine vom Bauklotz deutlich abweichende Form.

Auch in der Georg-Schumann-Straße 141, direkt an der Haltestelle „Wiederitzscher Straße“ sind die Gerüste gefallen: Damit sind in diesem Straßenabschnitt endlich alle Gebäude seit 1989 einmal saniert worden, die schönen Fassaden kommen jetzt alle wieder zur Geltung.

Fertig saniert wurde kürzlich in der Richterstraße 16 ein Gebäude, das rundum von Schulen und Kindergärten umgeben ist, die Stadtplaner sprechen hier von Zweitsanierung, da es nach 1989 schon einmal saniert worden war.

Abgeschlossen sind auch mehrere Straßenbauarbeiten in Gohlis-Süd, zum einen in der Möckernschen Straße zwischen Breitenfelder Str. und Menckestr. – die Anwohner des vom Schleichverkehr betroffenen Umfelds atmen auf – und zum anderen der Mittelabschnitt der Kasseler Straße. Hier sind auch die Kreuzungen mit der Wiederitzscher und der Mottelerstraße seit Juni wieder frei, fünf neue Baumscheiben warteten im Juni auf ihre Bepflanzung – und auch auf Baumpaten der Aktion „baumstarke Stadt“, in Gohlis-Süd gibt es sonst nicht viele Gelegenheiten, eine Baumpatenschaft zu übernehmen, wie im Portal „baumstarke Stadt“ der Stadt  Leipzig erkennbar ist.