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Schlagwort: Stadtteilentwicklung – Featured

Demokratieecke: Gohliser Anger und Baumpflanzungen in Gohlis

von Tino Bucksch

In der letzten Stadtbezirksbeiratssitzung Anfang März wurden gleich mehrere Themen besprochen, die der Bürgerverein teilweise bereits seit Jahrzehnten begleitet.

Kooperatives und bezahlbares Wohnen in der Gothaer Straße

Zurückgehend auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2019 wurde die Bestellung eines Erbbaurechtsvertrages am Grundstück Gothaer Straße 42 für kooperatives und bezahlbares Bauen und Wohnen beschlossen. Der ursprüngliche Beschluss sah vor, dass kooperatives und bezahlbares Bauen nicht nur mit dem Ziel des Eigentumserwerbs erfolgen soll, sondern auch eine konzeptionelle Einbindung in das Lebens- und Wohnumfeld Bestandteil des Verfahrens zu sein habe. Für das Objekt in der Gothaer Straße erfolgte im Juli 2021 die Bestellung der Bewerber im Rahmen einer Jurysitzung, an welcher auch ein Vertreter des Bürgervereins teilgenommen hatte. Das Siegerkonzept überzeugte nicht nur durch die Idee der Energieeffizienz mittels Installation einer Photovoltaikanlage und mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen, sondern auch durch den Plan der Eröffnung eines Stadtteilcafés im Erdgeschoss. Ab August 2022 sollen die schwebenden Verträge greifen und eine Baurealisierung innerhalb von 3 Jahren erfolgen.

Neugestaltung Gohliser Anger

Schon seit der Gründung 1992 beschäftigen sich Mitglieder des Bürgervereins emsig mit dem Gohliser Anger. Seit knapp drei Jahrzehnten setzt sich der Verein dafür ein, dass das historische Zentrum des Dorfes Gohlis in einen würdigeren Zustand versetzt wird. In diesem Jahr soll nun endlich diesem Wunsch Rechnung getragen werden. Zurückgehend auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2019 wird der Platz mit Hilfe von Fördermitteln der Sächsischen-Aufbau-Bank aus dem Förderbereich „Nachhaltig aus der Krise“ umgestaltet. Dazu erfolgte schon 2021 eine Bürger:innenversammlung, auf welcher das Amt für Stadtgrün und Gewässer drei mögliche Varianten der Platzgestaltung vorstellte. Im Stadtbezirksbeirat wurde die finale Version vorgestellt. Diese zeichnet sich durch eine historische, schlichte Gestaltung aus. Viel Grün – ob neue Bäume oder Sträucher – sollen den Platz mit Sitzgelegenheiten und einem Trinkbrunnen einrahmen. Damit wird auch ein zentrales Ziel erreicht, nämlich den Platz von der Zweckentfremdung durch widerrechtliches Parken zu befreien. Dabei wurde deutlich, dass die geplante Gestaltung und Sanierung der Grünfläche als ein erster Baustein für die Aufwertung des Wohnumfeldes angesehen werden kann und der Bürgerverein gemeinsam mit dem Verkehrs- und Tiefbauamt bzw. dem Stadtplanungsamt in den Dialog für zukünftige Entwicklungspläne treten wird. Eine abschließende Entscheidung zu den vorgestellten Plänen zum Anger wurde jedoch noch nicht getroffen.

Information zu Baumpflanzungen im Stadtbezirk Nord

Abschließend stellte das Amt für Stadtgrün und Gewässer ausführlich die geplanten Baumpflanzungen in 2022 für den Stadtbezirk Nord vor. Für Gohlis bedeutet dies konkret, dass an folgenden Standorten ein oder mehrere Bäume neu gepflanzt werden sollen:

  •  Wiederitzscher Straße
  • Michael-Kazmierczak-Straße
  • Etkar-André-Straße
  • Blochmannstraße
  • Berggartenstraße
  • Auerbachstraße

Demokratieecke: Kunsttanker, Infotafel Schillerhain und Bänke fürs Schlösschen

von Tino Bucksch

In seiner ersten Präsenzsitzung seit Monaten konnte der Stadtbezirksbeirat Nord am 2. September die ersten Anträge zum Stadtbezirksbudget final in der zweiten Lesung beschließen und weitere Anträge in der ersten Lesung auf den Weg bringen. Nachdem die Frist zum Einreichen der Anträge am 30.08. verstrichen war, kann schon jetzt eine erste positive Bilanz zu den bisherigen Ideen und Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger gezogen werden. Unter den Anträgen, die dem Bürgerverein Gohlis besonders am Herzen lagen, befanden sich folgende Themen:

Kunsttanker in den Stadtteil einbetten

Von der Gesellschaft für Gemeinsinn e.V., 1. Lesung. Dieser Antrag kam dem Anliegen des Bürgervereins, den Kunsttanker deutlicher im Stadtteil einzugliedern, entgegen. Vorgeschlagen wurde, die Sichtbarkeit im Stadtteil dadurch zu erhöhen, dass künstlerische Projekte in den Läden im Stadtbezirk ausgestellt werden sollen.

Infotafeln zu Namensgebung Schillerhain

Beschluss 2. Lesung. Auf Initiative des Bürgervereins hat das Amt für Stadtgrün und Gewässer die Finanzierung für die Infotafel Schillerhain mit in die Planung zur Sanierung des Spielplatzes im Schillerhain aufgenommen. Damit ist deren Realisierung gesichert. Der Bürgerverein wird im Rahmen der Aktivität seiner AG Stadtteilgeschichte die Inhalte für die Tafel gemeinsam mit dem Amt erarbeiten. Neben der Infotafel zum Gohliser Anger, Fritz-Riemann-Platz und Platz des 20. Julis ist dies die vierte Tafel in Gohlis, die maßgeblich auf das Engagement des Bürgervereins zurückgeht.

Bänke am Gohliser Schlösschen

Beschluss 2. Lesung. Mit Hilfe der Unterstützung des Bürgervereins konnten finanzielle Mittel für die Herstellung und Installation zweier Sitzbänke am Eingangsbereich Menckestraße des Gohliser Schlösschens über das Stadbezirksbudget abgesichert werden. Damit erfährt der Vorplatz eine deutliche Aufwertung und ermöglicht es den Gästen, entspannt vor dem Schlösschen zu verweilen.

Radbügel Budde-Haus

Beschluss 2. Lesung. Zwar nicht auf Initiative des Bürgervereins hin aber mit dessen voller Zustimmung konnte die Installation von Radbügeln vor dem Budde-Haus beschlossen werden. Da sich das Budde-Haus immer größerer Beliebtheit erfreut, wird der Platz mit den vorhandenen Radbügeln für die Gäste knapp. Negative Folge ist u.a. das zunehmende Abstellen der Räder in unserer bepflanzten Baumscheibe inklusive des Ankettens der Räder an unserem Patenschaftsbaum. In der Hoffnung, dass zukünftig eher die Radbügel genutzt werden und der Vereinsbaum geschont wird, fand der Antrag ebenso unsere Zustimmung.

Demokratieecke: das neue Stadtbezirksbudget

von Tino Bucksch

Was ist das Stadtbezirksbudget?
Ab 2021 wird jeder Stadtbezirksbeirat über ein Budget in Höhe von 50.000,00 € verfügen. Mit diesen Mitteln sollen Ideen und Projekte aus dem Stadtbezirk umgesetzt werden. Entweder als Vorschlag an die Stadtverwaltung, die dieses dann umsetzt oder als eigenes Projekt. Der Stadtbezirksbeirat entscheidet in öffentlicher Sitzung über die jeweiligen Ideen und Projektanträge. So soll die Bürgerschaft vor Ort stärker eingebunden werden und Mittel zur Verfügung gestellt werden, die lokale Demokratie zu stärken. Jede und Jeder kann somit mit einem Vorschlag oder eigenen Projekten den Nutzen und Mehrwert für den Stadtbezirk und seine Bewohnerinnen und Bewohner mehren.

Auf welchem Weg können die Ideen eingereicht werden?
Es wird zwei Möglichkeiten geben, die Impulse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufzunehmen:
– Ein Vorschlag: Hier wird eine Idee, für deren Umsetzung die Stadt Leipzig zuständig ist aber noch nicht im laufenden Haushalt verankert ist, eingebracht. Dies kann das Aufstellen von zusätzlichen Parkbänken oder Papierkörbe betreffen oder die Reparatur eines Spielplatzes.
– Eigene Projekte: Diese werden vom Antragssteller selber durchgeführt. Die Projekte müssen öffentlich zugänglich sein und sich auf den beantragten Stadtbezirk beziehen. Sie müssen der Allgemeinheit dienen und werden innerhalb der Rahmenrichtlinie gefördert.

Bewertungskriterien für einen Vorschlag oder ein Projekt:
– Der Vorschlag oder das Projekt bezieht sich auf den Stadtbezirk
– Der Vorschlag oder das Projekt hat einen nachvollziehbaren Nutzen für die Einwohnerinnen und Einwohner
– Der Vorschlag oder das Projekt bezieht möglichst verschiedene Zielgruppen mit ein
– Der Vorschlag oder das Projekt unterstützt eine nachhaltige Entwicklung im Stadtbezirk
– Der Vorschlag oder das Projekt fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren

Die Mittel aus dem Stadtbezirksbudget sind insbesondere einzusetzen für:
– Durchführung von stadtteilbezogenen Veranstaltungen wie z.B. Stadtteil-, Sport- und Straßenfesten
– Maßnahmen zur Aufarbeitung, Sicherung und Fortschreibung der Stadtteilgeschichte
– Maßnahmen der stadtteilbezogenen Öffentlichkeitsarbeit
– Maßnahmen zur stadtteilbezogenen Verschönerung und Gestaltung öffentlicher Grün- und Freiflächen, Sitzgelegenheiten und Kunst im öffentlichen Raum
– Mitwirkung an der Verbesserung des kulturellen, sportlichen und sozialen Lebens im Stadtteil

Wer kann eine Idee einreichen oder eine Förderung beantragen?
Antragsteller können alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig sein. Das umfasst auch Vereine, Verbände, freie Träger, Gruppen, Initiativen und Privatpersonen. Junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren benötigen für die Antragstellung, Projektdurchführung und Abrechnung einen erwachsenen Ansprechpartner (Eltern, Freunde oder Verein), der als Antragsteller für das Projekt auftritt.

Gibt es einen Anspruch auf die Mittel aus dem Stadtbezirksbeirat?
Nein, das Stadtbezirksbudget ist eine freiwillige Aufgabe und der Beirat entscheidet in demokratischer Abstimmung nach Kenntnisnahme der Meinung der Verwaltung und aufgrund des eigenen Ermessens über die Vergabe der Mittel.

Verfahrensablauf
Anträge können ganzjährig bis zum 30. September des jeweiligen Jahres eingereicht werden. Diese müssen mindestens 10 bis 12 Woche vor Projektbeginn eingereicht werden. Dies ist die ungefähre Bearbeitungs- und Beratungszeit in der Stadtverwaltung und dem Stadtbezirksbeirat. Die Stadtverwaltung Leipzig prüft die formale Zulässigkeit des Antrages. Der Stadtbezirksbeirat berät über den Antrag bzw. die Idee und leitet seine Empfehlung dann an die Stadt Leipzig weiter. Bei Anträgen bis zu 1.000,00 € kann der Stadtbezirksbeirat direkt entscheiden. Bei Anträgen über 1.000,00 € wird die Einholung einer Verwaltungsmeinung beauftragt. Erst dann kann über den Antrag beschieden werden. Für abgelehnte Anträge gilt wie bei der Ratsversammlung eine sechsmonatige Sperrfrist, bis dieser erneut gestellt und abgestimmt werden kann.

Weiterführende Informationen sind auf der Seite der Stadt Leipzig zu finden.

Demokratieecke: Baumaßnahme Landsberger Straße

von Tino Bucksch

Zwei Dauerthemen standen am 29. April auf der Tagesordnung des Stadtbezirksbeirat Nord: die komplexen Baumaßnahmen der Landsberger Straße vom Coppiplatz bis zur Endhaltestelle der Linie 4 und die Ausgleichsbeiträge im Rahmen der Sanierungssatzung:

Baumaßnahmen Landsberger Straße
Für die kommende Ausgabe wird ein umfassender Beitrag zu diesem Thema erscheinen. Für den Abschnitt vom Coppiplatz bis zur Max-Liebermann-Straße bestätigten die anwesenden Vertreter der Stadtverwaltung und LVB folgende Eckpunkte:

  • Abschnitt zwischen Coppiplatz und Viertelsweg: es wird eine komplette Straßenerneuerung vorgenommen. Dies erfolgt als grundhafte Erneuerung, als nicht nur Deckenerneuerung, sondern umfassend. Es werden Parkstellflächen, ein durchgängig abmarkierter Radweg und Gehwegnasen eingerichtet.
  • Viertelsweg bis Hans-Oster-Straße: auch hier sind Parkstellflächen und ein Radweg vorgesehen.
  • Haltestelle Viertelsweg bis Max-Liebermann-Straße: ein durchgängig abmarkierter Radweg und Parkstellflächen werden angebracht. Wobei die aktuelle Anordnung getauscht wird, so dass die Parkstellflächen in die zweite Reihe rutschen.

Der Bau- und Finanzierungsbeschluss wird dann dem Stadtbezirksbeirat Nord im Herbst 2021 vorgelegt. Weitere Details folgen in der Ausgabe 04/2021

Verwendung von sanierungsrechtlichen Ausgleichsbeträgen
Im Zuständigkeitsbereich des Stadtbezirksbeirates Nord werden die eingenommenen Geldern aus den sanierungsrechtlichen Ausgleichsbeiträgen in folgende zwei Maßnahmen investiert:

  • Cöthener Straße: Realisierung des 1. Bauabschnittes. Ab 2021 erfolgt die und der Baubeginn soll 2022 sein.
  • Motteler Straße: Ebenfalls ab 2021 erste Planungsschritte eingeleitet. Wobei 2021 sogar mit einer Ausschreibung der weiteren Leistungen gerechnet werden kann. Auch hier wird der Baubeginn erst 2022 erfolgen.

Demokratieecke: neuer Betreiber fürs Gohliser Schlösschen

von Tino Bucksch

Die März-Sitzung des Stadtbezirksbeirates Nord brachte für die Mitglieder des Gremiums zwei Überraschungen – eine unerwartete und eine lang ersehnte.

Unter dem griffigen Titel „Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 460 „Wohn- und Geschäftshaus Delitzscher Straße/Krostitzer Weg“; Stadtbezirk: Nord, Ortsteil: Eutritzsch; Aufstellungsbeschluss“ berichteten Vertreter der Stadtverwaltung über das geplante Bauvorhaben direkt hinter dem Baumarkt Hornbach und gegenüber von St. Georg. An dieser Stelle soll ein durchgängiges Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen, das neben einem Nahversorger auch Wohnraum und Pflegeeinrichtungen beinhalten soll. Obwohl die Einrichtung des dringend notwendigen Nahversorgers für dieses Gebiet begrüßt wurde, brach eine Debatte an der Frage los, ob sich das vierstöckige Gebäude in die Umgebungsstruktur einfügen wird, die westlich durch das St. Georg und östlich durch eine Einfamiliensiedlung geprägt ist. Genau diese Skepsis spiegelte sich dann in dem gemischten Abstimmungsverhältnis wider. So stimmten nur vier Mitglieder des Gremiums dafür, während zwei dagegen votierten bzw. sich eine Person enthielt.

Harmonischer und mit Erleichterung wurde dem Stadtbezirksbeirat die Vorlage für den neuen Betreiber des Gohliser Schlösschens ab 2021 präsentiert. An dieser Stelle hat der Bürgerverein schon mehrfach über diesen wichtigen und intensiven Prozess berichtet. Um nicht zu viel von dem im aktuellen Heft befindlichen Interview mit den beiden Betreibern vorwegzunehmen, sei nur darauf hingewiesen, dass der Stadtbezirksbeirat der Vorlage mehrheitlich zustimmte.

Demokratieecke: ein Budget für den Stadtteil

von Tino Bucksch

Coronabedingt tagte der Stadtbezirksbeirat Nord auch in seinen zwei Januar-Sitzungen in digitaler Form. Beim ersten Termin Anfang Januar befassten sich die Beiräte mit zwei Themen, die eher langfristiger Natur sind. Zum einem wurde einstimmig einem Prüfauftrag zugestimmt, im Zuge der dynamischen Bevölkerungsentwicklung in Leipzig die Wahlkreiszuschnitte für die Stadtratswahl sowie dieZuschnitte der Stadtbezirke neu zu fassen. Ebenso wurde erneut die Überprüfung gefordert, ob eine stärkere Demokratisierung der Zusammenstellung der Stadtbezirksbeiräte nicht dem aktuellen Verfahren vorzuziehen wäre. Im Grunde nach geht es um die seit Jahren diskutiere Frage, ob auch die Mitglieder der Stadtbezirksbeiräte durch die Bürgerinnen und Bürger zu wählen sind. Aktuell werden die Beiräte entsprechend dem Wahlergebnis der Parteien zusammengesetzt.

Darüber hinaus beriet der Beirat sein gemeinsames Vorgehen im Bezug auf das neue Budget der Stadtbezirksbeiräte: in einer Höhe von 50.000,00 € soll dies den Beiräten ermöglichen, bestimmte Kleinprojekte und Anliegen im Stadtteil direkt zu fördern und zu finanzieren. Für diesen Prozess sollen sowohl aus dem Beirat als auch aus der Bevölkerung heraus Themenvorschläge gesammelt werden.

Ende Januar kam der Beirat erneut (digital) zusammen. Neben den einstimmigen Beschlüssen zur Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung der Stadt Leipzig, dem Abschluss eines Mietvertrages für die Kindertageseinrichtung „Kita Seehausen“ und dem Planungsbeschluss zur Kindertageseinrichtung in der Mothesstraße 2 stellte das Sportamt die Pläne mit der Sportfreifläche in der Sasstraße vor. Neu wird die Installation einer Fitnessfreifläche für Jung und Alt neben dem Jugendclub „Ufo“ sein. Ebenso sollen noch im Frühjahr acht Mülleimer installiert werden. Gerade deren Einrichtung geht auf die Initiative des Bürgervereins zurück. Auch wenn wir gerne u.a. mit CleanUp Leipzig bürgerschaftliche Putzaktionen neben und auf der Sportfreifläche organisiert haben, so ist es in unseren Augen Aufgabe der Stadt Leipzig für ausreichende Gelegenheiten zu sorgen, Müll, der bei der Nutzung der öffentlichen Fläche entsteht, entsorgen zu können. Weiterhin ungeklärt ist leider der Nutzungskonflikt zwischen dem Basketballplatz und dem Volleyballfeld, dass für ersteren weichen musste. Hier wird der Bürgerverein weiterhin versuchen, vermittelnd zwischen dem Sportamt und der Volleyball-AG des Schillergymnasiums zu wirken.

Demokratieecke Teil 1: Wackerbad

Von Tino Bucksch

Auch wenn der Sommer bisher eher durchwachsen ist und coronabedingt die Freibäder und Badeseen zeitweise nicht zugänglich waren, lockt es doch jede und jeden von uns beim ersten Sonnenschein und bei Aussicht auf trockenes Wetter in die Parks im Stadtteil oder an die Badeseen im Leipziger Umland. Auch die Freibäder erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. Seit knapp zwei Jahren müssen die Gohliserinnen und Gohliser auf Gelegenheiten außerhalb des Stadtteils zurückgreifen, da das Wackerbad im Norden von Gohlis nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wir bedauern das sehr. Auf dem Rücken der Freunde der traditionellen Anlage wird ein Gang durch die gerichtlichen Instanzen bestritten, der wohl zu keinem guten Ende für das Bad führen wird und somit auch für den Stadtteil keinen Zugewinn bringt.

Demokratieecke Teil 2: Lösung des Problems der behinderten Abfallentsorgung in der Siedlung am Bretschneiderpark?

Von Tino Bucksch

Manchmal lohnt sich der Einsatz – dank kontinuierlichen Druckes über die Öffentlichkeit wie zu unserer Bürgerversammlung im Oktober 2019 oder der Thematisierung des Anliegens im Stadtbezirksbeirat Nord sowie der direkten Ansprache des zuständigen Ordnungsbürgermeisters hat sich endlich etwas getan: wie versprochen hat die Stadtverwaltung Schilder aufgestellt, mit denen auf die Problematik der zugeparkten Zufahrten und der damit verbundenen ausgebliebenen Müllentsorgung hingewiesen wird. Zu finden sind diese in den Einmündungen zur Eduard-von-Hartmann-Straße, Schopenhauerstraße und Steffensstraße. Einsatz für kommunale Anliegen lohnt sich also doch! Auch konnte festgestellt werden, dass die Stadtreinigung vermehrt kleinere Varianten der Müllfahrzeuge einsetzt, um mit diesen auch dem engen Straßenraum Rechnung zu tragen. Leider ist aber noch ungeklärt, warum an der weiterführenden Eduard-von-Hartmann-Straße (über die Baaderstraße) bis zur Nietzschestraße sowie an der Wustmannstaße von beiden Seiten noch keine Schilder stehen. Auch noch offen ist die Frage, ob es nicht auch mit dem Geyserhaus e.V. ein abgestimmtes Konzept geben sollte, wie mit dem Parkdruck im Zuge von Veranstaltungen in der Parkbühne umgegangen werden sollte. Wir bleiben also am Thema dran.

Demokratieecke: Soziale Erhaltungssatzung und Aufstellungsbeschluss Bremer Straße

von Tino Bucksch

„Können sie mich hören? Bin ich zu sehen?“ – Diese Fragen waren wohl die meist gesagten und vernommenen Sätze der ersten digitalen Sitzung des Stadtbezirksbeirates Nord am 14. Mai. Der Druck, die politischen Prozesse unter Coronabedingungen anzupassen, hat die Stadtverwaltung und den Stadtrat schon vor Wochen erreicht und stellte nun den Stadtbezirksbeirat vor eine Herausforderung um seine volle Tagesordnung adäquat abzuarbeiten. Drei Punkte waren dabei auch für den Bereich Gohlis von hohem Interesse:

Soziale Erhaltungssatzung
Das Thema preiswertes Wohnen und Verdrängungseffekte durch hohe Mietpreise dominiert seit Monaten bundesweit die politische Agenda. Eine Soziale Erhaltungssatzung wird dabei von Befürworterinnen und Befürwortern als mögliches Instrument gegen die negativen Effekte auf dem Wohnungsmarkt ins Feld geführt. Die Leipziger Stadtverwaltung hat dafür extra einen Kriterienkatalog erstellt, anhand dessen der geplante Milieuschutz vorgenommen werden soll. Dabei ist wichtig zu sagen, dass die Genehmigungskriterien für geplante Rück- und Änderungsbaumaßnahmen als Leitplanken dienen. Alle Vorhaben müssen einer Einzelfallbetrachtung unterzogen werden. Im Gegensatz zu Eutritzsch (Gebietsgrenzen bilden die Theresienstraße im Süden, die Delitzscher Straße im Nordwesten sowie die Anhalterstraße im Osten), bei dem die Verwaltung bauliche Sanierungs- und Aufwertungspotenziale feststellte, die eben jene Verdrängungseffekte auslösen können, wurde die Soziale Erhaltungssatzung für das vorgeschlagene Gebiet in Gohlis nicht bestätigt. Dabei ergab die Untersuchung, dass zwar gewisse Voraussetzungen erfüllt waren aber die Abgrenzung des geplanten Gebietes (ab der S-Bahntrasse Richtung Süden bis zur Möckernschen Straße über die Georg-Schumann-Straße, die Ost-West Erstreckung verläuft von der Breitenfelder Straße bis zur Wiederitzscher Straße) anders gefasst werden muss. Hierauf hat die Stadtverwaltung schon reagiert und erweiternde Untersuchungen angestoßen. Somit ist klar, dass das Thema den Stadtbezirksbeirat Nord noch häufiger in der Zukunft beschäftigen wird. Den vorliegenden Beschluss votierten die Beiräte mit fünf Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen.

Aufstellungsbeschluss und Vorverkaufsrecht östliche Bremer Straße
Wer mit offenen Augen entlang der Max-Liebermann-Straße gegangen ist, hat bemerkt, dass sich im Bereich der Bremer Straße einiges entwickelt. Mit dem Bebauungsplan zu diesem Areal beschäftigte sich der Stadtbezirksbeirat schon in der letzten Wahlperiode. Die Wohnbebauung sowie die neue Filiale der Sparkasse sind schon längst errichtet. Nun plant die Stadt, die versprochene Kita und das Gymnasium zu errichten. Dazu müssen noch die notwendigen Flächen erworben werden. Leider zeigen die aktuellen Eigentümer wenig bis keine Kooperationsbereitschaft. Auch kommt hinzu, dass durch die begrenzten Abwasserkapazitäten in dem Bereich jede neue Bebauung diese reduziert und am Ende diese aufgebraucht sind, bevor die Stadt zum Zuge kommt. Somit wären die geplante Kita und das Gymnasium nicht mehr realisierbar. Daher möchte die Stadtverwaltung von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch machen und so auch preisdämpfend auf mögliche spekulative Verkäufe in dem Bereich einwirken. Dieses Vorhaben unterstütze der Beirat einstimmig.

HauptnetzRad und Wegweisung SachsenNetz Rad
Zum Schluss stellte ein Vertreter der Stadtverwaltung die Informationsvorlage zum HauptnetzRad vor. Dessen Zielstellung ist es, durch die Definition bestimmter Radwegerouten die Grundlage zu schaffen um für geplante Radwege zum einen Fördermittel einwerben und zum anderen entsprechende Baumaßnahmen ableiten zu können. Gerade die vom Beirat vehement eingeforderte Radwegeverbindung über das Zentrum und das neue Areal am Eutritzscher Bahnhof über die Nordroute nach Halle war in der Vorlage enthalten. Der Beirat wird daher die weitere Realisierung dieses Vorhabens kritisch begleiten.

Demokratieecke: Sanierung Budde-Haus und Ausschreibung Betreibung Gohliser Schlösschen

von Tino Bucksch

Bevor der Corona-Virus das gesellschaftliche Leben so beeinträchtigte, dass auch der Stadtbezirksbeirat Nord im April nicht tagen durfte, fand im März eine Sitzung statt, die mit dem Budde-Haus und dem Gohliser Schlösschen zwei Themen auf der Tagesordnung aufwies, die für den Stadtteil von enormer Bedeutung sind.

Für den Erhalt des Budde-Hauses in öffentlicher Hand und die Umwandlung in ein Stadtteilzentrum kämpfte der Bürgerverein schon seit Jahren. Dies konnte bisher erfolgreich umgesetzt werden. Aktuell ist die dringend notwendige Sanierung im Fokus, um noch mehr der Nutzungspotenziale des Hauses zu heben. Umso erfreuter waren die anwesenden Stadtbezirksbeiräte, als auf der Sitzung am 05. März die anwesende Kulturamtsleiterin Brodhun berichten konnte, dass mittels einer Vereinbarung zwischen dem Kulturamt und dem Amt für Gebäudemanagement im September 2019 das Einstellen von ca. 2,5 Millionen Euro für den kommenden Doppelhaushalt 2021/22 vereinbart wurde. Mit diesen notwendigen Mitteln kann die Ertüchtigung des Brandschutzes, der 2. Rettungsweg, die Erneuerung der Elektrotechnik sowie die Barrierefreiheit mittels eines Aufzugs an der durch den Krieg zerstörten Außenfront realisiert werden. Gerade die Barrierefreiheit ist immer ein Thema bei der Planung von Veranstaltungen im Budde-Haus und stellte in der Vergangenheit ein nicht unerhebliches Hindernis dar.

Im selben Atemzug berichtete die Amtsleiterin über den Entwicklungsstand zur Neuausschreibung der Nutzung des Gohliser Schlösschens. Der ambitionierte Zeitplan sieht dabei vor, dass bis zum 31. März die beauftragte Agentur die Potenzialanalyse vorlegen soll, um dann die Ausschreibung nach einem neuen Träger zu ermöglichen. Vom 01. Oktobr bis zum 31. Dezember wird das Haus für Besucherinnen und Besucher gesperrt, um ein paar Schönheitsrenovierungen vorzunehmen, um dann hoffentlich am 01.01.2021 mit dem neuen Betreiber starten zu können. Dazu ist am 11. Mai eine erneute Veranstaltung im Rahmen derselben Teilnehmer des ersten SchlösschenCamps geplant (Anmerkung der Redaktion: mittlerweile abgesagt). Grundsätzlich befürworteten die Mitglieder des Stadtbezirksbeirates das Vorgehen und betonten, dass es definitiv weiterhin eine öffentliche, kulturelles Nutzung des Schlösschen geben muss und dass das Konfliktpotenzial der getrennten Schloss- und Gastronutzung dringend aus der Welt geschaffen werden muss.

Zum Abschluss der Sitzung brachte noch ein Vertreter des Jugendparlamentes der Stadt Leipzig einen Antrag ein, der einen Prüfauftrag an die Stadtverwaltung und den Stadtrat vorsieht, in welchem untersucht werden soll, wie und in welcher Intensität in Zukunft Kinder und Jugendliche in die demokratischen Entscheidungsprozess auf der Stadtbezirksbeiratsebene eingebunden werden können. Dabei diskutierten die Mitglieder des Beirates intensiv und kontrovers über das Spannungsfeld zwischen grundsätzlichem Prüfauftrag und konkreter Ausgestaltung solch einer Beteiligung. Gerade letzteres bewegte sich entlang der offenen Fragen wie denn solch eine Beteiligung erfolgen solle, wie diese pädagogisch begleitet werden könnte und wie es möglich gemacht werden müsse, dass die Kinder und Jugendlichen die teilweise rechtlich komplexen Sachverhalten auch nachvollziehen könnten. Am Ende votierte der Stadtbezirksbeirat mit großer Mehrheit für den Prüfauftrag.

Demokratieecke: Bedarfsplanung Kita und Schulbaumaßnahmen

Von Tino Bucksch

Da Demokratie keine Pause macht, hatte der Stadtbezirksbeirat Nord eine Menge Vorlagen/Beschlüsse sowie Themen in seinen Sitzungen im Januar und Februar auf der Tagesordnung. Gerade das Thema Kinder und Jugendliche dominierte dabei die Sitzungen. Mit der Bedarfsplanung der Kindertagesstätten für den Zeitraum Januar bis Dezember 2020, einschließlich der Fortschreibung für die Jahre 2021 bis 2023, wurde den Mitgliedern im Gremium erneut deutlich, welchen Kraftakt die Stadtverwaltung angesichts der Wachstums(schmerzen) bewältigen muss. 1.100 zusätzliche Plätze werden in 14 weiteren Einrichtungen dazu beitragen, den Druck aus dem System Kita zu nehmen und somit Angebot und Nachfrage an Kita-Plätzen ins Gleichgewicht zu bringen. Für den Stadtbezirk Nord bedeutet dies allein 2020 zwei Einrichtungen mit 90 und 165 Plätzen sowie 2021 eine Einrichtung mit 165 Plätzen.

In der Februar-Sitzung lag der Fokus dann auf dem Schulbereich. Zum einen wurde der Sachstandbericht zur Umsetzung der Schulbaumaßnahmen mit den aktuellen Kapazitäten der Schulen vorgestellt und zum anderen die Einrichtung des neuen fünfzügigen Gymnasiums am Standort „Wiederitzsch – Messe-Allee“ vorgestellt. Bei dieser Einrichtungsvorlage ging es primär darum, den etwas komplizierten Prozess der Errichtung dieses gymnasialen Standortes im Leipziger Norden darzustellen. Beginnend ab dem Schuljahr 2020/21 wird nämlich das Gymnasium für zwei Jahre in einem Interim untergebracht, um dann in das neue Gebäude einzuziehen. Nach dem Umzug folgt die Oberschule im Interim, die dann ebenso nach zwei Jahren dem Gymnasium in den hoffentlich fertiggestellten Neubau folgt. Der Stadtbezirksbeirat Nord wird diesem ambitionierten Prozess mit Interesse verfolgen.

Demokratieecke: Radschnellverbindung Halle und Probleme Abfallentsorgung Siedlung Bretschneider Park

von Tino Bucksch

Nach der Sommerpause und dem Verstreichen der Einspruchsfristen gegenüber dem Wahlergebnis zur Kommunalwahl konnte der neue Stadtbezirksbeirat Nord im Oktober seine Arbeit aufnehmen. Entsprechend dem Ergebnis erfolgte eine Veränderung der Zusammensetzung des Gremiums. Daher gehören seit Oktober 2019 folgende Mitglieder dem Stadtbezirksbeirat an: Joachim Fricke und Ilona Jessulat für DIE LINKE, Lutz Berger, Carina Flores und Ursula Spahn für Bündnis 90/Die Grünen, Werner Hebendanz und Rick Ulbricht für die CDU, Petra Siegel und Mirko Zötzsche für die AfD sowie Peter Niemann und Tino Bucksch für die SPD.

Zwei zentrale Themen behandelte der Stadtbezirksbeirat in seiner letzten Sitzung im Jahr 2019:

Zum einen schlossen sich die Mitglieder des Gremiums mehrheitlich einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion an, die Prüfungen für die Realisierung einer Radschnellwegverbindung zwischen Leipzig und Halle über die Nordroute mit einer Frist bis zum II. Quartal 2020 zu versehen. Hintergrund der Entscheidung war es, potenzielle Fördermöglichkeiten zur Mitfinanzierung dieses möglichen Vorhabens mit einzuplanen, bevor diese verfallen.

Zum anderen beschäftigte das Gremium das (Dauer)Thema der Abfallentsorgung in Stadtgebiet oder besser gesagt die Probleme damit. Seit fast über anderthalb Jahren kämpfen Bürgerinnen und Bürger der Siedlung am Bretschneider Park dagegen, dass zuwiderparkende Autos die Einfahrten in die Siedlung für die Müllautos versperren und daher den Abtransport der Tonnen und Müllsäcke behindern oder unmöglich machen. Nachdem der Bürgerverein Gohlis im Oktober zu dem Thema eine Bürgerversammlung einberief und diese mit konkreten Vereinbarungen endete, kommt Bewegung in die Sache. Frau Geißler-Plogg, stellv. Amtsleiterin des Ordnungsamtes und Herr Jana, Amtsleiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes sowie Herr Kretzschmar, Geschäftsführer des Eigenbetriebes Stadtreinigung stellten die bisherigen Ergebnisse vor bzw. gaben einen Ausblick auf die noch geplanten Maßnahmen. Zuerst ist die Beschilderung zu nennen, die durch die Stadt an den Problemschwerpunkten aufgestellt werden soll und die darauf hinweist, dass aufgrund der Straßenbreite durch parkende Autos eine Behinderung für Feuerwehrfahrzeuge aber auch für die Müllabfuhr entstehe. Diese stadteigenen Schilder sind notwendig, da es die StVO verbietet, Halteverbotsbereiche gesondert auszuweisen, wenn es sich bei dem Straßenbereich qua Definition um eine Straße mit Halteverbot handelt. Dies mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen, war aber bisher die schwerste Hürde für eigenes kommunales Handeln. Weiterhin sollen vermehrte Kontrollen durch das Ordnungsamt aufrechterhalten werden, die nach keinem festen Rhythmus erfolgen, um hier keine Lerneffekte durch die Falschparker zu initiieren. Als letzte Maßnahme stellte die Verwaltung den Dialog mit den Wohnungsgenossenschaften vor, um so die Anwohner in den wachsenden bzw. neu erbauten Wohnabschnitten für das Thema zu sensibilisieren.

Mit diesen konkreten Schritten zeigte sich der Stadtbezirksbeirat vorerst zufrieden. Man einigte sich auf ein erneutes Treffen in Richtung April und einen Außentermin des Stadtbezirksbeirates um gerade die Beschilderungsmaßnahme selbst unter die Lupe zu nehmen.

Demokratieecke: Verkehrsprojekte in Gohlis

von Tino Bucksch

Am 10. Oktober kam der Stadtbezirksbeirat Nord zum letzten Mal in seiner alten Besetzung zusammen. Am 30. Oktober bestimmte der Stadtrat die neuen Mitglieder und die veränderte Zusammensetzung des Gremiums.

Die letzte Sitzung stand ganz im Zeichen der verkehrspolitischen Entwicklungen im Stadtteil. Zum einen wurde einstimmig die Zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt Leipzig beschlossen. Wichtig für Leipzigs Norden ist zum einen der Neubau einer Haltestelle zwischen Chausseehaus und Lützowstraße und eine Verlegung der ersteren in Richtung Zentrum und zum anderen die bessere Anbindung der nördlichen Gewerbegebiete über ein dichteres Busnetz. Zum anderen stellten die LVB und die Stadtverwaltung die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zwischen Coppiplatz und Hans-Oster-Straße vor. Diese sollen 2022/23 erfolgen und knapp 6,5 Mio Euro kosten, wobei 5,8 Mio Euro durch die LVB getragen werden.

Alle Verkehrsteilnehmer, die die Landsberger Straße in diesem Abschnitt kennen, wird es freuen zu hören, dass mit der geplanten Deckensanierung der Straße endlich ein seit langem unhaltbarer Zustand beseitigt wird. Neben dieser Erneuerung wird die neue Straßenraumaufteilung zwischen Viertelsweg und Landsberger Straße/Max-Liebermann-Straße die am deutlichsten sichtbare Veränderung nach der Baumaßnahme sein. Die Straßenbahn wird ihr separates Gleisbett behalten. Die parkenden Autos hingegen werden eine Reihe nach hinten verlagert. Das ermöglicht die Abmarkierung eines Radweges zwischen den beiden Fahrbahnen für den fließenden und den ruhenden Verkehr. Der Gesamtplan wurde vom Stadtbezirksbeirat mit einer Stimmenthaltung angenommen.