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Schlagwort: ÖPNV

Ein eigenes Auto? Das Ehepaaar Schenk kommt inzwischen ohne aus

In dieser Reihe befragen wir einige Gohliser, die ein Auto besaßen und es später abgeschafft haben, nach ihren Erfahrungen. Kann so die Zahl der Pkw auf unseren Straßen verringert werden? Die Abschaffung eines Autos ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung, daher machen wir dazu Interviews. Für das zweite Interview hat sich das Ehepaar Schenk bereit erklärt.

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Landsberger Straße

Sanierung Landsberger Straße

Ab dem 04.03. beginnt die langersehnte Sanierung der so wichtigen Gohliser Verkehrsader – der Landsberger Straße. Die Bedeutung der Maßnahme lässt sich schon am Leistungsumfang der drei beteiligten Akteure ablesen.

Leipziger Verkehrsbetriebe:

Es wird ein grundhafter Ausbau der Gleisanlagen vorgenommen bzw. diese wird auf die neue Spurweite angepasst, Fahrleitungs- und Bahnstromanlagen auf 1km Länge werden saniert, das Gleisdreiecks Viertelsweg erneuert, Anpassung der Haltestellen auf aktuellen barrierefreien Standard vorgenommen sowie die Anbringung eines einseitigen Rasengleises auf dem Abschnitt Viertelsweg bis Hans-Oster-Straße erfolgen.

Stadt Leipzig:

Sie nimmt eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zwischen Coppiplatz bis Viertelsweg vor, wird punktuell die Gehwege sanieren, Parkstellflächen und Gehwegnasen mit Blindenleitsystem installieren, den Lückenschluss der Radverkehrsanlage zwischen Coppiplatz und Viertelsweg realisieren, 26 Bäume pflanzen, Bänke sowie Papierkörbe und Radbügel installieren.

Verkehrsführung während Bauzeit

1 .Phase März bis Ende Juni: Vollsperrung der Hardenbergstraße bis Hans-Oster-Straße. Die Überfahrt über die Stauffenbergstraße bleibt offen. Der Garagenhof bleibt mit Einschränkungen und unter Baustellenbedingungen erreichbar
2. Phase Juli bis September: der Coppiplatz wird freigegeben, Überfahrt Viertelsweg ab August wieder freigegeben und Stauffenbergstraße wird geschlossen, der Garagenhof ist bis Mitte Aug nicht erreichbar
3. Phase September bis November: Vollsperrung Staufenbergstraße und Viertelsweg, stadteinwärts wird die Landsberger Straße bis Viertelsweg befahrbar sein, stadtauswärtig Sperrung zwischen Viertelsweg und Hans-Oster-Straße
4. Phase November bis Dezember: stadtauswärtige Sperrung zwischen Stauffenbergstraße und Viertelsweg.
Für die großräumige Umleitung ist stadteinwärts die Verkehrsführung über die Max-Liebermann-Straße, die Virchowstraße und die Georg-Schumann-Straße vorgesehen. Stadtauswärts die Führung über die Georg-Schumann-Straße und die Slevogtstraße.

Parken

Um den SEV-Verkehr sicherzustellen, werden im Wohngebiet Jägerstraße und Hans-Oster-Straße Parkverbote nötig sein. Ebenso wird die Hoeppnerstraße in westlicher Richtung und die Ludwig-Beck-Straße in östlicher Richtung als Einbahnstraße ausgewiesen werden.

Straßenbahn/SEV und Umleitungsverkehr

Die Linie 4 verkehrt über die Georg-Schumann-Straße bis Wahren. SEV verkehrt zwischen Hans-Oster-Straße und Breitenfelder Straße. Es wird Ersatzhaltestellen für Viertelsweg und Coppiplatz geben.

Informationen für die Anwohner

Die Rettungswege sollen jederzeit offen gehalten werden. Die Müllentsorgung erfolgt über Sammelplätze, die über die Baufirma organisiert werden. Diese informiert durch Aushängen an die Haushalte über die Details. Paketdienste sind während der Bauzeit nicht möglich. Anlieferungen sollen über Nebenstraßen realisiert werden. Es wird empfohlen, die Anlieferung zu Paketstation oder Paketshop zu organisieren.
Weitere Infos finden Sie hier.

Autor: Tino Bucksch

 

Kreuzungsbereich Lützow- / Virchowstraße

Sitzung Arbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr – Start ins neue Jahr vollgepackt mit neuen Vorhaben

Am Mittwoch, den 17.01.204 trifft sich ab 19 Uhr die AG Mobilität und Verkehr des Bürgervereins Gohlis e.V. im Musikzimmer des Budde-Hauses, Lützowstraße 19.

Zentrale Punkte der Tagesordnung wird der aktuelle Stand der Verkehrsprojekte im Stadtteil sein. Gerade die geplante Sanierung der Landsberger Straße und der Georg-Schumann-Straße aber auch die angestrebte Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Virchowstraße und Lützowstraße stehen dabei im Fokus. Aber auch die Erkenntnis für Gohlis aus dem Entwurf des Stadtplatzprogramms sowie die Planungen für die Veranstaltungen 2024 sollen diskutiert werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen. Es können auch weitere Themen und Ideen eingebracht werden.

Andreas Fünfstück

Ein eigenes Auto? Andreas Fünfstück hat es wieder abgeschafft

von Matthias Reichmuth

In dieser neuen Reihe befragen wir einige Gohliser, die ein Auto besaßen und es später abgeschafft haben, nach ihren Erfahrungen. Die Idee dazu kam in der AG Mobilität und Verkehr auf, als wir uns fragten, wie die Zahl der Pkw auf unseren Straßen verringert werden kann. Die Abschaffung eines Autos ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung, daher machen wir dazu Interviews.

In welcher Situation haben Sie früher entschieden, ein Auto anzuschaffen?

Ich war schon über 40, in Leipzig brauchte unsere Familie damals kein Auto, meine Frau hatte auch nie einen Führerschein. Ab 1995 musste ich nach Borsdorf zur Arbeit fahren, und das war mit den öffentlichen Verkehrsmitteln umständlicher, mit dem Auto ging das schneller. Die Anschaffung hatte dann auch den positiven Nebeneffekt, dass wir auch ganz andere Urlaubsziele als früher erreichen konnten, z. B. die kroatische Küste oder die Lofoten in Norwegen.

Was wurde für Sie zum Auslöser, den Pkw abzuschaffen?

Nachdem ich 2016 in den Ruhestand gegangen war, stand das Auto oft viele Tage unbewegt am Straßenrand, weil wir in Leipzig ohnehin eher das Fahrrad für Einkäufe usw. genommen haben. Die Kinder waren zu dieser Zeit längst aus dem Haus. Das Fahrzeug war auch schon recht alt, und die Reparaturen häuften sich. Bevor noch mehr Reparaturkosten auf uns zukamen, habe ich mich 2019 entschieden, das Fahrzeug an einen Auto-Bastler zu verschenken. Wir haben dann erst einmal ausprobiert, wie es eigentlich ist, ohne eigenes Auto zu leben, die Option, wieder eines anzuschaffen, blieb ja offen.

Wie hat sich die Umstellung auf Ihren Alltag ausgewirkt?

Im Alltag selbst hat sich wenig geändert, da wir es in der Stadt ja kaum genutzt haben. Stärker waren die Veränderungen beim Reisen, sei es zu Urlauben oder Wochenenden. Da haben wir jetzt öfter die Bahn genutzt oder, etwa für eine Fahrt nach Südtirol, ein Mietauto genommen. Wir haben uns auch bei teilAuto angemeldet, aber sehr oft brauchen wir dieses Angebot nicht einmal.

Sind alle Haushaltsmitglieder im Nachhinein mit der Entscheidung zufrieden?

Ja, eindeutig. Es klappt bei uns gut ohne eigenes Auto, daher hat sich die Entscheidung, erst einmal auf Probe das Auto abzuschaffen, nach vier Jahren bewährt. Gelegentlich gibt es Situationen, in denen man denkt, dass es mit Auto jetzt vielleicht etwas praktischer gewesen wäre, etwa beim Packen für Bahnreisen, wo man nicht einfach noch ein Paar Winterstiefel unter den Sitz legen kann – aber insgesamt sind wir damit sehr zufrieden. Gut ist, dass man sich um gewisse Dinge einfach nicht mehr kümmern muss, etwa das Reifenwechseln zweimal im Jahr, den TÜV oder Reparaturen.

Baustelle Linie 4

Gohliser Baugeschehen – Blick auf den Gleisbau

von Matthias Reichmuth

Von Sommer 2022 bis Dezember 2023 war die Haltestelle „Stallbaumstraße“ der Linie 4 baustellenbedingt ohne Nahverkehrsanbindung, weder die Straßenbahn noch ein Schienenersatzverkehr waren unterwegs.
Wenn Sie dieses Heft in Händen halten, fährt die Linie 4 wieder auf ihrem gewohnten Weg. Das Foto zeigt den Bauzustand vom 25. November 2023 mit Blick über die Parthebrücke in die Waldstraße hinein. Hier wurden nicht nur alle Gleise erneuert, auch der Geh- und Radweg neben dem Gleis wurde vollständig neu gebaut. Zugleich kehrt 2024 wieder Ruhe in der Menckestraße ein, die dann nur noch bei Unfällen, aber nicht mehr dauerhaft von der Straßenbahn befahren wird.

Der Regelbetrieb auf der Linie 4 bleibt allerdings nicht lange bestehen – die um ein Jahr verschobene Baustelle in der Landsberger Straße soll 2024 Wirklichkeit werden, dazu können Sie im nächsten Heft mehr lesen.

Screenshot Online-Infoveranstaltung

Online-Infoveranstaltung Sanierung Georg-Schumann-Straße: Abschnitt Wiederitzscher Straße bis zur S-Bahn-Brücke

von Tino Bucksch

Am Donnerstag, den 07.12.2023 fand eine Online-Infoveranstaltung zu den Sanierungsplänen der Georg-Schumann-Straße im Abschnitt zwischen Wiederitzscher Straße und S-Bahn-Brücke statt. Diese fand als gemeinsame Aktion der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und dem Verkehrs- und Tiefbauamt (VT) der Stadt Leipzig statt. Beide Akteure sind beteiligt, da es sich um eine Sanierung von Gebäude- zu Gebäudewand handelt. Im Konkreten bedeutet dies, dass auf beiden Seiten durchgängige Radwege installiert werden, sichere Gehwege geplant sind, auf beiden Seiten Baumpflanzungen vorgesehen werden sowie eine barrierefreie Haltestelle und eine neue Ampelanlage an der Kreuzung Wiederitzscher und Georg-Schumann-Straße gebaut wird.

Aktuell ist die Vorplanung abgeschlossen und die Phase der Entwurfsplanung eingeleitet. Ende 2024 soll es einen Bau- und Finanzierungsbeschluss für den Stadtrat geben, so dass ab März 2026 der Bau beginnen kann. Das ganze Vorhaben wird in Summe 5,8 Millionen Euro kosten (u.a. 2,5 Mio Euro durch die LVB und 1,5 Mio Euro durch die Stadt Leipzig).

Zwei Besonderheiten seien noch erwähnt: 1. Sind sogenannte Multifunktionsstreifen geplant, die für die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Aufstellen von Bänken, Radbügeln, Andienzonen und Freisitzen sorgen sollen. 2. Werden durch die Maßnahme ca. 33 Parkplätze – und damit fast der gesamte Bestand entlang der Schumann-Straße in diesem Abschnitt – wegfallen.

Der Bürgerverein Gohlis wird mit seiner AG Verkehr und Mobilität die weiteren Schritte begleiten. Anregungen oder Hinweise nehmen wir gerne unter verkehr@gohli.info auf.

Stand des Bürgerverein Gohlis e.V. Zukunftsmusik!2

Zukunftsmusik!2 am Kirchplatz

von Tino Bucksch

Am 01. September war auch der Bürgerverein wieder mit am Start am Kirchplatz zu Gast bei der Zukunftsmusik!2. Präsenz zeigten die beiden Arbeitsgemeinschaften Umwelt und Klima sowie Mobilität und Verkehr. Dabei befanden wir uns in bester Gesellschaft – weitere Vereine und Initiativen aus dem Areal rund um den Kirchplatz haben ihre Arbeit vorgestellt und eingebettet in eine buntes Kulturprogramm für eine andere Verkehrspolitik geworben.

Sitzung Arbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr – Planung der Sommeraktion steht an

Am Mittwoch, den 19.07.2023 trifft sich ab 19 Uhr die AG Mobilität und Verkehr des Bürgervereins Gohlis e.V. im Musikzimmer des Budde-Hauses, Lützowstraße 19.

Zentrale Punkte der Tagesordnung werden die Auswertung des Rundgangs „12 Probleme entlang der Linie 12“ sein sowie die Planungen für das Nachbarschaftsfest auf dem Gohliser Anger am 20.08. und der Teilnahme an der Veranstaltung Zukunftsmusik! am 01.09.. Weitere Infos zum Rundgang und die inhaltliche Position kann hier abgerufen werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen. Es können auch weitere Themen und Ideen eingebracht werden.

„12 Probleme entlang der Linie 12“

von Tilman Schenk

Am Verlauf der Straßenbahnlinie 12 in Gohlis häufen sich die Benachteiligungen für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel – Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) derart, dass sich die AG Mobilität & Verkehr des Bürgervereins Gohlis entschlossen hat, diese zum Thema eines Rundgangs mit Vertretern der Stadtverwaltung zu machen. Stattfinden wird dieser am Dienstag, 27. Juni ab 17 Uhr. Treffpunkt ist die Haltestelle Gottschallstraße.

Die Straßenquerschnitte entlang der Virchow- und Lützowstraße entsprechen noch weitestgehend der Gestaltung aus dem 19. Jahrhundert. Seitdem hat sich das Verkehrsgeschehen massiv verändert, vor allem Kraftfahrzeuge kamen in der damaligen Stadtplanung noch gar nicht vor. In der Folge wurde der Platz für alle immer enger, und hat heute eine Situation geschaffen, in der Zufußgehende, Radfahrende und ÖPNV-Fahrgäste entlang dieser Straßenzüge mit einer Reihe von Barrieren und Hindernissen zu kämpfen haben. Bei unserem Rundgang wollen wir an den folgenden Orten Station machen und über die Probleme sprechen:

1) Radweg Virchowstraße

Generell mangelt es in Gohlis-Nord und Gohlis-Mitte an leistungsfähigen und sicheren Nord-Süd-Verbindungen für den Radverkehr. Als Hauptverkehrsstraße ist die Virchowstraße mit 50 km/h befahrbar und wird täglich von 12.650 Kfz genutzt. Bei dieser Verkehrsstärke, so empfehlen die einschlägigen Richtlinien, kann Radverkehr nicht mehr im Mischverkehr mit den Autos geführt werden, sondern benötigt eine eigene Spur. Diese fehlt aber in der Virchowstraße auf ganzer Länge. Mit einem Pop-Up Radweg am 1.6. haben wir auf diesen Mangel hingewiesen.

2) fehlende Barrierefreiheit Haltestelle Gottschallstraße

Die Haltestelle Gottschallstraße ist eine von vielen der Linie 12 an der nach wie vor wie im 19. Jahrhundert auf die Fahrbahn ausgestiegen werden muss. Durch die Aufweitung des Straßenzuges ist der Haltestellenbereich für Autofahrer in stadtauswärtiger Richtung schwer einsehbar und hier kommt es besonders häufig zu gefährlichen Situationen, weil Autos an der haltenden Bahn vorbeizufahren versuchen: Viele Autofahrer scheinen zu denken, sie hätten nun „endlich freie Fahrt“. Der Haltestelleninsel in stadteinwärtiger Richtung fehlt ein ordentlicher Übergang vom Gehweg mit abgesenkten Bordsteinkanten.

3) fehlende Barrierefreiheit und Falschparker Haltestelle Virchow-/Coppistraße

Ein ähnliches Problem stellt sich an der Haltestelle Virchow-/Coppistraße. Zudem wird im Haltestellenbereich häufig regelwidrig geparkt. Ein- und aussteigende Fahrgäste müssen sich durch parkende oder haltende Fahrzeige hindurchschlängeln. Dabei handelt es sich bei dieser Haltestelle um eine recht wichtige – man kann hier zwischen Bus und Straßenbahn umsteigen und sie befindet sich mitten im kleinen Quartierszentrum rund um den Konsum.

4) Gestaltung der Einmündung Virchow-/Lützowstraße

Der Einmündungsbereich Lützow-/Virchowstraße gibt insgesamt ein tristes Bild ab: Er besteht fast ausschließlich aus versiegelten Fahrbahnen und einer nicht nutzbaren Verkehrsinsel. Für Zufußgehende, die von der Lützowstraße in die Virchowstraße einbiegen wollen, entstehen lange Umwege mit mehrfachen Fahrbahnüberquerungen. Ein Betreten der großen Sperrfläche birgt hohes Gefahrenpotenzial, da viele Autofahrende, die in nördlicher Fahrtrichtung in der Lützowstraße weiterfahren wollen, die Sperrfläche mit hoher Geschwindigkeit geradeaus überfahren. Dabei ist es mit in die Virchowstraße abbiegenden Radfahrenden schon mehrfach zu Unfällen mit schweren Verletzungen gekommen. Die Kreuzung ist auch Teil vieler Schulwege im Umfeld der 35. Oberschule.

5) Radverkehrsführung in der Bahnunterführung am S-Bahnhof Gohlis

Bereits länger bekannt ist die problematische Radverkehrsführung hinter dem Wartebereich an der Straßenbahnhaltestelle S-Bahnhof Gohlis und gemeinsam mit dem Fußverkehr. Radfahrende sind hier häufig zu schnell unterwegs, und auch wenn die Nutzung des Fußweges für die Radfahrenden nicht verpflichtend ist, ist ein Ausweichen auf die Fahrbahn zwischen die Schienen auch nicht attraktiv.

6) Verkehrsführung Gohlis-Arkaden

Vor den Gohlis-Arkaden befindet sich die nächste Straßenbahnhaltestelle, die nicht barrierefrei ist und die Fahrgäste vollständig den Gefahren des Autoverkehrs ausliefert. Häufig bildet sich vor der Ampel Kfz-Rückstau, die Fahrgäste schlängeln sich hindurch, nicht alle Autofahrer halten sich daran, hinter der haltenden Bahn zu warten, wenn sie befürchten, die Ampel würde nicht mehr lange grün sein.
Der Fahrgastwechsel sollte hier mindestens durch eine so genannte „Zeitinsel“, eine zusätzliche Ampel, die die Autos hinter der Bahn anhält, geschützt werden. Zur Herstellung der Barrierefreiheit wäre ein überfahrbares Kap wie an der Haltestelle Georg-Schumann-/Lindenthaler Straße der Linie 4 nötig.

7) Lieferverkehr Gohlis-Arkaden auf Fußwegen

Auf gleicher Höhe werden die an sich schon schmalen Gehwege häufig zusätzlich durch haltende Lieferfahrzeuge verstellt. Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen können hier nicht mehr passieren. Ein Ausweichen auf die Fahrbahn scheidet wegen der hohen Verkehrsdichte aus. Dabei verfügen die Gohlis-Arkaden eigentlich über Anlieferbereiche in ihrem Innern. Diese werden aus uns nicht bekannten Gründen aber nicht von allen Lieferfahrzeugen genutzt.

8) Elterntaxis auf Gehweg vor Glascontainer und fehlende Gehwegnasen an der Einmündung Lützow-/Eisenacher Straße

Der glücklicherweise recht großzügige Gehwegbereich in der Lützowstraße vor den Glascontainern und dem Durchgang zur Erfurter Straße als Zugang zur Erich-Kästner-Grundschule wird leider von „Elterntaxis“ zu oft als Halteoption genutzt. Der Einmündungsbereich zur Eisenacher Straße ist autofreundlich für zügiges Abbiegen aufgeweitet – das Überqueren der nicht besonders breiten Eisenacher Straße wird dadurch unnötig verlängert. Hier sind viele Kinder unterwegs, zur Erich-Kästner-Schule, zur freien Oberschule oder zu den Räumlichkeiten der Musikschule „Neue Musik“ im Haus der Urania.

9) Drängelgitter am Eingang der Freien Oberschule

Die „Drängelgitter“ vor den Eingängen der Freien Oberschule Gohlis verengen die sowieso schon sehr engen Gehwege zusätzlich. Hier passen nicht einmal zwei Zufußgehende aneinander vorbei.

10) Radverkehr zwischen den Schienen und Kontrolle Tempo 30 in der unteren Lützowstraße

Die Einführung von Tempo 30 in der unteren Lützowstraße hat sicher zur Verkehrssicherheit positiv beigetragen. Wir habe den Eindruck, dass dennoch viele Autos hier noch zu schnell unterwegs sind und sich Autofahrende zu riskanten Überholmanövern hinreißen lassen, wenn sich Radfahrende in den schmalen Streifen zwischen Straßenbahnschienen und Fahrbahnrand zwängen. Wir regen deshalb an, zum Radfahren zwischen den Schienen „auf dem Gleis“ anzuregen, durch Anbringen entsprechender Radpiktogramme.

11) Querung Kirchplatz / Einmündung Berggartenstraße für Fußgänger

Die Gestaltung des Krichplatzes ist auch schon lange Gegenstand der Arbeit des Bürgervereins. Insbesondere das Überqueren der Berggartenstraße war schon immer schwierig und ist durch die vor einigen Jahren markierten Sperrflächen nur etwas leichter geworden. Da die Poller recht weit auseinander stehen, werden die Sperrflächen auch gerne zum Parken von Autos missbraucht.

12) Radverkehr zwischen Kirchplatz und Ehrensteinstraße

Zwischen Kirchplatz und Ehrensteinstraße, wo der Radweg Richtung Zoo beginnt, fehlt auch noch eine angemessene Radverkehrsführung, obwohl der Platz im Querschnitt der Straße dafür ausreichend wäre. Hier hat die AG bereits im letzten Jahr mit einem Pop-up Radweg aufmerksam gemacht.