Skip to content Skip to left sidebar Skip to footer

Schlagwort: Nacht der Kunst

Bernd Heyne - Selbstgenuß

Nacht der Kunst 2023

Aktuell sind es nur noch wenige Tage bis zur Nacht der Kunst 2023. Zum 14. Mal findet im Stadtteil DAS Kunst- und Kulturfestival statt, welches für Gohlis aber auch über dessen Grenzen hinaus eines der Hauptevents im Eventkalender darstellt. Auch dieses Jahr konnte der Bürgerverein wieder zwei Künstler für die Ausstellungsflächen im Budde-Haus gewinnen. Zum einen stellt der Fotograf Bernd Henye traditionell seine Bilder bei uns aus. Dieses Jahr stehen diese unter dem Motto „Selbstgenuß“ und sind im Musikzimmer zu bestaunen. Zum anderen konnte der Verein den Gohliser Autoren und Künstler Fabian Williges gewinnen. Dieser zeigt im Foyer des Budde-Hauses eine Sammlung von Porträts in Zeitungscollagen. Die Menschen, die er porträtiere, sind die Übersetzer seines kleinen Büchleins „Wenn du nicht da bist …“. Es handelt vom Verliebtsein und Vermissen. Beide Künstler präsentieren ihre Werke am 02. September ab 16 Uhr im Budde-Haus.

Kulturkalender August bis September veröffentlicht

Sommerpause in Gohlis? Falsch gedacht. Es bewegt sich kulturell einiges in unserem schönen Stadtteil, selbst in den warmen Sommermonaten. Einfach in unseren Kulturkalender August bis September reinschauen. Es gibt unzählige spannende Angebote vom Budde-Haus, dem Gohliser Schlösschen, der Kreativitätswerkstatt, dem Schillerhaus Leipzig, dem Mediencampus Villa Ida uvm.. Gerade das kulturelle Highlight des Jahres – die Nacht der Kunst – verspricht mit unzähligen Angeboten für Jede und Jeden etwas dabei zu haben.

Gohlis Forum – Ausgabe 6 für 2021 erschienen

Liebe Leserinnen und Leser,

in die 6. Ausgabe des Gohlis Forums, der letzten für dieses Jahr, informieren wir wieder über aktuelle Ereignisse in unserem Stadtteil. Auch diesmal gibt es viel zu erzählen: Gohlis entwickelt sich an allen Ecken und Enden. In der Rubrik Geschäftsleben berichten wir gleich über drei neue Geschäfte in Gohlis. Auch gibt’s einen ausführlichen Bericht über das Baugeschehen im Stadtteil.

Nicht nur mit dem Rückblick auf die Ergebnisse des Stadtradelns wagen wir ein Fazit der Vereinsarbeit 2021. In einer kleinen Bilderstrecke blicken wir auf die Aktionen und Projekte des auslaufenden Jahres zurück, dass erneut durch die Einschränkungen im Zuge der Covid19-Pandemie geprägt war.

Mit einem Bericht über 150 Jahre Friedenskirche und einen Beitrag von Gotthard Weidel über die Geschichte eines Gohliser Hauses zeigt sich erneut, wie spannend und vielfältig die Vergangenheit unseres schönen Stadtteiles ist.

Die vollständige Ausgabe kann hier im Archiv gelesen werden.

Nacht der Kunst mit dem Bürgerverein Gohlis

von Peter Niemann

Auch in diesem Jahr haben wir wieder zwei feine Ausstellungen anlässlich des wohl größten Sächsischen Kunstfestivals am 4. September geplant. Beide Ausstellungen finden sich, neben ganz vielen anderen, im Budde-Haus, Lützowstraße 19, 04157 Leipzig.

Michael Schreckenberger | Konstrukt Freiraum

Budde-Haus | Musikzimmer | 16 – 24 Uhr

Frühjahr 2020. Lockdown. Umdenken für den Leipziger Künstler Michael Schreckenberger. Zwar nicht zwangsläufig, jedoch rückt mit der vorübergehend geschlossenen Galerie am Brühl für ihn zunächst auch die Arbeit im Atelier in den Hintergrund. Er setzt Prioritäten, widmet sich dem, was geht: den Auftragsarbeiten, der Fassadengestaltung an der frischen Luft. Er schafft Raum für sich und seine Kunst.

Die thematische Ausrichtung seiner neuesten Malereien verwundert so nicht. Schließlich sind wir in den letzten Monaten sehr sensibel für unsere individuellen Freiräume geworden. Eigentlich setzen wir sie ja voraus, sie erscheinen uns höchst plausibel, wir verspüren geradezu ein Anrecht auf sie. Einschränkung und Entzug hingegen enttäuschen, ärgern, schmerzen, frustrieren und fühlen sich unschön an. Schreckenberger spielt mit Freiräumen, bannt diese auf die Leinwand – so paradox dies auch klingen mag.

Auf begrenztem Bildraum wird die Stimmigkeit zwischen den durchaus diversen Bildgegenständen dann zur Herausforderung. Er muss mit gestalterischen Mitteln nachhelfen, in Komposition zwängen. Das bewährte Absperrband hilft. Es zurrt aber nicht nur zusammen, was eigentlich nicht so recht passen will. Er konfrontiert bewusst damit. Das Absperrband feierte jüngst und unweigerlich Konjunktur, ist uns unangenehm vertraut, da es in unsere Realität eingreift und Freiräume umgestalten oder gar nehmen kann.
Schreckenberger fordert ganz bewusst Abstand ein. Schließlich ist es der Abstand zum Bildgegenstand, der ein Erleben überhaupt ermöglicht. Erst ein Zurücktreten erlaubt es uns, Freiräume als unnatürlich wahrzunehmen. Es ist der Perspektivwechsel, der sie entlarvt, sie bald absurd und egoistisch erscheinen lässt.

Unsere Ausstellung zur Nacht der Kunst ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in diesem Jahr. Es wird vor allem Malerei zu sehen sein: fantastisch, realistisch und 100% zeitgemäß.

Die Ausstellung wird durchgängig betreut. Der Künstler selbst wird ab 20:00 Uhr vor Ort sein.

Bernd Heyne | Hass-Liebe Georg-Schumann-Straße

Budde-Haus | Büro des Bürgervereins | 16 – 24 Uhr

Georg-Schumann-Straße. Die Magistrale begreift der Leipziger Künstler Bernd Heyne seit Jahren als eine Art Lebensader, welche den Menschen im Norden wie auch ihn in erster Linie und recht zweckmäßig mit all dem versorgt, was man eben so braucht. Etwaige Gründe zum Verweilen, oder gar für längere Aufenthalte sieht Heyne normalerweise nicht. Das ändert sich schlagartig in den ersten Monaten des Jahres 2021 und mit den, für Leipziger Verhältnisse zumindest, Unmengen an Schnee. Unerwartet sieht er sich nämlich mit einer Vielzahl an Motiven für seine Fotografie konfrontiert. Es gelingt ihm, in diesen Tagen die Magistrale als hell, freundlich und sauber zu dokumentieren, in einem gänzlich neuen Gewand.

Der Künstler ist durchgehend vor Ort, um von seinem winterlichen Abenteuer auf der Georg-Schumann-Straße zu berichten und Fragen zu seinen Fotografien zu beantworten.

12. Nacht der Kunst – das KUNST – und KULTURFESTIVAL des Leipziger Nordens

vom Organisationsteam der Nacht der Kunst

04. September 2021 von 16.00 – 24.00 Uhr
Die Vorbereitungen zur 12. Nacht der Kunst laufen auf Hochtouren – auch in diesem Jahr wird das Kunst- und Kulturfestival im Leipziger Norden tausende Besucher in seinen Bann ziehen. Die begehrten NdK-Postkarten, die bereits in ganz Leipzig ausliegen, zeugen davon.
Ca. 200 Künstler werden wieder an interessanten Ausstellungsorten ihre Kunstwerke präsentieren.

Für die Besucher wird es somit spannende Ausstellungen an bekannten und neuen Standorten geben. So wird in diesem Jahr die Nacht der Kunst mit einem Pleinair im romantischen Park des Gohliser Schlösschen starten. Neugierige Zuschauer können vom 30. August bis 02. September live erleben, wie Gemälde entstehen, welche im Anschluss in den Westarkaden des Gohliser Schlösschens ausgestellt werden.

Das neue Familiencafé Rudolf & Regine in der Stockstraße lädt zum Schauen, Spielen und Chillen im schönen Garten ein. Bei Kallenbach – dem Sitz von Pro Gohlis in der Gohliser Straße – wird neben einer interessanten Musikskulpturenausstellung Max Laube Musik aus seiner Schellackplattensammlung auflegen. Die Naturdrogerie in der Gohliser Straße ist ebenso neuer Standort, wie auch das Taschenbier in der Coppistraße. Die Nacht der Kunst hat sich räumlich erweitert und breitet sich vom Zentrum der Georg-Schumann-Straße im gesamten Leipziger Norden aus.

Neben den traditionellen Großstandorten wie dem Kunsttanker in der Lindenthaler Straße, dem Glashaus am Viadukt, dem Kaufland Gohlis-Süd, dem Anker oder dem Buddehaus bieten viele kleinere Standorte wie das Eiscafé Florenz, Gromke Hörzentrum, das (w)einstein 13 oder die Klavierschule Olbrich den Künstlern Platz für ihre Ausstellungen, die die Besucher der 12. Nacht der Kunst begeistern werden. Dazu kommen Aktionen für die ganze Familie, wie die beliebte Kinderrallye oder der Mitmachzirkus Klatschmohn, der Groß und Klein auf dem Huygensplatz zum selbst aktiv werden einlädt. Es locken aber auch Aktionen wie orientalischer Tanz, eine Feuershow und viele Konzerte und Liveacts an den Standorten und auf der Straße.
Der Bronzegießer Klaus Cenkier wird bei einem Schaugießen am Kunsttanker Einblick in seine Arbeit geben und wer sich von den Besuchern handwerklich ausprobieren möchte, hat dazu bei Makerspace Gelegenheit.

Eine besondere Aktionen startet der Standort des Nachbarschaftszentrums „Die Tür“. Dort soll unter dem Motto „Blumen für die Schumi“ eine riesige Wand mit künstlichen Blumen gestalten werden. Alle sind aufgerufen, sich mit selbst gestalteten Blumen zu beteiligen. Zur Nacht der Kunst können Besucher diese erwerben. Der Erlös kommt zum Teil der Nacht der Kunst und dem Nachbarschaftszentrum zugute.
Es wird wieder viel Neues und Spannendes zu sehen und zu erleben geben – von großer Kunst bis zu Mitmachaktionen. Die Schüler der International School werden mit künstlerischen Arbeiten und musikalischen Darbietungen den Abend bereichern und der Judoverein Stahmeln wird in der eigenen Halle Interessenten Einblicke in das Training geben.

Für das leibliche Wohl werden ausgewählte Streetfoodstände wie der Georgier, der Mexikaner, die Spätzlemädels und viele mehr nicht nur entlang der Schumi sorgen.

Alle Akteure laden interessierte Besucher zum Bummeln, Schauen und selbst aktiv werden ein und freuen sich auf einen unvergesslichen Abend zur 12. Nacht der Kunst im Leipziger Norden.

Ein Gohliser Jubiläum… und wer dazu gehört TEIL 2 -Hansgeorg Herold

von Peter Niemann

Bereits in den vergangenen Ausgaben haben wir darauf hingewiesen, dass wir am 22. April 2022, ein sehr wichtiges Jubiläum begehen werden. Genau dann wird der Bürgerverein nämlich 30 Jahre alt! In der letzten Ausgabe des Heftes haben wir begonnen, Ihnen besondere Personen vorzustellen, die sich bereits seit sehr langer Zeit in unserem Verein engagieren und dabei Großes geleistet haben. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen Hansgeorg Herold vorstellen. Ich habe mich Anfang Mai mit ihm in unserem Büro im Budde-Haus für das folgende Interview treffen können.

Herr Herold. Ich freue auf jeden Fall, dass wir uns heute treffen können, um ein kleines Interview zu führen. Beginnen wir mit einer kurzen Vorstellung.

Mein Name ist Hansgeorg Herold, Renter im ‚Unruhestand‘, fast 79 Jahre alt und seit 1992 Mitglied des Bürgervereins. Zunächst einmal wohnte ich seit meiner Geburt und für die ersten 28 Jahre meines Lebens in der Nähe von Gohlis: In der Nordvorstadt, dem heutigen Zentrum-Nord. 1970 zog ich dann in die Springerstraße, dann in den Schillerweg und schließlich in die Menckestraße.

Zeigt seinen alten Mitgliedsausweis aus den 90ern, der die Nummer 20 trägt. Dieser gibt ihn als Gründungsmitglied zu erkennen. Der damalige Schatzmeister Hajo Hannes quittierte dort noch händisch die Beitragszahlung.

Schön, dass Sie solche Dinge aufheben! Das sind ja letztendlich alles Zeugnisse unserer Vereinsgeschichte. Was haben Sie noch?

Ja es ist schade, dass es solche Mitgliedsausweise nicht mehr gibt. Ich sammle was mir wichtig erscheint. Einzelne Zeitungs- oder Zeitschriftenausschnitte zu Projekten, an denen ich mitgewirkt habe, hebe ich auf. Ansonsten sind die meisten Unterlagen der letzten Jahrzehnte im Archiv des Bürgervereins zu finden. Ich habe am Ende meiner Tätigkeit im Vorstand dafür gesorgt, dass sämtliche Dokumente in die richtigen Ordnern gelangen und alles verzeichnet und nachvollziehbar ist.

Was war bzw. ist eigentlich Ihre ganz persönliche Motivation, sich im Bürgerverein zu engagieren?

Wie ich schon in anderen oder ähnlichen Interviews in den Jahren immer wieder gesagt habe, gehört das ‚Einmischen‘, im positiven Sinne, zu den Grundsätzen meiner Lebensauffassung. Ich bin überzeugt davon, dass Veränderung im Stadtteil nur durch Mitwirkung von einem selbst zu erreichen ist. Ich wollte, nachdem ich Gohliser geworden war einfach hier im Stadtteil mitwirken. Als Gründungsmitglied des Bürgervereins, Mitglied in verschiedenen AGs sowie später auch als Schatzmeister (Diplom-Wirtschaftler) im Vorstand.

Wenn Sie nun auf die letzten Jahrzehnte der Vorstandsarbeit zurückblicken, welche Projekte liegen bzw. lagen Ihnen denn besonders am Herzen?

Es gibt eine Sache, die mir wichtig ist und die leider Gottes immer wieder in Vergessenheit gerät: Die Tatsache, dass über viele Jahre hinweg ABM-Kräfte bzw. später dann die AGH-Kräfte einen ganz wesentlichen Teil dazu beigetragen haben, dass der Bürgerverein heute existiert und einen so großen Wirkungsgrad hat. Nach der Wende gab es zahlreiche arbeitslose Akademiker, die beim Bürgerverein, zumindest zeitweilig ein herausforderndes und interessantes Betätigungsfeld finden konnten. Dadurch konnten teilweise bis zu drei Personen im Büro des Vereins anwesend sein. Der Vorstand konnte so bei seiner Arbeit enorm entlastet werden, bei bürokratischen Arbeiten wie dem Schreiben von Einladungen, von Protokollen, Korrespondenz mit Ämtern usw. Das Büro konnte täglich für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils geöffnet sein. Anliegen konnten aufgenommen und zeitnah beantwortet werden. Das alles wäre heute undenkbar.

Zeigt ein A4-Blatt mit einer langen Auflistung aller jemals in Bürgerverein beschäftigen ABM/ AGH-Kräfte. Frau Petra Kramer verließ als letzte Mitarbeiterin den Bürgerverein Ende 2014.

Wo waren Ihre persönlichen Anknüpfungspunkte für ein Engagement im Bürgerverein?

Ich habe damals die Arbeitsgruppe Verkehr und Umwelt geleitet, seit 1999 dann die AG Stadtteilentwicklung. Noch Ende der 90er Jahre war die Bausubstanz in Gohlis in einem bedauernswerten Zustand. Da galt es geplante Sanierungsmaßnahmen und Bauvorhaben im Stadtteil zu begleiten. Wir haben in dieser Zeit als Bürgerverein viel erreicht.

Projekte, die der Bürgerverein initiiert bzw. begleitet hat: Der Radweg Eutritzsch-Wahren, den Bau der Gohlis Arkaden, der Bebauung des Geländes der ehemaligen Stadtwäscherei in der Herloßsohnstraße, die Realisierung der Lichtsignalanlage am Schillerhain, der Mediencampus in der Menckestraße, der Bebauungsprozess des Areals der alten Mühle sowie die langjährige Begleitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Gohlis-Süd (Brauerei Gohlis/Kaufland).

Sie sind zwar seit einigen Jahren nicht mehr im Vorstand des Vereins tätig, Sie haben haben aber auch nie aufgehört sich im Stadtteil ‚einzumischen‘. Wie können wir uns das konkret vorstellen.

Ich nehme zwar nach wie vor an den Treffen der heutigen AG Mobilität und Verkehr teil, allerdings habe ich mich etwas zurückgezogen und bringe mich nur noch bei den Themen ein, die mir wirklich am Herzen liegen. Dazu gehört vor allem der alte Gohliser Ortskern. Leider tut sich hier seit Jahren nicht wirklich etwas. Es gab zwar einige Initiativen und Veranstaltungen des Bürgervereins aber niemand stößt nach. Man muss da beharrlich sein und Antworten einfordern.
Darüber hinaus engagiere ich mit seit dessen Gründung im Förderverein Georg-Schumann-Straße. Dort organisiere ich jedes Jahr, anlässlich der Buchmesse ‚Leipzig liest an Leipzig längster Straße‘. Darüber hinaus bin ich als Vertreter des Bürgervereins im Magistralenrat und engagiere mich bei der ‚Denkwerkstatt Leipzig für das Gemeinwohl‘. Die Denkwerkstatt ist ein kreativer Ideen-Entwickler zur Förderung der Gemeinwohlarbeit in unserer freiheitlich-demokratischen Wirtschaftsordnung, wo jeder Bürger das Recht, aber auch die Pflicht hat, einen Beitrag zum Wohlstand zu leisten.

Was kann der Bürgerverein in Ihren Augen zukünftig noch besser machen?

Ich will mal so sagen: ein Augenmerk in früheren Jahren, was sicher auch mit dem Vorhandensein der ABM-Kräfte zusammenhängt, lag früher auf Veranstaltungen, Zusammenkünften und Ausflügen mit Seniorinnen und Senioren. Auch wenn viele von diesen nicht Mitglieder des Bürgervereins waren, haben sie doch sehr dabei geholfen, das Engagement des Vereins in die Breite zu tragen und darüber zu berichten. Wenn man heute SeniorInnen trifft, sagen die, im Bürgerverein ist nichts mehr los. Beim Gohlis Forum würde ich mir wünschen, dass mehr darüber berichtet würde, was im Verein selbst passiert. Mit Blick auf das Baugeschehen in Gohlis wäre es schön, wenn häufiger über die Planungen selbst berichtet würde und der Verein sich noch stärker in Planungsprozesse einbringen würde. Probleme im Stadtteil sollen proaktiv angesprochen werden. In Gremien wie ‚Leipzig weiter denken’ sollte der Verein stärker aufgestellt sein. Ansonsten bin ich mit der Arbeit des Vorstandes, des Vereins im großen und ganzen zufrieden. Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass nun alles ehrenamtlich gemacht wird.

Herr Herold. Vielen Dank!

Was passiert kulturell im Leipziger Norden?

von Kerstin Herrlich

Derzeit laufen die Vorbereitungen zur 12. Nacht der Kunst, die in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Herrn Burkhardt Jung am 4. September stattfinden wird. Das vom Förderverein Georg-Schumann-Str. e.V. beauftragte Organisationsteam um Monika Maywald und Kerstin Herrlich ist dabei, Standorte und Künstler anzufragen, Aktionen für das Rahmenprogramm zu planen, Werbung zu organisieren und die Veranstaltung als solche zu planen.

Durch die gute Zusammenarbeit und Vernetzung mit den verorteten Kunst- und Kulturakteuern ist es gelungen, das Fest, was seinen Ursprung auf der Georg-Schumann-Straße hat, zu einem Kunst- und Kulturfestival des Leipziger Nordens zu entwickeln. Die Organisatoren freuen sich, dass neben den bewährten großen und kleinen Standorten in diesem Jahr neue Standorte wie das Gohliser Schlösschen, das Schillerhaus, der Pro Gohlis e.V. bei Kallenbach und weitere dazu kommen.

In diesem Jahr wird es wieder einen Prolog geben – in der Woche vor der Nacht der Kunst werden Maler*innen im Barockgarten des Gohliser Schlösschens – inspiriert von dem wunderbaren Ambiente, arbeiten. Die fertigen Werke werden zu Nacht der Kunst in der Gartenarkade gezeigt. Das Pleinair wird öffentlich sein – Besucher haben die Möglichkeit, den Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen.
Die Besucher können sich zur Nacht der Kunst auf sehr viele interessante Ausstellungen freuen, es wird viele Aktionen geben, wie den Mitmachzirkus, Straßenmusik, die beliebte Kinderralley, eine Feuershow und als besonderes Highlight wird ein Bronzegießer ein Schaugießen vorführen. Weitere Informationen unter www.ndk-leipzig.de

Das ehemalige Autohaus in der Lindenthaler Straße ist inzwischen voll bezogen und hat einen neuen Namen – Kunsttanker – was man auch seit kurzem an der rechten Giebelwand lesen kann.

Aber nicht nur einen neuen Namen und ein entsprechendes Logo haben die „Bewohner“ kreiert, sondern es gibt jetzt auch eine Website. Unter www.kunsttanker.de kann man sich über die Künstler und Kreativköpfe und Aktionen im Haus informieren. Die Website ist im Entstehen – bei mehr als 50 „Bewohnern“ dauert es etwas, bis alle verzeichnet sind. Sofern es die Coronalage erlaubt, wird sich der Kunsttanker am 29.05.2021 ab 15.00 Uhr öffnen und die Besucher können Ateliers und Ausstellungen verschiedenster Künstler und Kreativer besuchen.

Einer der ersten Mieter im Kunsttanker war die galerie k. – geführt von Kerstin Herrlich. In der kleinen Galerie werden im 6wöchigen Rhythmus Malerei, Grafik, Objektkunst, Keramik, Fotografie gezeigt. Derzeit stellt die Leipziger Künstlerin Angela Viain Malerei und Skulpturen aus. Dazu kommt im zweiten Raum Objektkunst des französischen Künstlers Marc-Antoine Petit.

Neben den Ausstellungen organisiert die galerie k. kleinere Veranstaltungen wie u.a. im Rahmen von „Leipzig liest – an Leipzigs längster Magistrale“ zwei Lesungen bzw. Künstlerportraits:

  • 28.05.2021 18.00 Uhr Künstlerportrait Mahmoud Dabdoub, der im Passage Verlag einen Bildband „Augen in der Pandemie“ und gemeinsam mit zwei anderen Fotografen eine Fotoreportage „Menschenleer – Leipzig – eine Stadt im Lockdown“ herausgegeben hat und diese vorstellt.
  • 29.05.2021 17.00 Uhr Lesung von Kati Naumann aus ihrem neunen Roman „Wo wir Kinder waren“ erschienen im Verlag HarperCollins unter Mitwirkung der Puppenbauerin Stefanie Czapla

Für beide Veranstaltungen sollte man sich anmelden, da auf Grund der geltenden Hygienebestimmungen nur eine begrenzte Besucherzahl zugelassen ist. Nähere Informationen findet man unter www.leipziger-buchmesse.de/de/programm/veranstaltungskalender

KUNSTTANKER in Gohlis-Mitte unterwegs zur Nacht der Kunst

von Kerstin Herrlich

Die Vorbereitungen für die „Nacht der Kunst“ am 4. September 2021 laufen auf Hochtouren. Das Festival, das sein Zentrum auf der Georg-Schumann-Straße hat, wird sich in diesem Jahr mit zwei bekannten Kulturstandorten weiter ausbreiten und somit zu einem Kunst- und Kulturfestival des Leipziger Nordens werden.

Wie im vergangenen Jahr wird es einen Prolog geben, viel Bekanntes aber auch einige neue Aktionen. Unter www.ndk-leipzig.de findet finden Sie jetzt eine Dokumentation der Nacht der Kunst 2020 und zu gegebener Zeit dann Informationen über Aktionen und Termine der diesjährigen „Nacht der Kunst“.

Das ehemalige Autohaus in der Lindenthaler Straße ist mittlerweile mit Künstlern und Kreativschaffenden voll belegt und hat einen neuen Namen. In demokratischer Abstimmung haben sich die neuen „Bewohner“ für KUNSTTANKER entschieden. Es gibt auch schon eine eigene Website. Auf www.kunsttanker.de wird sich nach und nach die ganze Crew vorstellen. Schauen Sie also vorbei und tanken Sie Kunst im KUNSTTANKER!

Kerstin Herrlich ist Galeristin im KUNSTTANKER und Mitorganisatorin der „Nacht der Kunst“

Zu Gast beim Bürgerverein Gohlis – Nacht der Kunst 2020

Von Peter Niemann

Gleich zwei Künstler erhielten in diesem Jahr die Gelegenheit, in Kooperation mit dem Bürgerverein Gohlis im Budde-Haus eine Ausstellung anlässlich der 11. Nacht der Kunst in Leipzig zu realisieren. Wie in jedem Jahr bereitete das besondere Veranstaltungsformat allen Beteiligten viel Freude. Es ist nämlich ein großzügiger Zeitraum, der den Gästen zwi-schen 16:00 und 24:00 Uhr zur Verfügung steht. Einmal im Kalenderjahr wird hier Raum geboten, bewusst und länger als notwendig auf der Magistrale des Leipziger Nordens (i.e. Georg-Schumann-Straße) zu flanieren und mithin Kunst in den vielfältigsten Formen an den zahlreichen Standorten entlang selbiger und deren Peripherie zu begegnen.
Vollzieht man nun den Perspektivwechsel und begibt sich in die Haut eines Veranstalten-den, wirkt besagtes Zeitfenster schon etwas sportlicher, da es wirklich anstrengt, acht Stunden maskiert in einem kleinen Raum zu verbringen. Das kann sich auf jeden Fall wie eine Ewigkeit anfühlen… Wäre da nicht dieser quasi ununterbrochene und sich i.d.R. erst gen Mitternacht ausdünnende Besucherstrom, der m.E. wirklich alle Widrigkeiten des Formates auszumerzen vermag und den größten Vorzug der Nacht der Kunst erlebbar macht: den niederschwelligen Zugang zu Unmengen an Kunst. Es erfüllt regelrecht mit Freude, so viele Menschen im direkten Kontakt mit Kunst zu erleben, als Ausstellender die so zahlreichen interessierten Fragen zu beantworten oder sich einfach nur mit ganz nor-malen Menschen aus dem Stadtteil über ästhetische Vorlieben auszutauschen. Vielerorts gab es dazu sogar Streetfood oder ein musikalisches Rahmenprogramm.

Es waren keine akustischen Reize, die am 5. September das sog. Musikzimmer im Budde-Haus erfüllten. Stattdessen bot sich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern visuell Erfahrbares in Form ausgewählter Werke aus dem Oeuvre des Künstlers KaySchwarz. So wurden die sonst eher dämmerig-tristen Wändflächen durch knallige Contemporary Ur-ban Art in verschiedensten Formaten gleichermaßen geziert und strukturiert. Die Ost-Ausrichtung des Hochparterre-Raumes und eine baubedingt eher suboptimale Patchwork-Beleuchtung rückten die Werke zwar in ein, den Kunstgenuss eher schmälerndes, diffus-funzliges Licht, aber um die Kunstwerke sollte es ja eigentlich an dem Abend ohnehin nicht primär gehen. Sie boten lediglich den Rahmen. Der Fokus galt einer Buchvorstellung: Erstmals sollte das Schaffen des Leipziger Künstlers durch das Medium des Buchs erfahr- und nachvollziehbar gemacht werden. Soweit zumindest der Plan. Book157 – KaySchwarz | Werkschau 2013 – 2020, so der Titel, hat es leider bis zu diesem Abend nicht aus der Dru-ckerei bis ins Budde-Haus geschafft. Die Präsentation musste dann notgedrungen digital via iPad, mit Infotafeln und natürlich mündlich erfolgen. Das Buch wird nun erst Mitte September erscheinen. Dieser Umstand hat zwar einige Enttäuschung hervorgerufen, im Endeffekt ist es Kunst und Künstler trotzdem gelungen, das Geschehen im Musikzimmer erlebenswert zu gestalten.

Auch im kleinen Büro des Bürgervereins im ersten Obergeschoss, dessen Nutzung sich ja sonst in Vereinssitzungen, Bürgersprechstunden und Ähnlichem erschöpft, war ordentlich Betrieb. Hier wurden nämlich die Wände von Kalender, Plakaten und Sonstigem befreit und durch Bernd Heyne genutzt, um seine digitalen Fotografien zum Thema Morbider Charme zu präsentieren.

Wir freuen uns in jedem Fall schon auf die nächste Nacht der Kunst!