Zum 9. November 2025 (Ein Rückblick)
Im Schillerweg 31 befand sich bis zur Reichspogromnacht 1938 eine orthodoxe Synagoge. Eine Lichtinstallation erinnerte an diesen heute kaum sichtbaren Ort jüdischen Lebens.
Im Schillerweg 31 befand sich bis zur Reichspogromnacht 1938 eine orthodoxe Synagoge. Eine Lichtinstallation erinnerte an diesen heute kaum sichtbaren Ort jüdischen Lebens.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Gohlis eine bahnbrechende Entwicklung: Der Ingenieur Paul Lochmann erfand ein neuartiges Musikgerät auf Lochplattenbasis – das Prinzip der ersten Schallplatte.
Im Teil 3 unserer Reihe „Apelsteine in Gohlis“ steht der Stein mit der Nr. 37 in der Gohliser Straße im Fokus.
Die Bibliotheca Villatica Gohlisiana – das Werk besteht aus insgesamt 5 Bänden im Oktav-Format und berichtet von den Weltumseglungen von Francis Drake, James Cook u.v.a.m
Der Apelstein Nr. 15 befindet sich an der Max-Liebermann-Straße/Landsberger Straße vor dem Haus mit der Nummer 56.
Die Apelsteine sind nummerierte Denkmale, die sich in Leipzig und Umgebung befinden. Sie erinnern an die Völkerschlacht von 1813, die vor den Toren Leipzigs stattfand. Insgesamt gibt es 50 solcher Steine.
Nachdem wir in den ersten beiden Artikeln der Serie über die slawische Herkunft von Gohliser Ortsnamen und Gewässernamen berichteten (Ausgaben 2 und 3/2024), möchten wir uns heute abschließend der Alltagssprache zuwenden, und zwar den slawischen Lehnwörtern im Sächsischen und im Deutschen.
Nachdem wir uns in Ausgabe 01/24 mit den Ortsnamen beschäftigt habe, wollen wir uns in diesem Beitrag den slawischen Wurzeln bei den Gewässernamen widmen.
Es ist allgemein bekannt, dass der Name Leipzig selbst und vieler seiner Stadtteile einen slawischen Ursprung haben. In dieser neuen Reihe „das slawische Erbe von Gohlis“ wollen wir uns verschiedenen Aspekten dieses slawischen Erbes von Gohlis widmen:
In den Chroniken des Bischofs Thietmar von Merseburg (975 bis 1018) wurde Leipzig erstmals 1015 als „urbe libzi“ erwähnt (siehe Abb. 1). Das Wort „libzi“ geht auf das slawische Wort „lipa“ zurück, was Linde bedeutet, und einen Ort bezeichnet, an dem Lindenbäume stehen.
Gohlis wurde bekanntlich 1317 erstmals urkundlich als „Goluz“ erwähnt:

Dieser Name geht auf das schon im 7. Jahrhundert von westslawischen Siedlern angelegte Dorf zurück. „Goluz“ fußt auf der slawischen Wurzel „gol“, was „kahl“ bedeutet und ist somit als „kahler (baumloser?) Ort zu übersetzen. Im nächsten Heft setzen wir die Reihe „das slawische Erbe von Gohlis“ weiter fort.
Übrigens geht das deutsche Wort kahl etymologisch selbst auf die slawische Wurzel „gol“ zurück. Die benachbarten Stadtteile von Gohlis haben folgende Wortherkunft:
Autor: Dr. Uwe Maaß