Stellungnahme zur Ausbauvariante der Georg-Schumann-Straße zwischen Böhmestraße und Chausseehaus
2024 planen die Stadt Leipzig und die LVB die Georg-Schumann-Straße zwischen Böhmestraße und Chausseehaus in einer Komplexmaßnahme umzubauen.
2024 planen die Stadt Leipzig und die LVB die Georg-Schumann-Straße zwischen Böhmestraße und Chausseehaus in einer Komplexmaßnahme umzubauen.
Bald ist es wieder soweit – am 05.September 2020 startet nunmehr zum 11. Mal die Nacht der Kunst – eines der größten Kunst- und Kulturfestivals in Sachsen.
Nachdem lange nicht feststand, ob das Event Coronabedingt in diesem Jahr ausfallen muss, gibt es nach Bestätigung eines Hygienekonzeptes und auf Grund der sich entspannenden Infektionslage grünes Licht seitens der Behör-den.
Das Organisationsteam des Fördervereins Georg-Schumann-Straße e.V. ist kräftig am Vorbereiten. Es nehmen in diesem Jahr wieder ca. 180 Künstler an über 50 Standorten teil.
Neu wird in diesem Jahr das Monopol in der Haferkornstraße mit eigenen Ausstellungen teilnehmen und im Atelierhaus – in der Lindenthaler Straße, werden erstmalig dort inzwischen ansässige Künstler ihre Ateliers für die Besucher öffnen.
Einen besonderen Höhepunkt stellt die Jubiläumsausstellung „30 Jahre Mauerfall“ von Mahmoud Dabdoub dar. Der bekannte Leipziger Fotograf, der 1981 zum Studium nach Leipzig kam, hat in diesen fast 40 Jahren die friedliche Revolution, den Mauerfall und die Entwicklung der Stadt hautnah erlebt und fotografisch festgehalten. Die Ausstellung wird am 28.08.2020 um 18.00 mit einer Vernissage im Infozentrum des Magistralenmanagements in der Georg-Schumann- Str. 126 beginnen, über die Nacht der Kunst andauern und danach in andere Städte weiterziehen.
Die Eröffnung der Nacht der Kunst wird traditionell 16.00 Uhr am Kaufland Gohlis Nord (Ecke Breitenfelder Straße) stattfinden. Die Besucher und Ehreng-äste sind geladen, sich im Anschluss an das offizielle Eröffnungsprogramm mit musikalischer Umrahmung, die zentrale Ausstellung in der Kauflandhalle unter der Bücherei anzusehen. Dort zeigt der französische Bildhauer, Maler und Objektkünstler Marc-Antoine Petit seine Meisterschülerarbeit. Dazu wird es eine Ausstellung zu dem Thema Upcycling geben.
Im Atelierhaus Lindenthaler Straße können die Besucher in einer Sonderausstellung zum Thema „Schrott und Seide“ neben Metallskulpturen feine Stoffe und extravagante Outfits bestaunen. Daneben werden weitere Künstler ihre Arbeiten präsentieren und die Besucher teils live einbinden.
Auch in diesem Jahr und vor allem in diesem besonderen Jahr wird die Nacht der Kunst – das größte Kunst- und Kulturfestival im Leipziger Norden stattfinden. Nunmehr zum 11. Mal werden am 1. Samstag im September – in diesem Jahr am 05. September – Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Genres, Nationen und Grad der Profession ihre Arbeiten an verschiedenen Orten – entlang der Georg-Schumann-Straße und in den angrenzenden Straßen zeigen. Dazu stellen Gewerbetreibende ihre Geschäfte, Gewerberäume, Lagerflächen als Ausstellungsflächen zur Verfügung, aber auch im öffentlichen Raum, in Toreinfahrten, Passagen, auf Plätzen und entlang der Magistrale sind die Besucher*innen zum Schauen, Verweilen, Genießen und Mitmachen eingeladen.
Das Besondere an der Nacht der Kunst ist die Vielfalt der Ausstellungen und Aktionen, die Jung und Alt, Anwohner*innen und Besucher*innen aus der ganzen Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus anzieht und zum Mitmachen einlädt.
Während das öffentliche Leben coronabedingt in den letzten Wochen nahezu zum Erliegen gekommen ist, stecken die vom Förderverein Georg-Schumann-Straße e.V. beauftragten Organisatoren der Nacht der Kunst bereits voll in den Vorbereitungen dieses Kunstevents.
Es wurden Gespräche mit den Förderern und den Ämtern der Stadt Leipzig geführt, derzeit wird ein Hygienekonzept erarbeitet und die Anmeldung für Standorte und Künstler ist freigeschaltet.
Alles spricht dafür, dass dieses Kunstevent, das sich über die Stadtteile Wahren – Möckern – Gohlis erstreckt, wie geplant stattfinden kann. In diesem Jahr wird es neben anspruchsvoller Kunst auch viel Platz und Möglichkeiten für Ausstellungen aller Art geben. Das Ganze wird wieder ergänzt durch ein buntes Rahmenprogramm mit vielen Aktionen für die ganze Familie vom Mitmachzirkus, Kinderrallye über Walking Acts, Sport- und Tanzdarbietungen bis hin zu zahlreichen Konzerten und leckerem Streetfood.
Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr die Internationalität darstellen. So werden neben zahlreichen ausländischen Künstler auch Livedarbietungen dazu dienen, Einblicke in verschiedene Kulturen zu bekommen.
Die Nacht der Kunst wird in diesem Jahr mit einer Sonderausstellung des bekannten palästinensischen Fotografen Mahmoud Dabdoub, der seit fast 40 Jahren in Leipzig lebt, einen weiteren Höhepunkt erfahren.
Wir freuen uns auf ein buntes Fest, das gemeinsam von und mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und Künstlern vorbereitet und veranstaltet wird und rufen nochmal Standorte und Künstler auf, sich unter www.ndk-leipzig.de bis 30.05.2020 anzumelden.
Bleiben Sie gesund und freuen Sie sich auf ein buntes Fest!
Ihre Monika Maywald und Kerstin Herrlich
Organisationsteam der Nacht der Kunst
von Ursula Hein
Viele waren gekommen, wollten doch einmal in die Katakomben der Gohlis-Brauerei schauen und sehen, was sich noch in diesen denkmalgeschützten Gewölben versteckt. Sie wurden nicht enttäuscht. Ausgangspunkt war die seit Jahren leerstehende, große Halle im Trakt der Stadtbücherei. Zwei nette junge Damen begrüßten uns und verteilten Namensschildchen, um eine Kontaktnahme der Besucher untereinander zu erleichtern. Außer uns sechs Vertretern des Bürgervereins Gohlis waren das Magistralenmanagement, die „Nacht der Kunst“, als Behördenvertreter die Leipziger Stadträte Elschner und Geisler, sowie viele interessierte Gohliser und Gohliserinnen mit Kind und Hund gekommen.
Nach erstem Kennenlernen bei Häppchen und Getränken begrüßte uns Frau Mittmann, Immobilienmanagerin der Kauflandgruppe, und informierte über Geschichte und momentane Situation des Kaufland-Quadrates, dann erzählte uns eine Marketenderin mit Korb und Schutenhut Geschichten über Brauerei und Bierbrauen. Schon im Zweistromland und im alten Ägypten verstanden sich die Frauen aufs Brotbacken und aufs Brauen.
Dann ging es über die Natonekstraße hinunter in die 12 Gewölbe der Unterwelt. Acht Seitengewölbe zweigen von einem mittleren höheren Gewölbegang nach beiden Seiten ab. In einigen sieht man noch die Auflagen für die Bierfässer, heute farbig illuminiert.
Hier unten sollen bis Ende 2020, wie uns Frau Mittmann berichtete, 37 Autostellplätze für die Gäste eines im rechten Seitenflügel geplanten Restaurants entstehen. Man hofft auf innovative Gastronomie gepaart mit kulturellen Angeboten, so wie es sich vor 9 Jahren die Stadt Leipzig wohl vorgestellt hat, als sie der Kauflandgruppe die Nutzung der Gewölbe als Tiefgarage genehmigte.
Die Gewölbe waren durch die lange Brache seit der Schließung der „Brauerei“ in einem beklagenswerten Zustand. Sogar die Kacheln drohten von den feuchten Wänden zu springen. Dank der Überbauung konnten sich die Keller erholen, die Wände trocknen, die Kacheln sind wieder ein sicherer Wandschmuck. Nach dem Umbau zu einer kleinen Tiefgarage sollen die Katakomben wieder allgemein zugänglich sein.
Viele Fragen konnten die Kauflandmitarbeitern in Einzel- und Gruppengesprächen beantworten. Für Anregungen aus den Reihen der Besucher war man durchaus offen.
Aber ein Betreiber für die Gastronomie wird jedoch dringend gesucht. Zwischenzeitlich hat sich die AG Geschichte ihre Gedanken zur Nutzung gemacht. Gohlis war das Zentrum der mechanischen Musikinstrumente. Es gibt nun heutzutage Sammler dieser Exponate, die gerne bereit wären, für ein Museum in der großen Halle ihre Sammlerstücke zur Verfügung zu stellen. (Einer hatte sich letzte Woche mit uns in Verbindung gesetzt). Eine kleine, aber feine Gastronomie könnte den Besuch dieses Museum dann zu einem echten Erlebnis werden lassen. Was allerdings noch fehlt, ist ein mutiger Gastronom bzw. eine Gastronomin mit Sinn für Kultur und dem nötigen Kleingeld, um diese Idee in die Tat umzusetzen.
Von Matthias Reichmuth
Liebe Leserinnen und Leser,
der März ist da, daher kommt wieder die Buchmesse nach Leipzig und mit ihr eine große Zahl von Lesungen auch nach Gohlis. Der Bürgerverein Gohlis ist auch mit einer Lesung dabei, die in diesem Jahr im Budde-Haus stattfindet, mehr dazu auf Seite 11.
Nach der Buchmesse steht dann der Frühlingsanfang im Kalender. Dazu passend haben wir nicht nur das Titelfoto ausgewählt, sondern einen Schwerpunkt bei den Kleingärten gesetzt, die im Frühjahr wieder zum Leben erwachen. Wussten Sie, dass es in Gohlis noch deutlich über 50 freie Kleingärten gibt? Zu Zeiten, in denen das Wachstum der Stadt die Schulen, Kindergärten, Sportvereine und manche Straßenbahn aus allen Nähten platzen lässt, ist das doch eine erfreuliche Überraschung. Weniger erfreulich ist dagegen der Verlust etlicher Bäume, den Gohlis auch in diesem Winter wieder zu beklagen hatte, dazu finden Sie auf Seite 2 einen Zwischenruf. Schritte in die Richtung zu mehr Bäumen gibt es dagegen auf öffentlichen Straßen und Plätzen: Maria Köhler vom Magistralenmanagement beschreibt auf Seite 3, wie Baumspenden über den Förderverein der Georg-Schumann-Straße organisiert werden können und damit noch über die Bäume hinaus zusätzlichen Nutzen bringen. Ich habe es ausprobiert und es klappt auch, mein Patenbaum wirbt seit Dezember „für saubere Luft in Gohlis“. Und auch unser Foto-Wettbewerb passt zur Pflanzenwelt: Machen Sie doch von unseren Gohliser Grünanlagen einmal schöne Kalenderfotos!
Auch sehr erfreulich ist die Erweiterung unserer Redaktion: Wolfgang Leyn, 2017 dem Bürgerverein beigetreten, hat in dieser Ausgabe erstmals bei der Redaktion mitgewirkt und gleich mehrere Artikel und neue Ideen beigesteuert. Als er mir nach seiner Recherche die Liste der Gohliser Kulturveranstaltungen von Mitte März bis Mitte Mai schickte, hätten wir damit vier Seiten dieses Heftes füllen können! Nun haben wir alle Termine bis zum Ende der Buchmesse herausgelassen und noch weiter gekürzt, mehr als eine Seite ist immer noch übrig geblieben. Die komplette Liste sollte im März auf unserer Internetseite erscheinen. Dort erscheinen auch Schritt für Schritt die Artikel unseres Online-Lexikons, das unser inzwischen vergriffenes Buch „700 Jahre Gohlis“ sinnvoll ergänzen möchte. Dazu können Sie in diesem Heft auf Seite 12 etwas lesen.
Kommen Sie alle gut in den Frühling!
Auch wenn es noch nicht für alle sichtbar ist: Die Magistrale wird beständig grüner. Seit 2013 erfolgten rund 140 Neupflanzungen von Bäumen entlang der Straße.