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Schlagwort: Georg-Schumann-Straße

Cora Marin (Foto: Roberta Stein)

MODOS_DEVER in der Georg-Schumann-Straße: Ein Raum für kreative Spiele

Alles begann mit einem Ring. Als Cora Marin sich für eine schwere Zeit mit einem wertvollen Schmuckstück belohnen wollte, kam sie mit ihrer Nachbarin und Schmuckdesignerin Anne Kaden ins Gespräch. Cora hatte die Idee, einen Raum zu schaffen, wo Kunst, Kultur und Gemeinschaft zusammenkommen. Und Anne Kaden empfahl ihr, sich den Laden nebenan anzuschauen, denn diese Räumlichkeiten würden bald frei werden. So wurde MODOS_DEVER geboren.

Cora Marin kommt aus einer Künstlerfamilie. Nach dem Kunst-Abitur in Spanien studierte sie vorerst etwas, was nicht direkt mit der Kunst zu tun hatte, merkte aber, dass ihr die Kunst fehlte. Ein Kunststudium in Berlin folgte. Nach jahrelanger Erfahrung als Kunstlehrerin an verschiedenen Institutionen beschloss sie nun, sich selbständig zu machen und MODOS_DEVER zu eröffnen.

Wer sich auf diesem Abschnitt in der etwas unwirtlichen Straße auskennt, weiß, dass sie in guter Gesellschaft ist. Ein paar Bäume versuchen die Aufenthaltsqualität zu heben, Freisitze, verschiedene Künstler werten die Erdgeschosszone enorm auf und bereichern das Viertel. Genau hier setzt MODOS_DEVER an, dessen Name übersetzt Ways of Seeing bedeutet und von dem Schriftsteller John Berger inspiriert ist. Der Kunstraum möchte interdisziplinär vernetzen, künstlerische Experimente und Ausdrucksmöglichkeiten vermitteln oder, wie es so schön auf der Website heißt: MODOS_DEVER öffnet seinen Türen für jede Initiative, die darauf abzielt, positive Veränderungen herbeizuführen. Herrlich.

Kontakt: ahoi@modos-dever.com. (+49) 0160 578 5334

Autorin. Nancy Jehmlich

 

Screenshot Online-Infoveranstaltung

Online-Infoveranstaltung Sanierung Georg-Schumann-Straße: Abschnitt Wiederitzscher Straße bis zur S-Bahn-Brücke

von Tino Bucksch

Am Donnerstag, den 07.12.2023 fand eine Online-Infoveranstaltung zu den Sanierungsplänen der Georg-Schumann-Straße im Abschnitt zwischen Wiederitzscher Straße und S-Bahn-Brücke statt. Diese fand als gemeinsame Aktion der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und dem Verkehrs- und Tiefbauamt (VT) der Stadt Leipzig statt. Beide Akteure sind beteiligt, da es sich um eine Sanierung von Gebäude- zu Gebäudewand handelt. Im Konkreten bedeutet dies, dass auf beiden Seiten durchgängige Radwege installiert werden, sichere Gehwege geplant sind, auf beiden Seiten Baumpflanzungen vorgesehen werden sowie eine barrierefreie Haltestelle und eine neue Ampelanlage an der Kreuzung Wiederitzscher und Georg-Schumann-Straße gebaut wird.

Aktuell ist die Vorplanung abgeschlossen und die Phase der Entwurfsplanung eingeleitet. Ende 2024 soll es einen Bau- und Finanzierungsbeschluss für den Stadtrat geben, so dass ab März 2026 der Bau beginnen kann. Das ganze Vorhaben wird in Summe 5,8 Millionen Euro kosten (u.a. 2,5 Mio Euro durch die LVB und 1,5 Mio Euro durch die Stadt Leipzig).

Zwei Besonderheiten seien noch erwähnt: 1. Sind sogenannte Multifunktionsstreifen geplant, die für die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Aufstellen von Bänken, Radbügeln, Andienzonen und Freisitzen sorgen sollen. 2. Werden durch die Maßnahme ca. 33 Parkplätze – und damit fast der gesamte Bestand entlang der Schumann-Straße in diesem Abschnitt – wegfallen.

Der Bürgerverein Gohlis wird mit seiner AG Verkehr und Mobilität die weiteren Schritte begleiten. Anregungen oder Hinweise nehmen wir gerne unter verkehr@gohli.info auf.

Sahar - eine Perle an der Schumann-Straße (Foto Peter Petzka)

Schönen Abend in Sahar – Eine Perle an der Magistrale

von Nancy Jehmlich

Ziyad ist seit 1984 in Leipzig. Hier hat er Bauwesen studiert und seine Frau kennengelernt. Ist er nicht in Leipzig, fühlt er sich wie ein Fisch auf dem Trockenen. Als in Syrien der Krieg ausbricht, lädt Ziyad Abou Said seine Geschwister ein, ins friedliche Leipzig zu kommen. Sie folgen seinem Ruf und sind nun Teil der Geschichte von Sahar, der neuen Location in Gohlis.

Sahar ist ziemlich einmalig, außergewöhnlich und fällt sofort auf, wenn man die Georg-Schumann-Straße entlang geht. Die Bar, die, sobald das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist, zu einem Restaurant erweitert wird, entstand aus einer Investruine. Der Rohbau ist etwas zurückgesetzt, so dass er einen Platz zur viel befahrenen Straße eröffnet. In monatelanger Kleinarbeit entstand langsam und bedächtig auf den kahlen Betonmauern Stück für Stück ein detailreiches, kunstfertiges Mosaik. Der Künstler und Bruder von Ziyad, Ihsan, schuf in unglaublicher Kreativität und Fertigkeit ohne einen Vorentwurf auf Papier das einzigartige Gesicht von Sahar. Am linken, äußeren Ende beispielsweise sind griechische Götter dargestellt und wenn Regenwasser in die Rinne kommt, wird das Wasser bis hinunter zur Meerjungfrau verteilt. Der sonst sehr orthogonale Pflastersteinboden wird von schwungvollen Verzierungen unterbrochen. „Die Krönung befindet sich im Innenraum“, schwärmt Ziyad. Auch hier entstand ein Gesamtkunstwerk in liebevoller Handarbeit.

„Es ist ein Familienbetrieb“, betont Ziyad, der Geschäftsführer und Betreiber von Sahar, was die Namensgebung der Bar unterstreicht. Denn Sahar bedeutet nicht nur „schönen Abend“, sondern erinnert auch an Ziyads Tochter Sarah.

Infobox: Sahar, Georg-Schumann-Str. 67, geöffnet von 12 bis 24 Uhr, Getränke und Imbiss (noch)

AG Mobilität und Verkehr im Bürgerverein Gohlis Jahresplan – vom Kirchplatz bis zur Krochsiedlung

Am Mittwoch, den 18. Januar 2023 trifft sich ab 19 Uhr die AG Mobilität und Verkehr des Bürgervereins Gohlis e.V. im Musikzimmer des Budde-Hauses, Lützwostraße 19.

Neben der Jahresplanung unter dem Motto „vom Kirchplatz bis zur Krochsiedlung“ steht ein Überblick der geplanten Themen der AG für 2023 auf der Tagesordnung. Ergänzt wird diese durch einen Einblick in das Projekt „Nachhaltige Mobilität und städtebauliche Qualitäten durch Automatisierung im Verkehr“.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen.

Gohliser Kalender 2023 erschienen

Mit „30 Jahre Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ Rückblick auf bewegte drei Jahrzehnte im Stadtteil

Seit einigen Jahren gibt der Bürgerverein Gohlis e.V. einen Fotokalender heraus, der ausgewählte Themen im Stadtteil beleuchtet. In diesem Jahr hat sich der Bürgerverein im Zuge seines 30. Jubiläums dafür entschieden, auf die Entwicklung der letzten 30 Jahre im Stadtteil und den Beitrag, den der Verein an diesem Prozess hatte, zu blicken.

Jedes Kalenderblatt steht für ein Thema oder für einen prägenden Ort in Gohlis. So wird u.a. auf die Geschichte des Gohliser Schlösschens, des Schillerhains oder des Buddes Hauses seit 1992 zurückgeblickt. Auch übergreifende Themen wie Mobilität und Verkehr werden aufgegriffen. Die Kalenderblätter sind mit unzähligen Fotos aus dem Archiv des Bürgervereins bestückt. Ergänzt werden diese durch spannende Fakten oder Anekdoten zu den jeweiligen Kalenderblättern. Weiterführende Geschichten zu den unterschiedlichen Themen können auf der homepage nachgelesen werden. Dahin führt ein extra abgedruckter QR-Code.
Ab sofort gibt’s diesen Wandkalender im A4-Querformat für 9 EUR in ausgewählten Buchhandlungen wie dem „Bücherwurm“, Gohliser Straße 20, oder der Verlagsbuchhandlung Bachmann, Markt 1.

Direkt beim Bürgerverein kann man den Kalender via buergerverein@gohlis.info oder telefonisch unter 0341 | 20018556 montags bis freitags zwischen 10 bis 17 Uhr bestellen. Wir liefern bzw. versenden frei Haus! Eine Abholung ist während unserer Sprechstunde möglich (Fr 10-12 Uhr, Lützowstraße 19) möglich. Hier kann der Kalender auch im Büro des Budde-Hauses, während der Öffnungszeiten erworben werden (Mo-Fr, 10-16 Uhr).

Themenblätter:
Januar: 30 Jahre Bürgerverein – 30 Jahre Denkmalschutz
Februar: Der alte Ortskern von Gohlis
März: Das Gohliser Schlösschen
April: Die Revitalisierung des Gohliser Mühlengrundstückes
Mai: Plätze und Plätzchen in Gohlis
Juni: Die alte Brauerei Gohlis
Juli: Das Budde-Haus
August: Das Schillerhaus
September: Der Bürgerverein Gohlis im interkulturellen Dialog
Oktober: Mobilität und Verkehr
November: Die Georg-Schumann-Straße
Dezember: Radverkehrsverbindung Bahnbogen Nord

Alte Brauerei Gohlis

von Ilona Feller

Das 4.300 qm große Kaufland mit seinen zahlreichen Geschäften im Stadtteilzentrum Gohlis-Süd an der Georg-Schumann-Str. 105 in Leipzig wurde am 25.02.2010 eröffnet. Auf dem Gelände wurde im Jahr 1871 (damals Hallische Str.) die alte Aktienbrauerei Gohlis mit eigenem Ausschank, dem „Bräustüb`l“ erbaut. Die Inbetriebnahme der Brauerei erfolgte schon im darauffolgenden Jahr. Die Produktion umfasste untergärige Biere wie z.B. Pilsner und Kulmbacher. Neben alkoholfreien Getränken waren auch Eis, Malz, sogar Futtermittel im Angebot. Das damals produzierte Bier wurde in neun Gastwirtschaften u.a. Kaiser Friedrich, Schillerschlösschen, der Goldene Anker usw. ausgeschenkt. Im Jahr 1943 war die Brauerei Großaktionär und unter den Namen Riebeck-Brauerei AG Leipzig bekannt. Nach dem Krieg wurde die Brauerei 1950 zur Aktienbrauerei Gohlis umbenannt und zwei Jahre später zum volkseigenen Betrieb, zur VEB Brauerei Gohlis. Die Bierproduktion wurde 1972 eingestellt. Erfrischungsgetränke wie die Lipsonsa-Limonade und Cola wurden jedoch weiterhin in dem Gohliser Betriebsteil hergestellt. Nach einer weiteren Umbenennung der Brauerei, zur Sachsenbräu AG 1991, erfolgte bald die Gesamtschließung des Betriebes.

Der Ausschank „Bräustüb`l“ in der Georg-Schumann-Str. / Natonekstr. fiel am 29.06.2006 einer Brandstiftung zum Opfer. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern ab. Auch die baulichen Überreste der alten Brauerei mussten 2006 wegen massiver Baufälligkeit abgetragen werden. Von dem Abriss sind nur das ehemalige Pförtnerhäuschen (heute ein Imbiss), das historische Kellergewölbe sowie Teile der Grundmauern und der Zaunanlage verschont geblieben und wurden teilweise rekonstruiert. Die übrig gebliebenen denkmalgeschützten Objekte sind von der Georg-Schumann-Str. neben dem Haupteingang des Kauflandes zu sehen. Neben dem alten Pförtnerhäuschen erinnert eine Gedenktafel an die frühere Brauerei.

2005 erwarb die Kaufland Stiftung & Co. KG das Areal der alten Brauerei Gohlis, um ein Einkaufszentrum mit Einzelhandels-, Dienstleistungs- und anderen Versorgungseinrichtungen von etwa 16 Millionen Euro zu errichten. Dabei stellte sich ein massives Problem heraus: die erheblich schadstoffbehaftete Bausubstanz musste entsorgt werden.

Nach zwei gescheiterten Verfahren zur Bebauung des Geländes übernahm die Kauflandstiftung selbst die Projektentwicklung des gesamten Gebietes zwischen Georg-Schumann-Str., Breitenfelder Str., Eisenacher Str. und Natonekstr. Die Planung sah auch vor, in den Ortsteilen Gohlis, Möckern, Wahren, Lindenthal, Lützschena und deren Umfeld ca. 66.700 Einwohner zu versorgen. Zur Erschließung gehörte auch, den gesamten Pkw-Verkehr über die Breitenfelder Str. für eine Ein- und Ausfahrt zu einem Parkhaus zu planen. Es erfolgten Informationsveranstaltungen, wo interessierte Bürger und Bürgerinnen ihre Bedenken bezüglich der Verkehrserschließung anbringen konnten. Auch der Bürgerverein Gohlis e. V. brachte Ideen und Vorschläge zur Umsetzung eines attraktiven Wohnumfeldes. 2008 konnte die Baugenehmigung erteilt werden. Um das Gesamtbild des Kauflandgebietes abzurunden, wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Viele Einzelhändler und Dienstleister bereichern die Belange der Menschen im Wohnumfeld. Das Einkaufszentrum umfasst eine Apotheke, einen Blumenladen, eine kleine Poststelle mit Zeitungsshop, Bekleidungsgeschäfte sowie eine Wurstfrischetheke, einen Backshop und einen asiatischen Imbiss gegen den kleinen Hunger.
Sehr schön ist auch, dass in dem Gebäudekomplex in der 3. Etage die Erich-Loest-Bibliothek angesiedelt ist, die am 11.06.2010 feierlich eröffnet wurde. Die Anwohner haben die Bibliothek gut angenommen. Eine Physiotherapie und eine psychologische Praxis befinden sich in der 4. Etage.

Zur Auflage des Bauprojektes Kaufland Gohlis-Süd und zur Aufbesserung des Wohnumfeldes gehörte auch, das Kellergewölbe der alten Brauerei dem Publikumsverkehr zugänglich zu machen. Die Vision war, das Brauereigewölbe für Gastronomie oder für kulturelle Zwecke zu erschließen. Die Umsetzung des Vorhabens sollte bis Ende 2020 erfolgen. Dazu wurde eine Tiefgarage mit 37 Parkplätzen geschaffen. Laut einer Nachfrage bei der Kauflandleitung hatten zwei Investoren Interesse gezeigt, das denkmalgeschützte Gewölbe für gastronomische Zwecke nutzen zu wollen. Die Umsetzung der Gastronomieanbindung scheiterte leider an der Corona-Pandemie Anfang 2020. Das Anliegen der Kauflandleitung besteht weiterhin, dass ungenutzte Gewölbe an interessierte Investoren zu vermitteln.

Gohlis Forum – Ausgabe 2 für 2022 erschienen

Frühling trotz allem

von Agnes Niemann

Nach einem gefühlt langen, trüben Winter ist vor ein paar Tagen der Frühling gekommen. Die Sonne scheint und das Leben verlagert sich wieder stärker ins Freie. Dennoch fällt es mir in diesen Tagen nicht leicht, einen Text für dieses Editorial zu schreiben. So viele frustrierende Nachrichten überschatten die Tage: Corona, immer noch. Ein viel zu trockenes erstes Quartal, schon wieder. Und nun auch noch ein neuer schrecklicher Krieg, so nah. Nicht nur geografisch nah, sondern auch, was die politisch-diplomatische Verantwortung unseres Landes betrifft. Nicht zuletzt die wirtschaftlichen Auswirkungen, die wir alle spüren. Manchem macht dabei freilich die Tankfüllung des SUV mehr Sorgen als anderen der Brotpreis.

So oder so: Es ist frustrierend, die Zeitung oder den Newsfeed zum Frühstück zu lesen. Und warum auch? Um mit schlechter Laune oder schlechtem Gewissen in den Tag zu starten? Lieber für eine spätere Pause aufheben; das geht dann auch schnell, denn bis dahin ist man ja durch die Kollegen oder den Nachbarn eh schon auf den neuesten Stand gebracht worden. Und doch ist es so, wie ich vor ein paar Tagen in einer recht poetischen Kolumne in der taz las: „Es wird immer Frühling. Immer.“ Noch dazu ist er schön, „so verlässlich schön, dass es schmerzt“. Ob Krieg ist oder nicht.

Einblick in das aktuelle Heft

Liebe Leserinnen und Leser,

wer sich mit den Entwicklungen im Stadtteil befasst, wird schnell merken, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit inzwischen meistens mitgedacht werden. Das ist natürlich relevant bei Bauprojekten und Sanierungen, wie der Neugestaltung des Gohliser Angers in der Menckestraße. Lesen Sie dazu den Bericht aus dem Stadtbezirksbeirat Nord in der Demokratieecke und das Baugeschehen.
Wenn Sie sich besonders für diese Themen interessieren und vor Ort selbst aktiv werden möchten, laden wir Sie herzlich zur Mitarbeit in unserer neu gegründeten AG Umwelt & Klima ein (umwelt@gohlis.info). Am 21. Mai können Sie die AG im Budde-Haus kennenlernen, wenn sie gemeinsam mit den Omas for Future deren Umwelt-Quiz vorstellt. Neben der AG Mobilität und Verkehr haben wir damit eine weitere Gruppe engagierter, kreativer Menschen, die unseren Stadtteil nachhaltig und lebenswert mitgestalten möchten.

Aus dem Geschäftsleben

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf ein besonderes Geschäft hinweisen: Seit November füllt Hennas Vegan Laden (Breitenfelder Straße 30) eine Lücke, denn hier werden vegane, überwiegend auch bio/fairtrade zertifizierte Produkte verkauft. Neben farbenfrohen Seifen, feinen Ölen von der ÖlMühle Leipzig und frischem Tofu von der Tofurei Leipzig sind hier auch ganz alltägliche und grundlegende Lebensmittel im Sortiment. Zudem gibt es ein wachsendes Angebot an unverpackten Waren. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie bringen eigene Behälter mit, diese werden vor Ort gewogen und das Gewicht nach dem Befüllen natürlich abgezogen. Dadurch lässt sich viel Verpackungsmüll einsparen.
Geöffnet: Mo-Mi 10-18 Uhr, Do-Fr 12-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr; Dienstag und Donnerstag frisches Brot von der Naturbackstube Connewitz.

Magistralenmanagement beendete die aktive Stadtteilarbeit zum Jahresende – auf der Stadtteilplattform Nord soll die Kommunikation weiterlaufen

Pressemitteilung

Im Zuge des Auslaufens der Städtebauförderprogramme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sowie „Stadtumbau“ musste auch das Magistralenmanagement seine aktive Netzwerkarbeit im Stadtumbaugebiet Georg-Schumann-Straße zum 31. Dezember 2021 beenden. Damit wird auch der Versand der bekannten Rundbriefe (Newsletter) an den Emailverteiler beendet. Der letzte Rundbrief erschien im Januar.

Überführung der Kommunikation auf die Stadtteilplattform Nord
Mit dem Ziel die Entwicklungen im Stadtteil auch zukünftig sichtbar zu machen sowie einen Austausch aktiver Akteure und Nutzer untereinander zu gewährleisten, werden wesentliche Stadtteilinitiativen, Vereine und ihre Kommunikationsstrukturen ab 01. Januar 2022 auf die interaktive Stadtteilplattform Nord übertragen.
Das neue Portal ist unter https://leipziger-ecken.de/norden erreichbar. Dort erhalten interessierte Nutzer weiterhin einen Überblick zu Akteuren, Veranstaltungen und Neuigkeiten aus den Stadtteilen des Leipziger Nordens. Neben einem Kulturkalender gibt es auch einen „Marktplatz“ zur Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten oder zur Ausleihe von Materialien wie Bierbänken, Zelte, Räumen für Veranstaltungen zu erkunden. Ein Stadtteilblog und vieles anderes soll zukünftig auf der digitalen Stadtteilplattform integriert werden.

Der Übergang der Kommunikation wurde durch das Magistralenmanagement bereits zum Jahresbeginn eingeleitet genauso wie der Aufbau einer ehrenamtlichen Stadtteilredaktion mit regelmäßigen Redaktionssitzungen mit direkter Anbindung an die Stadtteilzeitungen. Mit bisher mehr als 30 Akteuren, darunter der Anker e.V., der GeyserHaus e.V., das Buddehaus, die Bürgervereine sowie viele kleinere Einrichtungen und Initiativen, zeigt die Plattform bereits jetzt die Vielfalt und Lebendigkeit des Stadtteillebens. Die Redaktion ist unter redaktionnord@leipziger-ecken.de erreichbar. Jeder kann mitmachen und sich unter der Adresse melden.

Das Infozentrum in der Georg-Schumann-Straße 126 bleibt den Bürgern weiterhin mit den bekannten Öffnungszeiten am Dienstag und am Donnerstag jeweils von 13 – 18 Uhr noch bis 30. September 2022 als Anlaufstelle und als Raumressource erhalten.

Seitdem die Georg- Schumann- Straße im Mai 2009 in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2020 (SEKo) als Schwerpunktraum integrierter Stadtentwicklung aufgenommen wurde, konnten mit Hilfe des Magistralenmanagements eine Vielzahl von baulichen Einzelmaßnahmen umgesetzt sowie parallel dazu Kommunikationsstrukturen und lokale Akteursnetzwerke aufgebaut werden. Diese haben entscheidend zur Revitalisierung der Magistrale als urbane Wohn- und Geschäftsstraße beigetragen.

Nacht der Kunst mit dem Bürgerverein Gohlis

von Peter Niemann

Auch in diesem Jahr haben wir wieder zwei feine Ausstellungen anlässlich des wohl größten Sächsischen Kunstfestivals am 4. September geplant. Beide Ausstellungen finden sich, neben ganz vielen anderen, im Budde-Haus, Lützowstraße 19, 04157 Leipzig.

Michael Schreckenberger | Konstrukt Freiraum

Budde-Haus | Musikzimmer | 16 – 24 Uhr

Frühjahr 2020. Lockdown. Umdenken für den Leipziger Künstler Michael Schreckenberger. Zwar nicht zwangsläufig, jedoch rückt mit der vorübergehend geschlossenen Galerie am Brühl für ihn zunächst auch die Arbeit im Atelier in den Hintergrund. Er setzt Prioritäten, widmet sich dem, was geht: den Auftragsarbeiten, der Fassadengestaltung an der frischen Luft. Er schafft Raum für sich und seine Kunst.

Die thematische Ausrichtung seiner neuesten Malereien verwundert so nicht. Schließlich sind wir in den letzten Monaten sehr sensibel für unsere individuellen Freiräume geworden. Eigentlich setzen wir sie ja voraus, sie erscheinen uns höchst plausibel, wir verspüren geradezu ein Anrecht auf sie. Einschränkung und Entzug hingegen enttäuschen, ärgern, schmerzen, frustrieren und fühlen sich unschön an. Schreckenberger spielt mit Freiräumen, bannt diese auf die Leinwand – so paradox dies auch klingen mag.

Auf begrenztem Bildraum wird die Stimmigkeit zwischen den durchaus diversen Bildgegenständen dann zur Herausforderung. Er muss mit gestalterischen Mitteln nachhelfen, in Komposition zwängen. Das bewährte Absperrband hilft. Es zurrt aber nicht nur zusammen, was eigentlich nicht so recht passen will. Er konfrontiert bewusst damit. Das Absperrband feierte jüngst und unweigerlich Konjunktur, ist uns unangenehm vertraut, da es in unsere Realität eingreift und Freiräume umgestalten oder gar nehmen kann.
Schreckenberger fordert ganz bewusst Abstand ein. Schließlich ist es der Abstand zum Bildgegenstand, der ein Erleben überhaupt ermöglicht. Erst ein Zurücktreten erlaubt es uns, Freiräume als unnatürlich wahrzunehmen. Es ist der Perspektivwechsel, der sie entlarvt, sie bald absurd und egoistisch erscheinen lässt.

Unsere Ausstellung zur Nacht der Kunst ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in diesem Jahr. Es wird vor allem Malerei zu sehen sein: fantastisch, realistisch und 100% zeitgemäß.

Die Ausstellung wird durchgängig betreut. Der Künstler selbst wird ab 20:00 Uhr vor Ort sein.

Bernd Heyne | Hass-Liebe Georg-Schumann-Straße

Budde-Haus | Büro des Bürgervereins | 16 – 24 Uhr

Georg-Schumann-Straße. Die Magistrale begreift der Leipziger Künstler Bernd Heyne seit Jahren als eine Art Lebensader, welche den Menschen im Norden wie auch ihn in erster Linie und recht zweckmäßig mit all dem versorgt, was man eben so braucht. Etwaige Gründe zum Verweilen, oder gar für längere Aufenthalte sieht Heyne normalerweise nicht. Das ändert sich schlagartig in den ersten Monaten des Jahres 2021 und mit den, für Leipziger Verhältnisse zumindest, Unmengen an Schnee. Unerwartet sieht er sich nämlich mit einer Vielzahl an Motiven für seine Fotografie konfrontiert. Es gelingt ihm, in diesen Tagen die Magistrale als hell, freundlich und sauber zu dokumentieren, in einem gänzlich neuen Gewand.

Der Künstler ist durchgehend vor Ort, um von seinem winterlichen Abenteuer auf der Georg-Schumann-Straße zu berichten und Fragen zu seinen Fotografien zu beantworten.