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Schlagwort: Demokratie

Ausstellung in der PAX- Jugendkirche

„Change Your Shoes…“ = „Wechsel Deine Schuhe…“ Warum? Es geht um fair produzierte Produkte. Fragen zu den mich tragenden Schuhen: Welche Arbeitsbedingungen herrschen da, wo sie herkommen? Kann Kleidung IN sein, wenn Arbeitsrechte OUT sind? Welche Folgen hat die Leder- und Schuhproduktion für die Umwelt in Indien, Bangladesch und Pakistan?

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Diskussionsveranstaltung im Budde-Haus – Weltoffenes Gohlis

Die Initiative Weltoffenes Gohlis und der Erich-Zeigner-Haus e.V. laden für Sonntag, den 24. März, 17 Uhr ins Heinrich-Budde-Haus in der Lützowstraße 19 zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema: „Wie sich die Rechte im Krieg gegen die Ukraine positioniert – deutsche und französische Perspektiven im Vergleich“. Unsere Referenten Dr. Landry Charrier und Dr. Nils Magnus Franke führen in Impulsvorträgen in das Thema ein und ordnen es vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der antislawischen Ressentiments in der deutsche und der französischen Gesellschaft ein. Danach wird die Veranstaltung für die Diskussion geöffnet.

Herr Dr. Landry Charrier ist Germanist und Historiker. 2017-2021 leitete er das Institut français in Bonn. Er war Hochschulattaché der französischen Botschaft in mehreren Bundesländern.
Herr Dr. Nils Franke ist Kulturwissenschaftler und Historiker. Er arbeitet als Privatdozent an der Universität Leipzig und ist wissenschaftlicher Berater für den Erich-Zeigner-Haus e.V.

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Der Eintritt ist kostenlos. Die Initiative Weltoffenes Gohlis, die vom Bürgerverein Gohlis e.V., vielen Einzelpersonen, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie einigen politischen Parteien im Leipziger Norden getragen wird, freut sich über regen Austausch zu einem der drängendsten Themen der Gegenwart.

Autor: Michael Wagner

 

Eröffnung der Ausstellung im Stadtbüro

Ausstellungseröffnung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ im Stadbüro

Bis zum 10. November wird unsere Ausstellung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ im Stadtbüro, Burgplatz 1 zu sehen sein.

2022 feierte der Bürgerverein Gohlis sein 30-Jähriges. Dabei schaute der Verein nicht nur auf die letzten drei Jahrzehnte des Vereins zurück, auch wie sich der Stadtteil in dieser Zeit verändert hat und an welchen Stellen diese Veränderungen durch oder mit dem Bürgerverein vollzogen wurden, stand im Fokus.

Auf dem Jubiläumsempfang des Bürgervereins am 23. September 2022 im Gohliser Schlösschen wurde die Ausstellung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ – bestehend aus 11 Rollups – präsentiert. Die Ausstellung soll den Wandel von Gohlis und den Beitrag des Bürgervereins dazu in den letzten drei Jahrzehnten dokumentieren.

Alle interessierten Bürgerinnne und Bürger sind natürlich herzlich eingeladen, im Stadtbüro vorbeizuschauen. Die Roll-Ups beinhalten u.a. das Schillerhaus, das Gohliser Schlösschen, das Budde-Haus, Denkmalschutz in Gohlis, den alten Ortskern, den Radbogen Nord, den Bürgerverein Gohlis, Handschwengelpumpen in Gohlis, Gohliser Plätze uvm..

Bankübergabe im Gohliser Schlösschen (Foto Lothar Meinel)

Bankübergabe im Gohliser Schlösschen

von Tino Bucksch

So sehen zufriedene Unterstützer bzw. Beteiligte der Bankrekonstruktion im Gohliser Schlösschen aus – Oliver Reiner (Geschäftsführer VILLA gGmbH), Tino Bucksch (Mitglied Stadtbezirksbeirat Nord), Tobias Lühmann (Makerspace Leipzig), Thomas Roßdeutscher (Geschäftsführer Gohliser Schlösschen). Am 04. September übergab das Gohliser Schlösschen im Rahmen des Bürgerkonzertes zwei der nun vier fertig sanierten Bänke an die Öffentlichkeit.

Veranstaltung Internationale Wochen gegen Rasssismus

„Migrationspolitik in Sachsen zwischen Humanität und Wirtschaftsinteresse – verspielen wir beides?“

von Michael Wagner

… unter diesem Motto führte die Initiative Weltoffenes Gohlis am 22. März im Budde-Haus eine Diskussionsveranstaltung durch. Referenten waren Sylvia Pfefferkorn, Unternehmerin und stellvertretende Vorsitzende des Vereins Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen, Nadja Sthamer, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Leipzig und Mohamed Okasha, der Co-Vorsitzende des Migrantenbeirates der Stadt Leipzig.

Fast zwei Stunden intensiver Diskussion auf dem Podium und mit den ungefähr 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung konnten nur einige Aspekte des Themas beleuchten:

Die Debatte darf nicht auf das Thema Asyl verengt werden. Migration nach Sachsen hat vielfältige Quellen: vom Fachkräfteeinwanderungsgesetz, ausländischen Studierenden, von den aus der Ukraine oder über die Balkanroute Geflohenen mit einem sehr unterschiedlichen rechtlichen Status bis zur Familienzusammenführung.

Als eine Hürde für Integration wurde die mitunter mangelnde interkulturelle Kompetenz einer personell unterbesetzten Verwaltung ausgemacht aber auch auf große regionale Unterschiede in Sachsen im Umgang von Verwaltung und Politik mit dem Thema Migration verwiesen.

Deutlich wurden die sehr unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema: Engagiert sich der Verein Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen dafür, das Verständnis in den Unternehmen insbesondere im ländlichen und kleinstädtischen Bereich zu weiten, beispielsweise eine Zusammenarbeit in ethnisch gemischten Teams zu erleichtern, warf Mohamed Okasha die Frage auf, warum gut qualifizierte Migranten und Migrantinnen in eine Region kommen bzw. in ihr bleiben sollten, in der sie auf Ablehnung und Unverständnis stoßen. Ein von Vorbehalten gegenüber Migrant*innen gekennzeichnete Wahrnehmung Sachsens führt natürlich nicht dazu, dass es für mobile ausländische Arbeitskräften als Zielland besonders attraktiv wird.

Im Zusammenhang mit der Attraktivität Sachsens wurden in der Diskussion auch die vielfach niedrigen Einkommen angesprochen. Frau Pfefferkorn betonte die Arbeitskräfteknappheit auch als einen Hebel zu besseren sozialen Verhältnissen. Frau Sthamer wiederum erinnerte daran, dass auch in größeren Unternehmen der Leipziger Region schlechte Entlohnungsbedingungen keineswegs der Vergangenheit angehören und dass positive Veränderungen sowohl der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Migration und Integration auch von sich ändernden politischen Mehrheiten abhängen.

Insgesamt ein anregender Abend, auch wenn viele Aspekte, beispielsweise hinsichtlich der aktuellen gesetzgebungsvorhaben im Hinblick auf ein Chancen-Aufenthaltsrecht nur gestreift werden konnten.

 

 

 

Umwelt und Klima sind auch wichtige Themen in Gohlis

Von Gerd Klenk

Dass Umwelt und Klima immer stärker Einfluss auf unser Leben nehmen, wird kaum noch jemand leugnen können. Im Februar 2022 wurde deshalb eine AG mit diesen Themen beim Bürgerverein gegründet. Warum aber für Gohlis? Die Motivation dafür ist, zu diesen großen Themen, die ja für unsere Zukunft immer wichtiger werden, auch etwas in unserem Stadtteil und in unserer Stadt zu tun. Das ist zwar nicht global, aber hier vor Ort auch sehr wichtig. Deshalb haben wir uns überlegt, was und mit wem wir dafür hier etwas tun können und welche Themen wir dafür bearbeiten wollen. Da ist als erstes das Thema „Information“, also die Aufklärung über die Auswirkungen der ökologischen Krisen auf uns hier in Gohlis. Als zweites haben wir „Aktion“ gewählt: wir möchten unsere Umwelt und unser Klima mit konkreten Projekten hier vor Ort schützen. Unser drittes Thema ist „Politik“: Wir möchten uns einmischen in Entscheidungen der Stadtverwaltung, die uns betreffen. Und last but noch least ist die „Vernetzung“ mit anderen Akteuren ein wichtiger Baustein unserer Arbeit.

Für die Vernetzung konnten wir als erstes die „Omas for Future“ für uns gewinnen. Mit deren Gründerin Cordula Weimann und ihrem Quiz-Team hatten wir unsere erste Veranstaltung bereits am 21. Mai 2022 im Budde-Haus. Dabei war es uns wichtig, dass bei deren „Zukunfts-Quiz“ auch Bezüge zum Stadtteil vorkamen, genauso wie konkrete Möglichkeiten, was wir persönlich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen tun können.

Natürlich sind die Omas nicht die einzigen Partner für uns geblieben. Das Schiller-Gymnasium ist ein wichtiger Akteur im Stadtteil. Inzwischen gibt es dort eine Klima AG und die Schule möchte sich als Klima-Schule bewerben. Weitere Partner sind die Klimabuchmesse, Wissenschaftler von Scientists for Future Leipzig, Gohliser Eltern aus dem Kreis der Parents for Futur Leipzig, Mitglieder von Kirchgemeinden, Kleingartenvereinen, der Leipziger NABU und andere Akteure.

Außerdem haben wir uns im vergangenen Jahr mit einer Clean-Up-Aktion am 9. April beim Gohliser Bahnbogen aktiv am Frühjahrsputz der Stadt Leipzig beteiligt und am 1. Mai bei der Pflanzaktion „Frühlingserwachen“ auf dem Richterplatz fleißig unterstützt. Auf verschiedenen Veranstaltungen haben wir den Bürgerverein nach außen mit vertreten und zusammen mit der AG Verkehr, der AG Stadtteilgeschichte und dem Vereinsvorstand eine gemeinsame Stellungnahme zur Gestaltung des Gohliser Angers und des Verkehrsraums Menckestraße verfasst, die in Kürze{an anderer Stelle hier im GF} veröffentlicht wird.

Für das Jahr 2023 haben wir auch schon einen schönen Plan aufgestellt. Hier eine Aufzählung:

16. März: Lesung mit der Klimabuchmesse im Schiller-Gymnasium
25. März: Frühjahrsputz/Clean-Up-Aktion
1. April: Stand mit dem Bürgerverein Gohlis zur Wiedereröffnung des Schillerhauses
22. April: Zukunftstag der Omas for Future auf dem Marktplatz
10. Juni: Stand mit dem Bürgerverein Gohlis auf dem Kinder- und Familienfest auf dem Budde-Platz
25. Juni: Lesung mit dem Bürgerverein Gohlis mit dem ZDF-SOKO-Kommissar Moritz Brenner alias Johannes Hendrik Langer im Schiller-Haus (in Kooperation mit der Klimabuchmesse)
15. September: Parking Day am Gohliser Anger

…und vielleicht noch eine gemeinsame Aktion mit dem Schiller-Gymnasium zum Jahresausklang..?

Haben Sie Lust, bei uns mitzumachen? Wir freuen uns über kreative Köpfe und helfende Hände. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben die AG zu unterstützen, gern auch mit neuen Ideen, freuen wir uns sehr. Wir treffen uns jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr online und dazwischen so oft wie möglich persönlich. Ansprechpartnerin für die AG ist Bettina van Suntum. Melden Sie sich bei uns unter umwelt@gohlis.info. Darüber erhalten Sie auch den Zugang zu unserem Online-Treffen. Wir freuen uns auf Sie!

Logo Weltoffenes Gohlis; Reichelt Kommunikationsberatung

Internationale Wochen gegen Rassismus – Migrationspolitik in Sachsen

Mittwoch, 22. März von 19 Uhr bis 21 Uhr

Migrationspolitik in Sachsen zwischen Humanität und Wirtschaftsinteressen – Verspielen wir beides?

Podiumsdiskussion: mit Nadja Sthamer (MdB, SPD), Sylvia Pfefferkorn (Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen e. V.), Mohamed Okasha (Migrantenbeirat Stadt Leipzig)
Moderation: Dr. Nils Magnus Franke

Migration findet aus unterschiedlichen Gründen statt: Flucht vor Verfolgung und Krieg, Suche nach einer Ausflucht aus Armut und Perspektivlosigkeit oder das Streben nach einem besseren Leben in Freiheit und einer prosperierenden Wirtschaft. Vielfach ist die Gemengelage differenziert. Auch der Blick der sächsischen „Aufnahmegesellschaft“ ist unterschiedlich. Einige Politiker wollen zwischen einer Arbeitsmigration unterscheiden, die sie begrüßen und einer Migration „in unsere Sozialsysteme“, die sie zurückweisen. Insbesondere in ländlichen Regionen mit zurückgehender Bevölkerungszahl scheinen Abwehr und „Überfremdungsängste“ die Debatte zu bestimmen. Andere Teile der Gesellschaft begrüßen eine multikulturelle Perspektive.

Die Podiumsdiskussion soll ein Bild über die verschiedenen Formen der Migration zeichnen und dabei auch die Perspektive von Migrantinnen und Migranten aufnehmen. Stehen Humanität und wirtschaftliches Interesse einander gegenüber? Verspielt unsere Gesellschaft im Versuch, verschiedene Zugangswege nach Deutschland differenziert zu behandeln, am Ende sowohl die humanitären Ansprüche als auch die von großen Teilen der Wirtschaft gewünschte Fachkräfteeinwanderung? Wie wird Sachsen von Migrant*innen wahrgenommen? Welche Möglichkeiten und Beschränkungen für die Integration von Migrant*innen in den sächsischen Arbeitsmarkt gibt es? Wie sind die Erfahrungen aus migrantischer Perspektive und aus der Perspektive von Arbeitgeber*innen? Welche politischen Spielräume und welche Grenzen gibt es im Bund und im Land für positive Änderungen in humanitärer wie in wirtschaftlicher Hinsicht?

Kooperationsveranstaltung des Bürgerverein Gohlis e. V. und der Initiative Weltoffenes Gohlis

Eintritt frei
Einlass: ab 18.30 Uhr (freie Platzwahl)
Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet im Saal des Budde-Hauses statt.
Förderer: Die Veranstaltung wird unterstützt von Stadt Leipzig, Kulturamt.
Hinkommen: Sie erreichen das Budde-Haus
mit ÖPNV: Tram 12, S-Bahn S1 und S3 bis Haltestelle „S-Bahnhof Gohlis“ (fußläufig ca. 50 m bis zum Budde-Haus)
mit Fahrrad: Fahrradständer auf dem Gelände vorhanden
mit PKW: begrenzte Parkmöglichkeiten im Wohnumfeld des Budde-Hauses
Hinweise zur Barrierefreiheit: Das Außengelände des Budde-Hauses sowie das Erdgeschoss des Gartenhauses sind barrierefrei. Der Zugang zum Veranstaltungshaus ist mit Unterstützung möglich. Bitte informieren sich dafür unter Telefon 0341 90960037

vor-Ort-Begehung Dialogprozess Bretschneider-Park

Bilanz des Dialogverfahrens Verkehrskonzept um den A.-Bretschneider-Park

von Florian Schetelig und Tino Bucksch

Das Gebiet westlich des Arthur-Bretschneider-Parks, zwischen Coppistraße, Virchowstraße, Max-Liebermann-Straße und der Bünaustraße/Gräfestraße stand 2022 im Fokus des Dialogverfahrens. In diesem Gebiet ist in den letzten Jahren aufgrund des erhöhten Zuzugs sowie der Sanierung noch bestehender Leerstände die Bevölkerung stark angewachsen. Damit einher geht aber auch eine erhöhtes Verkehrsbelastung des Viertels. Verschärft wird die Situation durch die intensivere Nutzung des Arthur-Bretschneider-Parks, den Neubau der KiTa in der Kleiststraße, Konzertveranstaltungen auf der Parkbühne GeyserHaus und den Bring-/Abholverkehr von Schüler*innen der A.-F.-Oeser-Schule.

Daher fanden sich das soziokulturelle Zentrum GeyserHaus e.V. und der Bürgerverein Gohlis zusammen mit dem Ziel, ein Dialogverfahren zu initiieren, um mit den Bürger*innen des betroffenen Areals ins Gespräch zu kommen. Auf Antrag der beiden Kooperationspartner beschloss der Stadtbezirksbeirat Nord, dieses Projekt über das Stadtbezirksbudget zu fördern. Die die fachliche und planerische Beratung sowie die Moderation wurde vom das Planungsbüro StadtLabor übernommen

Da der Dialogprozess von Anfang an auf Beteiligung und Offenheit angelegt war, wurde vor der Auftaktveranstaltung breit mittels Plakaten und Flyern sowie Infos in den Sozialen Medien für die Teilnahme an dem Prozess geworben. Dies trug dann auch Früchte. Im Juni 2022 wurden beim gut besuchten Auftaktworkshop mit 40 Anwesenden viele Wünsche und Anregungen zur Verbesserung des Verkehrs um den Arthur-Bretschneider-Park gesammelt. Weitere Ideen wurden in Zusammenarbeit mit dem Elternrat der Oeser-Schule, durch Beteiligungsformate der Stadt Leipzig und durch fachliche Zuarbeit aus dem StadtLabor zusammengetragen. Zum Thema Schulwegsicherheit gab es einen gesonderten Termin mit dem Elternrat der Oeser-Schule.

Anfang September fand der zweite Workshop mit einem gemeinsamen Rundgang statt, um die ausgearbeiteten Maßnahmenvorschläge vor Ort zu besprechen. Anschließend wurde über alle Maßnahmenideen im GeyserHaus diskutiert und verschiedene Meinungen und Sichtweisen dazu gesammelt. Im Nachgang konnten auf Grundlage der Diskussionen die Maßnahmen überarbeitet und konkretisiert werden.

Im November 2022 fand das abschließende Treffen statt. Bei diesem wurden noch einmal alle 26 Maßnahmen besprochen und konsensual entsprechende Empfehlungen bzw. deren weiterer Verlauf festgehalten. Diese Empfehlungen können nun von der Politik im Stadtrat und Stadtbezirksbeirat aufgegriffen werden oder auch von der Bürgerschaft durch Anträge und Haushaltseingaben vorangebracht werden.

Die Protokolle und die Abschlusspräsentation sind hier abrufbar:

Ergebnisse 1.Workshop

Ergebnisse 2.Workshop

Ergebnisse 3.Workshop

Abschlußpräsentation

Zusammenfassend lassen sich die 26 Maßnahmen visualisieren:

 

Interreligiöses Dankfest

7. Interreligiöses Dankfest im Leipziger Norden

Sonntag, 25. September 2022, 14 – 17 Uhr

Wir laden Jede und Jeden recht herzlich zum nunmehr 7. Interreligiösen Dankfest im Leipziger Norden ein. Es ist ein kulturelles Begegnungsfest von christlichen Gemeinden, der Isrealistischen Religionsgemeinschaft, der Bahá ´i Gemeinde und der Ahmadiyya-Gemeinde. Neben kulinarischen Spezialitäten der verschiedenen Kulturkreise werden auch Informations- und Mitmachangebote für Groß und Klein angeboten.

Eine tolle Gelegenheit also, um mit den Menschen ganz verschiedener Glaubensrichtungen einmal ins Gespräch zu kommen oder einfach nur einen Kaffee auf dem Nordplatz zu genießen.

Ort: Vorplatz der Michaeliskirche, Nordplatz

5 Jahre Nordcafé – ein Rückblick und schöne Ausblicke!

von Ricarda Berger

Die Idee, einen Ort der Begegnung zu schaffen, führte 2016 einige engagierte Menschen des Leipziger Nordens zusammen. Verschiedene Kirchgemeinden, die Initiative Weltoffenes Gohlis und der Bürgerverein Gohlis e. V. brachten sich mit ein, und durch die Unterstützung der Evangelisch-methodistischen Kirche fand man die geeigneten Räumlichkeiten im Haus der Bethesdakirche in der Blumenstraße 74.

Das Nordcafé startete am 9. Mai 2017 als ein regelmäßiges, offenes Begegnungsangebot, das für Offenheit werben möchte und eine Dialogplattform für interkulturellen Austausch bietet. Gleichzeitig sollten Anwohner und Nachbarn die Gelegenheit haben, neuangekommene Menschen kennenzulernen, um Verunsicherungen und Ängste abzubauen.

Seit nunmehr 5 Jahren treffen sich im Nordcafé jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr Menschen mit oder ohne Fluchterfahrung, mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensgeschichten.
Während unsere Gäste zu Anfang mit dem Erlernen der deutschen Sprache zu tun hatten und die Suche nach Wohnraum Geduld erforderte, dreht sich inzwischen viel um die Erfahrungen im Berufsleben und die kleinen und großen Probleme des Alltags.

Einige Menschen sollten nur kurze Zeit bei uns zu Gast sein. Mancher Traum, in Deutschland bleiben zu können, erfüllte sich nicht. Andere Gäste wechselten auf Grund eines Studiums oder Arbeitsplatzes den Wohnort.

Umso mehr freuen wir uns über unsere Stammgäste, die wir so viele Jahre begleiten und seitdem die gute Entwicklung in Sprachkompetenz und Integration miterleben können. Mit großem Fleiß und Ehrgeiz haben gerade die jungen Menschen ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben eingeschlagen.

Seit unserer Wiedereröffnung Ende März 2022 drehen sich viele Gespräche um die entsetzlichen Geschehnisse in der Ukraine und die politischen Entwicklungen weltweit. Traumatische Erlebnisse und Erfahrungen unserer Gäste, zum überwiegenden Teil aus Kriegsgebieten geflohen, kommen durch die aktuellen Bilder wieder in Erinnerung. Immer noch sind Angehörige in Syrien, Afghanistan und Eritrea durch Krieg und Terror bedroht.

Parallel zu unserem Cafébetrieb besteht seit einem Jahr ein Angebot zur Kinderbetreuung im Kinder- und Jugendzentrum „Seven4Kids“ gleich neben dem Caféraum. Dort kann unter Anleitung von erfahrenen, lieben Menschen gebastelt, gemalt, gespielt und gestaltet werden.