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Schlagwort: Bürgerverein Gohlis

Demokratien unter Druck – Südosteuropa und der Ukrainekrieg

Die im Zuge des politischen Aufbruchs nach 1989 entstandenen Demokratien Südosteuropas haben mit Armut, Abwanderung und oligarchischen Strukturen zu kämpfen. Gleichzeitig gewinnen an autoritären Mustern orientierte nationalistische und populistische, teils von Russland unterstützte Bewegungen an Zulauf. Diese treten gegen die Einbindung ihrer Länder in europäische Strukturen entgegen und stellen sich gegen eine liberale Gesellschaft. Dies verschärft sich unter den Bedingungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Björn Opfer-Klinger, der sich besonders mit der Situation in Moldova, Rumänien und in Bulgarien beschäftigen wird.

Dr. Björn Opfer-Klinger, ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er lehrte am Zentrum für Europa- und Nordamerika-Studien der Universität Göttingen sowie am Institut für Politikwissenschaften an der TU Dresden und arbeitet als Redakteur beim Ernst Klett Verlag Leipzig.

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um einen Beitrag der Initiative Weltoffenes Gohlis und des Bürgerverein Gohlis e.V. im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Leipzig 2023.

Der Eintritt ist frei.

Bernd Heyne - Selbstgenuß

Nacht der Kunst 2023

Aktuell sind es nur noch wenige Tage bis zur Nacht der Kunst 2023. Zum 14. Mal findet im Stadtteil DAS Kunst- und Kulturfestival statt, welches für Gohlis aber auch über dessen Grenzen hinaus eines der Hauptevents im Eventkalender darstellt. Auch dieses Jahr konnte der Bürgerverein wieder zwei Künstler für die Ausstellungsflächen im Budde-Haus gewinnen. Zum einen stellt der Fotograf Bernd Henye traditionell seine Bilder bei uns aus. Dieses Jahr stehen diese unter dem Motto „Selbstgenuß“ und sind im Musikzimmer zu bestaunen. Zum anderen konnte der Verein den Gohliser Autoren und Künstler Fabian Williges gewinnen. Dieser zeigt im Foyer des Budde-Hauses eine Sammlung von Porträts in Zeitungscollagen. Die Menschen, die er porträtiere, sind die Übersetzer seines kleinen Büchleins „Wenn du nicht da bist …“. Es handelt vom Verliebtsein und Vermissen. Beide Künstler präsentieren ihre Werke am 02. September ab 16 Uhr im Budde-Haus.

Fabian Williges - Wenn du nicht da bist

Gohlis Forum – Ausgabe 5 für 2023 erschienen

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie die aktuelle Ausgabe des Gohlis Forums in der Hand halten, ist es nur noch wenige Tage bis zur Nacht der Kunst 2023. Zum 14. Mal findet im Stadtteil DAS Kunst- und Kulturfestival statt, welches für Gohlis aber auch über dessen Grenzen hinaus eines der Hauptevents im Eventkalender darstellt. Auch dieses Jahr konnte der Bürgerverein wieder zwei Künstler für die Ausstellungsflächen im Budde-Haus gewinnen. Zum einen stellt der Fotograf Bernd Henye traditionell seine Bilder bei uns aus. Dieses Jahr stehen diese unter dem Motto „Selbstgenuß“ und sind im Musikzimmer zu bestaunen. Zum anderen konnte der Verein den Gohliser Autoren und Künstler Fabian Williges gewinnen. Dieser zeigt im Foyer des Budde-Hauses eine Sammlung von Porträts in Zeitungscollagen. Die Menschen, die er porträtiere, sind die Übersetzer seines kleinen Büchleins „Wenn du nicht da bist …“. Es handelt vom Verliebtsein und Vermissen. Beide Künstler präsentieren ihre Werke am 02. September ab 16 Uhr im Budde-Haus.

Der September ist immer ein starker Veranstaltungsmonat. Neben der Nacht der Kunst wird die 2. Zukunftsmusik! auf dem Kirchplatz stattfinden. An dieser werden wir mit unserer AG Umwelt und der AG Verkehr teilnehmen. Zum 9. Mal findet das interreligiöse Dankfest statt, dass die Initiative Weltoffenes Gohlis mit den Glaubensgemeinschaften des Leipziger Nordens im Rahmen der Interkulturellen Wochen veranstaltet.

Mit dem Tag des offenen Denkmals und dem Tag der Industriekultur am 10. September sowie 15. September bietet der Bürgerverein zwei Führungen durch das ehemalig Bleichert Werk an. Eingebettet sind diese in die Wanderausstellung „30 Jahr in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“, welche in dem Zeitraum im Budde-Haus besichtigt werden kann, bevor die Ausstellung im Stadtbüro (Burgplatz 1) Station macht.

Mit einer kleinen Verschnaufpause im Oktober wird es dann Ende November hoffentlich mit der 3. Veranstaltungsreihe „Advent in den Gärten und Höfen von Gohlis“ weitergehen. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe! Die einzelnen Beiträge können Sie hier lesen oder die komplette Ausgabe im Archiv herunterladen.

 

ehemaliges Bleifenster Bleichertwerke

Tag des offenen Denkmals / Tag der Industriekultur

Der Bürgerverein Gohlis nimmt dieses Jahr am Tag des offenen Denkmals und am Tag der Industriekultur mit zwei Veranstaltungen bzw. Führungen teil.

Tag des Offenen Denkmals, 10. September

Gestatten: Budde-Haus. Ein besonderes (Kultur-)Denkmal stellt sich zum Tag des Offenen Denkmals vor.

Programm
14.00 bis 18.00 Uhr Ausstellung “30 Jahre in Gohlis – 30 Jahre Bürgerverein”
14.30 & 16.00 Uhr Führungen durchs Budde-Haus
15.30 Uhr Führung durch die ehemaligen Bleichertwerke mit dem Bürgerverein Gohlis (Eingang Bleichert-Werke, Lützowstraße 34)
17.30 Uhr Filmvorführung “Seilbahnkönig & Tagebaugigant” (mdr-Dokumentation über die Bleichertwerke)

Eintritt frei!
Einlass: ab 14.00 Uhr

Tag der Industriekultur, 15. September

14.00 bis 18.00 Uhr Ausstellung “30 Jahre in Gohlis – 30 Jahre Bürgerverein” ”
17.00 bis 18.30 Uhr Führung durch die ehemaligen Bleichertwerke mit dem Bürgerverein Gohlis ” (Eingang Bleichert-Werke, Lützowstraße 34)

Die Ausstellung “30 Jahre in Gohlis – 30 Jahre Bürgerverein” ist im Zeitraum vom 10. bis 15. September zu den Öffnungszeiten des Budde-Haus zugänglich.

Peter Petzka Fotografie

Vergessene Zeiten der Industriegeschichte in Gohlis – Einblicke in die Katakomben von Kaufland

von Tino Bucksch

Neues aus der Rubrik „Was bringt eine Mitgliedschaft im Bürgerverein?“ – am 20. Juli konnten die Mitglieder des Vereins zum zweiten Mal nach 2019 an einer exklusiven Führung in den Katakomben des Kauflandes teilnehmen. Es war beeindruckend zu sehen, was aus den alten Brauereikellern geworden ist. Teilweise sind diese für eine Tiefgarage umgebaut worden, teilweise sollen diese gastronomisch-kulturell genutzt werden. Über die Sinnhaftigkeit dieser Idee kann man streiten. Auf jeden Fall hat es allen Teilnehmenden gefallen. Auch der Input von unserem langjährigen Mitglied Hanswerner Herold zur Geschichte der Brauerei und dem Sanierungsprozess hat noch die eine oder andere Erkenntnis und humorvolle Anekdote zu Tage gebracht.

Bürgerverein Gohlis jetzt mit Lastenrad unterwegs

von Tino Bucksch

Am 17. Juli war es endlich soweit – seitdem ist der Bürgerverein mit seinem eigenen Lastenrad mobil im Stadtteil unterwegs. Das hilft uns enorm die Stadtteilzeitschrift in Gohlis Forum schneller und effektiver auszutragen, Material für Veranstaltungen und Infostände von A nach B zu transportieren oder einfach Präsenz in Gohlis zu zeigen. Großen Dank geht dabei an Max-Bike, die uns als Händler enorm bei der Kaufentscheidung durch gute und kompetente Beratung geholfen haben.

Interreligiöses Dankfest

7. Interreligiöses Dankfest im Leipziger Norden

Initiative Weltoffenes Gohlis lädt gemeinsam mit Glaubensgemeinschaften ein

Am 10. September führt die Initiative Weltoffenes Gohlis am Nordplatz, vor der Michaelis-Kirche, von 14 bis 17 Uhr ihr 7. Interreligiöses Dankfest im Leipziger Norden durch.

Christliche Gemeinden, die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig, die Leipziger Bahá´í-Gemeinde und die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft möchten sich gemeinsam mit dem Bürgerverein Gohlis e.V. bei Kaffee, Kuchen und anderen leckeren Speisen der Begegnung mit den Einwohnerinnen und Einwohnern stellen.

Das Motto der Veranstaltung „Eine Menschheitsfamilie unter der Sonne? Von Äpfeln und Kartoffeln“ wird in einem moderierten, öffentlichen Gespräch von Geistlichen verschiedener Religionsgemeinschaften vertieft.
Tino Bucksch, Vorsitzender des Bürgervereins Gohlis: „Im Leipziger Norden leben Menschen unterschiedlicher Glaubensvorstellungen und verschiedener Herkunft. Das interreligiöse Dankfest ist ein guter Anlass, sich in der Nachbarschaft kennenzulernen, den eigenen Horizont zu weiten und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist frei.

Sitzung Arbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr – Planung der Sommeraktion steht an

Am Mittwoch, den 19.07.2023 trifft sich ab 19 Uhr die AG Mobilität und Verkehr des Bürgervereins Gohlis e.V. im Musikzimmer des Budde-Hauses, Lützowstraße 19.

Zentrale Punkte der Tagesordnung werden die Auswertung des Rundgangs „12 Probleme entlang der Linie 12“ sein sowie die Planungen für das Nachbarschaftsfest auf dem Gohliser Anger am 20.08. und der Teilnahme an der Veranstaltung Zukunftsmusik! am 01.09.. Weitere Infos zum Rundgang und die inhaltliche Position kann hier abgerufen werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen. Es können auch weitere Themen und Ideen eingebracht werden.

Tino Bucksch, Vorsitzender Bürgerverein Gohlis e.V. und Katja Pompe, Bibliothekarin

Ausstellungseröffnung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ Bibliothek Gohlis

2022 feierte der Bürgerverein Gohlis sein 30-Jähriges. Dabei schaute der Verein nicht nur auf die letzten drei Jahrzehnte des Vereins zurück, auch wie sich der Stadtteil in dieser Zeit verändert hat und an welchen Stellen diese Veränderungen durch oder mit dem Bürgerverein vollzogen wurden, stand im Fokus.

Auf dem Jubiläumsempfang des Bürgervereins am 23. September 2022 im Gohliser Schlösschen wurde die Ausstellung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ – bestehend aus 11 Rollups – präsentiert. Die Ausstellung soll den Wandel von Gohlis und den Beitrag des Bürgervereins dazu in den letzten drei Jahrzehnten dokumentieren.

Als zweite Station wird die Ausstellung nun vom 05. Juli bis 25. August in der Stadtteilbibliothek „Erich Loest“ (Georg-Schumann-Straße 105) Station machen.

Daran wird das Budde-Haus im Rahmen des Tages des offenen Denkmals bzw. dem Tag der Industriekultur (10. September bis 15. September) anschließen.

Den Abschluss wird vom 30. Oktober bis zum 10. November das Stadtbüro, Markgrafenstraße 3 bilden.

Alle interessierten Gohliserinnen und Gohliser sind natürlich herzlich eingeladen, an einem der Standorte vorbeizuschauen. Die Roll-Ups beinhalten u.a. das Schillerhaus, das Gohliser Schlösschen, das Budde-Haus, Denkmalschutz in Gohlis, den alten Ortskern, den Radbogen Nord, den Bürgerverein Gohlis, Handschwengelpumpen in Gohlis, Gohliser Plätze

Kulturkalender Juli bis August veröffentlicht

Die warmen Sommermonate brechen an und trotz der Ferienzeit legen die Kulturakteure im Stadtteil noch einmal einen Zahn zu. Der Juli und August sind vollgepackt mit spannenden Angeboten und Veranstaltungen. Details gibt es in unserem Kulturkalender Juli und August zu erfahren. Es gibt unzählige spannende Angebote vom Budde-Haus, dem Gohliser Schlösschen, der Kreativitätswerkstatt,  dem Mediencampus Villa Ida uvm.. Die Kunst- und Kulturlandschaft in Gohlis ist vielfältig und wird immer bunter. Wer möchte, kann jeden Tag etwas erleben.

Anno dazumal: Historie und Histörchen – Die Lehensherren von Gohlis

von Heidrun Zinecker

Gohlis, erstmals urkundlich erwähnt 1317, war im Spätmittelalter ein grundherrschaftliches Lehen des Bischofsstifts Merseburg und dann des Wettin‘schen Lehnsherrn, dem Markgrafen von Meißen. Lehen wurden, etwa von (Kur)Fürsten und Herzogen, im Gegenzug zu militärischer Gefolgschaft und politischer Treue an sog. Vasallen „verliehen“. Im Fall von Gohlis geschah das zunächst dem Ritter und markgräflichen Vogt Johannes Porzk/Porzig (auch Lehensnachfolger der Herren von Wahren) und dann, für mehr als zwei Jahrhunderte, der Adelsfamilie Pflugk (Meißen‘sche Linie). Die Pflugks stammten aus Böhmen/Prag und waren bereits zuvor in Strehla an der Elbe belehnt worden. Gohlis gelangte 1349 in ihre Hände. Insbesondere die Brüder Tham/Thammo/Dam (Damianus) (*ca. 1385 Knauthain – †1426 Aussig) und Otto Pflugk (*ca. 1382 Knauthain – †1426 Aussig) nahmen sich des Lehens an. Beide waren Söhne des Nickel Pflugk auf Knauthain, dem Herrn von Wildenfels, Strehla und Frauenhayn. Während Tham Amtmann von Quedlinburg und als Rat dem Markgrafen von Meißen, Friedrich d. IV. Streitbaren, verpflichtet war, diente Otto Pflugk selbigem als Hofmarschall. Die Brüder fielen in den Hussitenkriegen in der Schlacht bei Aussig, das damals zur Mark Meißen gehörte. Später übernahm Ururenkel Benno Pflugk (*ca. 1510 Zschocher – † vor 1579), seines Zeichens Oberaufseher der Grafschaft Mansfeld, Amtmann bzw. Hauptmann zu Sangerhausen sowie kursächsischer Rat, das Gut Gohlis, das er dann seinerseits seinem Schwiegersohn Carl Dieskau (*1528 Zschocher – †1620 Zschocher) vermachte. Ab 1393 fand die Pflugk‘sche Familiendynastie ihr Grab in einer eigens errichteten Marienkapelle an der Nordwand der Leipziger Paulinerkirche. Beide Familien, die Pflugks wie die Dieskaus, sollen „wenig Sorgfalt“ (Otto Moser) auf Gohlis verwendet haben, zumal sie dort weder Sitz noch Hof hatten. Den Dieskaus schließlich verursachte der Dreißigjährige Krieg, der in den Dörfern des Leipziger Umlands etwa zwei Drittel der Bevölkerung dahinraffte, derart viel Schaden – Gohlis wurde dabei fünfmal niedergebrannt –, dass sie das Gut 1659 an einen Bürgerlichen, den Professor der Medizin Dr. Michael Heinrich Horn, weiterverkauften.

Peter Petzka Fotografie

Gohliser Anger strahlt im neuen Glanz

von Tino Bucksch

Am 17. April wurde es für einige Mitglieder sentimental – ein fast 30 Jahre andauernder Einsatz für die würdevolle Gestaltung und Nutzung des Gohliser Angers in der Menckestraße fand sein vorläufiges Ende.

Seit der Gründung des Bürgervereins setzen wir uns dafür ein, dass der historische Kern des Dorfes Gohlis entsprechend seiner Bedeutung gestaltet und den Gohliserinnen und Gohlisern zur Nutzung übergeben wird. Dies war nun am 17. April nach 6-monatiger Sanierungszeit soweit. Natürlich waren wir als Bürgerverein mit vielen Mitgliedern bei der Eröffnung dabei und durften mit einem Redebeitrag die langjährige Arbeit an diesem Projekt würdigen. In dem Zusammenhang danken wir für die jahrelange gute Zusammenarbeit an diesem so wichtigen Thema Frau Merrem, der Stadtbezirkskonservatorin und Herrn Zech, zuständiger Projektleiter beim Amt für Stadtgrün und Gewässer. Ohne deren fachlichen Einsatz und die Zusammenarbeit mit uns als Bürgerverein wäre die Sanierung nicht in dem Maße erfolgreich zu Ende gebracht worden.

Jetzt heißt es an die Gohliserinnen und Gohliser: Nutzen Sie den neuen öffentlichen Raum!

„12 Probleme entlang der Linie 12“

von Tilman Schenk

Am Verlauf der Straßenbahnlinie 12 in Gohlis häufen sich die Benachteiligungen für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel – Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) derart, dass sich die AG Mobilität & Verkehr des Bürgervereins Gohlis entschlossen hat, diese zum Thema eines Rundgangs mit Vertretern der Stadtverwaltung zu machen. Stattfinden wird dieser am Dienstag, 27. Juni ab 17 Uhr. Treffpunkt ist die Haltestelle Gottschallstraße.

Die Straßenquerschnitte entlang der Virchow- und Lützowstraße entsprechen noch weitestgehend der Gestaltung aus dem 19. Jahrhundert. Seitdem hat sich das Verkehrsgeschehen massiv verändert, vor allem Kraftfahrzeuge kamen in der damaligen Stadtplanung noch gar nicht vor. In der Folge wurde der Platz für alle immer enger, und hat heute eine Situation geschaffen, in der Zufußgehende, Radfahrende und ÖPNV-Fahrgäste entlang dieser Straßenzüge mit einer Reihe von Barrieren und Hindernissen zu kämpfen haben. Bei unserem Rundgang wollen wir an den folgenden Orten Station machen und über die Probleme sprechen:

1) Radweg Virchowstraße

Generell mangelt es in Gohlis-Nord und Gohlis-Mitte an leistungsfähigen und sicheren Nord-Süd-Verbindungen für den Radverkehr. Als Hauptverkehrsstraße ist die Virchowstraße mit 50 km/h befahrbar und wird täglich von 12.650 Kfz genutzt. Bei dieser Verkehrsstärke, so empfehlen die einschlägigen Richtlinien, kann Radverkehr nicht mehr im Mischverkehr mit den Autos geführt werden, sondern benötigt eine eigene Spur. Diese fehlt aber in der Virchowstraße auf ganzer Länge. Mit einem Pop-Up Radweg am 1.6. haben wir auf diesen Mangel hingewiesen.

2) fehlende Barrierefreiheit Haltestelle Gottschallstraße

Die Haltestelle Gottschallstraße ist eine von vielen der Linie 12 an der nach wie vor wie im 19. Jahrhundert auf die Fahrbahn ausgestiegen werden muss. Durch die Aufweitung des Straßenzuges ist der Haltestellenbereich für Autofahrer in stadtauswärtiger Richtung schwer einsehbar und hier kommt es besonders häufig zu gefährlichen Situationen, weil Autos an der haltenden Bahn vorbeizufahren versuchen: Viele Autofahrer scheinen zu denken, sie hätten nun „endlich freie Fahrt“. Der Haltestelleninsel in stadteinwärtiger Richtung fehlt ein ordentlicher Übergang vom Gehweg mit abgesenkten Bordsteinkanten.

3) fehlende Barrierefreiheit und Falschparker Haltestelle Virchow-/Coppistraße

Ein ähnliches Problem stellt sich an der Haltestelle Virchow-/Coppistraße. Zudem wird im Haltestellenbereich häufig regelwidrig geparkt. Ein- und aussteigende Fahrgäste müssen sich durch parkende oder haltende Fahrzeige hindurchschlängeln. Dabei handelt es sich bei dieser Haltestelle um eine recht wichtige – man kann hier zwischen Bus und Straßenbahn umsteigen und sie befindet sich mitten im kleinen Quartierszentrum rund um den Konsum.

4) Gestaltung der Einmündung Virchow-/Lützowstraße

Der Einmündungsbereich Lützow-/Virchowstraße gibt insgesamt ein tristes Bild ab: Er besteht fast ausschließlich aus versiegelten Fahrbahnen und einer nicht nutzbaren Verkehrsinsel. Für Zufußgehende, die von der Lützowstraße in die Virchowstraße einbiegen wollen, entstehen lange Umwege mit mehrfachen Fahrbahnüberquerungen. Ein Betreten der großen Sperrfläche birgt hohes Gefahrenpotenzial, da viele Autofahrende, die in nördlicher Fahrtrichtung in der Lützowstraße weiterfahren wollen, die Sperrfläche mit hoher Geschwindigkeit geradeaus überfahren. Dabei ist es mit in die Virchowstraße abbiegenden Radfahrenden schon mehrfach zu Unfällen mit schweren Verletzungen gekommen. Die Kreuzung ist auch Teil vieler Schulwege im Umfeld der 35. Oberschule.

5) Radverkehrsführung in der Bahnunterführung am S-Bahnhof Gohlis

Bereits länger bekannt ist die problematische Radverkehrsführung hinter dem Wartebereich an der Straßenbahnhaltestelle S-Bahnhof Gohlis und gemeinsam mit dem Fußverkehr. Radfahrende sind hier häufig zu schnell unterwegs, und auch wenn die Nutzung des Fußweges für die Radfahrenden nicht verpflichtend ist, ist ein Ausweichen auf die Fahrbahn zwischen die Schienen auch nicht attraktiv.

6) Verkehrsführung Gohlis-Arkaden

Vor den Gohlis-Arkaden befindet sich die nächste Straßenbahnhaltestelle, die nicht barrierefrei ist und die Fahrgäste vollständig den Gefahren des Autoverkehrs ausliefert. Häufig bildet sich vor der Ampel Kfz-Rückstau, die Fahrgäste schlängeln sich hindurch, nicht alle Autofahrer halten sich daran, hinter der haltenden Bahn zu warten, wenn sie befürchten, die Ampel würde nicht mehr lange grün sein.
Der Fahrgastwechsel sollte hier mindestens durch eine so genannte „Zeitinsel“, eine zusätzliche Ampel, die die Autos hinter der Bahn anhält, geschützt werden. Zur Herstellung der Barrierefreiheit wäre ein überfahrbares Kap wie an der Haltestelle Georg-Schumann-/Lindenthaler Straße der Linie 4 nötig.

7) Lieferverkehr Gohlis-Arkaden auf Fußwegen

Auf gleicher Höhe werden die an sich schon schmalen Gehwege häufig zusätzlich durch haltende Lieferfahrzeuge verstellt. Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen können hier nicht mehr passieren. Ein Ausweichen auf die Fahrbahn scheidet wegen der hohen Verkehrsdichte aus. Dabei verfügen die Gohlis-Arkaden eigentlich über Anlieferbereiche in ihrem Innern. Diese werden aus uns nicht bekannten Gründen aber nicht von allen Lieferfahrzeugen genutzt.

8) Elterntaxis auf Gehweg vor Glascontainer und fehlende Gehwegnasen an der Einmündung Lützow-/Eisenacher Straße

Der glücklicherweise recht großzügige Gehwegbereich in der Lützowstraße vor den Glascontainern und dem Durchgang zur Erfurter Straße als Zugang zur Erich-Kästner-Grundschule wird leider von „Elterntaxis“ zu oft als Halteoption genutzt. Der Einmündungsbereich zur Eisenacher Straße ist autofreundlich für zügiges Abbiegen aufgeweitet – das Überqueren der nicht besonders breiten Eisenacher Straße wird dadurch unnötig verlängert. Hier sind viele Kinder unterwegs, zur Erich-Kästner-Schule, zur freien Oberschule oder zu den Räumlichkeiten der Musikschule „Neue Musik“ im Haus der Urania.

9) Drängelgitter am Eingang der Freien Oberschule

Die „Drängelgitter“ vor den Eingängen der Freien Oberschule Gohlis verengen die sowieso schon sehr engen Gehwege zusätzlich. Hier passen nicht einmal zwei Zufußgehende aneinander vorbei.

10) Radverkehr zwischen den Schienen und Kontrolle Tempo 30 in der unteren Lützowstraße

Die Einführung von Tempo 30 in der unteren Lützowstraße hat sicher zur Verkehrssicherheit positiv beigetragen. Wir habe den Eindruck, dass dennoch viele Autos hier noch zu schnell unterwegs sind und sich Autofahrende zu riskanten Überholmanövern hinreißen lassen, wenn sich Radfahrende in den schmalen Streifen zwischen Straßenbahnschienen und Fahrbahnrand zwängen. Wir regen deshalb an, zum Radfahren zwischen den Schienen „auf dem Gleis“ anzuregen, durch Anbringen entsprechender Radpiktogramme.

11) Querung Kirchplatz / Einmündung Berggartenstraße für Fußgänger

Die Gestaltung des Krichplatzes ist auch schon lange Gegenstand der Arbeit des Bürgervereins. Insbesondere das Überqueren der Berggartenstraße war schon immer schwierig und ist durch die vor einigen Jahren markierten Sperrflächen nur etwas leichter geworden. Da die Poller recht weit auseinander stehen, werden die Sperrflächen auch gerne zum Parken von Autos missbraucht.

12) Radverkehr zwischen Kirchplatz und Ehrensteinstraße

Zwischen Kirchplatz und Ehrensteinstraße, wo der Radweg Richtung Zoo beginnt, fehlt auch noch eine angemessene Radverkehrsführung, obwohl der Platz im Querschnitt der Straße dafür ausreichend wäre. Hier hat die AG bereits im letzten Jahr mit einem Pop-up Radweg aufmerksam gemacht.

Ausstellung “30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein”

von Tino Bucksch

2022 feierte der Bürgerverein Gohlis sein 30-jähriges Jubiläum. Dabei schauten wir nicht nur auf die letzten drei Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements zurück. Auch wie sich der Stadtteil in dieser Zeit verändert hat und an welchen Stellen diese Veränderungen durch oder mit dem Bürgerverein vollzogen wurden, stand im Fokus.

Auf dem Jubiläumsempfang des Bürgervereins am 23. September 2022 im Gohliser Schlösschen wurde die Ausstellung „30 Jahre in Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ – bestehend aus 11 Rollups – präsentiert.

Als Auftakt konnte die Ausstellung vom 04.05. bis zum 30.06. im Pflegedienst Ambulantis Sylvia Ohnsorge besichtigt werden. Danach wird die Ausstellung vom 05.07. bis 25.08. in der Stadtteilbibliothek „Erich Loest“ (Georg-Schumann-Straße 105) Station machen. Vom 10.09. bis zum 15.09. wird die Ausstellung im Rahmen des Tages des offenen Denkmals bzw. dem Tag der Industriekultur im Budde-Haus (Lützowstraße 19) zu sehen sein. Den Abschluss wird die Station im Stadtbüro vom 30.10. bis zum 10.11. (Burgplatz 1) bilden.

Alle interessierten Gohliserinnen und Gohliser sind natürlich herzlich eingeladen, an einem der Standorte vorbeizuschauen. Die Rollups informieren u.a. über das Schillerhaus, das Gohliser Schlösschen, das Budde-Haus, Denkmalschutz in Gohlis, den alten Ortskern, den Radbogen Nord, den Bürgerverein Gohlis, Handschwengelpumpen in Gohlis und Gohliser Plätze.

Stadtradeln 2023″ vom 1. bis 21. September – jetzt anmelden!

von Katja Zschunke

Es ist soweit, unser Team des Bürgervereins Gohlis für das Stadtradeln 2023 ist offiziell angemeldet und wartet auf viele fleißige Teilnehmer.

In diesem Jahr gehen wir unter dem Namen „Bürgerverein Gohlis – Radeln im Leipziger Norden“ an den Start und erradeln gemeinsam möglichst viele Kilometer.

Hier geht’s zum Team: Link hier (dazu müssen Sie beim Stadtradeln eingeloggt sein) oder Sie suchen einfach nach „Bürgerverein Gohlis – Radeln in Leipziger Norden“

Jede/r ist herzlich Willkommen.

Es geht nicht darum, dass Höchstleistungen vollbracht werden. Sie radeln, soviel Sie schaffen. Jeder Kilometer zählt.

Als Team sind wir gemeinsam stark und tun Gutes für unsere Gesundheit, unsere Umwelt und den Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Die für das Team geradelten Kilometer werden in der Stadtradeln-App eingetragen und mit etwas Glück kann der Verein auch etwas gewinnen: Unter den besten 50 Teams mit den meisten Radkilometern werden vier Mal 250 Euro verlost.

Jetzt anmelden, die nächsten Wochen fleißig trainieren und vom 1. bis 21. September 2023 kräftig fürs Stadtradeln in die Pedale treten.

Kinderfest in Gohlis Mitte

Kinderfest in Gohlis Mitte

Es ist wieder soweit! Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr findet auch 2023 ein Kinderfest in Gohlis Mitte statt. Am altbewährten Standort des „Platz ohne Namens“ (Grünfläche zwischen Corinthstraße, Heinrich-Budde-Straße, Adolph-Menzel-Straße und Wilhelm-Plesse-Straße) wird am Samstag, den 10. Juni zwischen 11 Uhr und 19 Uhr allen Gohliserinnen und Gohlisern – ob Groß oder Klein – ein breites Treiben geboten.

Los geht es 11 Uhr bis 13 Uhr mit einem Kinderflohmarkt: Tauschen & Verkaufen, für Kinder von 6-12 Jahre (bitte anmelden bei: Fischer Friseurlädchen, Anna und Viktor An- & Verkauf und Erikas Eisdiele).

Von 13 Uhr bis 19 Uhr findet dann das Kinderfest statt. Geboten werden Kinderschminken, Jutebeutel drucken, Seifenblasenmacher, eine Popcornmaschine, eine Hüpfburg und vieles mehr. Für das leibliche Wohl auch gesorgt. Getränke und Speisen gibt es u.a. vom Restaurant LE Noix, Restaurant Armonia, Käserei Lehmann und Erikas Eisdiele.

Die Gewinne werden auch dieses Jahr wieder gespendet. Letztes Jahr haben das Bärenherz Kinderhospiz, der Wegen uns e.V. Leipzig, der Musik schenkt Lächeln e.V. und die Wohngruppe infa Leipzig Spenden erhalten.

Mitveranstalter bzw. -ausrichter sind u.a. Anna & Viktor – An- & Verkauf, der Bürgerverein Gohlis e.V., Käserei Lehmann, Restaurant Armonia, Franz&Frida – Raum für Gestaltung, Musik schenkt Lächeln e.V., Tui Tui – Biobekleidung, Wegen uns e.V. Leipzig, Gohliser KIEZgeflüster, Fischer Friseurlädchen, NABU Leipzig, Erikas Eisdiele, Restaurant LE Noix, Anett Diesterheft Biobekleidung, Feenhandwerk, Hummelbienchen, Etage 5 Tanzstudio, art of bee UG – Imker, Freispiel, Stadtteilbibliothek Gohlis, Natur-Abenteuer-Leipzig

Sitzung Arbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr – Planung der Sommeraktion steht an

Am Mittwoch, den 24.05.2023 trifft sich ab 19 Uhr die AG Mobilität und Verkehr des Bürgervereins Gohlis e.V. im Musikzimmer des Budde-Hauses, Lützwostraße 19.

Zentrale Punkte der Tagesordnung werden die Vorbereitungen für den Pop-Up-Radweg am 01. Juni in der Virchowstraße sein sowie die Vorbereitungen es Nachbarschaftsfest auf dem Gohliser Anger am 23. Juni.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Treffen teilzunehmen. Es können auch weitere Themen und Ideen eingebracht werden.

Stadtteilrundgang Krochsiedlung

Hoher Beteiligung beim Stadtrundgang im Rahmen von Jane´s Walk 2023 durch die Krochsiedlung in Gohlis Nord

Auch mit der dritten Teilnahme am Stadtteilrundgang im Rahmen von Jane´s Walk konnte der Bürgerverein Gohlis eine Begehung auf die Beine stellen, die enorm viele Interessenten anlockte. Mit über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Rundgang durch die Krochsiedlung am 07. Mai unter Leitung von ehemaligen Vorständen des Bürgerverein Krochsiedlung wie Herrn Dr. Seidel oder Herrn Krause ein Höhepunkt der Jane´s Walk-Woche.

Dabei erfuhren die Gäste nicht nur spannende Details zu den architektonischen und stadtentwicklungspolitischen Hintergründen der 1929-1930 erbauten Siedlung, sondern es gab mit einer Vielzahl von Anekdoten auch einen Einblick in den Lebensalltag der Bewohner der Siedlung seit deren Bestehen.

Natürlich wurde auch die wichtige Rolle, die der mittlerweile aufgelöste Bürgerverein Krochsiedlung spielte, deutlich gemacht. Das in Verhandlungsprozessen auch die zivilgesellschaftliche Perspektive wichtig ist, zeigt die erfolgreiche Arbeit des ehemaligen Bürgervereins der Krochsiedlung. Als Zeichen der Würdigung und Unterstützung der Arbeit des Bürgerverein Gohlis überreichte Dr. Seidel dem Vorsitzenden Tino Bucksch ein Beitrittsformular. Für alle Teilnehmenden war der Sonntag ein voller Erfolg.

 

Kinderfest in Gohlis Mitte

Gohlis Forum – Ausgabe 3 für 2023 erschienen

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie halten die mittlerweile 3. Ausgabe unserer Stadtteilzeitschrift unter Führung des neuen Redaktionsteams in der Hand. Auch dieses Mal sind eine Vielzahl spannender Beiträge über die Arbeit des Vereins aber auch das Neuste aus Gohlis enthalten. Besonders möchte ich auf das 2. Kinderfest auf dem Budde-Platz hinweisen. Am 10. Juni wird es ein buntes Treiben mit vielen Angeboten für Klein und Groß geben. Wir freuen uns, als Bürgerverein Teil dieser Gemeinschaftsaktion zu sein. Auch wieder mit dabei: Erikas Eisdiele, das Restaurant De la Noix, der Wegen uns e.V., Franz und Frieda uvm.

Das im Stadtteil in den letzten beiden Monaten viel los war, belegen die Rückblicke zum Tag der offenen Tür im Schillerhaus, zum Frühjahrsputz mit CleanUp Leipzig und der Podiumsveranstaltung der Initiative Weltoffenes Gohlis im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Aber weitere Veranstaltungen kündigen sich an! Neben dem erwähnten Kinderfest steht mit dem Stadtteilrundgang in der Krochsiedlung und dem anschließendem KIEZgrillen eines unserer Hauptevents in diesem Jahr an. Dazu haben wir gleich mal ein Interview mit Dr. Seidel, langjähriger Bewohner der Krochsiedlung und ehemaliger Vorsitzenden des Bürgerverein Krochsiedlung geführt. Aber auch die Lesung mit dem SOKO-Leipzig Kommissar Johannes Hendrik Langner im Schillerhaus verspicht Spannendes. Weiterhin wird eine neue Reihe wird in dieser Ausgabe gestartet: Straßennamen in Gohlis. Wer also schon immer mal wissen wollte, was der historische Hintergrund der Straße ist, in welcher man wohnt, wird hier fündig werden. Diese Reihe geht übrigens auf unser Gohliser Historisches Heft „Straßennamen in Gohlis“ zurück. Anlässlich der Eröffnung des sanierten Gohliser Angers haben die Arbeitsgemeinschaften Umwelt und Klima, Verkehr und Mobilität sowie Stadtteilgeschichte ein Positionspapier zur Zukunft des Straßenraums rund um den Gohliser Anger formuliert. Auch dies ist in der aktuellen Ausgabe zu finden.

Darüber hinaus gibt es aber auch wieder Berichte zum Baugeschehen oder aus dem Geschäftsleben uvm..

Ansonsten bleibt mir nur noch viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe zu wünschen!

Ulrich Schwabe, E-Geigenbauer im Kunsttanker

Kunsttanker Künstler – Zu Besuch bei Instrumentenbauer Ulrich Schwabe

von Peter Petzka

Ulrich Schwabe ist ein Violinist und Instrumentenbauer mit 30-jähriger Erfahrung als Musiker und Geigenbauer. Er spielte in klassischen Orchestern wie in Rock- und Folkbands.

Aber, Geigenbau in Leipzig? Bisher dachte ich, dass Geigenbau hauptsächlich im Vogtland in Markneukirchen und Umgebung zu Hause ist. Doch in Leipzig werden schon seit langer Zeit Geigen gebaut. Es gab und gibt sehr viele Orchester in Leipzig, die in der Orchesterpause im Sommer ihre Instrumente einem Service unterziehen müssen.

Bei der traditionellen Violine wurde ein Mikrofon oder Tonabnehmer an das Instrument angesetzt, um die nötige Lautstärke zu erzeugen. Dadurch kam es zu unerwünschten Rückkopplungen im Klang. Das Gleiche Problem gab es bei Gitarren. Deshalb wurden E-Gitarren entwickelt.

Im Alter von 16 Jahren spielte Ulrich Schwabe in einer Band und brauchte unbedingt eine E-Geige. 1989 ging er nach England und entwickelte dort seit 1991 die E-Geige.

Fidelius ist eine von Violinist und Instrumentenbauer Ulrich Schwabe individuell designte und produzierte E-Geige mit bis zu 8 Saiten. Violinen und Celli werden individuell per Handarbeit in seiner Werkstatt im Kunsttanker gefertigt.

Die E-Geigen sind in der Regel aus Pappelholz. Es ist sehr leicht und wird mit amerikanischem Walnussholz laminiert. Die Laminierung sorgt für eine hohe Stabilität des Instruments und reduziert das Gewicht.
Diese E-Geigen werden daher gern von Jazz- und Rock- oder klassischen Musikern gekauft und gespielt. Der Vorteil einer E-Geige ist, dass man sie auch akustisch spielen kann, sie ist sehr leise. Dadurch stört man beim Üben die Nachbarn nicht. Sei es im eigenen zu Hause oder im Hotel.

Ulrich Schwabe ist als E-Geigenbauer in Leipzig und Umgebung einzigartig. Sehr viele E-Geigenbauer gibt es in England. Dort sind E-Geigen seit langem viel verbreiteter als in Deutschland. Dennoch sind seine E-Geigen in der gesamten Welt bekannt und gefragt.

Schauen Sie rein, bei einer der nächsten Veranstaltungen im Kunsttanker. Dort können Sie Ulrich Schwabe und seine E-Geigen live erleben. https://www.fideliuselectricviolins.com