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Schlagwort: Baugeschehen

Sanierung in der Etkar-Andre-Straße

Gohliser Baugeschehen: Fertige und geplante Baustellen

In dieser Ausgabe gibt es einen Blick auf einige Gebäude in Gohlis, die schon einmal als angefangene Baustellen erwähnt worden waren und auf Baustellen, mit denen in diesem Jahr noch zu rechnen ist.

Weiterhin hohe Aktivität in Gohlis Mitte – Fertigstellung zweier Baustellen

Wir beginnen in Gohlis-Mitte. Wir hatten über das Projekt „Etkar“ (Etkar-André-Straße 37) schon mehrfach berichtet. Vor 2 Jahren war dort die tiefste Gohliser Baugrube. Inzwischen sind die Eigentumswohnungen weitestgehend bewohnt, das Foto zeigt den Blick von der Gottschallstraße aus.

Ebenfalls in Gohlis-Mitte erwähnten wir vor zwei Jahren einen ehemaligen Kindergarten in der Eduard-von-Hartmann-Straße. Dessen Grundstück war in Erbbaupacht zu vergeben. Mittlerweile wurden die Bauherren dafür nicht nur ausgewählt, sondern auch tätig: inzwischen erstrahlt das Doppelhaus runderneuert, mit Dämmung und in frischen neuen Farben. Vermutlich wird es noch in diesem Jahr bezogen.
In Gohlis-Süd hat inzwischen die Magdeburger Straße 1 bis 3 ihre vorgesehene Bauhöhe erreicht und schließt eine jahrzehntealte Lücke. Das Foto entstand kurz vor dem Jahreswechsel auf der Baustelle in Gohlis.

Bevölkerungsentwicklung in Gohlis

Insgesamt ist aber zu beobachten, dass weniger neue Bauprojekte begonnen werden. Dies kann vorwiegend mit gestiegenen Zinsen und Preisen erklärt werden. Die Zahl der Gohliser Einwohner war 2023 trotzdem noch einmal leicht angestiegen. Sie lag zum Jahresende 2023 bei 47.097 (ein Jahr zuvor: 47.058). Der stärkste relative Zuwachs (+0,74%) fand dabei in Gohlis-Nord statt. Dort leben jetzt 10.328 Einwohner. Gohlis-Süd hatte dagegen mit 18.931 Einwohnern zum Jahresende eine leicht rückläufige Einwohnerzahl, war aber immer noch der bevölkerungsreichste Gohliser Ortsteil. Zur Entwicklung der Kaltmieten hat die Stadt Leipzig nur Daten bis 2021 veröffentlicht. In den Vermietungsportalen ist aber seit letztem Jahr wieder ein deutlicher Aufwärtstrend sichtbar.

Zwei weitere Baustellen in Gohlis

Es gibt aber nicht nur den Wohnungsbau. So möchte ich zwei Bauprojekte erwähnen, für die die Baugenehmigung an Religionsgemeinschaften erteilt wurde: Auf dem Grundstück der Ahmadiyya-Gemeinde in der Georg-Schumann-Straße 27 wurden ja bereits im Februar 2023 die Bäume gefällt. Warum wurde dann mit der Baustelle nicht gleich begonnen? Auf Anfrage teilte die Gemeinde mit, dass ein Nachbar gegen die Stadt geklagt habe, weil diese die Baugenehmigung erteilt hatte. Da die Baugenehmigung aber bisher weiter gilt, kann wohl doch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Eine weitere Baugenehmigung gab es für die katholische Pfarrei St.-Georg am Platz des 20. Juli 1944. Was hier direkt neben dem Kirchgebäude geplant ist, soll in der nächsten Ausgabe berichtet werden.

Sanierung der Wiederitzscher Brücke und Landsberger Straße

Zum Abschluss noch etwas vom Tiefbau: Die Breitenfelder Straße wird in diesem Jahr wohl mehr Schleich- und Umleitungsverkehr aufnehmen müssen als in anderen Jahren: Seit 12.02.2024 ist die Brücke der Wiederitzscher Straße über die S-Bahn-Gleise für Kraftfahrzeuge gesperrt, weil diese abgerissen und bis Ende 2025 neu gebaut wird. Nur für den Fußverkehr gibt es einen Steg über die Schienen. Parallel dazu läuft das Bauvorhaben in der Landsberger Straße an, über das ein eigener Artikel in diesem Heft berichtet.

Autor: Matthias Reichmuth

 

Möckernsche Ecke Wiederitzscher Straße (Foto Matthias Reichmuth)

Gohliser Baugeschehen – Bevölkerungsprognose bis 2040

von Matthias Reichmuth

Das Amt für Statistik und Wahlen hat in diesem Jahr eine neue Bevölkerungsvorausschätzung für Leipzig und alle seine Ortsteile in drei Varianten veröffentlicht. Damit liegen jetzt auch Schätzungen vor, wie sich die Einwohnerzahl von Gohlis von 2022 bis 2040 entwickeln könnte. Konkret wird für diesen Zeitraum für Leipzig insgesamt ein Zuwachs um 6,6 % auf ca. 664.000 Einwohner erwartet, darin enthalten ist ein Zuwachs für Gohlis um 8,8 % auf mehr als 51.000 Einwohner. Wir haben dazu den Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, Herrn Dr. Christian Schmitt, befragt.

Herr Dr. Schmitt, Ihr Autorenteam hat ja für die Prognose zahlreiche Faktoren berücksichtigt, darunter die Altersstruktur in den Ortsteilen und daraus die Erwartung von Geburten und Sterbefällen, also die natürliche Bevölkerungsentwicklung. Dazu kommen dann die möglichen Zu- und Wegzüge, wo es wegen der größeren Unsicherheiten drei Varianten gibt. Ist es richtig, dass für die erwarteten Wanderungsbewegungen in den Ortsteilen die Frage wesentlich ist, wo noch wie viel Wohnraum gebaut werden könnte?

Antwort: Wir gehen davon aus, dass der zu erwartende Neubau von Wohnungen entscheidende Weichen für die zukünftige Einwohnerentwicklung stellt. Wenn die Stadt wie prognostiziert weiterwächst, werden die Ortsteile, in denen wir künftig ein Mehr an Wohnraum erwarten, einen relevanten Teil des Einwohnerwachstums anziehen. In der städtischen Prognose werden diese zusätzlich entstehenden Wohnkapazitäten in erster Linie durch Zu- und Umzüge gefüllt, bevor eine weitere Verdichtung von bestehendem Wohnraum erfolgt. Während wir uns bei anderen Annahmen an der Bevölkerungsstruktur der Stadt orientieren, ist die Neubautätigkeit die wichtigste vorausschauende Komponente der Bevölkerungsvorausschätzung.

Gohlis ist ja ein recht dicht bebauter Stadtteil, besonders Gohlis-Mitte zählt zu den am dichtesten bewohnten Ortsteilen Leipzigs. Nun ist die Einwohnerzahl in Gohlis in den zurückliegenden 18 Jahren von 2004 bis 2022 ja bereits um 34 % auf rund 47.000 Einwohner angestiegen, wobei ja viel Zuzug auf nach langer Leerstandszeit sanierte Gebäude und auch in neue Wohngebiete wie etwa das Quartier Siebengrün und die Kaisergärten erfolgt ist. Wenn in den nächsten 18 Jahren noch einmal knapp 9 % dazu kommen sollen, liegt dieser Zuwachs höher als im Leipziger Mittel. Wie kommt es dazu und haben Sie dafür bestimmte Neubauprojekte berücksichtigt?

Antwort: In der Prognose berücksichtigen wir zwei Arten von Neubau: Größere Projekte, die aus mindestens 100 Wohnungen bestehen, z.B. im Rahmen von Einzelprojekten, aber auch in Gebieten mit Bebauungsplänen, berücksichtigen wir direkt. Daneben betrachten wir in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt, welche weiteren Potenziale für Wohnungsneubau im Ortsteil existieren, etwa in Form von Lückenschlüssen, Bebauung von brachliegenden Flächen oder durch Umbau oder Erweiterung im Bestand. Ob, wann und in welchem Ausmaß diese Potentiale genutzt werden, hängt natürlich von zahlreichen individuellen Faktoren ab. Deshalb gehen wir auch nur von einer teilweisen Bebauung, vorrangig gegen Ende der 2020er und bis Mitte der 2030er Jahre aus.

In Gohlis-Nord soll ja noch an der Bremer Straße ein größeres Gebiet erschlossen werden, zudem bestehen noch größere Lücken etwa im Bereich der Witzlebenstraße. In Gohlis-Mitte wird sicherlich der Kleisthof mit seinen 132 Wohnungen noch zu Buche schlagen, aber in Gohlis-Süd sind uns kaum noch anstehende größere Bauprojekte bekannt. Wie kommt es, dass trotzdem für Gohlis-Süd mit fast 15 % der stärkste Zuwachs prognostiziert wird, während in Gohlis-Nord 2040 in der Hauptvariante weniger Einwohner als 2022 leben werden?

Antwort: Das stimmt, in Gohlis-Nord haben wir mit dem Gebiet „Stadtquartier östlich der Bremer Straße“ ein Gebiet mit signifikantem Einfluss auf die künftige Einwohnerentwicklung im Ortsteil. Im dicht bebauten Gohlis-Mitte ist der Großteil der von uns identifizierten Neubaupotentiale bereits in den vergangenen Jahren realisiert worden, anders als in Gohlis-Süd, wo wir noch relevante Potentiale für kleinere Bauprojekte und vergleichsweise geringe Bautätigkeit in den vergangenen Jahren sehen. Hauptgrund für den erwarteten Einwohnerrückgang in Gohlis-Nord ist aber tatsächlich die Altersstruktur im Ortsteil: Das Durchschnittsalter der Einwohner/-innen in Gohlis-Nord liegt zwischen 2 und 3 Jahren höher als in den beiden anderen Gohliser Ortsteilen. Deshalb sehen wir in Gohlis-Nord in den kommenden Jahren schrumpfende Haushalte, wenn etwa Kinder den Elternhaushalt verlassen oder – im höheren Alter – Partner versterben. Der neu entstehende Wohnraum, den nach unserer Prognose vor allem jüngere Menschen beziehen werden, wird diesen Effekt abschwächen, aber nicht umkehren. In Gohlis-Mitte und -Süd, wo wir heute mehr junge Familien sehen, wird das heute relativ niedrige Durchschnittsalter bis 2040 dagegen ansteigen, während sich Gohlis-Nord durch den Neubaubezug leicht verjüngen wird.

In Wohnungen, aus denen erwachsen gewordene Kinder ausziehen, nimmt die Wohnfläche pro Einwohner ja in der Regel ab, während Einfamilienhäuser, die von älteren Ehepaaren an junge Familien verkauft werden, zum umgekehrten Effekt führen. Schätzen Sie, dass die Wohnflächen in Gohlis 2040 dichter bevölkert sein werden als heute, oder eher, dass pro Einwohner mehr Platz da sein wird, weil der Zuwachs an Quadratmetern noch größer als der an Einwohnern sein wird?

Antwort: Diese Frage ist schwer zu beantworten und hängt natürlich in hohem Maße davon ab, welche Wohnungen konkret wo entstehen. In der Bevölkerungsvorausschätzung betrachten wir die Wohnfläche überhaupt nicht und gehen davon aus, dass heute von einer Person „belegter“ Wohnraum künftig auch anderen Personen zur Verfügung stehen wird. Im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage beobachten wir aber, dass die pro Kopf zur Verfügung stehende Wohnfläche in Leipzig über das vergangene Jahrzehnt leicht angestiegen ist.

Wiederitzscher Brücke @Matthias Reichmuth

Gohliser Baugeschehen: Bilder von neuen Perspektiven

von Matthias Reichmuth

In den Sommermonaten hat sich Gohlis an einigen Stellen weiter verändert, besonders dort, wo Neubauten mit ihrer Kulisse das Straßenbild verändert haben.

Architektonisch interessant ist beispielsweise der neue Baukomplex in der Benedixstraße 9-11 ausgefallen, der sowohl eine Kindertagesstätte als auch Wohnungen umfasst. Neben der auf dem Foto erkennbaren Fassadenbegrünung im Erdgeschoss folgt auf der Innenseite des L-förmigen Gebäudes noch eine weitere über drei Etagen, und auch sonst ist die Fassade nicht eintönig geworden.
Rasch emporgewachsen ist das Eckhaus an der Möckernschen Ecke Wiederitzscher Straße, das für die Blicke aus verschiedenen Richtungen die Horizontlinie verändert hat. Im Juli wurden gerade die Fenster eingesetzt, nachdem der Baukran im Juni abgezogen war.

An der Magdeburger Straße 1-3 war man im gleichen Zeitraum gerade nur bis zum Erdgeschoss gekommen, hier bringen wir ein Bild, wenn es mehr zu sehen gibt.
Sehr verändert hat sich die Schlotterbeckstraße, nachdem in der kurzen Sackgasse in Gohlis-Mitte insgesamt 4 Wohngebäude entstanden, die Mehrfamilienhäuser Nr. 6 und Nr. 2 (links im Bild) sowie die Einfamilienhäuser Nr. 5 und 7 (rechts im Bild), die mittlerweile bewohnt sind, früher waren dort größere Gartenflächen.

An anderer Stelle bringt die Sanierung als Bausubstanz wieder zum Glänzen: Am „Kleisthof“ (wir berichteten im Märzheft über das Projekt) sind an der Ecke zur Coppistraße die ersten Gerüste gefallen, während auf der Innenseite des Carrés noch länger gearbeitet wird.

Auch die Sanierung der Gohliser Straße 32 (Ecke Fritz-Seger-Straße) macht erkennbare Fortschritte. Das Dach wurde komplett abgetragen und neu gebaut und hat dabei neue Aufbauten und große Fenster erhalten – obwohl das alte Dach erst vor gut 10 Jahren ohne Fenster neu gedeckt worden war, um die alte Bausubstanz vor Regen zu schützen. Angesichts des Verkehrslärms und der verwinkelten Bauform werden aber die Dachwohnungen nun sicher die attraktivsten werden.

Zum Abschluss noch ein Blick unter die seit rund einem Jahr gesperrte S-Bahn-Unterführung in der Wiederitzscher Straße: Wie zu sehen ist, wurde die Fahrbahn jetzt so vertieft, dass zukünftig auch Baufahrzeuge hindurch passen, lediglich der Fußweg hat sein Niveau behalten.

Baufortschritt in der Etkar-Andre-Straße

Gohliser Baugeschehen: Neue Wohnungen in Sicht

von Matthias Reichmuth

Gohlis hat sich in den letzten 12 Jahren deutlich verdichtet, denn die Einwohnerzahl ist um fast 22 % gestiegen, während die Siedlungsfläche kaum zugenommen hat. Das verdeutlicht diese tabellarische Übersicht zur Zahl der Einwohner, die das Leipziger Amt für Statistik und Wahlen jeweils zum Jahresende der betreffenden Jahre mit Hauptwohnsitz in Gohlis erfasst hatte:

Ortsteil 2010 2015 2020 2021 2022 Ew. je km² 2022
Gohlis-Süd 16.185 17.963 18.770 18.750 19.058 9.577
Gohlis-Mitte 14.240 15.937 17.393 17.543 17.748 13.758
Gohlis-Nord 8.167 8.703 9.761 10.128 10.252 5.025
ganz Gohlis 38.592 42.603 45.924 46.421 47.058 8.845

Die Einwohnerdichte je Quadratkilometer war jeweils in Gohlis-Mitte am höchsten, was auch daran liegt, dass zu Gohlis-Nord und zu Gohlis-Süd mehr Kleingartenanlagen und Grünflächen zählen.

Im Jahr 2022 ist die Einwohnerzahl fast nur im ersten Halbjahr gestiegen, was direkt mit dem Zustrom von Geflüchteten aus der Ukraine erklärt werden kann, die teils von Menschen aufgenommen wurden, die Ihre Wohn- oder Gästezimmer dafür bereitgestellt haben, denn die Wohnfläche konnte in diesem kurzen Zeitraum nicht im gleichen Maß steigen. So konnte auch mit weniger Beton etwas zur Verminderung der Wohnungsknappheit beigetragen werden.

Aber auch ohne das Zusammenrücken können in Gohlis-Mitte bald noch mehr Menschen wohnen, denn einige Bauprojekte sind in vollem Gang:

Das derzeit größte laufende Bauprojekt in Gohlis ist ein Sanierungsvorhaben der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG (VLW): Zwischen Coppistraße, Kleiststraße, Dinterstraße und Lützowstraße ist es mit dem „Kleisthof“ fast ein gesamter Baublock mit insgesamt 132 Wohnungen, der seit etwas über einem Jahr saniert wird. Zunächst wurden die Dächer längs der Coppistraße und längs der Kleiststraße saniert, darunter wurde innen viel entkernt, um modernere Grundrisse für alle Zielgruppen zu schaffen. Im Innenhof entstanden inzwischen 97 Tiefgaragenstellplätze für rund 5 Millionen Euro, die Einfahrt ist von der Dinterstraße aus schon klar zu erkennen. Einer der Bäume im Innenhof wurde verschont, während der restliche grüne Innenhof für den Tiefgaragenbau gerodet wurde, über der Tiefgarage soll jedoch eine 60 bis 80 cm dicke Bodenschicht für die Zukunft eine neue Begrünung ermöglichen. Wer sich zum Bauprojekt näher informieren will, findet in größeren Abständen auch die Berichte der Bauherren unter https://vlw-eg.de/baublog oder in der Mitgliederzeitschrift „Umschau“, die auch als PDF auf der VLW-Internetseite zu finden ist. Erste Wohnungen sollen bis September 2023 bezugsfertig sein, bis Weihnachten 2024 dann alle. Schon über 200 Reservierungswünsche liegen vor, auch wenn den Mietpreisen nicht unter 11,- Euro je Quadratmeter liegen werden, war in der der LVZ zu lesen.

Noch früher fertig wird „Etkar“, ein Neubauprojekt mit 27 Eigentumswohnungen und 14 Tiefgaragenstellplätzen mit Blick auf den namenlosen kleinen Platz, an dem die Gottschallstraße, Etkar-André-Straße, Rudi-Opitz-Straße und Michael-Kazmierczak-Straße aus vier Richtungen zusammentreffen. Anfang Februar waren 23 der Eigentumswohnungen vom Investor verkauft. Die übrigen standen noch für Preise zwischen 4.919 und 5.124 Euro je Quadratmeter zum Verkauf. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im zweiten Quartal dieses Jahres sein.

Auch in Gohlis-Süd gibt es bald wieder neuen Wohnraum, wenn auch etwas kleinteiliger: So wird das Eckhaus Gohliser Straße 32 (Ecke Fritz-Seger-Straße) nach Jahren des Leerstands endlich saniert. Schon vor Jahren mussten Gerüste die Passanten vor absturzgefährdeten Fassadenteilen schützen, lange hingen am Gerüst große Plakate über mehrere Etagen hinweg. Inzwischen wurde mit der Sanierung begonnen, das Dach wird komplett neu aufgebaut, im Innern wurde stark entkernt, da auch die bestehenden Geschossdecken nicht mehr zu retten waren. So gewinnt die Gohliser Straße an dieser markanten Stelle.

Wesentlich unauffälliger wäre eine andere Baustelle, hätte es nicht in den Wintermonaten auf der Eisenacher Straße einen Kran gegeben, der Umleitungen für den Autoverkehr mit sich brachte. Hinter den Hausnummern 56 bis 60 entsteht – innerhalb des Baublocks und daher von keiner Straße aus zu erkennen – ein Ensemble aus vier Einfamilienhäusern im Innenhof. An gleicher Stelle wurden zwischen 2015 und 2017 größere Flachbauten abgerissen (möglicherweise frühere Werkstätten). Die Rohbauten haben jeweils zwei Vollgeschosse und darüber eine etwas kleinere Etage mit Dachterrasse.

Es entstehen aber nicht nur Wohngebäude: Baumfällungen Ende Februar an der Georg-Schumann-Straße Ecke Bleichertstraße zeigen, dass bald ein langes geplantes Bauvorhaben beginnt: Die Leipziger Ahmadiyya-Gemeinde errichtet hier demnächst eine Moschee und damit den fünften Gohliser Sakralbau nach den vier Gohliser Kirchen verschiedener christlicher Konfessionen. Einen Architekturwettbewerb hatte es dazu bereits 2015 gegeben, auch die Finanzierung hatte die Gemeinde über Spenden bereits längere Zeit gesichert.

Neue Bäume wurden dagegen seit Jahresanfang längs der Cöthner Straße gepflanzt. Ähnlich wie in der Kasseler Straße wird der Straßenraum aus Sanierungsmitteln umgestaltet, der Abschnitt zwischen Mottelerstraße und Wiederitzscher Straße war im Februar als erster abgeschlossen.

Gohlis Forum – Ausgabe 1 für 2023 erschienen

Liebe Leser und Leserinnen,

die erste Ausgabe für das Kalenderjahr 2023 ist da. Erhältlich an den bekannten Auslagestellen in Gohlis oder in unserem Mitnahmekaste am Eingang des Budde-Hauses. Auch in den Monaten November und Dezember ist viel im Verein und im Viertel passiert. Gerade die Fortsetzung der Reihe „Advent in den Höfen und Gärten von Gohlis“ hat uns gefreut. In der Benedixstraße eröffnet der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe bald eine Komplex-Kita. Dazu gab es ein Interview mit dem Betriebsleiter Peter Böhme . Aber wir zeigen wieder in der Rubrik Baugeschehen, wo sich überall noch das Stadtbild von Gohlis ändert. Mit den Ergebnissen des Dialogverfahrens zum Bretschneider-Park und der Eröffnung der Ausstellung „30 Jahre Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ schließe wir zwei große Projekte des vergangenen Jahres ab. Mit einem kleinen Abschieds-Beitrag sagen Peter und Agnes Niemann Danke für die Arbeit als Redaktion. Die neue Redaktionsgruppe wird sich dann in den kommenden Ausgaben noch vorstellen.

Abschließend zeigt der Kulturkalender Januar und Februar, was alles im Viertel in den nächsten Wochen los ist.

Wiederitzscher Straße Baugrube

Gohliser Baugeschehen: Blick in die Baugruben

von Matthias Reichmuth

Das neue Jahr beginnt mit einem Blick in zwei Baugruben und auf zwei Straßenbaustellen.

Über das Eckgrundstück Magdeburger Straße 1-3 wurde bereits mehrfach berichtet: Nachdem Anfang 2021 noch vorgesehen war, das Gebäude 2022 fertig zu stellen, und seit etlichen Monaten Bauzäune den Gehweg versperren, ist in den letzten Monaten des Jahres 2022 immerhin eine Baugrube ausgehoben worden. Das von einem Gohliser Architekturbüro geplante integrative Mehrgenerationenhaus soll auch Gemeinschaftsräume und betreute Wohngruppen umfassen, die Fertigstellung ist nun für dieses Jahr beabsichtigt.

Ein Neubau entsteht jetzt auch an der Ecke Möckernsche/Wiederitzscher Straße, schräg gegenüber von der 2019 gebauten Kindertagesstätte. Das Grundstück war wohl seit dem letzten Krieg unbebaut, bis 2000 führte dort noch eine Straßenbahnstrecke um die Kurve, einige Jahre länger stand mitten auf dem Gelände noch ein Oberleitungsmast als Zeitzeuge. Fußgänger konnten über einen Trampelpfad diagonal abkürzen, und jahrelang lagen im Januar regelmäßig Christbäume dort, obwohl es kein offizieller Ablageplatz war. Nun wird auf dieser Ecke gebaut, die Bebauung wird dadurch jedoch nicht ganz geschlossen, denn ein Parkplatz an der Möckernschen Straße 24 zählt bereits zu einem anderen Grundstück, bei dem noch keine Bebauung in Sicht ist.

Es ist aber auch über Tiefbauten zu berichten, immerhin ist die Wiederitzscher Straße im Bereich der Bahnbrücken schon seit einigen Monaten gesperrt. Ziel ist hier die Erneuerung der Brücke über die südliche S-Bahn. Um mit den Baufahrzeugen von beiden Seiten an die Baustelle gelangen zu können, war entschieden worden, die Unterführung unter der S-Bahn nach Halle tieferzulegen – mit Blick auf den Aufwand und die entstehende Steigung für den Radverkehr war das umstritten (wir berichteten). Die ersten drei Bäume des Amselparks an der Straßenecke zur Ludwig-Beck-Straße wurden im Herbst 2022 gefällt, um Platz für die Tieferlegung der Fahrbahn zu machen. Damit wurde bis Jahresende 2022 begonnen, Straße und Fußwege waren einer Grube gewichen.

Ein weiteres Tiefbauvorhaben wird uns 2023 lange begleiten: Die Landsberger Straße in Gohlis-Mitte (zwischen Viertelsweg und Coppiplatz) wird grundsaniert und umgestaltet. Der Bürgerverein hatte sich in die Diskussion eingebracht, die Verkehrsführung wäre in einigen Punkten besser lösbar gewesen, die Straßensanierung war aber überfällig. Nun bekommen die Straßenbahngleise einen größeren Mittenabstand (für zukünftig breitere Straßenbahnen) und eine Lücke im Radverkehrsnetz wird (fast) geschlossen.

Es gibt aber auch eine Fertigstellung zu vermelden. Der erst vor wenigen Jahren an der Ecke Sasstraße/Georg-Schumann-Straße gebaute Rewe-Markt hat im Dezember nach erfolgtem Umbau wieder geöffnet. Weggefallen sind die beiden kleinen Ladeneinheiten mit eigenem Zugang an der Georg-Schumann-Straße, ein Handyladen hatte dort längere Zeit seine Niederlassung. Um diese Flächen hat sich jetzt die Verkaufsfläche im Innern vergrößert.

Gohliser Baugeschehen: Baustellen aus Gegenwart und Zukunft

von Matthias Reichmuth

Einige Baustellen, die in den letzten Beiträgen dieser Serie erwähnt wurden, haben zwischenzeitlich große Fortschritte gemacht und ihre Bauhöhen erreicht:

In der Blumenstraße 68 schließt der Neubau mit seinen großen Wohnungen nahtlos an seine beiden Nachbargebäude an. Das ist nicht ganz banal, denn in der Lützowstraße 30a ist das ein über 100 Jahre altes Gebäude mit Schrägdach und Erkern, während es in der Blumenstraße 66 um einen Bau aus den 1990er Jahren in eher postmoderner Architektur geht. Daher bekommt die Blumenstraße 68 entlang der Lützowstraße auch einen Abschnitt mit Schrägdach, das aber von den Etagen weiter südlich (einschl. Penthouse mit Flachdach) überragt wird.

In der Landsberger Straße 120-126 sind die ersten Mieter in die neuen LWB-Wohnungen eingezogen. Auch wenn das Gebäude schon zu Möckern zählt, wird die Kindertagesstätte „Zwergenland“ (hier im Bild) durch ihre Lage sicher auch bald für viele Eltern aus Gohlis-Nord zu einer Option, ihre Kinder wohnortnah betreuen zu lassen.

Für Gohlis-Mitte wächst eine neue Kita-Option dagegen gerade in der Benedixstraße 9-11 heran, als Teil eines massiven Baukomplexes, der auch mehrere behindertengerechte Wohnungen umfassen wird.
Ebenfalls im Rohbau sichtbar waren bei Redaktionsschluss das Mehrfamilienhaus „Etkar“ in der Etkar-André-Straße 37, das Zweifamilienhaus in der Oldenburger Straße 1 und der Neubau in der Schlotterbeckstraße 5. Zusammen mit dem Neubau in Nr. 2 (fertig) und Nr. 6 (Erdgeschoss fertig) haben die drei Baustellen zu einer starken Verwandlung der ehemals viel grüneren Schlotterbeckstraße geführt. Auch der Neubau in der Lüderstraße 10 ist mittlerweile bezogen, nichts erinnert mehr an den großen Kran, der monatelang zu einer Vollsperrung der Fahrbahn geführt hat. Und im Hinterhaus („Gartenhaus“) der Georg-Schumann-Straße 91 wurden die neuen Wohnungen Anfang September für eine Kaltmiete von mehr als 10,-€ je Quadratmeter angeboten.

Eher weniger Neuheiten gibt es zu beginnenden Baustellen, wenn man davon absieht, dass an der Möckernschen Straße Ecke Pölitzstraße ein halbes Jahr nach den Bäumen auch die Garagen verschwunden sind. Sicherlich wurden einige Vorhaben auch wegen steigender Baupreise und steigender Zinsen vorläufig auf Eis gelegt.

Langfristig ist aber noch ein größeres Baugebiet geplant, das auf der ehemals militärisch genutzten Brachfläche an der Bremer Straße gegenüber der Krochsiedlung entstehen soll. Manche Bereiche sind abgesperrt, teilweise dient das Gebiet heute aber auch der fußläufigen Naherholung. Im Frühjahr wurde nun der Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 433 „Stadtquartier östlich Bremer Straße“ bekannt. Vorgesehen sind eine weiterführende Schule (Gymnasium) nahe der nördlichen Bremer Straße, eine Kita, Mehrfamilienhäuser in der Nähe der Krochsiedlung, dann nach Osten hin erst Reihenhäuser und dann Einfamilienhäuser. Der Bürgerverein Gohlis hat dazu im Mai Stellung genommen und den Vorentwurf abgelehnt. Insbesondere die Nahverkehrsanbindung ist dort ungünstig, insbesondere, so lange es an der Bremer Straße keine Ampel über die vierspurige Max-Liebermann-Straße gibt, kommt niemand gut zur südlichen Bushaltestelle „Bremer Straße“. Wenn sich im neuen Quartier viele Beschäftigte ansiedeln, die in den Industrie- und Gewerbegebieten entlang der Autobahn arbeiten, wird das Quartier vermutlich nicht so „autoarm“, wie es im Vorentwurf beschrieben ist. Da der Parkdruck in der Krochsiedlung schon heute übergroß ist und der Garagenhof an der südlichen Bremer Straße demnächst geschlossen wird, ist dann eine Verschärfung des Problems geparkter Autos absehbar. Zudem rechnet der Bürgerverein dann insbesondere in der Bremer Straße wegen der fehlenden Ampel mit ernsthaften Problemen im Berufsverkehr. Im Bereich ganz im Nordosten (nördlich der Bundesnetzagentur), wo großzügig vorgesehene Einfamilienhausgrundstücke vorgesehen sind, plädiert der Bürgerverein dafür, gar nichts zu bauen, sondern die in den letzten 30 Jahren gewachsene Artenvielfalt zu erhalten (vgl. Foto). In diesem Sinne hatte sich auch der Naturschutzbund (NABU) geäußert, der eine Bebauung auf der gesamten Fläche mit dieser Begründung ablehnt. Wegen der absehbar notwendigen Schul- und Kita-Kapazitäten und der höheren Bebauungsdichte direkt an der Bremer Straße geht die Ablehnung des Bürgervereins nicht ganz so weit. Es ist aber zu hoffen, dass der endgültige Bebauungsplan das Gebiet verkleinert und durch ein Mobilitätskonzept für alle Verkehrsarten ergänzt wird.

Gohliser Baugeschehen – Auch Plätze ändern sich

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Plätze haben (nicht nur) in Gohlis wichtige Funktionen: Sie stellen oft Treffpunkte dar und bieten meistens auch durch Grünflächen einen Ausgleich zur engen Bebauung. Oft beginnen und enden Straßen an Plätzen, auch für die Orientierung sind sie dadurch wichtig.

Ein Platz, der seit Jahren in der Diskussion ist, ist etwa der Kirchplatz. Die Unterschriftenaktion des Bürgervereins für eine Neugestaltung aus dem Jahr 2015 und die damit verbundene Petition wurde vom Stadtrat weitgehend angenommen, eine Entscheidung dazu wurde in der Stadtverwaltung aber vertagt bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Hochbauten ringsum abgeschlossen sind. Nun ist es soweit: Auf beiden Seiten der Berggartenstraße stehen die Hochbauten, auch am Mehrfamilienhaus Berggartenstraße 2 sind nun die Gerüste gefallen. Von dort bis gegenüber der Friedenskirche erstreckt sich die trichterförmige Einmündung der Berggartenstraße, von der seit einigen Jahren eine Sperrfläche durch Baken abgetrennt ist. Dass dies nicht so bleiben soll, daran wird im September eine neue Initiative aus der Anwohnerschaft mit einem Straßenfest erinnern.

Bei einem anderen Platz war der Bürgerverein in den 1990er Jahren schon gut vorangekommen: Rund um den Coppiplatz wurden die Verkehrsströme damals neu geordnet, so dass der Autoverkehr nicht mehr von jeder der sieben Richtungen in jede andere durchfahren konnte. Trotzdem ist die Verkehrsfläche der Fahrbahnen und Haltestellen wesentlich größer als die Grünfläche, die den eigentlichen Kern darstellen soll. Der Fußgängerverkehr rund um diesen Kern wird nun erleichtert, indem die Fußwege verbreitert werden, so dass die Querung der Einfahrt in die Heinrich-Budde-Straße verkürzt wird – ein richtiger Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der Platzqualität.

Die Baustelle am Coppiplatz passt damit auch in die Reihe der Tiefbaumaßnahmen, die in der Kasseler Straße bereits abgeschlossen ist und in der Cöthner Straße und der nördlichen Mottelerstraße noch in diesem Jahr beginnen soll.

Während dort zusätzliche Jungbäume kommen, sind an der Ecke Möckernsche Straße/Pölitzstraße in diesem Winter sehr große alte Bäume gefällt worden: Die dahinter liegenden Garagenhöfe lagen bis dahin völlig versteckt inmitten einer grünen Oase. Manches spricht dafür, dass auch die Garagen abgerissen werden, um einer neuen Bebauung Platz zu machen, die es an dieser Stelle vor dem zweiten Weltkrieg schon gegeben haben muss.

Eine weitere Baulücke wird demnächst in der Max-Metzger-Straße geschlossen: Im Amtsblatt der Stadt Leipzig wurde vermeldet, dass für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück Max-Metzger-Straße 3 eine Baugenehmigung erteilt wurde. Auch Grundstücke mit direktem Blick auf die S-Bahn sind mittlerweile für Investoren attraktiv – wie sich ja auch in der Lindenthaler Straße gezeigt hat.

Ein Plätzchen am Schlösschen – Einweihung der neuen Sitzbänke nach historischem Vorbild

Die gesamte Anlage des Gohliser Schlösschens soll einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich sein und sich auch ganz bewusst über den Eingang von der Menckestraße dem Stadtteil Gohlis öffnen. Hier bietet der Vorplatz zum Gohliser Schlösschen einen nahezu idealen, geschützten und zugleich Ruhe versprechenden Raum für öffentliche Parkbänke. Derzeit gibt es nur eine im Schatten gelegene und oft feuchte Steinbank, die von den Gästen selten wahrgenommen und noch weniger genutzt wird.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftswerkstatt Makerspace Leipzig und mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch den Stadtbezirksbeirat Nord sowie der gemeinnützigen Betreibergesellschaft Gohliser
Schlösschen | Musenhof am Rosental sind zwei zusätzliche Sitzbänke entstanden, die links und rechts neben der zentralen Eingangstür des Hauptgebäudes aufgestellt werden. Die neuen äußerst ansprechenden Holzbänke werden den hohen Denkmalschutzauflagen, mit Rücksicht auf einen stimmigen Gesamteindruck und die überregionale Bedeutung des Gohliser Schlösschens gerecht.
Verantwortlich für die Bauausführung war Tischlermeister Tobias Lühmann, der mit Mitgliedern der gemeinnützigen Gemeinschaftswerkstatt Makerspace, Leipzig die Bänke in liebevoller Handarbeit gefertigt hat.

Die neuen, individuell angefertigten Sitzbänke wurden am Mittwoch, den 06.04.2022 um 10.00 Uhr präsentiert und der Öffentlichkeit übergeben. Neben den ProjektteilnehmerInnen, Förderern und UnterstützerInnen des Projektes haben die Vorschulkinder des Patenkindergartens vom Gohliser Schlösschen (KITA „Möckernsche Straße“) an der Einweihung teilgenommen. Gemeinsam wurden die Bänke an ihren Bestimmungsort getragen und zusätzlich ein paar Blumen angepflanzt, um zukünftig den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gästen den Aufenthalt am Gohliser Schlösschen angenehmer zu gestalten.

Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter 0341-58615846 oder auf Anfrage unter mail@gohliserschloesschen.de.