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Schlagwort: Baugeschehen

Möckernsche Ecke Wiederitzscher Straße (Foto Matthias Reichmuth)

Gohliser Baugeschehen – Bevölkerungsprognose bis 2040

von Matthias Reichmuth

Das Amt für Statistik und Wahlen hat in diesem Jahr eine neue Bevölkerungsvorausschätzung für Leipzig und alle seine Ortsteile in drei Varianten veröffentlicht. Damit liegen jetzt auch Schätzungen vor, wie sich die Einwohnerzahl von Gohlis von 2022 bis 2040 entwickeln könnte. Konkret wird für diesen Zeitraum für Leipzig insgesamt ein Zuwachs um 6,6 % auf ca. 664.000 Einwohner erwartet, darin enthalten ist ein Zuwachs für Gohlis um 8,8 % auf mehr als 51.000 Einwohner. Wir haben dazu den Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, Herrn Dr. Christian Schmitt, befragt.

Herr Dr. Schmitt, Ihr Autorenteam hat ja für die Prognose zahlreiche Faktoren berücksichtigt, darunter die Altersstruktur in den Ortsteilen und daraus die Erwartung von Geburten und Sterbefällen, also die natürliche Bevölkerungsentwicklung. Dazu kommen dann die möglichen Zu- und Wegzüge, wo es wegen der größeren Unsicherheiten drei Varianten gibt. Ist es richtig, dass für die erwarteten Wanderungsbewegungen in den Ortsteilen die Frage wesentlich ist, wo noch wie viel Wohnraum gebaut werden könnte?

Antwort: Wir gehen davon aus, dass der zu erwartende Neubau von Wohnungen entscheidende Weichen für die zukünftige Einwohnerentwicklung stellt. Wenn die Stadt wie prognostiziert weiterwächst, werden die Ortsteile, in denen wir künftig ein Mehr an Wohnraum erwarten, einen relevanten Teil des Einwohnerwachstums anziehen. In der städtischen Prognose werden diese zusätzlich entstehenden Wohnkapazitäten in erster Linie durch Zu- und Umzüge gefüllt, bevor eine weitere Verdichtung von bestehendem Wohnraum erfolgt. Während wir uns bei anderen Annahmen an der Bevölkerungsstruktur der Stadt orientieren, ist die Neubautätigkeit die wichtigste vorausschauende Komponente der Bevölkerungsvorausschätzung.

Gohlis ist ja ein recht dicht bebauter Stadtteil, besonders Gohlis-Mitte zählt zu den am dichtesten bewohnten Ortsteilen Leipzigs. Nun ist die Einwohnerzahl in Gohlis in den zurückliegenden 18 Jahren von 2004 bis 2022 ja bereits um 34 % auf rund 47.000 Einwohner angestiegen, wobei ja viel Zuzug auf nach langer Leerstandszeit sanierte Gebäude und auch in neue Wohngebiete wie etwa das Quartier Siebengrün und die Kaisergärten erfolgt ist. Wenn in den nächsten 18 Jahren noch einmal knapp 9 % dazu kommen sollen, liegt dieser Zuwachs höher als im Leipziger Mittel. Wie kommt es dazu und haben Sie dafür bestimmte Neubauprojekte berücksichtigt?

Antwort: In der Prognose berücksichtigen wir zwei Arten von Neubau: Größere Projekte, die aus mindestens 100 Wohnungen bestehen, z.B. im Rahmen von Einzelprojekten, aber auch in Gebieten mit Bebauungsplänen, berücksichtigen wir direkt. Daneben betrachten wir in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt, welche weiteren Potenziale für Wohnungsneubau im Ortsteil existieren, etwa in Form von Lückenschlüssen, Bebauung von brachliegenden Flächen oder durch Umbau oder Erweiterung im Bestand. Ob, wann und in welchem Ausmaß diese Potentiale genutzt werden, hängt natürlich von zahlreichen individuellen Faktoren ab. Deshalb gehen wir auch nur von einer teilweisen Bebauung, vorrangig gegen Ende der 2020er und bis Mitte der 2030er Jahre aus.

In Gohlis-Nord soll ja noch an der Bremer Straße ein größeres Gebiet erschlossen werden, zudem bestehen noch größere Lücken etwa im Bereich der Witzlebenstraße. In Gohlis-Mitte wird sicherlich der Kleisthof mit seinen 132 Wohnungen noch zu Buche schlagen, aber in Gohlis-Süd sind uns kaum noch anstehende größere Bauprojekte bekannt. Wie kommt es, dass trotzdem für Gohlis-Süd mit fast 15 % der stärkste Zuwachs prognostiziert wird, während in Gohlis-Nord 2040 in der Hauptvariante weniger Einwohner als 2022 leben werden?

Antwort: Das stimmt, in Gohlis-Nord haben wir mit dem Gebiet „Stadtquartier östlich der Bremer Straße“ ein Gebiet mit signifikantem Einfluss auf die künftige Einwohnerentwicklung im Ortsteil. Im dicht bebauten Gohlis-Mitte ist der Großteil der von uns identifizierten Neubaupotentiale bereits in den vergangenen Jahren realisiert worden, anders als in Gohlis-Süd, wo wir noch relevante Potentiale für kleinere Bauprojekte und vergleichsweise geringe Bautätigkeit in den vergangenen Jahren sehen. Hauptgrund für den erwarteten Einwohnerrückgang in Gohlis-Nord ist aber tatsächlich die Altersstruktur im Ortsteil: Das Durchschnittsalter der Einwohner/-innen in Gohlis-Nord liegt zwischen 2 und 3 Jahren höher als in den beiden anderen Gohliser Ortsteilen. Deshalb sehen wir in Gohlis-Nord in den kommenden Jahren schrumpfende Haushalte, wenn etwa Kinder den Elternhaushalt verlassen oder – im höheren Alter – Partner versterben. Der neu entstehende Wohnraum, den nach unserer Prognose vor allem jüngere Menschen beziehen werden, wird diesen Effekt abschwächen, aber nicht umkehren. In Gohlis-Mitte und -Süd, wo wir heute mehr junge Familien sehen, wird das heute relativ niedrige Durchschnittsalter bis 2040 dagegen ansteigen, während sich Gohlis-Nord durch den Neubaubezug leicht verjüngen wird.

In Wohnungen, aus denen erwachsen gewordene Kinder ausziehen, nimmt die Wohnfläche pro Einwohner ja in der Regel ab, während Einfamilienhäuser, die von älteren Ehepaaren an junge Familien verkauft werden, zum umgekehrten Effekt führen. Schätzen Sie, dass die Wohnflächen in Gohlis 2040 dichter bevölkert sein werden als heute, oder eher, dass pro Einwohner mehr Platz da sein wird, weil der Zuwachs an Quadratmetern noch größer als der an Einwohnern sein wird?

Antwort: Diese Frage ist schwer zu beantworten und hängt natürlich in hohem Maße davon ab, welche Wohnungen konkret wo entstehen. In der Bevölkerungsvorausschätzung betrachten wir die Wohnfläche überhaupt nicht und gehen davon aus, dass heute von einer Person „belegter“ Wohnraum künftig auch anderen Personen zur Verfügung stehen wird. Im Rahmen der Kommunalen Bürgerumfrage beobachten wir aber, dass die pro Kopf zur Verfügung stehende Wohnfläche in Leipzig über das vergangene Jahrzehnt leicht angestiegen ist.

Gohlis Forum – Ausgabe 1 für 2023 erschienen

Liebe Leser und Leserinnen,

die erste Ausgabe für das Kalenderjahr 2023 ist da. Erhältlich an den bekannten Auslagestellen in Gohlis oder in unserem Mitnahmekaste am Eingang des Budde-Hauses. Auch in den Monaten November und Dezember ist viel im Verein und im Viertel passiert. Gerade die Fortsetzung der Reihe „Advent in den Höfen und Gärten von Gohlis“ hat uns gefreut. In der Benedixstraße eröffnet der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe bald eine Komplex-Kita. Dazu gab es ein Interview mit dem Betriebsleiter Peter Böhme . Aber wir zeigen wieder in der Rubrik Baugeschehen, wo sich überall noch das Stadtbild von Gohlis ändert. Mit den Ergebnissen des Dialogverfahrens zum Bretschneider-Park und der Eröffnung der Ausstellung „30 Jahre Gohlis, 30 Jahre Bürgerverein“ schließe wir zwei große Projekte des vergangenen Jahres ab. Mit einem kleinen Abschieds-Beitrag sagen Peter und Agnes Niemann Danke für die Arbeit als Redaktion. Die neue Redaktionsgruppe wird sich dann in den kommenden Ausgaben noch vorstellen.

Abschließend zeigt der Kulturkalender Januar und Februar, was alles im Viertel in den nächsten Wochen los ist.

Ein Plätzchen am Schlösschen – Einweihung der neuen Sitzbänke nach historischem Vorbild

Die gesamte Anlage des Gohliser Schlösschens soll einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich sein und sich auch ganz bewusst über den Eingang von der Menckestraße dem Stadtteil Gohlis öffnen. Hier bietet der Vorplatz zum Gohliser Schlösschen einen nahezu idealen, geschützten und zugleich Ruhe versprechenden Raum für öffentliche Parkbänke. Derzeit gibt es nur eine im Schatten gelegene und oft feuchte Steinbank, die von den Gästen selten wahrgenommen und noch weniger genutzt wird.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftswerkstatt Makerspace Leipzig und mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch den Stadtbezirksbeirat Nord sowie der gemeinnützigen Betreibergesellschaft Gohliser
Schlösschen | Musenhof am Rosental sind zwei zusätzliche Sitzbänke entstanden, die links und rechts neben der zentralen Eingangstür des Hauptgebäudes aufgestellt werden. Die neuen äußerst ansprechenden Holzbänke werden den hohen Denkmalschutzauflagen, mit Rücksicht auf einen stimmigen Gesamteindruck und die überregionale Bedeutung des Gohliser Schlösschens gerecht.
Verantwortlich für die Bauausführung war Tischlermeister Tobias Lühmann, der mit Mitgliedern der gemeinnützigen Gemeinschaftswerkstatt Makerspace, Leipzig die Bänke in liebevoller Handarbeit gefertigt hat.

Die neuen, individuell angefertigten Sitzbänke wurden am Mittwoch, den 06.04.2022 um 10.00 Uhr präsentiert und der Öffentlichkeit übergeben. Neben den ProjektteilnehmerInnen, Förderern und UnterstützerInnen des Projektes haben die Vorschulkinder des Patenkindergartens vom Gohliser Schlösschen (KITA „Möckernsche Straße“) an der Einweihung teilgenommen. Gemeinsam wurden die Bänke an ihren Bestimmungsort getragen und zusätzlich ein paar Blumen angepflanzt, um zukünftig den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gästen den Aufenthalt am Gohliser Schlösschen angenehmer zu gestalten.

Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter 0341-58615846 oder auf Anfrage unter mail@gohliserschloesschen.de.

Gohlis Forum – Ausgabe 2 für 2022 erschienen

Frühling trotz allem

von Agnes Niemann

Nach einem gefühlt langen, trüben Winter ist vor ein paar Tagen der Frühling gekommen. Die Sonne scheint und das Leben verlagert sich wieder stärker ins Freie. Dennoch fällt es mir in diesen Tagen nicht leicht, einen Text für dieses Editorial zu schreiben. So viele frustrierende Nachrichten überschatten die Tage: Corona, immer noch. Ein viel zu trockenes erstes Quartal, schon wieder. Und nun auch noch ein neuer schrecklicher Krieg, so nah. Nicht nur geografisch nah, sondern auch, was die politisch-diplomatische Verantwortung unseres Landes betrifft. Nicht zuletzt die wirtschaftlichen Auswirkungen, die wir alle spüren. Manchem macht dabei freilich die Tankfüllung des SUV mehr Sorgen als anderen der Brotpreis.

So oder so: Es ist frustrierend, die Zeitung oder den Newsfeed zum Frühstück zu lesen. Und warum auch? Um mit schlechter Laune oder schlechtem Gewissen in den Tag zu starten? Lieber für eine spätere Pause aufheben; das geht dann auch schnell, denn bis dahin ist man ja durch die Kollegen oder den Nachbarn eh schon auf den neuesten Stand gebracht worden. Und doch ist es so, wie ich vor ein paar Tagen in einer recht poetischen Kolumne in der taz las: „Es wird immer Frühling. Immer.“ Noch dazu ist er schön, „so verlässlich schön, dass es schmerzt“. Ob Krieg ist oder nicht.

Einblick in das aktuelle Heft

Liebe Leserinnen und Leser,

wer sich mit den Entwicklungen im Stadtteil befasst, wird schnell merken, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit inzwischen meistens mitgedacht werden. Das ist natürlich relevant bei Bauprojekten und Sanierungen, wie der Neugestaltung des Gohliser Angers in der Menckestraße. Lesen Sie dazu den Bericht aus dem Stadtbezirksbeirat Nord in der Demokratieecke und das Baugeschehen.
Wenn Sie sich besonders für diese Themen interessieren und vor Ort selbst aktiv werden möchten, laden wir Sie herzlich zur Mitarbeit in unserer neu gegründeten AG Umwelt & Klima ein (umwelt@gohlis.info). Am 21. Mai können Sie die AG im Budde-Haus kennenlernen, wenn sie gemeinsam mit den Omas for Future deren Umwelt-Quiz vorstellt. Neben der AG Mobilität und Verkehr haben wir damit eine weitere Gruppe engagierter, kreativer Menschen, die unseren Stadtteil nachhaltig und lebenswert mitgestalten möchten.

Aus dem Geschäftsleben

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf ein besonderes Geschäft hinweisen: Seit November füllt Hennas Vegan Laden (Breitenfelder Straße 30) eine Lücke, denn hier werden vegane, überwiegend auch bio/fairtrade zertifizierte Produkte verkauft. Neben farbenfrohen Seifen, feinen Ölen von der ÖlMühle Leipzig und frischem Tofu von der Tofurei Leipzig sind hier auch ganz alltägliche und grundlegende Lebensmittel im Sortiment. Zudem gibt es ein wachsendes Angebot an unverpackten Waren. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie bringen eigene Behälter mit, diese werden vor Ort gewogen und das Gewicht nach dem Befüllen natürlich abgezogen. Dadurch lässt sich viel Verpackungsmüll einsparen.
Geöffnet: Mo-Mi 10-18 Uhr, Do-Fr 12-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr; Dienstag und Donnerstag frisches Brot von der Naturbackstube Connewitz.

Kontroverse Sanierungsmaßnahme: Tieferlegung der Wiederitzscher Straße im Bereich der Eisenbahnunterführung

von Tino Bucksch & Peter Niemann

Schon Ende Januar fand im Stadtbezirksbeirat Nord unter dem sperrig benannten Tagesordnungspunkt „Bau- und Finanzierungsbeschluss: Tieferlegung der Wiederitzscher Straße im Bereich der Eisenbahnunterführung DB-Strecke 6382“ eine kontroverse Diskussion zwischen Stadtverwaltung, Anwohner:innen und Stadtbezirksbeiräten statt.

Konsens war, dass die Straßenbrücke über die Bahnlinie am nördlichen Ende der Wiederitzscher Straße in einem so schlechten Zustand ist, dass diese erneuert werden muss. Kontrovers diskutiert wurde hingegen die im Zuge dieser Baumaßnahmen vorgesehene und als notwendig erachtete Tieferlegung der nur wenige Meter entfernten Bahnunterführung zwischen Hans-Oster-Straße und Wiederitzscher Straße. Das ganze Vorhaben würde nämlich über 2 Millionen Euro kosten und soll Bau- und Rettungsfahrzeugen zukünftig eine Durchfahrt ermöglichen. Schon lange vor der Sitzung führten die als sehr hoch empfundenen Kosten zu einer intensiven Korrespondenz zwischen dem zuständigen Verkehrs- und Tiefbauamt und den betroffenen Anwohner:innen im Jahr 2021. Auf der Beiratssitzung Ende Januar wurde dann vom zuständigen Sachbearbeiter ausführlich in die Hintergründe der geplanten Baumaßnahme eingeführt. Leider zeigte sich wieder einmal, dass die Stadt mit einer proaktiven Informationspolitik besser gefahren wäre und mögliche Skepsis hätte entkräften können. Neben den enormen Kosten der Baumaßnahme gab es zwei weitere Knackpunkte, die zu einer ablehnenden Haltung bei den Bürgerinnen und Bürgern führten:

Alternativoptionen zur Tieferlegung

Erst auf der Sitzung wurden den Anwesenden zwei Alternativen präsentiert, die aber aus Kostengründen bzw. Sicherheitsbedenken verworfen wurden. So wurde geprüft, ob der Gehweg entlang der Eisenbahnlinie zwischen Wiederitzscher Straße und Georg-Schumann-Straße, vorbei am Kleingartenverein Schreber-Hauschild e.V. für Baufahrzeuge ausgebaut werden sollte. Unabhängig von den geäußerten Sicherheitsbedenken der Deutschen Bahn und der Kosten wäre dies eine Möglichkeit gewesen, ein altes Projekt des Bürgervereins zum Ende zu führen: Den Radweg entlang des Bahnbogens Nord, welcher gerade zwischen Breitenfelder und Sasstraße rege und gerne von Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird. Hier hätte es eine proaktivere Informationspolitik der Stadt vielleicht vermocht, als ein Nebenprodukt der Baumaßnahmen den schmalen, kaputten Pfad entlang der Bahn in einen zeitgemäßen Rad- und Fußweg zu verwandeln.
Die zweite Alternative wäre der Neubau einer Baustraße durch die Kleingartenanlage. Da dies einen massiven Eingriff in die Gartenanlage und somit eine Einschränkung der Aufenthaltsqualität bedeuten würde, hatte hier das Amt für Stadtgrün und Gewässer sein Veto eingelegt.

Attraktivität für Durchgangsverkehr

Hier konnten Bedenken der Anwohner:innen mit den neuen Maßen des Straßenraumes aus dem Weg geräumt werden. So wird die künftige Durchfahrtshöhe der Bahnbrücke über die Wiederitzscher Straße auch nach der Tieferlegung die befürchteten 4 Meter nicht erreichen, sondern mit 3,7 Metern unattraktiv für LKW-Verkehr bleiben. Auch wird in diesem Bereich die Straßenbreite von bisher 5,5 Meter auf 5 Metern reduziert. Mit der geplanten Verbreiterung des Gehwegs von 1,8 Meter auf 2,5 Meter und dem Sicherheitsabstand entsprechend der StVO wird aufgrund der mangelnden Attraktivität auch hier mit keinem zusätzlichen Verkehrsaufkommen gerechnet. Auch der Ersatzneubau der Straßenbrücke über die Bahnlinie wird aufgrund einer reduzierten Breite ähnlich unattraktiv für den Durchgangsverkehr sein.
Schlussendlich führte der rege Austausch aber dazu, dass der Stadtbezirksbeirat der Maßnahme mehrheitlich zustimmte und auch die anwesenden Anwohner:innen ihre grundsätzlichen Bedenken ausgeräumt sahen.

Gohliser Baugeschehen – Eine große Straßenbaustelle und einige kleinere Häuser

von Matthias Reichmuth

Seit Ende Juni bestimmt eine Baustelle die öffentliche Diskussion in Gohlis: Die Sperrung der Gohliser Straße. Da die LVB die Sanierung ihrer Straßenbahngleise erst in einigen Jahren planen, hatte niemand damit gerechnet, dass Mitte 2021 rund um die Friedenskirche die nördliche Gohliser Straße für acht Monate gesperrt werden könnte – aber bei einem Regen- und Abwasserkanal unter der Gohliser Straße zeigte sich bei einer Routineprüfung ein sofortiger Reparaturbedarf, und damit nahm das unerwartete Geschehen seinen Lauf. Unser Bild zeigt, wo mit den Arbeiten begonnen wurde, nämlich an der Straßenbahnweiche der Einmündung zur Menckestraße. Die Parallelstraßen, v. a. die Richterstraße, die für die Umleitung des Radverkehrs vorgesehen ist, füllten sich schlagartig mit Autos, die in den engen Nebenstraßen versuchten, in beiden Richtungen aneinander vorbei zu kommen, anstatt die als Pkw-Umleitung ausgeschilderte Georg-Schumann-Straße zu nutzen. Kritisch ist dies v. a. für die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder, die zur Erich Kästner-Schule und den angrenzenden Kindergärten unterwegs sind.

Die neu entstehenden Häuser sind dagegen weniger spektakulär. Da sie meist in den Nebenstraßen liegen, fallen sie beim schnellen Durchqueren von Gohlis auch kaum auf, wir wollen aber genau dorthin unseren Blick lenken und berichten darüber von Gohlis-Nord bis Gohlis-Süd.

In der Oldenburger Straße, wo ein Einfamilienhaus mit steilerem Dach und größerem Garten verschwand, gab es inzwischen Richtfest für ein Zweifamilienhaus mit weniger steilem Dach und kleinerem Garten, durch den zudem die Einfahrt zu zwei Autostellplätzen im Untergeschoss führt.
In der Schlotterbeckstraße 2 sind inzwischen die Fundamente eines Hauses mit acht Eigentumswohnungen entstanden, es soll nicht das einzige Neubauprojekt bleiben, das den Charakter dieser bislang idyllischen Nebenstraße sehr verändern wird.

In Gohlis-Süd wird derzeit eine Baulücke in der Wolfner Straße gefüllt, d.h. gut sichtbar aus der vorbeifahrenden Straßenbahn. Anstelle eines Großkrans kommt kleineres Gerät zum Einsatz – anders als gleich um die Ecke in der Lüderstraße 10, wo ein Kran die ganze Fahrbahnbreite einnimmt, um das Wohnhaus zu bauen, das auf dem Gelände des abgerissenen Sanitärgroßhandels entsteht.

Für eines der derzeit noch nicht bebauten Grundstücke in Gohlis ist 2020 ein Konzeptverfahren eingeleitet worden: In der Gothaer Straße 42 (Ecke Lindenthaler Straße) vergibt die Stadt Leipzig das 580 m² große Grundstück an eine private Baugemeinschaft, die als Gruppe ein entsprechendes Wohnbaukonzept verwirklichen möchte. Angewandt wird dafür das Erbbaurecht zu einem marktgerecht verminderten Zinssatz. Zur Jurysitzung über die vorgelegten Konzepte wurde der Bürgerverein eingeladen, sie fand im Juli nach Redaktionsschluss dieses Heftes statt, wir werden dazu berichten. Für fünf andere Leipziger Grundstücke laufen parallele Verfahren.

Gohliser Baugeschehen – vom KiTa-Neubau bis zur Straßenbahnkurve

von Matthias Reichmuth

Die Zahl der Gohliser Einwohner ist weiter gewachsen, zuletzt besonders in Gohlis-Nord, wo u.a. die Neubauten an der Bremer Straße und an der Maria-Grollmuß-Straße in letzter Zeit schrittweise bezogen wurden. Für die letztgenannten Wohnungen, die preisgünstig in Fertigbauweise errichtet wurden, waren Mietpreise von 6,50 Euro je Quadratmeter angekündigt. Dies gilt jedoch nur für einen Teil der Wohnungen und setzt einen Wohnberechtigungsschein voraus. Die meisten Wohnungen, die z. T. noch im Internet angeboten werden, kosten 9,- €/m² Kaltmiete.

Die Baustellen, von denen heute die Rede ist, liegen weiter südlich.

In der Otto-Adam-Straße 11 baut die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG (VLW) 27 barrierefrei erreichbare Zweiraumwohnungen, in Heft 6/2020 war ausführlich über die Grundsteinlegung berichtet worden. Inzwischen hat das Haus seine endgültige Bauhöhe erreicht, und es zeigt sich, dass es sich deutlich besser an die Nachbargebäude anfügt als der Vorgängerbau aus dem Jahr 1974, den man im Internet noch bei den Aufnahmen von GoogleStreetView sehen kann.

Im Süden von Gohlis-Mitte kommt die nächste KiTa: Wie bereits im Gohlis-Forum vom September 2018 angekündigt, soll in der Benedixstraße 9-11, direkt angrenzend an den Skulpturengarten am Budde-Haus, eine integrative Komplex-Kindertagesstätte für 213 Kinder entstehen, Bauherr ist der städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe. Zudem sollen noch acht behindertengerechte Wohnungen auf dem Grundstück entstehen. Bereits im Februar wurde den Anwohnern der Beginn der achtwöchigen Abrissarbeiten angekündigt, die Baugenehmigung wurde jedoch erst am 16.04.2021 erteilt, so dass erst danach der Abriss begann. Da sich ein großer Teil des Grundstücks hinter den Gebäuden Benedixstraße 5 und 7 versteckt, sieht das Gelände, das früher einmal den Wasserwerken als Bauhof diente, von der Straße her viel kleiner aus als es ist.

In der Mottelerstraße 21 gab es lange Zeit eine Annahmestelle für Altpapier. Nach deren Schließung wurde das Gebäude umgebaut und hat nun große Fenster. Seit einigen Monaten tut sich nichts mehr, und es ist auch nicht klar erkennbar, ob es künftig zum Wohnen oder für andere Zwecke dienen soll.

Am Ende noch eine Meldung aus dem Tiefbau: Seit März fährt die Straßenbahnlinie 4 eine Umleitung – für Einwohner aus Gohlis-Nord, die zur Innenstadt möchten, ist die Umleitung über die Georg-Schumann-Straße sogar eine Abkürzung. Hintergrund ist das vollständige Auswechseln alter Gleise in der Stockstraße und in der Wolfener Straße. Unser Bild vom 1. Mai zeigt, dass die Gleise auf Schwellen verlegt wurden, bevor eine feste Decke die Straße auch wieder für Fahrzeuge mit Reifen befahrbar macht.

Kita-Alltag gemeinsam leben – in und mit der Natur

Start des Bauprojektes für neue Komplex-Kita „Naturwerkstatt“

Ab 15. März startet ein neues Bauprojekt in Gohlis, Benedixstraße 9-11. Als naturnahe Kindertagesstätte soll hier Ende 2022/Anfang 2023 eine neue Komplex-Kita des SEB (Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe) eröffnen. Zusätzlich wird in einem Gebäudeteil barrierefreier Wohnraum entstehen sowie eine Außenstelle der Frühförder- und Frühberatungsstelle mit logopädischer Praxis des SEB eingerichtet.
Für den SEB ist dies bereits die vierte Komplex-Kita im Stadtgebiet Leipzig. In diesen erleben Kinder mit und ohne Behinderung, unabhängig von körperlichen, geistigen und sozialen Voraussetzungen, den Kita-Alltag gemeinsam. So werden in der „Naturwerkstatt“ in Gohlis zukünftig 45 Krippen- und 144 Kindergartenkinder viel Platz zum gemeinsamen Entdecken, Spielen und Lernen finden. 25 Integrationsplätze für Kinder mit leichterer Behinderung sowie 24 heilpädagogische Plätze für Kinder mit erhöhtem Förder- und Betreuungsbedarf in heilpädagogischen Gruppen sind vorgesehen. Neben der aktiven Unterstützung des Inklusionsgedankens verfolgen alle SEB-Kitas (www.seb-leipzig.de/Kita-Hort ) einen eigenen thematischen Schwerpunkt. „Mit unserem Konzept „Zurück zur Natur – naturnahe Kita“ wollen wir Inklusion leben, die auf Naturraumpädagogik und einer Pädagogik der Vielfalt basiert. Wir möchten den Kindern von Beginn an wichtige Elemente der Umwelterziehung, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Bewegung und des Spiels im Freien vermitteln. Auch die Lehren von Kneipp werden eine wichtige Rolle bei uns spielen“ erklärt die zukünftige Kita-Leiterin Beatrix Zieglmeier.
Frau Zieglmeier ist bereits jetzt vor Ort aktiv, lernt den Stadtteil besser kennen, knüpft Kontakte und entwickelt mit Interessierten Ideen für zukünftige Nachbarschafts-Projekte. „Wir möchten uns aktiv in den Stadtteil einbringen, gemeinsame Projekte und Ideen umsetzen. Dazu stehen wir schon seit Planungsbeginn mit dem Bürgerverein Gohlis und dem Budde-Haus in engem Kontakt. Im Umfeld der Benedixstraße gibt es einige ansässige Einrichtungen, mit denen wir uns einen Kontakt sehr gut vorstellen können. So ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Kleingartenverein Schreber-Hausschild e.V. und dem Alloheim Senioren-Residenz „Gohlis“ geplant“ erzählt Frau Zieglmeier.

Ab 15. März beginnen die Abbrucharbeiten der alten Bestandsgebäude auf dem Grundstück. Diese Arbeiten sind für einen Zeitraum von ca. acht Wochen geplant. Der Baustart ist für September 2021 angesetzt. Sofern alles planmäßig verläuft, wird die Kita Ende 2022/Anfang 2023 in Betrieb gehen. Jeweils aktuelle Informationen zum Baugeschehen erhalten umliegende Anwohner rechtzeitig über Hausaushänge. Fragen zum Baugeschehen können an Bauprojektverantwortlichen Michael Reinhold (E-Mail: reinhold@seb-leipzig.de), Fragen zur Komplex-Kita an die zukünftige Leiterin Beatrix Zieglmeier (E-Mail: projekt-benedixstrasse@seb-leipzig.de) gerichtet werden.

Über den SEB Leipzig

Der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) wurde 1999 durch die Stadtverwaltung gegründet und beschäftigt derzeit über 600 Mitarbeiter*innen in Leipzig. Der SEB betreut Kinder und Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigungen im Rahmen von vielfältigen Angeboten. Das Leistungsspektrum umfasst eine Interdisziplinäre Frühförderstelle mit Logopädischer Praxis, die Beratungsstelle PRO Unterstützte Kommunikation, integrative und Komplexkindertagesstätten sowie heilpädagogische Horte, Wohnstätten im Bereich der Kinder und Jugendhilfe, aber auch für Menschen aller Altersgruppen mit Beeinträchtigungen und teilweise hohem medizinischen Pflegebedarf. Ein eigener ambulanter Pflegedienst übernimmt die medizinische Pflege der betreuten Personen. Ein psychosoziales Gemeindezentrum rundet das umfassende Angebot des SEB ab.
www.seb-leipzig.de

Gohliser Baugeschehen: Größte Gohliser Sanierung steht an

von Matthias Reichmuth

Zwischen Lützow-, Coppi- und Kleiststraße befindet sich derzeit das größte noch nicht sanierte Bauensemble in Gohlis, in dem nur noch ein kleiner Teil der 120 Drei- bis Fünfzimmerwohnungen aus den 1920er Jahren bewohnt ist. Damit die Fassade nicht auf die Straße bröckelt, hängen an zwei Seiten schon Netze vor der Fassade, die nur durch die wenigen Fenster unterbrochen werden, hinter denen noch gewohnt wird. Nun soll der Dornröschenschlaf ein Ende haben: Die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) nimmt im kommenden Sommer die Sanierung in Angriff und beginnt damit vermutlich das größte Gohliser Bausanierungsprojekt unter dem Namen „Kleisthof“. Durch Veränderung der Grundrisse soll die Zahl der Wohnungen auf 132 steigen (kleinere Wohnungen werden zusätzlich angeboten), im Innenhof soll eine Tiefgarage mit rund 100 Stellplätzen entstehen, die von der Dinterstraße aus erreichbar sein wird. Nach dem Bauordnungsrecht wäre die Tiefgarage nicht vorgeschrieben, aber eine entsprechende Nachfrage ist realistischerweise zu erwarten. Statt der großen Bäume im Innenhof sind dann jedoch erst einmal nur kleine Ersatzpflanzungen zu erwarten.

Manche Baustellen sind kaum zu bemerken, weil sie keine Straßenfront haben: So wird hinter der Georg-Schumann-Straße 93 gerade ein Hinterhaus umgebaut. Voll sichtbar ist die Baustelle nur vom Pflegewohnstift Gohlis oder vom Schulhof der aktiven Schule (Eisenacher Straße) aus. Ein Kran ist auch nicht im Einsatz, aber Gerüste und Baumaterial sprechen für eine aktive Baustelle.

Es wird aber nicht nur saniert in Gohlis, auch hochpreisige Neubauten sind im Entstehen: In der Fritz-Seger-Straße 10 wurde in der Baugrube für das neue Mehrfamilienhaus, von der wir im letzten Heft berichteten, inzwischen eine Tiefgarage gebaut. Die Einfahrt ist links, auf der rechten Seite ist der geschützte kaukasische Flügelnussbaum erhalten geblieben.

Zum Schluss ein Blick zum Tiefbau: Beim Spaziergang von Gohlis ins Rosenthal fiel seit Januar sicher einigen eine langgestreckte Baustelle am Rande des Leibnizwegs auf, an manchen Tagen und Stellen war der asphaltierte Weg wegen Baufahrzeugen auch ganz geperrt. Aufgegraben wurde hier, um neue Kabel zu verlegen, dem Vernehmen nach handelt es sich dabei um eine zweite Stromtrasse zum Stadion (RB-Arena).

Gohliser Baugeschehen: Von neuen Fassaden bis zum Rigolenlehrpfad

von Matthias Reichmuth

Das Jahr 2021 beginnt diesmal mit dem Blick auf neue Fassaden:
Mit der Gohliser Straße 38 wurde eines der letzten Häuser in diesem Bereich kernsaniert. Seit die Gerüste gefallen sind, sieht man der Fassade an, dass die oberen Stockwerke eher einen Neubau, die darunter eher eine Renovierung darstellen. Das Haus wurde jetzt auch um eine Etage höher als zuvor, womit es aber genau zur Nr. 40 passt. Auf der Hofseite wurden Balkone ergänzt und das zuvor verfallene Hinterhaus erneuert.
In neuen dezenten Farben leuchtet jetzt auch die Wustmannstraße. Hier hat die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eine Zeile des Architekten Fritz Riemann mit 7 Häusern und 46 Wohnungen behutsam saniert. zwischen Januar und Mai werden die Wohnungen bezugsfertig, die Vermietung zwischen 9,30 und 10,- Euro Miete je Quadratmeter hat schon 2020 im Internet begonnen.

Eine Nummer teurer wird das Wohnen (10,50 bis 12,50 Euro je m²) in den Neubauten an der Bremer Straße 6 bis 8a gegenüber der Krochsiedlung, die jetzt unter dem Namen „Kroch-Quartier“ angeboten werden. Dafür gehören dort Tiefgaragen-Stellplätze zur Grundausstattung, während in der Wustmannstraße der größere Teil des Hofes als Lebensraum für Kinder und Vögel dienen soll, die 15 Pkw-Stellplätze mit E-Ladesäulen gibt es für etwa jede dritte Wohnung. Für die meisten Wohnungsmieter wird das Leben daher sorgenfreier, wenn sie kein Auto haben oder ihres abschaffen möchten.
Die Magdeburger Straße 50 hat nun auch endlich ihr endgültiges Aussehen erreicht, nachdem die Baustelle schon seit Sommer 2019 für eine halbseitige Straßensperrung gesorgt hatte. Die sieben Eigentumswohnungen erhielten im Dezember 2020 zum Abschluss der Arbeiten noch eine ansprechende Einfriedung. Bis Ende 2013 war diese Straßenecke durch eine große Trauerweide geprägt.

Erkennbare Baufortschritte gibt es auch in der Berggartenstraße 2 (Ecke Schorlemmerstraße). Zur Weihnachtszeit waren die ersten beiden von fünf Vollgeschossen errichtet, die 10 Wohnungen sollen zwischen 550.000 und 710.000 Euro kosten und im Frühjahr 2022 bezugsfertig sein.
Eine große Baugrube gibt es inzwischen in der Fritz-Seger-Straße 10. Dort wurden immerhin zwei große Bäume vorn im Grundstück erhalten, einer davon zählt als Naturdenkmal.

Ende November 2020 waren pünktlich auch die Umbaumaßnahmen an der Kasseler Straße zu Ende gegangen. Der zuletzt fertig gestellte Straßenabschnitt präsentiert sich jetzt mit neuer Oberfläche und 10 frisch gepflanzten Straßenbäumen. Drei der Baumscheiben weichen vom gewohnten Erscheinungsbild etwas ab – warum, das erklären drei Schautafeln des „Informationspfads Baumrigolen“: Mit wissenschaftlicher Begleitforschung des Umweltforschungszentrums wird hier geprüft, welche Bauweise am besten geeignet ist, Sickerwasser zu halten, für die Bäume so lange wie möglich nutzbar zu machen und zugleich die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten. Es ist zu hoffen, dass die neuen Bäume so trotz des fortschreitenden Klimawandels noch ein langes Leben vor sich haben. Nach der Kasseler Straße werden durch Städtebaufördermittel in den nächsten Jahren voraussichtlich an der Mottelerstraße und an der Cöthner Straße noch Straßenumgestaltungen möglich.

Einige Bauprojekte werfen auch ihre Schatten voraus. So wurde an der Etkar-André-Straße 37 (Ecke Gottschallstraße) im abgelaufenen Jahr schrittweise ein von Büschen und Birken bewachsenes Grundstück gerodet. Seit Mitte Dezember werden für die nunmehr kahle Fläche Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern im geplanten Neubau zum Verkauf angeboten. Die Lage an einem der noch namenlosen Gohliser Plätze ist sicher attraktiv, die Preise sind entsprechend: Sie liegen bei ca. 4.500,- Euro je m² Wohnfläche.

Auch in planiertem Zustand warten auf den Baubeginn die Schlotterbeckstraße Nr. 2 (schon länger) und Nr. 6 (zuvor ein schöner Garten), das Eckgebäude Bremer Str. / Wangerooger Weg (ein ehemaliger Technikbau), und die Cöthner Straße 19 (und damit die letzte Baulücke in der Cöthner Straße). Die Blumenstraße 62/64, Magdeburger Straße 1-3 und die Fläche des abgerissenen Hauses Witzlebenstraße 23 ergänzen diese Reihe. Es wird also auch in Zukunft etwas zum Baugeschehen zu berichten geben.

Gohliser Baugeschehen – Vom Abriss bis zum Platzumbau

Von Matthias Reichmuth

Gohlis ist kein reines Wohngebiet. Es gibt auch Geschäfte, Gewerbe, Büros und damit etliche Arbeitsplätze. Allerdings war die Durchmischung früher größer als heute. Die Gewerbe- und Handwerksbetriebe zwischen den Wohnhäusern werden weniger. In der Lüderstraße 10 gab es vor zwei Jahren noch einen Sanitär-Fachgroßhandel, der inzwischen geschlossen wurde. Das Grundstück wurde verkauft – nach heutigem Baurecht wäre ein vergleichbares Unternehmen in dieser schmalen Anwohnerstraße aber nicht wieder genehmigungsfähig. Also wird das Grundstück zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit für Wohnzwecke genutzt. Der erste Schritt dafür war nun der Abriss der bisherigen Gebäude, seit August 2020 gibt es daher in der Lüderstraße eine große Baulücke.

Eine andere Baustelle ist vielleicht für manche Betrachter rätselhaft geblieben: Seit Monaten stehen an der Natonekstraße neben dem Kaufland Baufahrzeuge und -geräte, ohne dass bauliche Veränderungen sichtbar sind: Diese finden im Innern statt: Um für eine zukünftige gastronomische Nutzung noch ungenutzer Flächen im Einkaufszentrum die notwendigen Besucherparkplätze zu schaffen, werden in den darunterliegenden Gewölben der ehemaligen Brauerei Kellerflächen zu Parkplätzen umgebaut. Das dauert bei Bewahrung historischer Bausubstanz natürlich länger als bei einem Neubau auf freiem Feld.

Mitte August sind auch nach reichlich sieben Jahren die Gerüste an der Menckestraße 54 gefallen, die Fassade wurde endlich saniert. Kinder im Grundschulalter haben diese Stelle zu Lebzeiten noch nie ohne Gerüst gesehen – das ist uns ein Foto wert!

In Gohlis-Mitte wird auch an etlichen Stellen saniert: So erstrahlt die Fassade der Jägerstraße 2 (Ecke Landsberger Straße) inzwischen in neuem Glanz, auch an beiden Eckgebäuden der Stauffenbergstraße zur Roßlauer Straße stehen Gerüste, und der Platz des 20. Juli wird ebenfalls grundlegend neu gestaltet, das Bild zeigt den Baufortschritt vom 30. August.

In Gohlis-Nord gehen einige Bauprojekte ihrer Vollendung entgegen. An der Bremer Straße 6 bis 8b, gegenüber der Krochsiedlung, werden die neu entstandenen Wohnungen mit allen Komfortmerkmalen derzeit für bis zu 11 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter für einen Einzug ab 01.01.2021 angeboten. Auch die Modulbauten in der Maria-Grollmuß-Straße sehen nach baldigem Einzug aus.

Zum Abschluss lohnt sich noch ein Blick aus Gohlis heraus: Der Viertelsweg wurde in den letzten Jahren als „Fehmarner Straße“ nach Westen verlängert, wo nun eine Mischung aus sanierten Militärbauten (Heeresbäckerei) und Neubauten völlig neue stadträumliche Eindrücke mit sich gebracht hat. Die meisten Gebäude sind inzwischen bezogen und der Spielplatz, der sich in der Mitte über der Fläche einer Tiefgarage erstreckt, wird intensiv genutzt. Die Entwicklung der ehemaligen Kasernenflächen, die mit den Kaisergärten und im Quartier Siebengrün begann, setzt sich derzeit Schritt für Schritt immer weiter nach Westen fort. Dieses Gelände lohnt auch immer wieder einen Spaziergang.

Gohliser Baugeschehen – Von Stagnation bis Vollendung

Von Matthias Reichmuth

Etliche Baustellen haben in Gohlis gute Fortschritte gemacht, an anderer Stelle muss eher von Stagnation gesprochen werden – entweder weil sich der Baustart weiter verzögert oder weil der Schritt von „teilweise fertig“ zu „vollendet“ nicht gelingen will.

Fangen wir mit den Fortschritten an, die für alle sichtbar sind:

Nachdem in der Otto-Adam-Straße die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) zuletzt mehrere Gebäude des Architekten Fritz Riemann saniert hatte, wird mit den Hausnummern 11 und 13 nun das Carré durch einen Neubau komplettiert, die Vorgängerbauten aus der DDR-Zeit waren 2018 abgerissen worden.

Deutliche Fortschritte macht die Gohliser Straße 38, nach der weitgehenden Entkernung wird nun neu gemauert, auch um ein neues Dach vorzubereiten. Da im Grundstück zwischen Vorder- und Hinterhaus kein Platz für den Kran war, wurde dieser zwischen die Garagen des Garagenhofs am Kirchplatz platziert.

Andere Projekte werden bald fertig, wenn auch oft gebremst: Auch wenn die meisten Wohnungen schon bewohnt sind, waren doch die Bleichertwerke auch Ende Juni noch eine Baustelle. Von der Einfahrt in der Lützowstraße aus (gegenüber vom Buddehaus) sind interessante Einblicke auf die Sanierungen, Umbauten und Neubauten möglich. Zu den Neubauten zählt z. B. die neue Kindertagesstätte „Gohliser Höfe“ des Herbie e. V., die nun bald eröffnet werden dürfte.

Auch der Umbau der VLW-Häuserzeile in der Wustmannstraße macht eher langsame Fortschritte. Die erste fertige Fassade des Ensembles in der Krokerstraße 14a zeigt aber, wie schön dieser Bereich noch werden kann.

Zwei Dauerbaustellen stagnieren dagegen weiter: Im Schillerweg 12 steht seit langer Zeit eine fast fertige Villa und an der Menckestraße 52 steht seit Jahren ein Baugerüst, ohne dass bis Juni Baufortschritte erkennbar waren – nach Redaktionsschluss gingen dann die Bauarbeiten doch weiter. Die lange Bauzeit war und ist dadurch ein öffentliches Ärgernis, weil der Fußweg am stark befahrenen Abschnitt der Menckestraße dadurch stark eingeengt wird.

Fast fertig war bei Redaktionsschluss das neue Eckhaus Georg-Schumann-Straße 34 – es bildet einen interessanten architektronischen Akzent an der Magistrale, sowohl durch  seine Zweifarbigkeit als auch durch seine vom Bauklotz deutlich abweichende Form.

Auch in der Georg-Schumann-Straße 141, direkt an der Haltestelle „Wiederitzscher Straße“ sind die Gerüste gefallen: Damit sind in diesem Straßenabschnitt endlich alle Gebäude seit 1989 einmal saniert worden, die schönen Fassaden kommen jetzt alle wieder zur Geltung.

Fertig saniert wurde kürzlich in der Richterstraße 16 ein Gebäude, das rundum von Schulen und Kindergärten umgeben ist, die Stadtplaner sprechen hier von Zweitsanierung, da es nach 1989 schon einmal saniert worden war.

Abgeschlossen sind auch mehrere Straßenbauarbeiten in Gohlis-Süd, zum einen in der Möckernschen Straße zwischen Breitenfelder Str. und Menckestr. – die Anwohner des vom Schleichverkehr betroffenen Umfelds atmen auf – und zum anderen der Mittelabschnitt der Kasseler Straße. Hier sind auch die Kreuzungen mit der Wiederitzscher und der Mottelerstraße seit Juni wieder frei, fünf neue Baumscheiben warteten im Juni auf ihre Bepflanzung – und auch auf Baumpaten der Aktion „baumstarke Stadt“, in Gohlis-Süd gibt es sonst nicht viele Gelegenheiten, eine Baumpatenschaft zu übernehmen, wie im Portal „baumstarke Stadt“ der Stadt  Leipzig erkennbar ist.

Gohliser Baugeschehen – Bauen ohne Corona-Pause

von Matthias Reichmuth

Nachdem die Gohliser Baustellen im Winter keine Pause machen mussten (vgl. Heft 2/2020), ist dies nun auch für die Corona-Krise der Fall – so gibt es in jedem Gohlis-Forum wieder Neues zu berichten.

Fangen wir diesmal in Gohlis-Süd an: Zwischen Bioladen und „Major’s Pub“ wartet die Gohliser Straße 38 seit langem auf ihre Sanierung, 2018 wurde die Baugenehmigung erteilt. Inzwischen haben die Arbeiten begonnen, das Dach ist entfernt, das Haus ist entkernt und im Erdgeschoss wurde begonnen, zwei ehemalige Schaufenster zuzumauern.

Auch Neubauten gibt es in Gohlis-Süd, das größte Mehrfamilienhaus entsteht derzeit in der Lindenthaler Straße 48-50 kurz vor der S-Bahn, die Baugrube für die Tiefgarage hat inzwischen ihre volle Größe erreicht. Ein etwas kleineres Projekt wurde kürzlich in der Blumenstraße 64 begonnen. Für das Eckhaus in der Schorlemmerstraße 2 gab es zwar bauvorbereitende Maßnahmen, aber bis Redaktionsschluss noch keine Baugrube.
Weitere Neubauten warten nur noch auf ihre Ausführung, das betrifft z. B. die Fritz-Seger-Straße 10, gegenüber vom Michaelis-Kindergarten, wo 2019 die Baugenehmigung für ein frei stehendes Mehrfamilienhaus erteilt wurde. Dima-Immobilien will dort nun ab Herbst 2020 acht Wohnungen in vier Etagen errichten, darunter sieben Wohnungen mit mehr als 130 Quadratmetern. Einige Bäume bleiben dem Grundstück wohl erhalten, darunter das Naturdenkmal „Kaukasische Flügelnuss“, eine hierzulande seltene Baumart.

Umstritten war in Gohlis-Mitte die Planung für die Schlotterbeckstraße 2. Hier gab es nun im Februar 2020 die Baugenehmigung für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. Inzwischen ist die Fläche beräumt und wartet auf den Baubeginn. Auf dem übernächsten Grundstück, in der Schlotterbeckstraße 6 sollen dann 2021 fünf Wohneinheiten und Stellplätze entstehen, wo derzeit noch ein gemütlicher Kleingarten gedeiht.
In Gohlis-Nord sind inzwischen die ersten Gerüste an den Vonovia-Fertigbauten gefallen, die Hausnummern 2 bis 6 sind deutlich sichtbar am großen Baublock längs der Landsberger Straße angebracht, zählen aber zur Maria-Grollmuß-Straße, die Nummern 8 bis 12 in drei Blöcken folgen der Kurve derselben Straße.
Im Rohbau fertig und mit Fenstern versehen zeigt sich auch der Neubau der BBW-Kindertagesstätte in der Bremer Straße für 180 Kinder. Der Eingang liegt künftig auf der Nordseite, auf dem Bild ist noch der Zaun des Vorgängerbaus zu sehen, zu dem es auch hier von der Westseite aus einen Zugang gab.

Auf der anderen Seite der Bremer Straße machen die 65 Wohnungen in zwei großen L-förmigen Blöcken große Fortschritte, über die wir zuletzt in Heft 2/2020 berichtet hatten. War damals nur die Tiefgarage erkennbar, waren bei Redaktionsschluss schon drei bis fünf Etagen Höhe erreicht. Da es inzwischen einen Fußweg um den direkt südlich anschließenden Komplex Max-Liebermann-Straße 49 bis 59 herum gibt, lässt sich die Baustelle auch gut von mehreren Seiten aus besichtigen.

Gohliser Baugeschehen: Neues vom Hoch- und Tiefbau

von Matthias Reichmuth

Erinnern Sie sich, welcher Eindruck sich im Umfeld des S-Bahnhofs Gohlis vor 10 Jahren bot, wenn der Blick aus dem von Südwesten nach Leipzig einfahrenden ICE auf die linke Seite fiel? Eine große Industrieruinenlandschaft, erst die ehemaligen Bleichertwerke, daran anschließend die Ruine der Wagenfedernfabrik Engelmann. Im September 2008 war in der LVZ erstmals zu lesen, dass die 2,5 Hektar der Bleichertwerke saniert werden sollten.

Sanierung der Bleichertwerke endet
Nach langer Bauphase ist nun das Ergebnis zu bewundern, die Bleichertwerke mit sanierten Teilen und ergänzenden Neubauten sollen im Mai 2020 fertiggestellt werden und die federführende CG-Gruppe (neuerdings: Consus RE AG) war im März auch zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. Acht von neun Gebäudeteilen sind inzwischen schon bezogen. Für die noch freien Stadthäuser direkt an der Bahn (95,5 m² Wohnfläche auf 3 Ebenen) wurden in den Immobilienportalen bis zu 14 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, was für Gohlis-Mitte weit über dem Preisniveau der letzten Jahre und Monate liegt (für Neubauten lag das bisherige Maximum in Gohlis eher bei 11,- €/m²). Auch direkt am Bahndamm wurden Pkw-Stellflächen und die neue Kindertagesstätte integriert, die im Mai bezugsfertig sein soll. Der spektakulärste Teil des Komplexes sind aber Neubauten, die innerhalb der historischen Fabrikhallen mit großen Glasfassaden entlang der Wilhelm-Sammet-Straße errichtet wurden.

Auf der anderen (Eutritzscher) Seite der Geibelstraße wurden die Industrieruinen 2019 abgerissen und sollen bis 2021 einigen Blöcken mit 80 Wohnungen Platz machen.

Inzwischen sind es zwar nur noch Regional- und S-Bahnen, die hier durch Gohlis fahren, aber der Blick aus dem Zugfenster hat sich nun fundamental gewandelt.

Neue Modulbauten in Gohlis-Nord
Das zweitgrößte Bauprojekt befindet sich in Gohlis-Nord an der Maria-Grollmuß-Straße (Ecke Landsberger Straße). In moderner Fertigbauweise wurden hier in den letzten Monaten zwei größere Wohnblöcke hochgezogen. Die Hälfte der Wohnungen soll mit Mietpreisbindung (6,50 Euro) vermietet werden. Über die Baustelle auf der anderen Seite der Krochsiedlung hatten wir im Märzheft bereits berichtet. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung in Gohlis-Nord in nächster Zeit am stärksten zunehmen wird, wenn man sieht, was besonders nördlich der Max-Liebermann-Straße zuletzt gebaut wurde und noch wird.

Drei neue Mehrfamilienhäuser in Gohlis-Süd
Aber auch in Gohlis-Süd bewegt sich einiges: In der Magdeburger Straße 50 ist das neue Mehrfamilienhaus fast fertig, Ende März standen allerdings noch die Bauzäune bis zur Straßenmitte und Verkehrsschilder, die diesen Teil der Magdeburger Straße zur Einbahnstraße machten. Am anderen Ende der Magdeburger Straße fällt der Blick auch auf eine Baustelle: In der Lindenthaler Straße 48-50 wird nun das Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage gebaut, das 2018 genehmigt worden war. Die bisher ausgegrabene Baugrube an der Lindenthaler Straße 48 entspricht allerdings offenbar noch nicht der endgültigen Dimension des Bauprojekts.

Bei anderen Bauprojekten hat die Zeit von Planungsbeginn bis zur Realisierung noch länger gedauert: Ein sehr exponiertes Beispiel dafür ist die Schorlemmerstraße 2. Ende März begannen Bagger mit den Arbeiten, nachdem die dortige Vegetation seit 2015 dreimal gerodet worden war. An der Ecke zur Berggartenstraße wird dieses Gebäude die letzte noch fehlende Ecke des aufgeweiteten Straßenraumes darstellen – die viel diskutierte Frage nach der Gestaltung der Straßenfläche am Kirchplatz hatte die Stadt Leipzig auf den Tag vertagt, an dem diese Baustelle abgeschlossen sein würde.

Sanierungsfortschritte in Gohlis-Mitte
Um Gohlis-Mitte nicht zu vergessen, werfen wir noch einen Blick auf die Sanierungsfortschritte in der Wustmannstraße: Hier schreitet die Sanierung von Süd nach Nord voran, im März war die Wustmannstraße 3 bereits mit neuem Dach und neuen Fenstern ausgestattet, am anderen Ende war nur die Entfernung des früheren Putzes erkennbar.

Tiefbauthemen
Was stellen Sie sich vor, wenn die Zeitungsschlagzeile lautet: „Bahnbrücke in Gohlis wird saniert“? Es geht um die Brücke der Wiederitzscher Straße über die Bahnstrecke nach Möckern und Weißenfels, die seit Jahrzehnten in einem beklagenswerten Zustand ist: Da die Fußwege nicht mehr standfest waren, wurden diese auf die Fahrbahn verschwenkt, dadurch wurde diese so schmal, dass kein Begegnungsverkehr mehr möglich ist. Die alten Geländer sind verrostet, aber noch zu erkennen – kurzum ein Notbehelf seit mehr als 20 Jahren. Nun teilte das Verkehrs- und Tiefbauamt mit, dass die Brücke wegen massiver Rostschäden gesperrt und saniert werden muss. Aber siehe da: Nach zwei Wochen war die Sanierung abgeschlossen: Es waren nur quer über die Brückenfahrban drei schmale Gräben mit dem Bagger gezogen worden, um offenbar stabilere Stahlträger einzusetzen. Seit Anfang März rollt der Verkehr wieder – auf dem ansonsten unveränderten Provisorium.

Zuletzt noch ein Blick in die Kasseler Straße: Hier haben die Mittel der Stadtsanierung gereicht, um nach dem Westabschnitt (Bothestr. bis Mottelerstr.) auch den Rest des Straßenraums umzugestalten, aktuell wird im Bereich Mottelerstraße bis Wiederitzscher Straße gearbeitet. Bis zum Jahresende wird dann das Ostende an der Kasseler Straße gegenüber dem größten Gohliser Einkaufszentrum erreicht, in allen Abschnitten sind Baumpflanzungen vorgesehen.