Stadtteilgeschichte

Karte von Neu-Gohlis um 1890. Das Areal nördlich der Bahnschienen war damals unbebaut. Nur der Gohliser Friedhof am Viertelsweg, der 1868 angelegt wurde, ist zu sehen

Karte von Neu-Gohlis um 1890. Das Areal nördlich der Bahnschienen war damals unbebaut. Nur der Gohliser Friedhof am Viertelsweg, der 1868 angelegt wurde, ist zu sehen

Quelle: Neu-Gohlis, Eine historische und städtebauliche Studie, Pro Leipzig 2003

Gohlis hat eine interessante Geschichte …
Das 1317 erstmals urkundlich erwähnte Dorf gehört seit 1890 zu Leipzig. Im 18. Jahrhundert war es ein beliebter Vergnügungsort vor den Toren der Stadt. Schiller schrieb hier die „Ode an die Freude“. Später produzierten in Gohlis Weltfirmen wie Adolf Bleichert. Hier wurde Sport- und Rundfunkgeschichte geschrieben, lebten bekannte Persönlichkeiten. Mehr

… wir erforschen und publizieren sie
Seit 1992 gibt die Arbeitsgruppe Stadtteilgeschichte die „Gohliser Historischen Hefte“ heraus. Darin geht es u. a. um die Friedenskirche, das Budde-Haus und um Bleicherts Drahtseilbahnen, um Industriearchitektur und Gohliser Straßennamen. Der 2017 erschienene 260 Seiten umfassende Sonderband kann nicht neu aufgelegt werden. Stattdessen entstand ein Online-Geschichtsbuch, das zurzeit überarbeitet wird.

Wichtige Projekte der Arbeitsgruppe sind die Jahreskalender des Bürgervereins. Auf Gohliser Architekturgeschichte (2020) folgt das Thema „Mobilität einst und jetzt“ (2021). Vorbereitet werden Ausstellungen zu historischen Handschwengelpumpen und zur Produktion von mechanischen Musikinstrumenten um 1900 in Gohlis.

Wir engagieren uns für die Schaffung einer ortsgeschichtlichen Ausstellung im Gohliser Schlösschen. Regelmäßig veranstalten wir Stadtteilrundgänge und Gesprächs-Cafés über Gohliser Alltagsgeschichte. Beim Zeitzeugen-Projekt mit dem Schiller-Gymnasium befragten Schüler einer 10. Klasse Gohliser über Veränderungen in ihrem Leben nach 1989/90.