Skip to content Skip to left sidebar Skip to footer

Gohlis Forum 5/2016

Peter Niemann; Foto: Andreas Reichelt

Editorial Gohlis Forum 5/2016

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich Ihnen unser neues Gohlis Forum präsentieren zu dürfen. Der Herbst steht vor der Tür und es passiert so einiges. Am 3. September wird die Georg-Schumann-Straße anlässlich der 7. Nacht der Kunst einmal mehr in vollem Glanz erstrahlen, die Friedenskirche bekommt in Kürze eine schöne, neue Glocke und der Bürgerverein mit www.gohlis.info einen zeitgemäßen Internet­auftritt.

Etwa zwei Jahre liegt meine Wahl zum Vorsitzenden des Bürgervereins nun zurück. Dank eines motivierten Vorstandes und wirklich engagierter Mitglieder ist es uns gelungen, den Verein weiter wachsen und gedeihen zu lassen.
Am 28. November dieses Jahres finden im Rahmen unserer Mitgliederversammlung die nächsten Vorstandswahlen statt. Vielleicht verfolgen Sie die Arbeit unseres Bürgervereins ja bereits seit einer Weile oder spielen ohnehin mit den Gedanken, sich für Ihren Stadtteil zu engagieren? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Mitglied zu werden und mit Ihrer Stimme die Zukunft des Bürgervereins mitzugestalten!

Natürlich bietet Ihnen auch das fünfte Gohlis Forum im Jahr 2016 wieder Einblicke in das Geschehen im Stadtteil und Hinweise zu zahlreichen Veranstaltungen. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2016 haben wir neben einer großen Diskussionsveranstaltung eine Ausstellungseröffnung sowie einen Filmabend geplant.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Peter Niemann

Herbstgrillen auf dem Leipziger Stadtplatz; Foto: Andreas Reichelt

Herbstgrillen auf dem Stadtplatz

Gemeinsam mit den Starken Nachbarschaften möchte der Bürgerverein Gohlis e.V. zu einem gemütlichen Grillabend auf dem Stadtplatz einladen. Dieser Platz erfährt aus Sicht von vielen Bürgerinnen und Bürgern noch zu selten eine Nutzung. Bevor die kalte Jahreszeit kommt, wollen wir das noch einmal ändern.

Ein Grill ist vorhanden. Grillgut sollte mitgebracht werden. Jeder und Jede ist herzlich willkommen!

Ort: Stadtplatz, Lindenthaler/ Ecke Eisenacher Straße
Datum: 20. Oktober 2016
Beginn: 18:00 Uhr

Eike Bösing, Markus Hörold und Dorothee Zickermann vom Streetwork Team Nord

Neues Streetwork Team im Leipziger Norden

Das „Team Wohnen“ von Safe – Straßensozialarbeit für Erwachsene sucht regelmäßig verschiedene öffentliche Plätze im Leipziger Norden auf, um mit den Menschen, die sich dort aufhalten in Kontakt zu kommen.

Safe – Straßensozialarbeit für Erwachsene ist ein Streetwork Projekt der SZL Suchtzentrum gGmbH, welches mit dem „Team Konsum“ bereits seit 2009 im Leipziger Westen etabliert ist. Seit April ist das neue „Team Wohnen“ in den Stadtteilen Gohlis, Möckern, Wahren, Eutritzsch sowie Zentrum Nord unterwegs. Das Ziel des Projektes ist es, erwachsenen Menschen in schwierigen Lebenssituation Unterstützung anzubieten, und bei Bedarf zu informieren und zu beraten.
Die Arbeit dient der Vermittlung und als Brücke zu weiterführenden Hilfen. Die drei Sozialarbeiter*innen bieten Grundversorgung, Begleitungen zu Behörden oder Unterstützung in akuten Krisen an. Sie sind insbesondere Ansprechpartner*innen bei Schwierigkeiten mit der Wohnung und drohender oder akuter Wohnungs- oder Obdachlosigkeit. Außerdem unterstützt das Team bei Fragen zu oder Schwierigkeiten mit Alkohol- und Drogenkonsum, finanziellen Problemen, z.B. Schulden, Schwierigkeiten bei der Beantragung oder dem Bezug von ALG I/ ALG II oder Sozialhilfe, sowie persönlichen, seelischen oder gesundheitlichen Belastungen. Neben der aufsuchenden Beratung arbeitet Safe sozialraumorientiert und in den Stadtteilen vernetzt. Grundlage der Arbeit sind außerdem die Akzeptanz verschiedener Lebensentwürfe sowie Vertraulichkeit und Schweigepflicht der Sozialarbeiter*innen.

Das Projekt Safe – Straßensozialarbeit für Erwachsene „Team Wohnen“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfond für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert. Das „Team Wohnen“ ist von Montag bis Freitag zu verschiedenen Tageszeiten in den Stadtteilen anzutreffen. Außerdem besteht die Möglichkeit, mittwochs zwischen 10.00 bis 13.00 Uhr eine offene Beratung im Büro wahrzunehmen. Dazu stellt der Bürgerverein Gohlis e.V. auf der Lindenthaler Straße 34, 04155 Leipzig seine Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weiterhin kann natürlich auch direkt mit den Sozialarbeiter*innen Kontakt aufgenommen werden, entweder per Mail unter streetwork.nord@suchtzentrum.de, oder telefonisch unter folgenden Rufnummern:
Eike Bösing: +49 1575 8466472
Markus Hörold: +49 1575 8465106
Dorothee Zickermann: +49 1578 1933117

Zusätzliche Informationen sind auf der Homepage www.suchtzentrum.de/safe/team-wohnen zu finden.

Neubau REWE Möckernsche Straße; Foto: Matthias Reichmuth

Neues aus dem Gohliser Geschäftsleben

Pizzeria Allegretto in der Landsberger Straße; Foto: Matthias Reichmuth
Pizzeria Allegretto in der Landsberger Straße; Foto: Matthias Reichmuth

In der Gohliser Straße hat eine kleine Kette von Umzügen ihr gutes Ende gefunden: Schon im letzten Herbst zog ja dort die Sparkassenfiliale aus der Nummer 24 in die Nummer 18. Der Naturkostladen, der dort zuvor war, konnte im Mai 2016 in der Frickestraße wieder eröffnen (Gohlis-Forum berichtete). Und in der Gohliser Straße 18 ist seit Anfang September die Lux-Apotheke eingezogen – eine traditionsreiche Apotheke, die zuvor unter dem Namen Adler-Apotheke seit Jahrhunderten in der Hainstraße im Leipziger Zentrum ansässig war. Sie wird seit über 130 Jahren als Familienunternehmen geführt. Abgesehen vom Kaufen von Arznei ist es dort auch möglich, eine kleine Sammlung historischer Geräte besichtigen.

Zusammen mit der Alten Apotheke an der Ecke Menckestraße und der McMedi-Apotheke an der Ecke Karl-Rothe-Straße ist die Gohliser Straße damit nun dichter mit Apotheken als mit Straßenbahnhaltestellen bestückt!
In Gohlis-Mitte, genauer in der Landsberger Straße 9 (Ecke Jägerstraße), hat eine italienische Gaststätte namens Pizzeria Ristorante Allegretto eröffnet. Diese bietet ihren Gästen italienische Spezialitäten und ein preiswertes Mittagsangebot.

Die Lux Apotheke in der Gohliser Straße; Foto: Matthias Reichmuth
Die Lux Apotheke in der Gohliser Straße; Foto: Matthias Reichmuth

Offenbar im Zeitplan liegt der aktuell größte Gohliser Gewerbeneubau: die neue REWE-Kaufhalle an der Ecke Breitenfelder Straße / Möckernsche Straße soll jedenfalls im Herbst wieder eröffnet werden. Das Gebäude wird breiter und höher als der Vorgängerbau aus der DDR-Zeit.

Chicfabric in der Coppistraße; Foto: Matthias Reichmuth
Chicfabric in der Coppistraße; Foto: Matthias Reichmuth

Auch von Geschäften, über deren Eröffnung wir schon berichtet haben, gibt es Neuigkeiten: Die Boutique in der Coppistraße 81 ist inzwischen mit einem Namen beschildert – es handelt sich um die „Chicfabric“, die es zuvor bereits schräg gegenüber gab. Beim Elektrofachgeschäft Leichter findet am 27.09. ein Informationsabend zu LED-Beleuchtung statt.

Schließungen sind uns in den letzten Wochen dagegen nicht aufgefallen – sicher ein gutes Zeichen!
Matthias Reichmuth

Merken

Merken

Unverwechselbare Dekore in klaren, freundlichen Farben: Steinbach Keramik

20 Jahre Steinbach Keramik

Vor 20 Jahren eröffnete Annemarie Steinbach in der Menckestraße direkt neben dem Schillerhaus eine Keramikwerkstatt. Seitdem seitdem entwerfen und produzieren hier eine Keramikerin mit zwei Mitarbeitern und zur Zeit einem Lehrling schöne und nützliche handgefertigte Keramik. Das Geschirr mit den unverwechselbaren Dekoren in klaren freundlichen Farben von Steinbach Keramik ist inzwischen weit über Leipzig hinaus bekannt. Keramik-Tierköpfe aus Gohlis hängen auch in Bayern und den Niederlanden, in der Schweiz und in den USA. Sogar Gohliser Fassaden wurden von den Keramikerinnen gestaltet: Die Fliesen am Käsehaus Lehmann in der Breitenfelder Straße und am Restaurant „Drogerie“ in der Menckestraße stammen aus der Werkstatt Steinbach Keramik.

Die Kunden schätzen die Möglichkeit der individuellen Anfertigung und die Gebrauchseigenschaften der Tassen und Schalen, Krüge und Becher. Auch nach vielen Jahren kann man passende Tassen und Teller zum Service im gleichen Dekor bekommen. Wer ein besonderes Geschenk sucht, wird hier sicher etwas finden oder er kann ein einzigartiges Stück in Auftrag geben. Allerdings sollte man für Auftragsarbeiten genügend Zeit einplanen, da die Herstellung einige Wochen dauern kann. Vor Weihnachten sind die Krippenfiguren und der Baumschmuck beliebt und zur Weihnachtsausstellung am 2. Adventswochenende sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

Montag und Dienstag abend kann man im Keramikkurs auch selbst einmal Ton in die Hand nehmen und ein Werk daraus formen.

Bibliothek Erich Loest

Neues aus der Bibliothek Gohlis „Erich Loest“ (GF 5/2016)

Liebe Leserinnen und Leser des Gohlis Forums,

langsam aber sicher kündigt sich der Herbst an. Bald ist es wieder soweit, Kastanien, Haselnüsse, bunte Blätter in Hülle und Fülle. Aus den Materialien der Natur lassen sich tolle Dinge basteln und gestalten. Die Bibliothek Gohlis bietet eine Vielzahl an Ratgebern und Anleitungen für große und kleine Bastelfreunde. Neu in unserem Bestand finden Sie u.a. „Das große Familienbastelbuch“, „Bastelhits für Kids – Naturmaterialien“, „Das große Naturdeko-Buch“ und „Deko-Natur“.

Am besten Sie machen sich direkt auf, die passenden Materialien zu sammeln. Vielleicht gleich bei Ihrem nächsten Wanderausflug. Mit aktuellen Wanderführen wie „Mystische Pfade im Harz“, „Wandertouren für Langschläfer – Sächsische Schweiz“ oder dem Rother Wanderführer „Thüringer Wald mit Rennsteig“ lassen sich die Herbstlandschaften unserer Region bestens erkunden.

Den Alltag mit Demenz bewältigen
Anlässlich des Weltalzheimertages laden Bibliothek Gohlis „Erich Loest“ und Seniorenbüro Nordwest der Volkssolidarität Leipzig zu der gemeinsamen Abendveranstaltung „In Liebe und Wut: Den Alltag mit Demenz bewältigen“. Gast dieser Kooperationsveranstaltung ist die Autorin Margot Unbescheid. In ihrem Ratgeber „Alzheimer. Das Erste-Hilfe-Buch“ schildert sie das Leben mit einem Alzheimer-Betroffenen in der Familie aus eigener Erfahrung. Seit ihr Vater vor über 15 Jahren daran erkrankte, unterstützt sie ihre Mutter bei der Pflege. Mittlerweile reist Margot Unbescheid quer durch die Republik, um Vorträge zur Situation pflegender Angehöriger zu halten. Pflegende Angehörige sowie alle Interessierten sind am Mittwoch, den 21.09.2016 in der Bibliothek Gohlis herzlich willkommen. Beginn ist 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Literarischer Oktober
Im Oktober möchten wir Ihnen zwei Veranstaltungen in der Bibliothek Gohlis „Erich Loest“ ans Herz legen. Am Donnerstag, den 20.10.2016, 19:00 Uhr wird Angelika Klüssendorf bei uns zu Gast sein. Sie liest aus ihren preisgekrönten Romanen „April“ und „Das Mädchen“, die beide auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises standen. In „April“ wird die Geschichte von dem Mädchen weitergeschrieben. Eine junge Frau, fast mittellos, mit nichts als einem Koffer und einem Zimmer zur Untermiete im Leipzig der späten 70er Jahre. Ohne Pathos, nüchtern und souverän beschreibt die Autorin dabei den Weg von April aus einer scheinbar ausweglosen Vergangenheit. Ein sehr lesenswertes Buch.
Nancy Aris ist am Mittwoch, den 26.10.2016, 19:00 Uhr bei uns zu Gast. Sie liest aus ihrem 2016 erschienenen Roman „Dattans Erbe“. In diesem verknüpft sie geschickt Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion zu einer spannenden, erhellenden Handlung mit unerwarteten Wendungen. Von Naumburg bis Wladiwostok und wieder zurück. Die Spurensuche einer Familie über Generationen hinweg. Vom zaristischen Russland über das Ende der Sowjetunion bis hin zur Gegenwart unter Wladimir Putin. Moderiert wird der Abend von Lutz Rathenow. Der Eintritt zu den beiden Veranstaltungen ist frei.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Anmeldung für LeipzigPass-Inhaber ist ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre können die Bibliothek kostenlos nutzen.

Bibliothek Gohlis „Erich Loest“
Stadtteilzentrum Gohlis
Georg-Schumann-Straße 105, 04155 Leipzig
Tel.: +49 341 9013764
E-Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 10 – 19 Uhr / Mi 15 – 19 Uhr

Wir suchen Alltagslotsen für Geflüchtete!

Das Seniorenbüro des GeyserHaus e. V. baut bis Ende 2016 zehn Patenschaften für geflüchtete Menschen auf. Das Patenschaftsprogramm „Alt für Jung – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“  wird über die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e. V. koordiniert und im Rahmen des neuen Programms „Menschen stärken Menschen“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. 17 Seniorenbüros beteiligen sich bundesweit an dem Projekt, in dessen Rahmen insgesamt 300 neue Patenschaften entstehen werden.
Viele aktive, ältere Menschen setzen sich bereits für jüngere ein, etwa als Lesepaten für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. An diese positiven Ansätze soll angeknüpft und die Integration geflüchteter Menschen unterstützt werden.
Die Patenschaften werden freiwillig und nach Interessenlage geschlossen.

Mögliche Inhalte sind:
•    Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache
•    Freizeitgestaltung
•    Verschaffen von Orientierung in der neuen Umgebung (Stadtbesichtigung, öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten, Erkundung von Schulen, Kitas, Spielplätzen)
•    Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen,
•    Erläuterung von Dokumenten und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen
•    Unterstützung bei der Suche nach einer Wohnung, einem Ausbildungs-, Arbeits- oder Praktikumsplatz

Zu unserem offenen Informations-, Kennenlern- und Austauschtreffen am Mittwoch, den 14.09.2016 um 11 Uhr möchten wir herzlich einladen.
Angesprochen sind mit dieser Einladung sowohl alle Personen, die sich für eine Patenschaft interessieren („Patenkinder“), als auch mögliche PatInnen ab 55 Jahren, die ehrenamtlich helfen und geflüchtete Menschen im Alltag unterstützen möchten.

Neue Interessenten können sich auch einfach persönlich, telefonisch oder per Mail im Seniorenbüro Leipzig-Nord melden.

Kontakt:
Zugang zum Seniorenbüro
über Parkbühne GeyserHaus,
Kleiststraße 52
Tel.: +49 341 12579210
E-Mail: seniorenbuero@geyserhaus.de

Vorgestellt: Olbrichtinitiative

Sommer 2015, viele flüchtende Menschen  bahnten  sich den  Weg ins sichere Europa. Täglich in den Medien kamen  neue Bilder und Berichte von überfüllten Schlauchbooten und Flüchtlings­camps in überforderten Grenzörtchen.
So kamen Menschen, sie blieben nicht in den Nachrichten, sondern waren auch in unserer Nachbarschaft, im Leipziger Norden, in der General-Olbricht-Kaserne (GOK), vorerst provisorisch in der Turnhalle untergebracht.
Die Versöhnungskirchgemeinde und die ökumenische Flüchtlingshilfe taten sich im Herbst zusammen, um Leute aus dem Stadtteil  zusammen zu bringen, die hilfreich den Geflüchteten mit Mut, Offenheit und Ideen zur Seite stehen wollen. So gab es  ein erstes Treffen , es kamen Interessierte aus allen Gohliser Kirchgemeinden, aus dem Forum Weltoffenes Gohlis und Privatpersonen aus der Nachbarschaft. Anwesend war ebenfalls eine Vertreterin des Betreibers der Erstaufnahmeunterkunft der GOK, den Johannitern.

Nun wurde Bedarf und Möglichkeiten der Hilfe abgewägt und man einigte sich auf ein dreimal wöchentlich stattfindendes Sprachangebot: das heißt, mit Hilfe von Arbeitsmaterialien die Neuankömmlinge, mit ersten Worten, Sätzen und Besonderheiten der deutschen Sprache  vertraut zu machen. Auch gab es ein Angebot, Christen zum sonntäglichen Kirchgang abzuholen.

Die Sprachhelfer sind ehrenamtlich von der Diakonie begleitet und abgesichert, allesamt Laien auf dem Gebiert der Sprachvermittlung. Das Angebot wird unterschiedlich angenommen, mal gibt es einen „run“, mal ist eher „Flaute“ angesagt. Immer wieder ist es anders, oft lustig und entspannt.

Man macht sich mit dem Personal der Johanniter, unter denen auch viele Migranten sind, bekannt, diese helfen notfalls, wenn unüberwindbare Verständigungsbarrieren auftreten. Den internationalen Gästen hilft unser zwei- stündiges Angebot, selbst aktiv zu werden, es schafft Ablenkung im tristen Alltag des Wartens und der Ungewissheit der Geflüchteten auf die Fragen „Wie geht es weiter, kann ich bleiben, wie geht es meiner Familie in der Ferne?“

Auch ist es, initiiert von der Methodistischen Bethesdagemeinde, zur beliebten Tradition geworden, aller 6 bis 8 Wochen zu einem Spielnachmittag in das Gemeindehaus, Blumenstraße, einzuladen. Dazu werden, vorzugsweise, Familien mit Kindern, aus der GOK abgeholt, und gemeinsam mit Gemeindemitgliedern und Leuten aus der Initiative, ein gemütlicher Nachmittag der Begegnung, mal in ganz anderen Räumen, zusammen verbracht.
Die Mitstreiter der Olbrichtinitiative treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat, um 17.30.Uhr in wechselnden, vorher bekanntgegebenen Räumlichkeiten der Gohliser Kirchgemeinden.
Es werden Neuigkeiten bekannt gegeben, das Laufende besprochen und neue Ideen der Unterstützung von guter Nachbarschaft und Hilfen beim Ankommen in unserer Stadt, besprochen .
Um Letzteres zu verwirklichen, braucht es noch aktive Miteinsteiger! Kontakt gern unter olbrichtinitiative@gmail.com

Solveig Granz, Koordinatorin

Meldungen aus Gohlis

Neuer Glockenklang für Gohlis
Die Friedenskirche im Kern von Gohlis-Süd erhält eine neue Bronzeglocke, mit der das Geläut, das zuletzt nur noch aus zwei Glocken bestand, vervollständigt wird. Anfang August wurde die Glocke in Lauchhammer gegossen, Mitte August wurde sie bei der Abnahme für gut befunden und am 25. September soll sie im Rahmen eines Gemeindefestes der evangelischen Michaelis-Friedenskirchgemeinde an der Friedenskirche ankommen. Im Oktober wird sie auf den Turm gezogen, wo sie dann zum Reformationstag am 31.10. zum ersten Mal klingen wird.
Die Gestaltung wurde auf der Basis zahlreicher Vorschläge aus der Gemeinde von der Leipziger Künstlerin Maria Ondrej gestaltet und zeigt als Friedensglocke das Wort für „Frieden“ in allen Sprachen, die in Leipzig derzeit gesprochen werden, umrahmt von einer Menschenkette. So soll sie – passend zur Friedenskirche – mit ihrem Geläut zum Frieden mahnen. Die Kirche wird derzeit als Jugendkirche sowie an einigen Sonntagen im Jahr auch für den Sonntagsgottesdienst der Michaelis-Friedenskirchgemeinde genutzt.
Matthias Reichmuth

Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr bleibt am Ball
Die Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr hat nach der Auswertung des Bürgerforums zum Radverkehr in Gohlis sowie einer Streckenbefahrung im Juni beim Juli-Treffen beschlossen, den Radverkehrsbeauftragten der Stadt Leipzig, Jan Rickeyer, einzuladen, um mit ihm die Probleme und geeignete Lösungsansätze zu ihrer Abhilfe zu diskutieren. Dieser hat nun zugesagt und kommt als Gast zur AG Mobilität und Verkehr am Mittwoch, den 21.09. um 19 Uhr.
Im August sammelte die Arbeitsgruppe dann Bürgervorschläge zur Verbesserung schadhafter Fußwege in Gohlis. Dieses Thema soll demnächst an die Stadtverwaltung sowie an den Bezirksbeirat herangetragen werden, zumal auch die Stadtverwaltung hier eine Bestandsaufnahme durchführt.
Das Thema des Verkehrsknotens am Kirchplatz, zu dem wir im letzten Jahr Unterschriften für eine Petition gesammelt hatten, bleibt ebenfalls aktuell: Der Bürgerverein Gohlis unterstützt eine Demonstration, die am 22.09.2016 um 17 Uhr auf dem Vorplatz der Friedenskirche beginnt: Die Teilnehmer der Demonstration werden ihre Fahrräder zwischen den Schienen bis zur Haltestelle an der Georg-Schumann-Straße und zurück schieben. Damit wird auf die Gefahrenstelle hingewiesen, die dieses schmale Straßenstück mit Straßenbahn für alle Verkehrsteilnehmer darstellt. Mindestens eine Absenkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h sollte hier aus unserer Sicht möglich gemacht werden. Am gleichen Tag haben auch die „Bürger gegen Schall und Rauch“ eine Veranstaltung an der Einmündung der Berggartenstraße geplant, bei der eine „Wanderlinde“ aufgestellt wird (vgl. Gohlis-Forum 4/2016). Die nächsten Termine der Arbeitsgruppe sind der 21.09. (s. o.) sowie der 23.11.2016, jeweils an einem Mittwoch um 19 Uhr. Alle weiteren Informationen zur Arbeitsgruppe können Sie unter verkehr@gohlis.info erfragen.
Matthias Reichmuth

Virchowstraße im Blickpunkt
Die Kreuzung der Virchowstraße mit dem Viertelsweg und der Baaderstraße stand in diesem Sommer im Blick von gleich zwei Petitionen. Eine fordert an dieser Stelle einen gesicherten Fußgängerüberweg, die andere geht einen Schritt weiter und fordert die Einrichtung einer zusätzlichen barrierefreien Haltestelle für die Straßenbahnlinie 12 an dieser Kreuzung. Initiator der zweiten Petition ist das soziokulturelle Zentrum GeyeserHaus e. V., das von dieser neuen Haltestelle aus deutlich besser erreicht werden könnte. Der große Haltestellenabstand von 750 m zwischen der Endstelle und der Haltestelle Gottschallstraße sowie die wachsende Zahl der Einwohner in den Wohngebieten beiderseits der Virchowstraße sprechen für diese Petition. Hinzu kommt, dass die bestehenden Haltestellen entlang der Virchowstraße nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei sind. Die Tagespresse berichtete ausführlich. Für September war die gemeinsame Übergabe der Unterschriften beider Petitionen geplant. Wie sich zeigte, wartet bei den Leipziger Verkehrsbetrieben bereits eine fertige Planung der neuen Haltestelle auf  ihre Umsetzung – falls Geld bereit gestellt wird, kann diese 2017 gebaut werden. Der Bürgerverein hält diesen Bau für sinnvoll und hofft, dass auch an dieser Stelle die notwendigen Mittel fließen, damit bald mit dem Bau begonnen werden kann.
Matthias Reichmuth

Demokratieecke (GF 5/2106)

Forum Bürgerstadt Leipzig – Bilanzierung der Bürgerbeteiligung
Über ein Jahr lief die Bilanzierung der Bürgerbeteiligung in Leipzig. Auf unterschiedlichen Ebenen wurden die Stärken und Schwächen der Leipziger Beteiligungsmöglichkeiten untersucht – sei es mittels einer Umfrage innerhalb der Verwaltung und durch Bürgerinnen und Bürger, einer Expertenwerkstatt, Fokusgruppengesprächen, einer wissenschaftlichen Analyse anderer ausgewählter Städte und deren Beteiligungskonzepten sowie einer großen Stadtwerkstatt im Mai dieses Jahres.
Dem Stadtrat wird nun eine Vorlage der Verwaltung mit einem Vorschlag über eine zukünftige Ausgestaltung der Bürgerbeteiligung in Leipzig vorgelegt. Dies wird noch vor den Verhandlungen über den Doppelhaushalt im IV. Quartal geschehen. Großer Knackpunkt wird auch weiterhin die Frage sein, ob sich Leipzig eine Satzung oder Leitlinien gibt. Erstere stellt eine verlässlichere und einklagbarere Lösung als Leitlinien dar. Leitlinien hingegen bedeuten eher eine Selbstverpflichtung der Verwaltung. Auch die Form und Ausgestaltung der geforderten Vorhabenliste ist noch ungewiss.
Umso deutlicher wird beim Thema Qualität und Transparenz zukünftig auf eine stärkere Verbindlichkeit der Beteiligungsprozesse gebaut. Eine gesonderte Informationsplattform mit erfolgten, laufenden und zukünftigen Beteiligungsprozessen wird diese Qualitätssicherung flankieren. Damit ist aber noch keine zufriedenstellende Transparenz hergestellt. Auch die Verwaltung und die Politik sind zukünftig stärker gefordert zu erklären, was mit Ergebnissen von Beteiligungsprozessen geschehen ist und wieso in bestimmten Fällen anders gehandelt wurde als es die Empfehlungen der Bürgerbeteiligung erwarten ließ.

Stadtbezirksbeirat Nord
In seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause standen im August zwei wichtige Punkte auf der Tagesordnung des Stadtbezirksbeirates.
Zum einem wurde wie schon im letzten Gohlis Forum über den Ausgang des Auswahlverfahrens für den neuen Träger des Heinrich-Budde-Hauses informiert. Ausführlich wurde vom entsandten Mitglied des Stadtbezirksbeirates in der Auswahlkommission berichtet, weshalb der FairBund e.V. am Ende den Zuschlag erhielt. Dieser überzeugte mehrheitlich die Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kultur mit seinen Erfahrungen und den inhaltlichen und wirtschaftlichen Stärken. Es stieß beim Stadtbezirksbeirat auf freudige Zustimmung, dass ein Träger aus dem Stadtteil den Zuschlag erhalten hat. Der FairBund e.V. ist nun bemüht, das Budde-Haus als wichtigen kulturellen Anker des Stadtteillebens zu erhalten und auszubauen.

Im Anschluss informierte die Verwaltung über den Frühjahrsputz 2016. Hierbei wurde deutlich gemacht, dass auch in diesem Jahr der Frühjahrsputz nur dank zahlreicher ehrenamtlicher Aktivitäten und Aktionen erfolgreich durchgeführt werden konnte. Für die Zukunft plant die Verwaltung noch stärker das Thema Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien anzugehen. Im Anschluss an die Auswertung des Frühjahrsputzes entwickelte sich eine grundsätzliche Diskussion über die Frage von Müllentstehung und -entsorgung in Leipzig. Ausgehend von der broken-windows-These, dass ein vergleichsweise harmloses Phänomen wie beispielsweise ein zerbrochenes Fenster in einem leer stehenden Haus später zur völligen Verwahrlosung führen kann, führte die Verwaltung an, dass es wichtig sei, rechtzeitig Informationen von privaten Gewerbetreibenden und Bürgern an die Verwaltung weiterzureichen. Nur so könne der Entstehung von Verschmutzung und Vermüllung vorgebeugt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Graffiti-Problematik hingewiesen. Auch hier bedarf es aus der Sicht der Verwaltung einer gut austarierten Strategie aus Aufklärungsarbeit, freien Projekten und Sozialpädagogik. Am Ende waren sich alle Anwesenden im Stadtbezirksbeirat einigt, dass die Müllproblematik in einer wachsenden Stadt wie Leipzig nur mit einer besseren personellen und finanziellen Ausstattung der zuständigen Ämter begegnet werden könne.