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Gohlis Forum 4/2020

In eigener Sache: Wie weiter mit der Bürgervereinsarbeit unter den Bedingungen der Corona-Auflagen?

von Tino Bucksch

Der Vorstand des Bürgervereins hat sich darauf verständigt, den Jahresplan für 2020 den aktuellen Rahmenbedingungen anzupassen. Dies führt dazu, dass einige Veranstaltungen und Termine verschoben werden bzw. einige sogar für 2020 komplett ausfallen. Im Detail sieht dies folgendermaßen aus:

Die traditionellen und beliebten Lesungen zu Leipzig liest wurden abgesagt und der Bürgerverein wird erst wieder 2021 an dieser Veranstaltungsreihe teilnehmen. Das geplante Interreligiöse Abendessen sowie das Dankfest werden in die zweite Jahreshälfte verschoben und im Rahmen der Interkulturellen Wochen stattfinden. Geplant ist, sich auf einen Termin zu konzentrieren und eine kombinierte Veranstaltung aus beiden Projekten durchzuführen. Der Frühjahrsputz im April wurde ebenfalls abgesagt. Dazu wird es in der zweiten Jahreshälfte einen Nachholtermin geben, der dann unter einem anderem Titel aber mit der gleichen Intention veranstaltet wird – nämlich mit ehrenamtlicher Hilfe der Gohliserinnen und Gohliser sogenannten Dreckecken im Stadtteil zu Leibe zu rücken. Die Wiederholung unserer sehr erfolgreichen Teilnahme am Jane´s Walk im Mai konnte leider nicht erfolgen. Der zweite Anlauf wird stattdessen am 19. September dieses Jahres erfolgen. Die geplante Kooperation mit dem Schillerhaus in Form des KIEZgrillen und der Lesung im Schillerhaus muss darauf reduziert werden, dass die Lesung am 25. Juli weiterhin unter den coronabedingten Hygieneauflagen geplant wird, das KIEZgrillen aber abgesagt wurde. Ebenfalls fortgesetzt wird die Planung zum Jahr der Industriekultur. Hier soll ebenfalls anhand der Auflagen das Programm angepasst werden aber daran festgehalten werden, das ambitionierte Programm am 29. und 30. August zu realisieren. Ebenfalls festhalten wird der Bürgerverein an der Durchführung des gemeinsamen Spendenlaufs mit der Kästner-Schule. Dieser wird nun auf den September und somit ins neue Schuljahr verschoben. Die damit verbundene Ausstellung zu den Handschwengelpumpen wird ebenfalls im neuen Schuljahr durchgeführt. Der genaue Zeitraum ist noch in Planung. Leider komplett für 2020 ausfallen wird das traditionelle Sommerfest im Juni sowie das Interreligiöse Fußballturnier im Juli. Gerade letzteres schmerzt umso mehr, als dass für 2020 das fünfte Jubiläum geplant war. Die AG- und Termine der Initiativen werden je nach Lage der Auflagen neu bewertet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zeitnah über die homepage und den Facebook-Auftritt, das Gohlis Forum und die direkte Ansprache über die Alternativtermine informieren.

Da die Sprechstunden aktuell nicht stattfinden, ist das Telefon des Bürgervereins umgeleitet, so dass eine Erreichbarkeit gegeben ist. Wer also ein Anliegen oder eine Idee hat, der kann den Bürgerverein auch telefonisch unter 0341-20018556 erreichen.

Das Theater im Globus: Audio- und Video-Clips gegen den Corona-Blues

von Jost Braun

Das Theater im Globus kümmert sich um all jene, die momentan wegen der Einschränkungen nicht an Vorstellungen teilnehmen können und präsentiert in wechselnder Auswahl muntere Audio- und Video-Clips gegen den Corona-Blues – in der Hoffnung auf baldige gemeinsame und öffentliche Theatererlebnisse.

Zur Zeit abrufbar:

Theater im Globus
„Der Froschkönig“
(Sprung in den Brunnen / Ausschnitt)
www.theatreart.de/frosch-sprung.mp4

Hanne Braun präsentiert:
„Neues von Onkel Hahnemann“
(aus „Auerbach‘s Deutscher Kinder-Kalender“,
44. Jahrgang, Leipzig 1926)
www.theatreart.de/hahnemann.mp3

Programminformationen wie immer:
www.theatreart.de

„Das schöne Märchen-Theater-Ausmalbuch“gegen den Corona-Blues für „Zuhausebleiber“

Momentan können wegen der Corona-Pandemie kaum öffentliche oder geschlossene Theatervorstellungen mit dem Theater im Globus stattfinden. Allein von Mitte März bis Ende Juni müssen rund 45 Vorstellungen storniert werden. Einige wenige davon sollen eventuell später nachgeholt werden, viele andere fallen allerdings leider ersatzlos aus.
Das ist sehr schade für die vielen Familien, welche sich auf die beliebten Wochenendangebote freuen und besonders hart für tausende Kinder, die zur Zeit nicht mit ihren Kindergarten- oder Schulgruppen an gemeinsamen Theatererlebnissen teilnehmen können. Und in einer schwierigen Situation befinden sich die Theaterleute und deren Familien, denen nun für lange Zeit wichtige Einnahmen fehlen.
Für die „Zuhausebleiber“ bietet das Theater im Globus ein schönes „Märchen-Theater-Ausmalbuch“ an, entstanden in Kooperation mit dem Verlag Edition Lebensretter nach der international erfolgreichen „Kult“-Inszenierung „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“. Viele Stammbesucher, welche sich an die rasant-amüsante Vorstellung erinnern, sowie Kinder, die nun erst einmal nicht ins Theater gehen können, werden sich beim Anschauen und Ausmalen in eine phantasievolle Welt begeben – diesmal auch ohne das greifbare Theatervergnügen.
Der Erlös aus dem Verkauf der „Märchen-Theater-Ausmalbücher“ kann den Theatermachern ein wenig beim Überstehen der Corona-Zeit helfen – und dann sehen sich alle munter wieder.

Demokratieecke: „Können sie mich hören? Bin ich zu sehen?“

von Tino Bucksch

„Können sie mich hören? Bin ich zu sehen?“ – Diese Fragen waren wohl die meist gesagten und vernommenen Sätze der ersten digitalen Sitzung des Stadtbezirksbeirates Nord am 14. Mai. Der Druck, die politischen Prozesse unter Coronabedingungen anzupassen, hat die Stadtverwaltung und den Stadtrat schon vor Wochen erreicht und stellte nun den Stadtbezirksbeirat vor eine Herausforderung um seine volle Tagesordnung adäquat abzuarbeiten. Drei Punkte waren dabei auch für den Bereich Gohlis von hohem Interesse:

Soziale Erhaltungssatzung
Das Thema preiswertes Wohnen und Verdrängungseffekte durch hohe Mietpreise dominiert seit Monaten bundesweit die politische Agenda. Eine Soziale Erhaltungssatzung wird dabei von Befürworterinnen und Befürwortern als mögliches Instrument gegen die negativen Effekte auf dem Wohnungsmarkt ins Feld geführt. Die Leipziger Stadtverwaltung hat dafür extra einen Kriterienkatalog erstellt, anhand dessen der geplante Milieuschutz vorgenommen werden soll. Dabei ist wichtig zu sagen, dass die Genehmigungskriterien für geplante Rück- und Änderungsbaumaßnahmen als Leitplanken dienen. Alle Vorhaben müssen einer Einzelfallbetrachtung unterzogen werden. Im Gegensatz zu Eutritzsch (Gebietsgrenzen bilden die Theresienstraße im Süden, die Delitzscher Straße im Nordwesten sowie die Anhalterstraße im Osten), bei dem die Verwaltung bauliche Sanierungs- und Aufwertungspotenziale feststellte, die eben jene Verdrängungseffekte auslösen können, wurde die Soziale Erhaltungssatzung für das vorgeschlagene Gebiet in Gohlis nicht bestätigt. Dabei ergab die Untersuchung, dass zwar gewisse Voraussetzungen erfüllt waren aber die Abgrenzung des geplanten Gebietes (ab der S-Bahntrasse Richtung Süden bis zur Möckernschen Straße über die Georg-Schumann-Straße, die Ost-West Erstreckung verläuft von der Breitenfelder Straße bis zur Wiederitzscher Straße) anders gefasst werden muss. Hierauf hat die Stadtverwaltung schon reagiert und erweiternde Untersuchungen angestoßen. Somit ist klar, dass das Thema den Stadtbezirksbeirat Nord noch häufiger in der Zukunft beschäftigen wird. Den vorliegenden Beschluss votierten die Beiräte mit fünf Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen.

Aufstellungsbeschluss und Vorverkaufsrecht östliche Bremer Straße
Wer mit offenen Augen entlang der Max-Liebermann-Straße gegangen ist, hat bemerkt, dass sich im Bereich der Bremer Straße einiges entwickelt. Mit dem Bebauungsplan zu diesem Areal beschäftigte sich der Stadtbezirksbeirat schon in der letzten Wahlperiode. Die Wohnbebauung sowie die neue Filiale der Sparkasse sind schon längst errichtet. Nun plant die Stadt, die versprochene Kita und das Gymnasium zu errichten. Dazu müssen noch die notwendigen Flächen erworben werden. Leider zeigen die aktuellen Eigentümer wenig bis keine Kooperationsbereitschaft. Auch kommt hinzu, dass durch die begrenzten Abwasserkapazitäten in dem Bereich jede neue Bebauung diese reduziert und am Ende diese aufgebraucht sind, bevor die Stadt zum Zuge kommt. Somit wären die geplante Kita und das Gymnasium nicht mehr realisierbar. Daher möchte die Stadtverwaltung von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch machen und so auch preisdämpfend auf mögliche spekulative Verkäufe in dem Bereich einwirken. Dieses Vorhaben unterstütze der Beirat einstimmig.

HauptnetzRad und Wegweisung SachsenNetz Rad
Zum Schluss stellte ein Vertreter der Stadtverwaltung die Informationsvorlage zum HauptnetzRad vor. Dessen Zielstellung ist es, durch die Definition bestimmter Radwegerouten die Grundlage zu schaffen um für geplante Radwege zum einen Fördermittel einwerben und zum anderen entsprechende Baumaßnahmen ableiten zu können. Gerade die vom Beirat vehement eingeforderte Radwegeverbindung über das Zentrum und das neue Areal am Eutritzscher Bahnhof über die Nordroute nach Halle war in der Vorlage enthalten. Der Beirat wird daher die weitere Realisierung dieses Vorhabens kritisch begleiten.

Bevor die Türen sich wieder öffnen – Erweiterung des Angebotes im Mediencampus Villa Ida

von Cathrin Neufeldt

Wie in allen anderen Veranstaltungsstätten herrschte von Mitte März bis Mitte Mai gähnende Leere im Mediencampus Villa Ida am Poetenweg. Doch statt lediglich die Absagen und Verschiebungen von Konferenzen, Seminaren und Konzerten zu verwalten, haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie wir am besten auf die aktuellen Umstände im Veranstaltungsbereich – die uns alle möglicherweise noch Monate vom normalen Betrieb abhalten werden – reagieren können. Die Nachfragen, Veranstaltungen live zu streamen bzw. nicht nur per Ton, sondern auch per Bild aufzuzeichnen, mehrten sich ohnehin. Was lag also näher, als sich in dieser veranstaltungsfreien Zeit einem solchen Projekt zu widmen. Dank der hervorragenden technischen Grundausstattung und der Expertise im eigenen kleinen Team, wurde das Projekt innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. Zukünftige Präsenzkonferenzen können nun ohne großen Aufwand per Video aufgezeichnet oder Vorträge per Live-Stream an die Adressaten übermittelt werden. Die neuen technischen Möglichkeiten bedeuten auch, dass wir allen Musikern unserer Konzertreihe „campus inter|national“ die Chance geben können, ihr Konzert über Live-Streaming etwa auf Youtube zu senden oder das Video zum Nachhören bzw. als Erinnerung zu bewahren.

KUMON: Kreativer Umgang mit dem Lockdown

von Sylvia Harms

In unserem Team im KUMON-Lerncenter in der Lindenthaler Straße 15 haben wir schon Ende Februar begonnen, uns Gedanken über das herannahende Virus zu machen. Wir haben die Verantwortung für über 100 bei uns lernende Kinder und deren Familien – wann ist der Moment, an dem wir sicherheitshalber schließen müssen? Schon vor der Schulschließung beschlossen wir, vorerst keine Kinder mehr zu uns in die Lernräume zu holen, sondern einfach nur Lernmaterial vor Ort auszugeben und kurz einzeln mit den Kindern über ihr bearbeitetes Material zu sprechen.

Grundsätzlich ist KUMON ein Selbstlernkonzept für Kinder, bei dem die Kinder für jeden Tag individuell zusammengestellte Lernunterlagen bekommen und sich ganz in ihrem eigenen Tempo die Welt der Mathematik oder des Englischen erschließen können. Im Lerncenter beobachten und begleiten wir, ermutigen die Kinder zu analysieren, zu probieren und einfach an sich selbst zu glauben. Wir machen also im Wesentlichen motivierendes Lerncoaching mit fachlicher Unterstützung. Manche Kinder sind noch dabei, ganz solide bekannten Schulstoff aufzuarbeiten und zu festigen, andere lernen bereits ein oder zwei Schuljahre im Voraus und schaffen sich somit ein bisschen Luft für die Schule. Einige kleine Mäuse gehen noch in den Kindergarten und haben einfach Lust, sich spielerisch mit Zahlen oder einer spannenden Fremdsprache zu beschäftigen.

Selbstlernkonzept – da müsste eine kurzzeitige Lerncenterschließung doch verkraftbar sein, oder? Von der Dynamik und dem Tempo der Entwicklungen wurden wir trotzdem völlig überrollt. Auf einmal waren wir von heute auf morgen von der kompletten Ladenschließung betroffen und durften keine Materialausgabe vor Ort mehr durchführen. Wir begannen, hinter den Kulissen riesige Mengen an Päckchen zu packen, alle Kontakte auf e-mail und Videoformate umzustellen. Und das „wir“ hieß: Sicherheitshalber war das Team im Homeoffice, zuständig für die Online-Kontakte mit den SchülerInnen, und Frau Dr. Harms, die Lerncenterleiterin, und einer ihrer Söhne wirbelten hinter verschlossenen Türen im Lerncenter, um weiter zu planen, ausgefülltes und zurückgesandtes Material zu analysieren und aus der Ferne coachend Feedback per e-mail zu geben. Als nach den Osterferien klar war, dass wir immer noch geschlossen bleiben müssen, haben wir weiter professionalisiert und die Onlinekontakte intensiviert, so dass wir wirklich alle SchülerInnen gut im Blick haben und uns niemand verloren geht.

Grundsätzlich waren wir die ganze Zeit über auch offen für die Aufnahme von neuen SchülerInnen – aber das ist gar nicht so einfach, wenn auf einmal die Schule in genau demselben Modus wie wir arbeitet. Einige SchülerInnen fühlten sich deutlich mit ihrem Schulmaterial überfrachtet. Andere waren froh, sich endlich in ihrem eigenen Tempo den Schulaufgaben widmen zu können. Wir merkten aber, dass alle Familien Zeit brauchten, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, und dass allerorten die Unsicherheit darüber, wie es weitergeht, so groß war, dass nicht der richtige Moment war, neue Dinge anzufangen. Wir freuten uns einfach darüber, dass unsere Lernkinder bei uns blieben und sich die Familien so gut mit unseren neuen Modalitäten arrangieren konnten. Das hat uns sehr viel Kraft für die Arbeit gegeben.

Seit dem 4. Mai dürfen wir offiziell wieder öffnen, haben aber den Neustart vor Ort auf den 25. Mai (nach Himmelfahrt) verschoben. Jetzt schieben wir Tische hin und her, messen Abstände zwischen Stühlen aus, haben ein ausführliches Hygienekonzept geschrieben und werden bei Neustart unter „Corona-konformen Bedingungen“ arbeiten. Wir nehmen das sehr sportlich. Unser Lächeln wird hoffentlich auch durch die Gesichtsmasken hindurch erkennbar bleiben, und unsere Lernbegleitung so entspannt und normal sein, wie sie es immer war. Händewaschen hat schon immer Spaß gemacht. Wir üben einfach ein paar neue Gewohnheiten ein, an die wir uns sicherlich alle schnell gewöhnen werden. Wir schaffen das. Wir wollen keinen Coronafall in unserem Lerncenter haben, und wir möchten mit Freude das ganze Jahr über geöffnet haben, auch in den herannahenden Sommerferien. Wem das Lernen in unseren Räumen aus persönlichen Gründen derzeit noch zu heikel erscheint, der kann auch weiterhin im Fernlern-/Onlinemodus bei uns lernen.

Ein interessanter Nebeneffekt der neuen Hygieneverordnung: Wir werden ab dem 25.5. an allen fünf Nachmittagen der Woche von jeweils 13.30 – 18.30 geöffnet haben. Zwar müssen wir feste Lernzeiten vergeben, damit sich nicht zu viele SchülerInnen gleichzeitig bei uns aufhalten, aber dadurch wird es pro Nachmittag auch wieder ein bisschen kleiner, gemütlicher und ruhiger. Neue Familien sind ab dem 25.5. herzlich willkommen! Gerne vorab per e-mail oder Telefon Kontakt aufnehmen und einen kostenlosen, unverbindlichen Kennenlerntermin vereinbaren: leipzig-gohlis@kumonlerncenter.de / Tel. 0341 92799331. Weitere Informationen zu unserem Lernkonzept auf www.kumon.de/leipzig-gohlis.

Luxe in schwierigen Zeiten

von Antje Bethmann

Uns von der LUX Apotheke wird die Zeit im März 2020 in besonderer Erinnerung bleiben.

Plötzlich wollten alle vorbereitet sein: die Menschen deckten sich mit Husten- und Fiebermitteln ein und die Sorge, dass die nicht reichen könnten ging um – so kamen wir kaum zum Luftholen. Wer hätte gedacht, dass durch die Corona-Pandemie plötzlich ein Engpass an Fieberthermometern, Desinfektionsmitteln und Mundschutzmasken auftreten könnte. Trotz Pandemievorbereitung fehlte es plötzlich an medizinischen Grundstoffen und Verpackungsmaterial. Da war unser Improvisationstalent gefragt. Im Zeitzer Industriepark machten wir eine industrielle Abfüllerei für Ethanol ausfindig. Obwohl dort eigentlich nur riesige Tanklaster aus ganz Europa abgefüllt werden, bekam unser Bote über den kurzen Dienstweg sechs Kanister Ethanol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln. Ähnlich abenteuerlich stellte sich die Beschaffung von Abfüllflaschen und Dosierspendern dar. Manchmal fühlten wir uns in die Zeiten vor 30 Jahren zurückversetzt. Ein befreundeter Tischler baute uns einen Spuckschutz und unsere Mitarbeiterinnen lernten mit den neuen Gegebenheiten umzugehen. Alle Kunden und Arztpraxen konnten mit Mund-Nasen-Schutz und Handdesinfektionsmitteln versorgt werden. Wenn es doch mal zu stressig in der Offizin wird, haben wir ja genug Beruhigungsmittel im Angebot.

Zum Glück sind unsere Mitarbeiterinnen alle gesund geblieben und haben dazu beigetragen, dass viele Menschen sich optimal schützen konnten.

Ich bin meinen Mitarbeiterinnen und der Pharmaziestudentin, die uns spontan geholfen hat, sehr dankbar für ihren Einsatz. Ebenfalls danke ich allen treuen Kunden, die aus Gohlis oder von weiter her zu uns kommen und die in dieser Zeit auch immer etwas geduldiger sein müssen, ganz herzlich.

Gohliser Baugeschehen – Bauen ohne Corona-Pause

von Matthias Reichmuth

Nachdem die Gohliser Baustellen im Winter keine Pause machen mussten (vgl. Heft 2/2020), ist dies nun auch für die Corona-Krise der Fall – so gibt es in jedem Gohlis-Forum wieder Neues zu berichten.

Fangen wir diesmal in Gohlis-Süd an: Zwischen Bioladen und „Major’s Pub“ wartet die Gohliser Straße 38 seit langem auf ihre Sanierung, 2018 wurde die Baugenehmigung erteilt. Inzwischen haben die Arbeiten begonnen, das Dach ist entfernt, das Haus ist entkernt und im Erdgeschoss wurde begonnen, zwei ehemalige Schaufenster zuzumauern.

Auch Neubauten gibt es in Gohlis-Süd, das größte Mehrfamilienhaus entsteht derzeit in der Lindenthaler Straße 48-50 kurz vor der S-Bahn, die Baugrube für die Tiefgarage hat inzwischen ihre volle Größe erreicht. Ein etwas kleineres Projekt wurde kürzlich in der Blumenstraße 64 begonnen. Für das Eckhaus in der Schorlemmerstraße 2 gab es zwar bauvorbereitende Maßnahmen, aber bis Redaktionsschluss noch keine Baugrube.
Weitere Neubauten warten nur noch auf ihre Ausführung, das betrifft z. B. die Fritz-Seger-Straße 10, gegenüber vom Michaelis-Kindergarten, wo 2019 die Baugenehmigung für ein frei stehendes Mehrfamilienhaus erteilt wurde. Dima-Immobilien will dort nun ab Herbst 2020 acht Wohnungen in vier Etagen errichten, darunter sieben Wohnungen mit mehr als 130 Quadratmetern. Einige Bäume bleiben dem Grundstück wohl erhalten, darunter das Naturdenkmal „Kaukasische Flügelnuss“, eine hierzulande seltene Baumart.

Umstritten war in Gohlis-Mitte die Planung für die Schlotterbeckstraße 2. Hier gab es nun im Februar 2020 die Baugenehmigung für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. Inzwischen ist die Fläche beräumt und wartet auf den Baubeginn. Auf dem übernächsten Grundstück, in der Schlotterbeckstraße 6 sollen dann 2021 fünf Wohneinheiten und Stellplätze entstehen, wo derzeit noch ein gemütlicher Kleingarten gedeiht.
In Gohlis-Nord sind inzwischen die ersten Gerüste an den Vonovia-Fertigbauten gefallen, die Hausnummern 2 bis 6 sind deutlich sichtbar am großen Baublock längs der Landsberger Straße angebracht, zählen aber zur Maria-Grollmuß-Straße, die Nummern 8 bis 12 in drei Blöcken folgen der Kurve derselben Straße.
Im Rohbau fertig und mit Fenstern versehen zeigt sich auch der Neubau der BBW-Kindertagesstätte in der Bremer Straße für 180 Kinder. Der Eingang liegt künftig auf der Nordseite, auf dem Bild ist noch der Zaun des Vorgängerbaus zu sehen, zu dem es auch hier von der Westseite aus einen Zugang gab.

Auf der anderen Seite der Bremer Straße machen die 65 Wohnungen in zwei großen L-förmigen Blöcken große Fortschritte, über die wir zuletzt in Heft 2/2020 berichtet hatten. War damals nur die Tiefgarage erkennbar, waren bei Redaktionsschluss schon drei bis fünf Etagen Höhe erreicht. Da es inzwischen einen Fußweg um den direkt südlich anschließenden Komplex Max-Liebermann-Straße 49 bis 59 herum gibt, lässt sich die Baustelle auch gut von mehreren Seiten aus besichtigen.

Nacht der Kunst 2020

Auch in diesem Jahr und vor allem in diesem besonderen Jahr wird die Nacht der Kunst – das größte Kunst- und Kulturfestival im Leipziger Norden stattfinden. Nunmehr zum 11. Mal werden am 1. Samstag im September – in diesem Jahr am 05. September – Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Genres, Nationen und Grad der Profession ihre Arbeiten an verschiedenen Orten – entlang der Georg-Schumann-Straße und in den angrenzenden Straßen zeigen. Dazu stellen Gewerbetreibende ihre Geschäfte, Gewerberäume, Lagerflächen als Ausstellungsflächen zur Verfügung, aber auch im öffentlichen Raum, in Toreinfahrten, Passagen, auf Plätzen und entlang der Magistrale sind die Besucher*innen zum Schauen, Verweilen, Genießen und Mitmachen eingeladen.

Das Besondere an der Nacht der Kunst ist die Vielfalt der Ausstellungen und Aktionen, die Jung und Alt, Anwohner*innen und Besucher*innen aus der ganzen Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus anzieht und zum Mitmachen einlädt.
Während das öffentliche Leben coronabedingt in den letzten Wochen nahezu zum Erliegen gekommen ist, stecken die vom Förderverein Georg-Schumann-Straße e.V. beauftragten Organisatoren der Nacht der Kunst bereits voll in den Vorbereitungen dieses Kunstevents.
Es wurden Gespräche mit den Förderern und den Ämtern der Stadt Leipzig geführt, derzeit wird ein Hygienekonzept erarbeitet und die Anmeldung für Standorte und Künstler ist freigeschaltet.

Alles spricht dafür, dass dieses Kunstevent, das sich über die Stadtteile Wahren – Möckern – Gohlis erstreckt, wie geplant stattfinden kann. In diesem Jahr wird es neben anspruchsvoller Kunst auch viel Platz und Möglichkeiten für Ausstellungen aller Art geben. Das Ganze wird wieder ergänzt durch ein buntes Rahmenprogramm mit vielen Aktionen für die ganze Familie vom Mitmachzirkus, Kinderrallye über Walking Acts, Sport- und Tanzdarbietungen bis hin zu zahlreichen Konzerten und leckerem Streetfood.

Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr die Internationalität darstellen. So werden neben zahlreichen ausländischen Künstler auch Livedarbietungen dazu dienen, Einblicke in verschiedene Kulturen zu bekommen.

Die Nacht der Kunst wird in diesem Jahr mit einer Sonderausstellung des bekannten palästinensischen Fotografen Mahmoud Dabdoub, der seit fast 40 Jahren in Leipzig lebt, einen weiteren Höhepunkt erfahren.

Wir freuen uns auf ein buntes Fest, das gemeinsam von und mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und Künstlern vorbereitet und veranstaltet wird und rufen nochmal Standorte und Künstler auf, sich unter www.ndk-leipzig.de bis 30.05.2020 anzumelden.
Bleiben Sie gesund und freuen Sie sich auf ein buntes Fest!

Ihre Monika Maywald und Kerstin Herrlich
Organisationsteam der Nacht der Kunst

Nach Corona-Pause wieder Sommerweine im [w]einstein 13

von Monika Maywald

2020 ist das Jahr der besonderen Herausforderungen für jeden von uns, so auch für Monika Maywald
von Weine & Events, die im [w]einstein 13 ihre Gäste zu virtuellen Weinreisen mit dem entsprechend feinen Tropfen auf der Zunge empfängt, exklusive Weine zum Verkauf anbietet oder zu beliebten Sonderevents einlädt.

So begann 2020 schwungvoll und erfolgreich mit Weinabenden mit spannenden Themen wie „Wein & Schokolade“ oder „Autochthone Reben – Exoten in Europa“. Doch bald zogen dunkle Corona-Wolken am Horizont auf. Mit viel Enthusiasmus, Improvisation und einer Portion Mut öffnete Monika Maywald trotz abgesagter Buchmesse im März ihre Türen und lud zu zwei Buchlesungen ins [w]einstein 13 ein. Die Kunden dankten es ihr mit ausgebuchtem Haus und Begeisterung.

Dann wurde es still im Geschäft – die Türen schlossen sich – Corona bedingt.
Im Homeoffice hatte die Önologin Zeit, ihre Weinreisen aufzuarbeiten, Fotos zu sondieren und für neue Events in der „Zeit danach“ aufzuarbeiten.
Auch die website von Weine & Events erfuhr eine gründliche Überarbeitung und erstrahlt im neuen Glanz.
Per Videochat mit ihren Partnerkellereien im Bulgarien wurden in diesem Jahr die neuen Weine abgestimmt und bestellt. In Corona-Zeiten musste sich die Önologin auf die Weinbeschreibung ihrer langjährigen Partner verlassen und konnte leider nicht vor Ort probieren. Eine gesunde Portion Vertrauen und viel Erfahrung gehört da sicher dazu.

Ende April endlich öffnete das [w]einstein 13 wieder und Weinliebhaber haben die Möglichkeit, zu den bekannten Öffnungszeiten einen guten Wein mit Beratung durch die Fachfrau zu erstehen. Ungewohnt -Weinberatung mit Maske – eben das Jahr der Herausforderungen.
Ab Juni werden die neuen Weine aus Thrakien in Leipzig sein. Sie haben dann die Wahl aus einem breiten Sortiment feiner Tropfen. Und ob Sie sich für einen Pinot Noire, einen Muscat oder einen exklusiven Mavrud entscheiden, Sie nehmen sich immer ein Stück Lebens-Art mit nach Hause!
Zum Wohl!

Monika Maywald
Weine & Events
[w]einstein 13, Breitenfelder Str. 20
www.weine-events.de
Tel. 0172-9283063

Seit 2013: Musiknoten bei Notenfindel

von Christiane Findel

Seit September 2013 gibt es die Firma Notenfindel, gegründet von Christiane Findel, Urleipzigerin und in Gohlis aufgewachsen.

Die Firma Notenfindel bietet Noten für Instrumente aller Art, für Gesang, Orchester sowie Zubehör an. www.notenfindel.com. Zum Zubehör zählen z.B. Magnetbleistifte, Notenständermagnete, ausgewählte CDs, Adventskalender, Jahreskalender, Ausstechformen in Form eines Notenschlüssels, Notenschals, Aufkleber (natürlich mit Noten) usw.

Da Notenfindel ein Internetshop ist, wird die Ware vorrangig per Post versendet. Manche Kunden holen sich ihre Noten auch selbst ab. Außerdem gibt es diverse Verkaufsstände zu musikalischen Veranstaltungen. Diese Verkaufsstände sind dieses Jahr durch die Corona-Pandemie fast alle abgesagt worden, z. B. das Musikfest im Gewandhaus, Verkaufsstände in der Musikschule und vor allem der eigentlich geplante Blockflötenworkshop im Juni mit dem Komponisten Sören Sieg. Das ist sehr traurig. Umso erfreulicher ist es, dass der Bürgerverein den Weihnachtsmarkt im Budde-Haus organisiert, an dem sich Notenfindel beteiligen wird.

Um dennoch für die Kundschaft präsent zu bleiben, wurde mehr als sonst Werbung z.B. für Neuerscheinungen gemacht. Die Kunden werden immer fachgerecht und passgenau beraten. Es gibt für so ziemlich jede Besetzung Noten!
Stöbern Sie gern auf meiner Internetseite und melden Sie sich bei mir! Wir finden die richtigen Noten für Sie!

Christiane Findel studierte an der Musikhochschule Leipzig „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Alte Musik mit dem Hauptfach Blockflöte. Seit mehr als 30 Jahren unterrichtet sie in Leipzig Blockflöte und wird dies auch weiterhin anbieten.
Kontakt: Notenfindel, neue Handynummer: 0152/26256305