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Gohlis Forum 2/2018

Editorial Gohlis Forum 2/2018

Von Matthias Reichmuth

Liebe Leserinnen und Leser,

der März ist da, daher kommt wieder die Buchmesse nach Leipzig und mit ihr eine große Zahl von Lesungen auch nach Gohlis. Der Bürgerverein Gohlis ist auch mit einer Lesung dabei, die in diesem Jahr im Budde-Haus stattfindet, mehr dazu auf Seite 11.
Nach der Buchmesse steht dann der Frühlingsanfang im Kalender. Dazu passend haben wir nicht nur das Titelfoto ausgewählt, sondern einen Schwerpunkt bei den Kleingärten gesetzt, die im Frühjahr wieder zum Leben erwachen. Wussten Sie, dass es in Gohlis noch deutlich über 50 freie Kleingärten gibt? Zu Zeiten, in denen das Wachstum der Stadt die Schulen, Kindergärten, Sportvereine und manche Straßenbahn aus allen Nähten platzen lässt, ist das doch eine erfreuliche Überraschung. Weniger erfreulich ist dagegen der Verlust etlicher Bäume, den Gohlis auch in diesem Winter wieder zu beklagen hatte, dazu finden Sie auf Seite 2 einen Zwischenruf. Schritte in die Richtung zu mehr Bäumen gibt es dagegen auf öffentlichen Straßen und Plätzen: Maria Köhler vom Magistralenmanagement beschreibt auf Seite 3, wie Baumspenden über den Förderverein der Georg-Schumann-Straße organisiert werden können und damit noch über die Bäume hinaus zusätzlichen Nutzen bringen. Ich habe es ausprobiert und es klappt auch, mein Patenbaum wirbt seit Dezember „für saubere Luft in Gohlis“. Und auch unser Foto-Wettbewerb passt zur Pflanzenwelt: Machen Sie doch von unseren Gohliser Grünanlagen einmal schöne Kalenderfotos!
Auch sehr erfreulich ist die Erweiterung unserer Redaktion: Wolfgang Leyn, 2017 dem Bürgerverein beigetreten, hat in dieser Ausgabe erstmals bei der Redaktion mitgewirkt und gleich mehrere Artikel und neue Ideen beigesteuert. Als er mir nach seiner Recherche die Liste der Gohliser Kulturveranstaltungen von Mitte März bis Mitte Mai schickte, hätten wir damit vier Seiten dieses Heftes füllen können! Nun haben wir alle Termine bis zum Ende der Buchmesse herausgelassen und noch weiter gekürzt, mehr als eine Seite ist immer noch übrig geblieben. Die komplette Liste sollte im März auf unserer Internetseite erscheinen. Dort erscheinen auch Schritt für Schritt die Artikel unseres Online-Lexikons, das unser inzwischen vergriffenes Buch „700 Jahre Gohlis“ sinnvoll ergänzen möchte. Dazu können Sie in diesem Heft auf Seite 12 etwas lesen.
Kommen Sie alle gut in den Frühling!

Zwischenruf

Von Wolfgang Leyn

Gohlis hat Anfang des Jahres gleich mehrere große Bäume verloren – in der Eisenacher Straße, in der Fechnerstraße, in der Magdeburger Straße… Eine Folge des Sturmtiefs „Friederike“ vom 18. Januar? Mitnichten. Warum diese Bäume gefällt wurden, darüber lässt sich nur spekulieren. Gab es womöglich Sicherheitsbedenken wegen mangelnder Standfestigkeit? Oder ging es um Baufreiheit für die anstehende Sanierung des Mietshauses auf dem Grundstück? Wem stand der Baum im Wege? Rechenschaft geben müssen die Auftraggeber der Baumfällungen niemandem. Auch neue Bäume nachpflanzen müssen sie nicht. So ist die Rechtslage in Sachsen.

Seit 2010 haben die Eigentümer bebauter Grundstücke im Freistaat jedes Jahr von Oktober bis Ende Februar fast vollständig freie Hand fürs Baumfällen. Mit den Stimmen von CDU und FDP beschloss seinerzeit der Landtag eine „Vereinfachung“ des Umweltrechts und setzte damit die Leipziger Baumschutzverordnung von 1993 außer Kraft. Nach Schätzungen des Ökolöwen wurden von 2010 bis 2015 in Leipzig etwa 10.000 Bäume ersatzlos gefällt. Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber bekannt ist, dass drei Viertel aller Leipziger Bäume auf Privatgrundstücken wachsen. In Gohlis-Süd mit seinen Vorgärten und grünen Höfen dürfte der Anteil noch höher liegen.

Mit jedem gefällten Baum wird der Stadtteil ein bisschen stickiger, staubiger, lauter, windiger, heißer. Mit jedem gefällten Baum geht ein Stück Lebensqualität für Menschen und Lebensraum für Vögel und andere Tiere verloren. Die Eigentümer von Rendite-Immobilien interessiert das freilich nicht. Die leben meist ganz woanders, weit weg. Aber uns Gohlisern sollte es nicht gleichgültig sein.

Die gefällten Bäume sind nicht mehr zu retten. Das Landesgesetz geht nicht so leicht zu kippen. Aber wir als Mieterinnen und Mieter können den Vermietern klar machen, welchen Wert die Bäume für uns haben und welche Rolle sie auch für die Bewertung der Wohnung spielen. Nach einer Fällung, die nicht zu verhindern war, können wir auf Ersatzpflanzungen drängen. Und wer selbst eine Eigentumswohnung besitzt, hat natürlich Ein­fluss auf das Gemeinschaftseigentum im und am Haus, zu dem ja auch die Bäume zählen!
Es darf nicht sein, dass einerseits im öffentlichen Raum neue Bäume gepflanzt werden, während andererseits auf Privatgrundstücken mehr und mehr Bäume ersatzlos verschwinden.

Baumpatenschaften für eine „Grüne Schumann“

Von Maria Köhler, Magistralenmanagement Georg-Schumann-Straße

Mehr Bäume und damit mehr Grün im Straßenbild wünschen sich zahlreiche Anwohner*innen und Gewerbetreibende der Georg- Schumann-Straße, so ein zentrales Ergebnis der Umfrage zur Wahrnehmung der Georg-Schumann-Straße, welche vom Magistralenmanagement im Herbst 2017 durchgeführt wurde. Auch wenn es noch nicht für alle sichtbar ist: Die Magistrale wird beständig grüner. Seit 2013 erfolgten rund 140 Neupflanzungen von Bäumen entlang der Straße, zuletzt wurden im November 2017 im Zuge der Straßensanierung im Abschnitt Linkelstraße bis Viadukt 43 Stadtlinden angepflanzt.

Ermöglicht wird dieses Stadtgrün unter anderen durch Spender*innen und Baumpat*innen im Rahmen der 1997 initiierten Spenden- und Pflanzaktion „Für eine baumstarke Stadt“, die für die Pflanzung von Bäumen in öffentlichen Parks, an Straßen, auf Plätzen sowie auf städtischen Friedhöfen steht. Eine Baumpatenschaft kann man für 250 € eingehen. Die tatsächlichen Kosten einer Baumpflanzung sowie die jährliche Pflege sind wesentlich kostenintensiver, dennoch unterstützt jeder gespendete Euro eine immer grüner werdende Stadt. Ab einer Spende in Höhe von 250 €, egal ob durch eine Einzel- oder eine Gruppenspende (z.B. als Verein oder Schulklasse), ist es möglich, einen bereits gepflanzten Patenbaum an einem Standort seiner Wahl auszusuchen. Haben Sie sich für einen Baum entschieden und die Spende überwiesen, wird Ihr persönlicher Widmungstext auf ein Schild graviert und direkt neben dem Wunschbaum angebracht. Sie erhalten zudem ein Zertifikat über Ihren Spenderbaum mit Widmungstext, Lageplan und einer Beschreibung des ausgesuchten Patenbaumes. Welche Bäume noch auf eine Patenschaft warten, kann auf der interaktiven Karte der Stadt Leipzig nachgesehen werden.

Doppelt Gutes Tun
Wer eine Baumpatenschaft entlang der Magistrale übernehmen und etwas für mehr Grün auf der Georg-Schumann-Straße tun möchte, der kann seinen Antrag auf die Übernahme einer Baumpatenschaft über den Förderverein Georg-Schumann-Straße e.V. abwickeln. Der Förderverein ist Teil der Netzwerkinitiative „Grüne Schumann“. Baumspenden die über den Förderverein eingehen und von dort aus an das Amt für Stadtgrün und Gewässer „Aktion Baumstarke Stadt“ weitergeleitet werden, können durch ein Sondermodell des Verfügungsfonds der Georg-Schumann-Straße mit 50 Prozent durch Städtebaufördermittel gefördert werden. Diese Fördersumme steht dem Verein und engagierten Akteuren der Magistrale für weitere Baumspenden und zur Unterstützung von Projekten im Rahmen der „Grünen Schumann“ zur Verfügung. Für das Jahr 2018 sind so u.a. die Durchführung von Frühjahrsputz-Aktionen, Themenradtouren und die Durchführung des beliebten Radwanderkinos geplant.
Seit 2007 konnten in den Stadtteilen entlang der Magistrale über 120 Baumpatenschaften durch Bürger*innen, Initiativen und Gewerbetreibende realisiert werden. Im Stadtteil Gohlis wurden in den letzten zehn Jahren 289 neue Bäume angepflanzt, rund jeder fünfte Baum kann sich inzwischen über eine Patenschaft freuen. Es besteht weiterhin jederzeit die Möglichkeit, eine Baumpatenschaft für einen der zahlreichen Bäume entlang der Georg-Schumann-Straße und den angrenzenden Stadtteilen zu übernehmen, ob anlässlich eines familiären oder betrieblichen Ereignisses, oder um etwas Gutes zu tun, für mehr Grün in der Stadt. Gerne unterstützen wir Sie als Magistralenmanagement in der Antragstellung.

Weitere Informationen finden Sie unter:
schumann-magistrale.de
www.foerderverein-georg-schumann-strasse.de
www.leipzig.de/baumstark

Gärtnern in Gohlis

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Von Wolfgang Leyn

Zu den 14 Gartenvereinen (je vier in Gohlis-Nord und -Mitte, sechs in Gohlis-Süd) gehören über 2 000 Schrebergärten. Leipzig hat von allen deutschen Städten die größte Dichte an Kleingärten im Verhältnis zur Einwohnerzahl. 1865 wurden hier auf Anregung des Leipziger Reformpädagogen Ernst Innozenz Hauschild die ersten „Schreberplätze“ angelegt, Turn- und Spielplätze für Kinder von Fabrikarbeitern. Benannt waren sie nach dem 1861 verstorbenen Arzt Moritz Schreber. Der hatte für „systematische Heilgymnastik“ geworben und für die Ertüchtigung der Stadtjugend durch Arbeit im Grünen. Zu den „Schreberplätzen“ gehörten Kinderbeete, um die sich bald schon die Eltern zu kümmern begannen. So entstanden 1869 in Leipzig die Schrebergärten.

Als erster Kleingartenverein im Nordwesten wurde 1884 der „Schreberverein zu Gohlis, bei Leipzig“ gegründet. Seit der Verwaltungs-Neugliederung von 1992 gehört der heutige Kleingartenverein „Schreber-Hauschild“ zu Möckern. Der zweitälteste Verein namens „Naturheilkunde“ in Gohlis-Nord besteht seit 1887. Mit 476 Parzellen auf einer Fläche von 10,90 Hektar ist er zugleich der größte des Stadtteils. Etwa die Hälfte der Parzellen liegt jedoch jenseits der Nördlichen Rietzschke und damit in Wiederitzsch. Der kleinste und jüngste Gohliser Gartenverein ist mit 22 Parzellen auf 0,66 Hektar die „Grüne Hoffnung“ in Gohlis-Mitte, gegründet wurde er 1992.

Die Namen mehrerer Gartenkolonien geben einen Hinweis auf die Initiatoren: So gehen die Wurzeln der 1905 gegründeten „Volksgesundung“ zurück auf den „Allgemeinen Turnverein Leipzig-Gohlis 1848“. An die Lebensreformbewegung seit Mitte des 19. Jahrhunderts erinnert die „Naturheilkunde“. Die „Seilbahn“ wurde 1917 von der Firma Adolf Bleichert & Co. für ihre Beschäftigten angelegt. Kleingärten boten den oft beengt wohnenden Arbeitern und Angestellten ein „Luftbad“ mit Freizeit im Grünen, Gemeinschaftsarbeit, Geselligkeit beim Kinder- und Sommerfest. Sieben der insgesamt 14 Gohliser Anlagen verfügen über ein Vereinshaus mit Gartenkantine.

In den Notzeiten nach dem 1. und dem 2. Weltkrieg dienten die Schrebergärten vor allem der Versorgung mit Lebensmitteln. Anfang des 20. Jahrhunderts unterhielten Gartenvereine wie die „Naturheilkunde“ sogenannte „Milchkolonien“. Bedürftige Kinder erhielten dort in den großen Ferien früh und abends je einen halben Liter Milch und ein Weißbrötchen und konnten sich tagsüber unter Leitung eines Vereinsfreundes auf dem Spielplatz beschäftigen oder kleine Ausflüge unternehmen. 1932 wurde in Gohlis-Nord die Kleingartenanlage „Am Rietzschkestrand“ gegründet. Von deren ursprünglich 177 Gärten wurden fast 100 an Erwerbslose vergeben.

Die Pachtdauer in Kleingartenanlagen ist grundsätzlich nicht begrenzt. Und doch verloren auch in Gohlis im Lauf der Zeit viele Schrebergärtner ihre Parzelle, weil der Boden als Bauland benötigt wurde. So hatte der Verein „Neu-Gohlis“ 1930 eine Größe von rund zwölf Hektar und 424 Parzellen. Ab Mitte der 1950er-Jahre schrumpfte sie kontinuierlich aufgrund des kommunalen oder genossenschaftlichen Wohnungsbaus an Landsberger, Max-Liebermann-, Franz-Mehring-Straße und Viertelsweg. Heute hat die Anlage 65 Parzellen auf gerade noch 1,84 Hektar.

Die meisten Gartenkolonien wurden schon zu DDR-Zeiten staatlich anerkannte Naherholungsgebiete. Die „Seilbahn“ war sogar international erfolgreich: Nach mehreren Auszeichnungen als Sieger im Landeswettbewerb Sachsen und im Bundeswettbewerb erhielt die Anlage 2012 das Europäische Diplom des „Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux“. Das ist der größte europäische nicht gewerbsmäßige Zusammenschluss von nationalen Kleingärtnerverbänden mit über 2 Millionen angeschlossenen Kleingärtnerfamilien.

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In mehreren Anlagen gibt es noch freie Gärten (Stand 21.02.18):
Kleingartenverein / freie Gärten
Am Rietzschkestrand 20
Am Rosental 5
Goldene Höhe 7
Grüne Hoffnung 2
Naturheilkunde 21
Seilbahn 5
Volksgesundung 5

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GF 2/2018: Gohliser Geschäftsleben

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Von Tino Bucksch

Seit November 2017 gibt es in der Wilhelm-Plesse Straße 12b eine Pizzeria mit dem Namen „Pizza Revolution“. Das Geschäft ist eine Zweigstelle einer Pizzeria aus dem Leipziger Süden, die nun auch den Leipziger Norden beliefern kann. Natürlich werden auch Speisen und Getränke vor Ort angeboten. Potenziellen Kunden wird der Standort noch unter dem Namen „SehBrücke“ bekannt sein, der in der vergangenen Zeit mehrfache Nutzer hatte. Mit einem geplanten Innenausbau im März für mehr Sitzplätze zeichnet sich vielleicht sogar eine dauerhaftere Nutzung am Standort ab.

Leider müssen wir auch von einer Schließung berichten. Noch 2017 hatten wir über eine Ladeneröffnung in der Adolph-Menzel-Straße 9 geschrieben. Leider konnte die Geschäftsidee mit Verkauf am Sonntag und nach 22 Uhr nicht realisiert werden, so dass der Laden wieder geschlossen hat.

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Wohnraum in Gohlis vernichtet

Von Ursula Hein

Anfang Januar kurz nach dem Brand
Anfang Januar kurz nach dem Brand

Wo noch Ende Dezember ein zwar leerstehendes, aber funktionsfähiges Wohnhaus in der Georg-Schumann-Straße stand, gähnt heute eine leere Fläche. Soll hier ein Neubau entstehen mit bezahlbarem Wohnraum oder ein Renditeobjekt? Oder wird die Fläche als Spekulationsobjekt betrachtet, wie andere Häuser und Grundstücke in Gohlis?

Es ist nicht der erste Abriss eines Wohnhauses an dieser Straße. Hier war wahrscheinlich ein Feuerteufel tätig, denn wie hätte sonst ein unbewohntes Haus, das als Möbellager diente, in Flammen aufgehen können? Die Brandursache bleibt im Dunkeln – ähnlich wie bei Brand der Gohliser Mühle vor über einem Jahrzehnt und an anderen Stellen.

Ob hier ein Pyromane seiner zerstörerischen Neigung nachging, oder ob andere Gründe wird sich nie ermitteln lassen Der Bürgerverein macht sich aber ernsthaft Sorgen, ob dieser verheerende und zerstörende Brand Nachahmer finden wird.
Es gibt genügend leerstehende Häuser an der Georg-Schumann-Straße und nicht nur dort, die sich abfackeln ließen. Hier müsste die Polizei ein wachsames Auge auf den bedrohten Wohnraum haben. Schließlich gibt es genügend Menschen, die in Leipzig bezahlbare Wohnungen suchen. Hoffen wir, dass das Renditedenken nicht Vorrang vor Gemeinsinn gewinnt und in Gohlis neue Wohnungen entstehen und leerstehende endlich wieder vermietet werden.

Kalenderfotowettbewerb

Von Matthias Reichmuth

Der Vorstand hat auf seiner Januar-Sitzung beschlossen, dass der Gohlis-Kalender für 2019 mit einem Thema erscheinen soll. Als mögliche Motive wurden vorgeschlagen:
a) Gohliser Plätze und Grünanlagen
b) Gohliser Treppenhäuser
Alle Leserinnen und Leser des Gohlis-Forums werden hiermit aufgerufen, zu diesen beiden Themen Fotos (in sehr guter Auflösung) zu machen und uns per Email (an Buergerverein@gohlis.info) zukommen zu lassen. Im Oktober entscheiden wir dann, zu welchem Thema die Auswahl am besten geworden ist und wählen aus dieser Reihe die 12 passendsten Fotos für 2019 aus. Das andere Thema hat dann noch Chancen, zum Kalenderthema für 2020 zu werden.Warten Sie mit Ihren ersten Fotos nicht lange, schließlich sollen unterschiedliche Jahreszeiten sichtbar werden, und schicken Sie uns Ihre ersten Bilder auch schon gerne im Frühjahr!

Bibliothek Erich Loest

GF 2/2018: Neues aus der Bibliothek Gohlis „Erich Loest“

Liebe Leserinnen und Leser des Gohlis Forum,

das Jahr schreitet zügig voran. Schon ist es wieder März, und im März wird Leipzig, wie jedes Jahr, wieder zum Zentrum des nationalen und internationalen Buchmarkts. Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Tore und bietet den Verlagen die Bühne für die literarischen Neuerscheinungen des Frühjahrs 2018. Das zur Buchmesse gehörende Lesefest „Leipzig liest“ geht dieses Jahr bereits in die 27. Runde und die Bibliothek Gohlis ist natürlich wieder mit von der Partie.

Am Donnerstag, den 15. März um 19 Uhr, begrüßen wir den mehrfach ausgezeichneten Autor Hans Pleschinski bei uns. Stand in seinem letzten Roman „Königsallee“ noch Thomas Mann im Mittelpunkt, so ist es in seinem neuen Werk „Wiesenstein“ mit Gerhart Hauptmann ein weiterer deutscher Literaturnobelpreisträger. März 1945, die Welt liegt in Trümmern. Inmitten dieser Barbarei begeben sich Gerhart und Margarete Hauptmann nach Schlesien in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie ihr immer noch luxuriöses Leben weiterführen. Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Hans Pleschinski erzählt erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, der großen Flucht und dem Verlust von Heimat.

Am Freitag, den 16. März ist die Autorin Ines Thorn mit ihrem historischen Roman „Die Strandräuberin“ zu Gast in der Bibliothek Gohlis. Sylt im Jahr 1711. Jördis, die bei ihrer Großmutter lebt, muss sich als Strandräuberin durchschlagen und gehört damit zu den Außenseitern auf der Insel. Da ihre Vorfahren aus Island stammen, hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der sie für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf. Vor der atemberaubenden Naturkulisse der Nordseeinsel Sylt, beschreibt der Roman dramatisch und schicksalhaft den Kampf einer jungen Frau um ihr Glück, ihre Zukunft und ihre große Liebe. Auch diese Lesung beginnt 19 Uhr.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bibliothek Gohlis „Erich Loest“
Stadtteilzentrum Gohlis
Georg-Schumann-Straße 105, 04155 Leipzig,
Tel.: (0341) 1235255
E-Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 10 – 19 Uhr | Mi 15 – 19 Uhr

Fragen wir die Gohliserinnen und Gohliser!

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Von Ursula Hein und Matthias Judt

„Gohlis in Geschichte und Gegenwart“ – das Geschichts„buch“ im Internet – nimmt immer mehr Form an. Text um Text ist in Arbeit (bzw. Bearbeitung). Für Fotos und Abbildungen klären wir noch die Veröffentlichungsrechte. Aber wir brauchen auch Ihre Hilfe, liebe Leserinnen und Leser des Gohlis-Forum. Bitte unterstützen Sie uns mit Berichten und Fotos. Schreiben Sie uns, was Sie noch im Buch und auf der Homepage vermissen.

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Aber erst einmal wollen wir Ihnen einige Fragen stellen und hoffen auf viele Antworten:

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1. In welchen Straßen, in welchen Geschäften von Gohlis haben Sie vor 1989 und danach Ihre Einkäufe getätigt? Haben Sie vielleicht sogar Fotos aus früheren Jahren, die Geschäfte und Geschäftsstraßen zeigen?

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2. Seit 1999 erinnert der Straßenname „Natonekstraße“ an den Journalisten Hans Natonek, der 1935 aus Leipzig emigrieren musste, und dessen Sohn Wolfgang, der sich nach dem zweiten Weltkrieg im Leipziger Studentenrat engagierte. Wissen Sie, ob die Natoneks in Gohlis gelebt haben?

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3. Erhalten geblieben ist der Straßenname Jörgen-Schmidtchen-Weg, benannt nach dem ersten, an der innerdeutschen Grenze ums Leben gekommenen NVA-Grenzsoldaten. War Schmidtchen, der in Leipzig geboren wurde, Einwohner von Gohlis?

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4. Wer kann Näheres zu Heinrich Budde mitteilen, über den wir bisher – wie wir finden – zu wenig biografische Informationen gefunden haben?

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5. In der Magdeburger Straße gab es einen VEB Angelgeräte Leipzig. Kann zu diesem Betrieb und seinen Vorgängerfirmen Näheres berichtet werden?

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6. Im heutigen „Schokoladenpalais“ residierte ab Ende der 1960er Jahre der VEB ORSTA-Hydraulik. Wir sind an Informationen und Fotos zu diesem Unternehmen, insbesondere zu seinen Aktivitäten im Schokoladenpalais interessiert.

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7. Neben der Gohliser Actien-Brauerei gab es bis 1925 auch eine Gose-Brauerei in der heutigen Natonekstraße (Ecke Elsbethstraße), wo heute das Bürgeramt seinen Sitz hat. Wer kann helfen, zu dieser Brauerei Informationen zusammenzutragen?

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8. Uns wäre wichtig, die in Gohlis tätigen bzw. tätig gewesenen politischen Parteien vorzustellen und zwar seit dem 19. Jahrhundert. Auch die NSDAP darf hier nicht unterschlagen werden. Von der SED-Ortsgruppe Gohlis wissen wir gerade einmal aus einem LVZ-Artikel von Anfang der 1950er Jahre, dass dort „Schumacher-Leute“ unterwegs seien. Was kann Weiteres über die SED vor Ort, was über die anderen Blockparteien aus DDR-Zeiten berichtet werden? Wie haben sich diese insgesamt fünf Parteien 1989 vor Ort gewandelt? Wie ist es zur Gründung von Ortsvereinen neuer Parteien gekommen?

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9. Schulen in Gohlis: Wer hat noch Fotos von Einschulung oder Entlassfeiern? Wer kann Informationen und Bilder zur Büttnerschen Höheren Mädchenschule und ihren beiden Leiterinnen Frl. Mathilde Büttner und Frl. Ruschhaupt spätere Frau Wenke-Ruschhaupt herbeibringen?

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Dies sind die ersten Fragen, die wir Ihnen stellen möchten. In den kommenden Ausgaben des Gohlis-Forum werden wir uns immer wieder an Sie wenden und um Informationen und Mitarbeit bitten.

Bis dahin: Kramen Sie in Ihren Fotoalben! Bitte stellen Sie uns Bilder aus ihrem Alltag im Nachkriegs-Gohlis zur Verfügung – aus der Nachkriegszeit, der DDR und der Bundesrepublik.

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Bürgerverein Gohlis begrüßt die Neugründung des Schillervereins Leipzig

Foto: Ursula Hein vom Bürgerverein Gohlis und der neue Vorsitzende des Schillervereins Dr. Jörg Flemmig bei der Gründungsversammlung

Von Ursula Hein

40 Schiller-Enthusiasten trafen sich am 17.2.2018 im Gohliser Schlösschen, um nach fast 70 Jahren den Leipziger Schillerverein endlich neu zu gründen. Der Humanismus Schillers soll in unsrer Zeit zunehmender Enthumanisierung wiederbelebt und der Weg zu einer kritischen und kreativen Auseinandersetzung mit Schiller gegenwärtigen und zukünftigen Generationen inner- und außerhalb Deutschlands geebnet werden. Die Landesregierung Sachsen/DDR hatte den Verein 1949 aufgelöst und die bis 1842 reichende Traditionslinie von Robert Blum, dem Leipziger Revolutionär und Schillerverehrer, über bürgerliche Wissenschaftler wie Heinrich Wuttke und dem jüdischen Germanisten Georg Witkowski scheinbar endgültig beendet. Die Initiatoren Dr. Jörg Flemming, langjähriger Schiller-Darsteller im Schillerhaus, und der hessische Schriftsteller Peter Völker hatten zu dieser Gründung aufgerufen. Flemming wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertreter sind Dietmar Schulze und Dr. Hansjörg Rothe, alle in Leipzig wohnend. Peter Völker will die Arbeit des Vereins von Gründau/Hessen aus mit Rat und Tat begleiten. Der Bürgerverein Gohlis e.V. begrüßt und unterstützt die Vereinsgründung, an der auch unser langjähriges Vereinsmitglied Hansgeorg Herold beteiligt ist.

Für die Gründungsfeier am 9. Mai 2018 im Gohliser Schlösschen wird eine Anmeldung unter schillerverein-leipzig@web.de erbeten. Auch der Bürgerverein wird sich dort einfinden.