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Gohlis Forum 6/2019

Unbenannte Plätze in Gohlis – sechster Teil – Reichlich Zierde für die Erbse

von Peter Niemann

Es ist immer ein Grund zur Freude, wenn bestehende Parks durch Spielplätze, Sitzgelegenheiten und Pflanzen und Bäume aufgewertet werden. So geschehen im Spätsommer in Gohlis. Die Rede ist von dem mehrteiligen öffentlichen Park, der von der Kreuzung Max-Liebermann-/Landsberger Straße sowie dem westlichen Ende der Hannoverschen Straße gleichermaßen eingegrenzt wird und zugänglich ist. Verbunden werden die beiden Teile durch einen nun barrierefreien Diagonalweg.

Im Kreuzungsbereich der beiden Straßen wird die Aufenthaltsqualität durch zusätzlichen Baumbewuchs und gleich mehrere Sitzgelegenheiten gesteigert, die besonders ältere Menschen in sonnigen Nachmittagsstunden zum Verweilen und Erholen einladen.
Das Highlight des Parks ist jedoch ohne Frage die Neugestaltung des direkt an Hannoversche Straße und die J.-H.-Pestalozzi Förderschule grenzenden Areals. Hier wurde eine ganze Reihe von neuen Außenspielgeräten errichtet. Ältere Kinder und Jugendliche können nun dank Streetball-Court, Tischtennisplatte und Torschaukel deutlich mehr tun als nur den örtlichen Rasen mit einem Ball bespielen.

Höhepunkt der Anlage ist und bleibt natürlich der Rodelhügel, der im Volksmund den Namen „Erbse“ trägt und im Winter der eine Ort zum Rodeln in Gohlis-Nord ist. Der Hügel wurde erhöht, an einigen Stellen bepflanzt und kann nun auch bei Schnee und Eis sicher über eine Steintreppe erklommen werden. Obendrauf gesetzt hat man ein kleines Klettergerüst mit Spähmasten für die Kleinen.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Gestaltung des 7.900 Quadratmeter großen Parks auf die Begrünung gelegt. Zahlreiche Sträucher, Bodendecker, Wildstauden und Frühblüher wurden neu angepflanzt. Bei der Nachpflanzung mit Bäumen wurde auf klimaresistente Arten wie etwa die Esskastanie oder den Feldahorn zurückgegriffen.

Nachdem der Stadtrat bereits 2016 im Rahmen des sogenannten Investitionsbedarfs für den Neubau von Spielplätzen den Beschluss zur Umgestaltung des Areals fasste, wurde Anfang 2019 schließlich mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen. Nach achtmonatiger Bauzeit und der Aufwendung von rund 240.000 € konnte die Parkanlage dann Ende August der Öffentlichkeit übergeben werden.
Eine Besonderheit stellt in diesem Prozess die Einbindung der benachbarten Förderschule für Lernbehinderte „J.-H.-Pestalozzi“ dar. Nach Aussagen des Leipziger Kinderbüros, dem die Moderation oblag, konnten dadurch zahlreiche Anregungen von Schülerinnen und Schülern bei der Konzeption berücksichtigt werden. Auch der Bürgerverein war als ein zivilgesellschaftlicher Akteur vor Ort in das Verfahren einbezogen.
Es fällt auf, dass auch dieser Park noch keinen Namen trägt. Kleinere Veränderungen am Platz sollten mittlerweile vorgenommen worden sein. Schauen Sie selbst! Wir empfehlen wir einen Besuch.

Beim Stadtradeln erfolgreich: Bürgervereins-Team mit neuem Rekord

von Matthias Reichmuth

Das Team „Bürgerverein Gohlis“ hat beim Leipziger Stadtradeln im September, verglichen mit den Vorjahren, das beste je erreichte Ergebnis erzielt: 11.413 km wurden in den drei Wochen auf dem Fahrrad zurückgelegt. Damit wurde Platz 31 von 478 beteiligten Teams erreicht, die diesmal in Leipzig Kilometer gesammelt haben. Im Vorjahr waren es 8.298 km. Rund um die Familie Weidel kamen durch eine längere Radtour diesmal ein besonders viele Kilometer zusammen, als Einzelradler war wieder Gerd Zimmermann weit vorn. Dr. Andreas Baudach und Marlies Hübner vertraten den Bürgerverein am 10.10.2019 in der Alten Handelsbörse zur Preisverleihung, wo unter den ersten 50 Teams Geldpreise verlost wurden, auf den Bürgerverein fiel allerdings kein Gewinn. Der Rekord und die wiederholte Platzierung unter den 50 besten Leipziger Teams gibt aber Ansporn für 2020, vielleicht klappt es ja dann mit einem Preis.

Rückblick und Ausblick: Sommerfest des Bürgervereins

von Tino Bucksch

Sein Sommer- und Familienfest veranstaltete der Bürgerverein in diesem Jahr zum zweiten Mal auf dem „Platz ohne Namen“. Dank der vielen interessierten Gäste, die am 24. August bei schönstem Sonnenschein das Fest besuchten, einer Vielzahl an Ständen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm kann der Bürgerverein auch in diesem Jahr zufrieden sein. Vor allem die Musikbeiträge von Flopsi und Nora Lyn Handschuh, der Band „Sharks“ sowie der Bigband „Tuesday Eight“ animierten viele Besucherinnen und Besucher länger zu bleiben.

Auf der einen Monat später stattfindenden Mitgliederversammlung wurde dann das Angebot des Budde-Hauses, das Sommerfest 2020 auf dessen Gelände auszurichten, angenommen. Dies soll ein Testlauf sein, um neue Programmangebote im Sommerfest zu etablieren. Damit auch andere Teile von Gohlis in den Genuss des Sommerfestes kommen können, ist in Zukunft eine örtliche Rotation der Sommerfeste denkbar. Dadurch kann der Bürgerverein mit seinem erfolgreichen Veranstaltungskonzept noch mehr und noch direkter die Gohliserinnen und Gohliser erreichen.

Schiller und die Natur

Das Ensemble des Schillerhaustheaters lädt für den 16. November, um 19 Uhr, zu einem musikalisch-literarischen Programm im Gartensaal des Mendelssohnhauses, Goldschmidtstraße 12, 04103 Leipzig. Die Gemeinschaftsveranstaltung von Schillerverein Leipzig e.V. und NuKLA e.V. steht unter dem Motto „Vermessene Willkür hat der getreuen Natur göttlichen Einklang entweiht“.

Schiller hat wie kein anderer Dichter die Freiheit des Menschen gegenüber den Naturzwängen zur Grundlage seiner Betrachtungen gemacht hat. Er gab der sinnlichen und physischen Natur in seinen Werken auf unterschiedlichste Art Raum und Stimme, wobei sicher seine anthropologisch-medizinische Ausbildung Pate stand. So enthält sein Gedicht „Der Spaziergang“ eine gewisse Zivilisationskritik, welche nicht allein in seiner Lyrik, sondern auch in Schriften wie zum Beispiel „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ zum Ausdruck kommt. Umrahmt wird der Abend musikalisch mit Klavier sowie Gesang zur Hakenharfe von der Sopranistin Ulrike Richter und wunderschönen Bildern des Leipziger Auwaldes von Johannes Hansmann. Beginn 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr. Kartenvorbestellung erwünscht unter schillerverein-leipzig@web.de, Tel. 0157 59039684 oder unter info@nukla.de, Tel. 01786662454.

Auf nach Wahren! – 32. Leipziger Nikolauswanderung  „Rund um den Auensee“

Unter diesem Motto lädt die Wandergruppe Hopfenberg im Verein Leipziger Wanderer e.V. Kinder mit Ihren Eltern oder Großeltern zur ca. 2 km langen Wanderung recht herzlich ein. Natürlich wartet am Ende der Runde der Nikolaus auf Euch!

Termin: Sonntag, 8. Dezember
Startzeit: 10:00 bis 11:00 Uhr 
Treffpunkt: Haus Auensee in Leipzig-Wahren, Gustav-Esche- Str. 4, 04159 Leipzig

Zu erreichen mit Buslinie 80, Haltestelle Campingplatz. Bei Anfahrt mit dem PKW bitte Parkplätze an der August-Bebel-Kampfbahn nutzen. Eventuelle Rückfragen an Wolfgang Heil, Tel.: 034297-144 401.

Nacht der Kunst

von Peter Niemann

Neues Gewand für Installation

Am 7. September 2019 lockte die alljährliche Nacht der Kunst wieder tausende Menschen auf die Magistrale. Anlass genug für die Initiative Weltoffenes Gohlis und den Bürgerverein, zu einer ganz besonderen Performance einzuladen. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer, nutzte der Künstler Joachim Niggemeyer die Nachmittagsstunden bis zum Sonnenuntergang für eine Neugestaltung des Holzobjektes an der Ecke Georg-Schumann-Straße/Lützowstraße. Die farbige Gestaltung soll die Symbolkraft seines Werkes noch verstärken und damit für Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander werben. Die Besucherinnen und Besucher konnten dabei sogar mitmachen. Musikalisch begleitet wurde das Event von der jungen Sängerin Emilia Olbricht.

Hintergründe: Vor etwas weniger als fünf Jahren erwuchs aus einem Kulturprojekt mit dem Titel „Denk mal! Im öffentlichen Raum für Demokratie, Nachbarschaft und Integration“ eine interaktive Installation. Realisiert werden konnte das Projekt dank des Engagements zahlreicher zivilgesellschaftlicher Akteure aus unserem Stadtteil und unter der Mitwirkung von Geflüchteten sowie alteingesessenen Bürgerinnen und Bürgern. Ein Besuch lohnt sich!

Fotoausstellung „Reizvolle Fassaden in Gohlis“

In der Nacht der Kunst am 7. September und am darauffolgenden Tag des offenen Denkmals präsentierte der Bürgerverein Gohlis am Eingang zum Budde-Haus eine Open-Air-Fotoausstellung mit 24 Bildern von architektonisch interessanten Wohnhausfassaden in unserem Stadtteil. Zum öffentlichen Wettbewerb für den Jahreskalender des Bürgervereins waren sie u. a. von Lesern des „Gohlis Forums“ eingereicht worden sowie von Fotofreundinnen, die sich regelmäßig im Geyserhaus treffen.

Immer wieder blieben Besucher vor den Ausstellungstafeln stehen und tauschten sich über die Bilder aus. „Guck mal, in dem Haus habe ich gewohnt“ war da zu hören. Oder „das ist doch gleich bei Dir um die Ecke“. Den Blick zu schärfen für die zahlreichen, inzwischen meist stilvoll restaurierten Baudenkmale in Gohlis, das war das Anliegen des Fotowettbewerbs, ebenso wie der Ausstellung und des Jahreskalenders für 2020, den Sie im Budde-Haus und auf Gohliser Adventsmärkten zum Preis von 9 € erwerben können.

Sportliche Seniorinnen und Senioren gesucht!

Jeden 1., 3. und 5. Donnerstag im Monat zwischen 12:30 Und 15:30 Uhr können Keglerinnen und Kegler ab 60 Jahre die Bahn auf dem Sportplatz der SG Olympia 1896 in der Waldstraße 177 nutzen. Dabei geht es nicht um Pokale oder Medaillen, sondern um Spaß und körperliche Betätigung. Wer Interesse hat, möge sich bei Herrn Finger melden, Tel. 0177-8957094. Da es auf dem Sportplatz keine Gaststätte gibt, sind Getränke selbst mitzubringen.

Reizvolle Fassaden: Unser Kalender – für Ihre Wand!

Gohlis gehört zu den denkmalreichsten Leipziger Stadtteilen. Reizvolle Wohnhausfassaden präsentiert der Bürgerverein im Kalender für 2020. Eine Mietvilla im Schweizerhaus-Stil von 1885 ist ebenso darunter wie eine Art-Déco-Wohnanlage von 1926 und ein Häuserblock im Stil der DDR-Moderne von 1963. Informationen in Text und Bild zu den Häusern finden Sie auf der Rückseite der Kalenderblätter.

Zu kaufen gibt es den Kalender, solange der Vorrat reicht, für 9 € im Budde-Haus, in mehreren Buchhandlungen und auf Gohliser Adventsmärkten. Die Auswahl der Bilder aus den Einsendungen zu unserem Fotowettbewerb traf der Leipziger Fotograf Karl-Detlef Mai.

Vom 21. November und bis zum 29. Februar 2020 zeigt er in der Stadtbibliothek zusammen mit dem Leipziger Geschichtsverein eine Ausstellung mit Bildern seines Vaters Karl Heinz Mai (1920-1964). Von ihm stammt die umfangreichste fotografische Dokumentation der Nachkriegszeit in Leipzig.

Jubiläum: Interreligiöses Dankfest schon zum 5. Mal

von Peter Niemann

Mit einem wirklich guten Gefühl blicken wir auf das nunmehr 5. Interreligiöse Dankfest zurück. Auch in diesem Jahr haben mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit genutzt, um sich auf dem Nordplatz zu begegnen und über Religionsgemeinschaften im Leipziger Norden zu informieren. Das Wetter an diesem 22. September war fantastisch, der Kuchen wurde von allen gelobt, und auch die Kinder hatten jede Menge Spaß beim Basteln von kleinen Windlichtern. Ein besonderes Highlight war die Live-Musik des Schotten Jody Cooper.

Wie auch in den vergangenen Jahren haben sich neben zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Evangelisch-Lutherische Michaelis-Friedenskirchgemeinde, die Ahmadiyya Muslim Yamaat Gemeinde, die Christengemeinschaft, die Römisch-Katholische Pfarrei St. Georg, die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig sowie die Bahá’í-Gemeinde Leipzig an der Durchführung des Festes beteiligt. Das Fest endete mit einem gemeinsamen interreligiösen Gebet auf den Stufen der Michaeliskirche. Der Bürgerverein Gohlis e.V. und die Initiative Weltoffenes Gohlis planen auch für das das kommende Jahr ihre Beteiligung.

Herbstfest – Feiern mit Nachbarn

von Günter Krap

Das Sommerfest, das die Mietergemeinschaft der LWB-Häuser Magdeburger Straße 18 bis 32 Ende Juli veranstaltet hatte, kam ausgesprochen gut an. Viele Mieterinnen und Mieter äußerten daraufhin den Wunsch, noch im September einen Grillabend zu veranstalten. Das Vorbereitungsteam war sich schnell einig, dem Wunsch der Mietergemeinschaft sollte entsprochen werden. Kurzerhand wurde das Herbstfest geboren. Ein Termin war schnell gefunden: der 28. September. Ideen wurden eingebracht, Plakate entworfen und die Einladungen zum Herbstfest an die Haustafeln der Eingänge 18 bis 32 geheftet.

„Schrottwichteln“, Grillen und Geselligkeit standen an diesem Abend im Mittelpunkt. Das zwischendurch immer mal schlechte Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch. Die beim ersten Grillabend im Juli zustande gekommene Vertraulichkeit unter den Nachbarn wurde vertieft. Das Schrottwichteln fand großes Interesse. Außerdem wurde spontan schon das nächste Fest besprochen und geplant – am 14. Dezember wird es eine Adventsfeier geben.