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Stadtteilrundgang im „Französischen Viertel“

von Tino Bucksch

Fast 70 Besucherinnen und Besucher beim Jane´s Walk 2024

Die Teilnahme am Jane’s Walk ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders des Bürgervereins geworden. Mit dem vierten Stadtteilrundgang im „Französischen Viertel“ in Gohlis konnte der Verein 70 Interessierte nach Gohlis Mitte locken.

Nach anfänglichem regnerischem Wetter führte der Stadtteilrundgang bei bestem Sonnenschein vom Budde-Haus über die Benedixstraße, die Sasstraße und den Coppiplatz zum „Platz ohne Namen“ (Corinthstraße Ecke Heinrich-Budde-Straße) und dann wieder zurück zur Lützowstraße. Dabei gewannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur spannende Einblicke in die architektonische Vielfalt der Baustile entlang der Strecke und warum das Areal umgangssprachlich als Französisches Viertel bekannt ist, sondern tauschten auch erhellende Anekdoten zum Bebauungsplan Nr. 1 aus. Dieser war zwar nicht der erste Bebauungsplan für Leipzig. Aber der erste systematisch dokumentierte seiner Art und sollte als Grundlage für ein ganzes neues Viertel im heutigen Herzen von Gohlis dienen – unter anderem geht die strahlenförmige Anordnung der Straßen um den Coppiplatz auf diese damaligen Planungen zurück.

Welche Ideen die damaligen Planer und Stadtverordneten, insbesondere bezüglich öffentlicher Einrichtungen, hatten und warum es am Ende anders kam, damit beschäftigt sich die AG Stadtteilgeschichte des Vereins. Diese trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Musikzimmer des Budde-Hauses.

Hintergrund: Mit seinen Stadtteilrundgängen beteiligt sich der Bürgerverein Gohlis an der weltweiten Aktion der „Jane’s Walks“. Diese erinnern an die amerikanisch-kanadische Architekturkritikerin und Stadtaktivistin Jane Jacobs (1916-2006). Sie organisierte 1961 in New York eine Bürgerbewegung, welche den geplanten Flächenabriss im Stadtteil Greenwich Village verhinderte. Jacobs war überzeugt, dass die Entwicklung einer Stadt nicht allein den Experten überlassen werden darf. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen daran beteiligt werden.

 

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