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Der Schillerhain – ein vergessener Name in Gohlis

von Ursula Hein

Am 17. April 1905 und am 9.Mai 2005 war die kleine parkähnliche Fläche am nördlichen Rosental zwischen Platner-, Stallbaum- und Weinligstraße Schauplatz einer von vielen Gohliser Bewohnern und anderen Schillerfreunden durchgeführten Veranstaltung zu Ehren des großen deutschen Dichters, der nicht weit von hier in der Menkestraße im heute Schillerhaus genannten kleinen Bauernhaus das so bedeutende Gedicht „An die Freude“ verfasste das mit der Beethoven` schen Vertonung zur Hymne der EU wurde Einige Monate hatte er hierin dem kleinen Bauernhaus als Gast Körners und seiner Freunde verbracht Von hier wanderte früh des Morgens im Schlafrock gewandet und begleitet von einem kleinen Bauernjungen, der ihm Glas und Flasche nachtrug, während der junge Dichter über seine neusten Schöpfungen nachsann 1905 zum Todestag wurde der kleine Park in Schillerhain umgetauft und eine Schillerlinde gepflanzt und eine Texttafel errichtet. Große Pläne hatte man nach der Stilllegung der Gohliser Mühle mit der Gestaltung zwischen Rosental und Gohliser Schlösschen vor, der Krieg vereitelte das Vorhaben. Nur der Schiller mit zwei große Steinfiguren, die der Leipziger , Tragödie, Melpomene. Um 1860 für das Neue Theater geschaffen und 1910 in den Schillerhain umgesetzt, auf einem Foto von 1912 sind sie am Eingang des Schillerhains zu sehen, irgendwann verschwanden sie, keiner weiß, wann und wohin., die Schillerlinde isz immerhin bis 1950 auf den Stadtplänen zu finden, dann wurde ein Spielplatz errichtet mit der DDR-typischen Tischtennisplatte und einigen Bänken.

Aber 2005 erinnerte man sich in Leipzig wieder seines berühmten Besuchern und der Feiern zu seinem Todestag. A, 9. Mai wurde erneut eine Linde gepflanzt, der Schulchort sang, der OB sprach. Die kleine Namenstafel aus Kupfer ist inzwischen verschwunden, aber erneuert: mit der Inschrift“ eine baumstarke Stadt/zum 200 Todestag /von Friedrich Schiller/am 9.April/Stadt Leipzig. Friedrich Schiller-Gymnasium.
Der Name Schillerhain war bis 1990 auf den Stadtplänen vertreten, dann verschwindet er, er existiert aber weiterhin im Gedächtnis der Bewohner ebenso wie der Schillersteg über die Pleiße., doch den Namen findet man noch im Internet.

Im Herbst gäbe es eine schöne Gelegenheit, den Namen wieder durch ein Schild 2019 feiern wir Schillers 260. Geburtstag oder sollen wir bis 2105 warten, bis der Name wieder öffentlich wird.