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Unbenannte Plätze in Gohlis – sechster Teil – Reichlich Zierde für die Erbse

von Peter Niemann

Es ist immer ein Grund zur Freude, wenn bestehende Parks durch Spielplätze, Sitzgelegenheiten und Pflanzen und Bäume aufgewertet werden. So geschehen im Spätsommer in Gohlis. Die Rede ist von dem mehrteiligen öffentlichen Park, der von der Kreuzung Max-Liebermann-/Landsberger Straße sowie dem westlichen Ende der Hannoverschen Straße gleichermaßen eingegrenzt wird und zugänglich ist. Verbunden werden die beiden Teile durch einen nun barrierefreien Diagonalweg.

Im Kreuzungsbereich der beiden Straßen wird die Aufenthaltsqualität durch zusätzlichen Baumbewuchs und gleich mehrere Sitzgelegenheiten gesteigert, die besonders ältere Menschen in sonnigen Nachmittagsstunden zum Verweilen und Erholen einladen.
Das Highlight des Parks ist jedoch ohne Frage die Neugestaltung des direkt an Hannoversche Straße und die J.-H.-Pestalozzi Förderschule grenzenden Areals. Hier wurde eine ganze Reihe von neuen Außenspielgeräten errichtet. Ältere Kinder und Jugendliche können nun dank Streetball-Court, Tischtennisplatte und Torschaukel deutlich mehr tun als nur den örtlichen Rasen mit einem Ball bespielen.

Höhepunkt der Anlage ist und bleibt natürlich der Rodelhügel, der im Volksmund den Namen „Erbse“ trägt und im Winter der eine Ort zum Rodeln in Gohlis-Nord ist. Der Hügel wurde erhöht, an einigen Stellen bepflanzt und kann nun auch bei Schnee und Eis sicher über eine Steintreppe erklommen werden. Obendrauf gesetzt hat man ein kleines Klettergerüst mit Spähmasten für die Kleinen.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Gestaltung des 7.900 Quadratmeter großen Parks auf die Begrünung gelegt. Zahlreiche Sträucher, Bodendecker, Wildstauden und Frühblüher wurden neu angepflanzt. Bei der Nachpflanzung mit Bäumen wurde auf klimaresistente Arten wie etwa die Esskastanie oder den Feldahorn zurückgegriffen.

Nachdem der Stadtrat bereits 2016 im Rahmen des sogenannten Investitionsbedarfs für den Neubau von Spielplätzen den Beschluss zur Umgestaltung des Areals fasste, wurde Anfang 2019 schließlich mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen. Nach achtmonatiger Bauzeit und der Aufwendung von rund 240.000 € konnte die Parkanlage dann Ende August der Öffentlichkeit übergeben werden.
Eine Besonderheit stellt in diesem Prozess die Einbindung der benachbarten Förderschule für Lernbehinderte „J.-H.-Pestalozzi“ dar. Nach Aussagen des Leipziger Kinderbüros, dem die Moderation oblag, konnten dadurch zahlreiche Anregungen von Schülerinnen und Schülern bei der Konzeption berücksichtigt werden. Auch der Bürgerverein war als ein zivilgesellschaftlicher Akteur vor Ort in das Verfahren einbezogen.
Es fällt auf, dass auch dieser Park noch keinen Namen trägt. Kleinere Veränderungen am Platz sollten mittlerweile vorgenommen worden sein. Schauen Sie selbst! Wir empfehlen wir einen Besuch.