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Einweihung einer Gedenktafel zur Erinnerung an Katharina Kippenberg

Leipzig ehrt die Verlegerin Katharina Kippenberg mit einer Gedenktafel in der Richterstraße in Gohlis.

Leipzig ehrt die Verlegerin Katharina Kippenberg mit einer Gedenktafel in der Richterstraße in Gohlis.
Katharina Kippenberg Gedenktafel Gohlis

Leipzig würdigte am 3. Juni 2026 Katharina Kippenberg (1876–1947) mit der Einweihung einer Gedenktafel in der Richterstraße 14a in Leipzig-Gohlis. Die Herausgeberin, Verlegerin und Literaturwissenschaftlerin war Mitinhaberin des Insel Verlags und prägte das inhaltliche Profil des Verlages entscheidend mit.

Anwesend war Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, die in ihrer Ansprache Katharina Kippenberg als eine bedeutende Frauenpersönlichkeit in Leipzig würdigte. Katharina Kippenberg war weit mehr als die Ehefrau des Verlegers Anton Kippenberg. Als Herausgeberin, Lektorin, Literaturwissenschaftlerin und Mitinhaberin des Insel Verlags war sie prägend für das fortschriftliche Programm des Insel-Verlages und hat die Leipziger Literaturlandschlaft gestaltet. Autorin Sabine Knopf zeichnete in ihrer Rede den Lebensweg Katharina Kippenbergs auf.

Die Zeremonie wurde vom Leipziger Alphornisten Hans-Dieter Frenzel mit drei Musikstücken begleitet.

„Mit der heutigen Einweihung der Gedenktafel für Katharina Kippenberg wird das Wirken einer bedeutenden Frauenpersönlichkeit in Leipzig sichtbar gemacht. Sie bewies ein herausragendes Gespür und verlegerische Tatkraft“, sagt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.

Katharina Kippenberg, geborene von Düring, lebte von 1909 bis zum Frühjahr 1945 in der Richterstraße 2, der heutigen Richterstraße 27. Nach ihrer Heirat mit Anton Kippenberg 1905 begann sie im Insel Verlag zu arbeiten. Sie wurde eine wichtige Förderin von Rainer Maria Rilke und Johannes R. Becher. Es gelang ihr, bedeutende zeitgenössische Autoren an den Verlag zu binden und in den 1920er Jahren wichtige skandinavische, französische und englische Autoren auf dem deutschen Buchmarkt einzuführen.

In ihrer Villa führte Kippenberg einen kulturellen Salon, der zu einem der geistigen Zentren der Buchstadt Leipzig avancierte. Hier trafen sich bedeutende Autoren, Wissenschaftler, Verleger, Künstlerinnen und Künstler sowie Freunde des Hauses wie der Oberbürgermeister Carl Goerdeler. 1946 wurden Katharina Kippenberg die Ehrendoktorwürden der Universität Leipzig und der Universität Marburg verliehen.

von Dr. Uwe Maaß

 

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