Gohliser Baugeschehen – Erneuerung ist angesagt!

Die Leipziger Volkszeitung brachte am 16. Juli eine ganze Seite zum Thema Wohnungsbau, wonach die Bautätigkeit in Leipzig so stark wieder anzieht, dass bis Ende 2028 rund 8.500 Wohnungen entstehen dürften. Unter den 50 größten Wohnungsbauprojekten waren genau zwei in Gohlis, von diesen war im Gohliser Baugeschehen auch schon die Rede: Auf Platz 29 liegt La Vida Sakura an der Kirschbergstraße mit 115 Wohnungen, auf Platz 50 liegt die Georg-Schumann-Straße 43-47 (Ecke Lützowstraße) mit 62 Wohnungen. Gohlis trägt somit etwa 2 % zum Wachstum bei, während derzeit mehr als 7 % der Leipziger Einwohner in Gohlis wohnen. Es überrascht aber nicht, dass anderswo mehr gebaut wird, denn in Gohlis sind einfach nicht mehr viele Lücken geblieben.
Vor diesem Hintergrund wollen wir heute verstärkt auf die Erneuerung schauen – die verschiedene Formen annehmen kann:
Die behutsamste Form der Erneuerung ist sicher die denkmalgerechte Sanierung. Ein gutes Beispiel für privates Engagement bietet hier das Hinterhaus zum Eckhaus Lützowstraße 17 (künftig Blumenstraße 47a mit Direktzugang dorthin). Hier entsteht durch denkmalgerechte Sanierung ein Energieeffizienzhaus mit Wärmepumpe mit zwei Wohneinheiten, die bis Jahresende bezugsfertig sein könnten.
Wenn die Bestandsgebäude nicht mehr zu gebrauchen sind, kann die Erneuerung auch „Abriss und Neubau“ bedeuten. In der Herloßsohnstraße 15 ist das nun der Fall. Was dort entstehen soll, verkündet ein Bauschild schon seit Jahr und Tag, aber erst in diesem Sommer wurde das zweistöckige Gebäude abgerissen, das wohl schon jahrzehntelang wie in Interim wirkte, denn direkt an der Straße gab es eine Baulücke, die sogar schon auf Luftbildern von 1943 zu sehen ist.
Wesentlich leichter ist die Erneuerung von Straßenbelag möglich. So bekamen in diesem Jahr nicht nur die Fechnerstraße und angrenzend dazu die Stollestraße und die südliche Pölitzstraße einen neuen Asphalt, auch der Leibnizweg durch das Rosental, der für viele aus dem westlichen Gohlis der schönste Weg zum Leipziger Zentrum ist, bekam im Juli (endlich) eine neue Asphaltdecke, seither radelt es sich dort viel komfortabler als zuvor!
Und noch eine Erneuerung steht an: Nach rund 12 Jahren endet in diesem Jahr meine ehrenamtliche Tätigkeit für den Bürgerverein Gohlis. Somit wird auch eine neue Person gesucht, die alle zwei Monate das „Gohliser Baugeschehen“ schreibt. Wer sich bei der Redaktion meldet, bekommt von mir gerne sachdienliche Hinweise, um eine gewisse Kontinuität zu sichern.
von Matthias Reichmuth
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