Gemeinsam für Gohlis: Zwischen Sommerfest – Vorfreude und Zukunftsfragen
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie halten die dritte Ausgabe des Gohlis Forums in den Händen – und damit eine Ausgabe, die die Dynamik unseres Stadtteils perfekt widerspiegelt. Nach dem gelungenen Auftakt des Veranstaltungsjahres mit unseren Lesungen zur Buchmesse nimmt das Leben im Viertel nun so richtig Fahrt auf. Ob beim traditionellen Stadtteilrundgang „Jane’s Walk“ am 3. Mai oder dem gemeinsamen Frühjahrsputz im Garten des Schillerhauses am 9. Mai: Wir kommen zusammen, um unser Gohlis zu gestalten.
Ein besonderes Highlight wirft bereits seine Schatten voraus: Am 27. Juni feiern wir unser drittes Gohliser Sommerfest auf dem Gelände des Kunsttankers und Makerspace in der Lindenthaler Straße. Wir laden Sie ein zu einem bunten Programm für alle Generationen. Freuen Sie sich auf Mitmachangebote der Gewerke des Makerspace, den Mitmachzirkus Klatschmohn, ein buntes Puppentheater und den Kunstmarkt. Für die passende Atmosphäre sorgen musikalische Acts wie Sésia Limòn und Nora & the Fingers, während für das leibliche Wohl – von veganem Eis bis hin zu Überraschungen vom Grill, betrieben vom REWE Alexander Böhme, – bestens gesorgt ist. Wer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich immer unter www.gohlis/info/sommerfest26/ informieren.
Doch zur Wahrheit gehört auch eine Nachricht, die uns als Bürgerverein und Kulturschaffende im Stadtteil tief bewegt: Seit der Sitzung des Stadtbezirksbeirates am 16. April haben wir die Gewissheit, dass der Eigentümer des Kunsttanker-Geländes kaum Bereitschaft signalisiert, den Mietvertrag mit der Stadt über das Jahr 2035 hinaus zu verlängern. Zwar gibt es möglicherweise 2029 noch eine Verlängerung – ob in zwei Mal auf drei Jahre oder einmal auf sechs Jahre ist noch offen -, doch die Konsequenz wird wohl bitter sein: es wird zu erwarten sein, dass weder Stadt noch Eigentümer planen, nennenswerte Ressourcen in das Objekt zu investieren oder Energie in ein erweitertes Nutzungskonzept zu stecken.
Für uns als Bürgerverein ist klar: Wir werden diesen wichtigen Kultur-Hotspot weiterhin unterstützen. Wir fordern die Stadt jetzt auf, diesen Ort für ehrenamtliche Kultur- und Kreativschaffende nicht aufzugeben! Gleichzeitig werden wir Druck machen, dass notwendige Anforderungen wie der Brandschutz nicht stiefmütterlich behandelt werden. Ein Betrieb unter akzeptablen Rahmenbedingungen muss weiterhin möglich sein und wir akzeptieren keine Vorgaben, die Engagement ersticken statt es zu unterstützen.
Wir wollen nicht nur klagen, sondern positiv nach vorne schauen. Wir freuen uns über Jeden und Jede, der und die diesen Weg gemeinsam mit uns geht und die Kultur in Gohlis lebendig hält.


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