Gohliser Sommerfest 2026 Kunsttanker Makerspace Leipzig
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Neues aus der Bibliothek Gohlis „Erich Loest“

Bibliothek Gohlis zeigt Ausstellung zum jüdischen Leben in Gohlis. Vorträge, Stadtgeschichte und Begleitprogramm im Rahmen von „Tacheles 2026“.

Bibliothek Gohlis zeigt Ausstellung zum jüdischen Leben in Gohlis. Vorträge, Stadtgeschichte und Begleitprogramm im Rahmen von „Tacheles 2026“.
Bibliothek Gohlis Ausstellung

Liebe Leserinnen und Leser des Gohlis Forum,

unter dem Titel „Tacheles“ begeht der Freistaat Sachsen 2026 ein landesweites „Jahr der jüdischen Kultur“. Mit Projekten, Veranstaltungen und Ausstellungen werden die reichhaltige jüdische Geschichte und Kultur sowie das jüdische Leben in Sachsen, deren Beitrag zu Vergangenheit und Gegenwart des Landes, aber auch deren Verluste sichtbar und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit Anfang März kann in der Bibliothek Gohlis die Ausstellung „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt (1.Teil von den Anfängen und den Herausforderungen) besichtigt werden. Die Ausstellung, zusammengestellt von Frau Elisabeth Guhr, erinnert an die ehemaligen jüdischen Nachbarn, deren Nachkommen heute über die ganze Welt zerstreut sind. Darunter sind bekannte Familien wie die Wittgensteins und Plauts, die im 19. Jahrhundert in Gohlis wohnten, aber auch Wissenschaftler wie Georg Steindorff oder Hans Finkelstein, Unternehmer der Rauchwarenwirtschaft wie Eitingon, Ariowitsch und die Feins. Die Ausstellung verbindet die Geschichten dieser Menschen und ihr Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus mit ihren damaligen Wohnhäusern.

Die Ausstellung wird bis zum 26. Juni zu sehen sein. Durch geschlossene Veranstaltungen ist der Besuch der Ausstellung zeitweise nicht möglich. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Erscheinen über eventuelle Einschränkungen.

Am Donnerstag, den 7. Mai um 19 Uhr, begrüßen wir Elisabeth Guhr und Annekatrin Merrem im Rahmen von „Tacheles 2026“ in der Bibliothek Gohlis. In ihrem Vortrag „Der Architekt Johann Gustav Pflaume und seine Bauten für jüdische Auftraggeber in Gohlis“ beleuchten sie Werk und Leben des Leipziger Architekten. Johann Gustav Pflaume (1868 Volkmarsdorf – 1930 Füssen) arbeitete seit 1893 bei der Stadt Leipzig. Um 1900 machte er sich selbständig und bezog sein Architekturbüro in der Feuerbachstraße 11 im Waldstraßenviertel. Pflaume, tätig als Stadtverordneter und Stadtrat, war bekannt durch den Bau von Geschäftshäusern wie dem Zeppelinhaus in der Nikolaistraße. Im Auftrag des jüdischen Rauchwarenhändlers Chaim Eitingon errichtete er die Ez-Chaim-Synagoge und das Eitingon-Krankenhaus. Im Schillerweg entwarf er ein Wohnhaus im Auftrag von Rachel Goldberg. In der Schorlemmerstraße steht ein weiteres Gebäude des Architekten. Außerdem befinden sich Wohnhäuser von Max Eitingon in der Richterstraße, von Chaim Eitingon in der Lumumbastraße und das Doppelwohnhaus für die Brüder Poser in der Prellerstraße. Es erwartet Sie ein spannender virtueller Architekturrundgang durch das Leipzig von damals und heute.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Anmeldung für LeipzigPass-Inhaber ist ermäßigt.
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr können die Bibliothek kostenlos nutzen.

Bibliothek Gohlis „Erich Loest“
Stadtteilzentrum Gohlis
Georg-Schumann-Str. 105
04155 Leipzig

Tel.: 0341 / 123 5255
E-Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 10 – 19 Uhr; Mi 15 – 19 Uhr

von Michael Schletz

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