AG Kultur: Auftakt im Gohliser Schlösschen

Der zweiteilige Workshop „Licht in Winter finden: (1. Teil) Die therapeutische Fotografie und (2. Teil) das kreative Schreiben“ am 6. Dezember 2025 im Gohliser Schlösschen bot ein Vormittag voller ästhetischer Inspiration und interkultureller Austausch an.
Unter der Leitung von Shan He, einem ursprünglich aus China stammenden und in Gohlis beheimateten Künstlerin, fanden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Fotografie-Workshops ungewöhnliche Objekte und Orte zum Fotografieren im Workshop-Raum – in der schönen Inneneinrichtung des Salon Anglais im Gohliser Schlösschen. Anschließend zeigten und erläuterten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Gruppe die persönliche Resonanz und Relevanz ihrer spontanen Fotografien. Die Diskussion dieser plötzlichen, neuen Wahrnehmungen und Perspektiven war voller gegenseitiger Überraschung, Interesse und Ermutigung.
Shan hat eine Möglichkeit vorgeschlagen, die Bilder in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten therapeutisch zu nutzen und so das Heilungspotenzial des Unbekannten und Verborgenen in unserer unmittelbaren Umgebung zu erschließen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schienen neugierig auf diese neue Art der Nutzung ihrer Handykameras zu sein! Mal sehen, wie die Bilder, die sie am 6. Dezember aufgenommen haben, sie auf ihren inneren Reisen über die vier Monate bis zum nächsten Workshop am 11. April begleitet haben!
Der darauffolgende Workshop für kreatives Schreiben namens, „Unser Raum, eure Geschichten“ unter der Leitung der irischen Literatur- und Sprachlehrerin Dr. Jessica Peart, konzentrierte sich darauf, wie wir unsere fünf Sinne in unserer unmittelbaren Umgebung nutzen, von der Parkbank über den Arbeitsplatz bis hin zu kulturellen Gemeindezentren.
Zunächst haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Gedichte über das städtische Leben von veröffentlichten deutschen Dichtern vorgelesen und haben aufmerksam auf die Musikalität dieser Zeilen zugehört. Anschließend hat Dr. Peart das Farbspektrum, die Elemente Feuer, Erde, Luft, Wasser und Raum sowie natürliche Texturen vorgestellt und hat die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gebeten, sich in Gohlis mit vertrauten Räumen neu auseinanderzusetzen.
Bei dieser Begegnung mussten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen jeden ihrer Sinne isolieren und dadurch die Intensität ihrer Wahrnehmung und Sinneserlebnisse erhöhen.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben einen geschätzten Raum in ihrem Alltag, einen Sinn, eine Farbe, ein Element und eine Textur gewählt, und haben intensiv und konkret über ihren Raum geschrieben. Dr. Peart hat dann die alliterativen und assonierenden Qualitäten ihrer Texte untersucht und hat den Teilnehmern und Teilnehmerinnen die lyrische Qualität ihres Schreibens gezeigt.
Es wird wunderbar sein, im April zu hören, wie die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre alltägliche Umgebung mit verstärkten Sinneswahrnehmungen wiederentdeckt und Worte verwendet haben, um diesen Räumen musikalische Hintergründe hinzuzufügen!
von Jessica Peart

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