Georg Maurer
Georg Maurer (1907–1971), einer der bedeutendsten Lyriker der DDR und Mentor der „Sächsischen Dichterschule“, war eng mit dem Leipziger Stadtteil Gohlis verbunden.
Von 1951 bis zu seinem Tod im Jahr 1971 lebte Georg Maurer hier. Sein Wohnhaus befand sich in der Menckestraße 18, in unmittelbarer Nähe zum Gohliser Schlösschen und dem Rosental.
Von 1940 bis 1944 war er Soldat. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig war freier Mitarbeiter von Zeitungen und beim Mitteldeutschen Rundfunk. Später lehrte er Lyrik am 1955 er- öffneten Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig (heute: Deutsches Literaturinstitut Leipzig), wo Sarah und Rainer Kirsch, Volker Braun, Adolf Endler u. a. seine Schüler waren.
Folgende bedeutende Werke Maurers (oder wesentliche Teile davon) sind in Gohlis entstanden:
- „Die Elemente“ (1955): Eines seiner bekanntesten Werke, in dem er Naturphilosophie und menschliches Dasein verwebt.
- „Der Fluss“ (1955): Ein Zyklus, der die Dynamik des Lebens und der Geschichte thematisiert.
- „Gestalten der Liebe“ (1964): In diesem Spätwerk setzt er sich intensiv mit der menschlichen Zwischenmenschlichkeit auseinander.
An seinem ehemaligen Wohnhaus in der Menckestraße 18 wurde eine Bronzetafel angebracht. Sie zeigt neben seinen Lebensdaten das Zitat „Wo beginnt Welt, wo ich?“
Dies unterstreicht Maurers philosophischen Anspruch, das Individuum stets im Kontext des Universums zu betrachten.
Zu seinen Ehren trägt die Stadtteilbibliothek in Plagwitz seinen Namen („Georg-Maurer-Bibliothek“), und im Stadtteil Reudnitz-Thonberg wurde die Georg-Maurer-Straße nach ihm benannt.
von Dr. Uwe Maaß

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