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„Mach was draus!“ im Budde-Haus

Ein umweltfreundliches Aktionsjahr im Budde-Haus

Für 2026 verfolgt das Budde-Haus einen neuen Konzeptansatz. Erstmals soll ein ganzes Jahr lang ein übergreifendes Thema die inhaltlichen Angebote wesentlich mit begleiten. Dafür wurde das nach wie vor gesellschaftlich wichtige und ebenso weitreichende Thema des Umwelt- und Klimaschutzes gewählt. Wir haben beim Leiter des Budde-Hauses, Jürgen Schrödl, nachgefragt:

Warum wurde dieses Jahresthema gewählt?

Naturschutz, ökologische Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung spielen bereits eine wesentliche Rolle in der soziokulturellen Arbeit des Budde-Hauses. Als Beispiele sollen hier nur unsere Tausch-Schränke, das Umwelt-Quiz-Karussell von Omas für Future oder die E-Bike-Ladestation genannt sein. Zudem arbeiten wir im Klimaschutznetzwerk der Freie Kulturszene Leipzig mit, lassen unsere Werbebanner zu Taschen und Behältnisse umschneidern und beteiligen uns an Sammelaktionen der AG Nachhaltigkeit unseres Trägervereins  FAIRbund e. V. Hier haben wir zuletzt ausgediente Chipstüten gesammelt, die von anderen dann zu Rettungsdecken aufbereitet werden.

Soziokultur und Umweltschutz passen also gut zusammen?

Auf jeden Fall. Letztendlich geht es in unserer Arbeit um Demokratie, um Teilhabe, Begegnung, Bildung. Wir möchten mit den Möglichkeiten, die unser Gelände bietet und den Mitteln der Kultur noch mehr sensibilisieren für den Umwelt- und Klimaschutz. Obwohl die Probleme offensichtlich sind, wird das Thema zunehmend sogar wieder kritischer gesehen. Aber es muss nicht immer die große Politik sein. Jeder kann in seinem Alltag seinen Beitrag leisten. Wir wollen dafür Impulse setzen, den Fokus schärfen. Das Jahresthema steht deshalb bewusst unter der Überschrift „Mach was draus!“

Was können denn die Menschen 2026 „daraus machen“? Was habt ihr vor?

Es finden das ganze Jahr über verschiedene Aktionen, Projekte und Veranstaltungen statt. Einerseits integrieren wir eine Vielzahl bestehender Angebote des Budde-Hauses in das Jahreskonzept. Andererseits schaffen wir neue Angebote. Einige laufen das ganze Jahr über, manche über ein paar Wochen, einige sind einmalig.

Und wie sieht es konkret aus?

An Aktionen werden wir zum Beispiel zu einige Sammelaktionen von wiederverwendbaren Produkten aufrufen, Bürger*innen können uns über verschiedene Kanäle Upcycling-Tipps zusenden und wir werden uns aktiv an der CleanUp-Aktion des Bürgervereins am 14. März beteiligen.

Was ist an Projekten geplant?

Im Sommer werden im Kunstgarten hochwertige Insekten-Fotografien von Gerd Gingko ausgestellt. Dazu wird es Führungen geben, über im Kunstgarten vorkommende Insekten. Hoch interessant! Außerdem: Unser alljährlicher Grusel-Wusel-Wettbewerb widmet sich 2026 den „Müllmonstern“. Und in der zweiten Sommerferienwoche gibt es für Kinder von 8 bis 12 Jahren die Möglichkeit aus Müllskulpturen zu bauen. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Ihr wollt auch Veranstaltungen zum Jahresthema machen?

Hierzu zählt selbstverständlich unser bewährter Trödelmarkt für Gartenfreunde am 26. April. Im Sommer veranstalten wir eine besondere Versteigerung von gebrauchten Kulturgütern. Und wir werden die Thematik Umwelt- und Klimaschutz in verschiedenen, unserer bestehenden Veranstaltungsreihen aufgreifen. Zum Beispiel in der Budde-Haus-Debatte, den Literarischen Gesprächen, dem Sonntagsfilm um vier und beim Senioren-Info-Café  Kessel Buntes. Bereits am 28. Januar beschäftigt sich der Philosophische Salon damit. Jirko Krauß und Rainer Totzke
vom unserem Kooperationspartner Transformatorenwerk Leipzig e. V. sprechen mit den Gästen über „Wozu Wildnis?“

Abschließend noch einmal nachgefragt: Wieso wurde das Konzept eines Jahresthemas gewählt?

Das Budde-Haus hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Es ist als Ankerzentrum fester Bestandteil im kulturellen und sozialen Leben im Leipziger Norden. Das Vertrauen in die Inhalte und die Organisationsfähigkeit des Budde-Hauses ist auf vielen Ebenen gewachsen. Dies alles sind gute Voraussetzungen, dass das Konzept eines übergreifenden Jahresthemas funktioniert und die Bündelung vieler Angebote unter einem thematischen „Dach“ gelingen kann, sowie die gewünschte Aufmerksamkeit erzielt. Wir bauen also auf einem guten Fundament auf, um dieses „Experiment“ zu wagen. Denn es bedeutet auch eine neue Herausforderung in Hinblick auf Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationsbereitschaft und Vermittlung.

Interview Peter Petzka/Tino Bucksch

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