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100 Jahre Erich Loest

100. Geburtstag Erich Loest Leipzig

Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Erich Loest (24. Februar 1926) erinnert die Stadt Leipzig gemeinsam mit der Universität Leipzig in der Woche ab dem 23. Februar 2026 mit einer Reihe von Veranstaltungen an den bedeutenden Autor. Loest, der mit seinen Werken zur deutsch-deutschen Geschichte internationale Bekanntheit erlangte, steht dabei mit seinem literarischen, gesellschaftlichen und politischen Engagement im Mittelpunkt.

Seit seiner Ernennung zum Ehrenbürger Leipzigs im Jahr 1996 und als Namensgeber des 2016 von der Medienstiftung der Sparkasse gestifteten Erich-Loest-Preises steht Loests Name für das Engagement für Demokratie und Meinungsfreiheit. Seine schriftstellerische Laufbahn begann früh, unter anderem mit dem Roman „Jungen, die übrig blieben“ (1950).

Doch seine kritische Haltung gegenüber dem DDR-Regime brachte ihn 1957 in Bautzen II, wo er siebeneinhalb Jahre Haft verbüßen musste. Nach seiner Entlassung meldete sich Loest literarisch eindrucksvoll zurück. Mit Büchern wie „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“ (1978) prägte er die literarische Landschaft der DDR, bevor er 1981 in die Bundesrepublik übersiedelte. 1990 kehrte er schließlich nach Leipzig zurück und mischte sich aktiv in die Debatten der politischen Transformationszeit ein.

Große Aufmerksamkeit erhielt er mit dem Roman „Nikolaikirche“ (1995), der noch im selben Jahr verfilmt wurde. Sein umfangreiches Werk, geprägt von kritischem Blick und politischer Wachheit, bietet auch heute wertvolle Impulse für die Diskussion über das Verhältnis zwischen Ost und West. Die Veranstaltungen zu seinem 100. Geburtstag sollen daran erinnern und zeigen, wie aktuell Loests Stimme weiterhin ist.

von Marieluise Labry

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