Neues Jahr, neue Vorsätze. Mehr Familienzeit am Küchentisch.
Viele wünschen sich für das neue Jahr mehr Familienzeit. Ein wirkungsvoller Hebel dafür sind gemeinsame Mahlzeiten: Sie bedeuten nicht nur satt werden, sondern Nähe, feste Rituale, Kommunikation und die Chance, Kindern nebenbei gesunde Ernährung vorzuleben. Regelmäßige Mahlzeiten am Tisch werden so zum Ruheanker und legen die Basis für ein gesundes Essverhalten.
Im Familienalltag mit Job, Kita, Schule und Hobbys ist das oft leichter gesagt als getan. Doch schon eine gemeinsame Mahlzeit am Tag kann viel verändern. Ernährung muss nicht perfekt sein, aber alltagstauglich: Vollkornbrot statt Weißbrot, Gemüse und Nüsse in die Mitte des Tisches, Wasser als Standardgetränk, Gemüse und Obst statt Süßkram für zwischendurch. Kinder orientieren sich stark daran, was „normal“ ist und genau das entsteht bei wiederkehrenden gemeinsamen Mahlzeiten und durch Vorbildwirkung.
Damit das gelingt, dürfen und sollen Kinder mitmachen: Gemüse waschen und (je nach Alter) schneiden, den Tisch decken und dekorieren, Servietten falten, Kräuter im Topf oder Hochbeet anpflanzen und pflegen. So werden sie Schritt für Schritt mit Lebensmitteln vertraut.
Wichtig zu wissen: Kinder brauchen oft bis zu 15 Kontakte, um ein neues Lebensmittel kennenzulernen. Sehen, riechen, anfassen, hören und probieren. Ablehnung beim ersten oder fünften Mal gehört oft dazu.
Für die Praxis helfen kleine Routinen, wie z.B. einmal pro Woche ein neues Familienrezept testen, gemeinsam ausgewählt und zubereitet. Gemeinsam kleine Kräutertöpfe anpflanzen oder mit den Kindern Sinnesübungen durchführen. Die Brotdose ab und zu mal neu denken: Bunte Gemüsesticks, Obstspieße, Vollkorn-Sandwiches, Wraps oder gesunde Mini-Muffins.
So wird der gute Vorsatz „mehr Zeit mit der Familie“ konkret und legt ganz nebenbei das Fundament für ein gesundes Essverhalten der Kinder.
Eure Friedericke, Ernährungstherapeutin aus Gohlis
von Friedericke Kirsten

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