Ein Nachruf: Günter Brendel
Anfang dieses Jahres hatte ich das Vergnügen, mit dem Künstler Günter Brendel über seine Vernissage im Budde-Haus für das Gohlis Forum zu sprechen. Ich lernte ihn als fast 82-jährigen Mann kennen, dessen Lebensfreude und Energie so ansteckend waren, dass sie jeden um ihn herum begeistert haben. Er philosophierte über seine abgeschlossenen Kunstprojekte, aber auch über Dinge, die ihn weiterhin faszinierten, über neue Ideen und die Zusammenarbeit mit anderen Leipziger Künstlerinnen und Künstlern. Ich durfte kurz Hallo seiner Frau Trudel sagen, um die er sich seit Jahren, krankheitsbedingt, liebevoll kümmerte.
In den folgenden Monaten trafen wir uns mehrmals zufällig, wenn ich gerade auf der Delitzscher Straße unterwegs war. Es gab immer einen spontanen Plausch in seiner ganz eigenen lebendigen Art, die mir im Gedächtnis geblieben ist.
Am vergangenen Wochenende stieß ich fassungslos in der LVZ auf eine Traueranzeige von Günter Brendel. Am 1. November 2025 ist er verstorben. Plötzlich und unerwartet, zumindest für mich. Menschen wie Günter werden uns fehlen. Mir, ebenso wie all jenen, die ihn kannten und von seiner Inspiration und Lebensfreude getragen wurden.
von Peter Petzka

0 Kommentare