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Gohliser Persönlichkeiten – Eduard Brandt

Grab Familie Brandt auf dem Gohliser Friedhof
Eduard Brandt

Ziegeleibesitzer und Wegbereiter der Leipziger Bauwirtschaft

Leider sind keine genauen Geburts- oder Sterbedaten überliefert. Seine Tätigkeit ist jedoch zwischen 1874 und 1877 dokumentiert.
Eduard Brandt war Ziegeleibesitzer in Gohlis. In einer Zeit des rasanten städtischen Wachstums spielte er eine bedeutende Rolle in der lokalen Bauwirtschaft. Gemeinsam mit dem Maurermeister Heintze stellte er Anträge zur Beschleusung der Landsberger und Schkeuditzer Chaussee, was auf sein Engagement in der Infrastrukturentwicklung hindeutet.

Die von Brandt betriebene Ziegelei befand sich im Gebiet zwischen der Herloßsohnstraße, der Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha und der Kirschbergstraße. Das Gelände war im Volksmund als „Brandt’s Wiesen“ bekannt. Dort wurde Lehm abgebaut, der als Rohstoff für die Ziegelproduktion diente – ein entscheidender Beitrag zur Versorgung der boomenden Stadt Leipzig mit Baumaterialien.

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Rückgang der Bautätigkeit verlor die Ziegelei an wirtschaftlicher Bedeutung. Die Lehmgruben wurden später mit Hausmüll und Bauschutt verfüllt und ab den 1920er-Jahren als Kleingartenland genutzt. Aus dieser Umnutzung entstanden Gartenvereine wie „Am Schillerhain“ und „Westgohlis“.

Ein Eduard Otto Brandt, vermutlich ein Nachfahre, taucht zwischen 1941 und 1953 in den Akten der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt auf – ebenfalls als Ziegeleibesitzer in Leipzig. Dies deutet darauf hin, dass die Familie Brandt über mehrere Generationen in der Baustoffindustrie tätig war.

Auf dem Gohliser Friedhof befindet sich das Familiengrab der Familie Brandt.

von Dr. Uwe Maaß

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