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Was macht die Kunst? – Irina Fink

Künstlerin Irina Fink vor Ihren Malereien

Malerei der Künstlerin Irina Fink
Irina Fink

Mit Irina Fink machte ich Bekanntschaft auf dem Gohliser Kunstmarkt im Gohliser, als mir ihr moderne Ikone auffiel. Danach haben wir uns im Kiez nein paar Mal wieder getroffen und machten Bekanntschaft. Der folgende Text basiert auf einem Interview vom 21.08.25.

Beim Gohliser Sommerfest fiel mir auf, dass Irina einen eigenen Stand hatte, an dem ohne Pause Kinder mit ihren Eltern saßen. Eine Stärke von Irina ist, dass sie mit Kindern gut arbeiten und ihnen die Grundkenntnisse im Malen und Zeichnen schnell vermitteln kann. Darüber hinaus hat sie auch Kurse für Erwachsene und malt natürlich auch selbst.

Irina stammt aus der ehemaligen Sowjetunion, genauer gesagt aus Karaganda im heutigen Kasachstan. Ihre Mutter stammt aus Engels, dem ehemaligen Verwaltungssitz der autonomen Wolgadeutschen Republik. Der Vater stammt aus Archangelsk am Weißen Meer in Nordrussland. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion studierte Irina in Sankt Petersburg an der Roerich-Kunsthochschule. Nach der Kunstschule gab es Jahre der Suche: ein Jahr ehrenamtliche Arbeit in Madagaskar (Architektur, Innenarchitektur, Malerei), dann als Fotograf zu Hause. für eine Zeitung gearbeitet. Später arbeitete sie 6 Jahre in der Außenwerbung und ein Jahr als Innenarchitekt. Dann gründete sie ihr eigenes Designstudio.
15 Jahre lang gab es viele interessante Projekte wie die Innenarchitektur des Flughafens Karaganda Sary-Arka während seiner Restaurierung, den Entwurf für das Kulturhaus mit einem Kinosaal, vielen Restaurants, Cafés und Privatwohnungen.

Das Leben ließ sich in Kasachstan nicht mehr durch die Arbeit finanzieren. Deshalb dachte Irina über eine Ausreise nach: Entweder nach Russland oder nach Deutschland. Da ihr Schwester bereits seit einigen Jahren im Saarland lebte, wanderte 2017 sie dorthin aus. Dort arbeitete sie 5 Jahre erfolgreich in einem Architekturbüro. Dann kam Corona. Sie entschied sich 2021 nach Leipzig umzuziehen. Die Versuche, als selbständige Künstlerin ihr Leben zu bestreiten scheiterten.

In einem Online-Kurs erlernte sie Kunstdidaktik und bietet seitdem Kurse ab 4 Jahre an, in denen sie die Grundkenntnisse im künstlerischen Gestalten vermittelt. Seit 2024 kann man bei Irina entsprechende Kurse buchen. Seitdem hat sich ihr Leben stabilisiert. Sie arbeitet unter anderem mit dem Kindergarten der Michaelis-Friedensgemeinde zusammen und lehr den Kindern, wie man malt und zeichnet und Knetmasse formt.

Auf ihrer Webseite (www.irafink-art.com) kann man Einblick in das Schaffen von Irina erlangen. Demnächst findet eine Ausstellung ihres Schaffens im Budde-Haus statt.

von Dr. Uwe Maaß

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