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Gohliser Persönlichkeiten – Heinrich Pfeil

Porträt des Komponisten Heinrich Pfeil aus Leipzig, 19. Jahrhundert

Grabsäule des Komponisten Heinrich Pfeil aus Leipzig, 19. Jahrhundert
Gohliser Persönlichkeiten – Heinrich Pfeil

Heinrich Pfeil war ein deutscher Komponist, Redakteur und Musikschriftsteller, der am 18. Dezember 1835 in Leipzig geboren und am 17. April 1899 dort gestorben ist. Er war der Sohn eines Buchdruckers und besuchte die Ratsfreischule in Leipzig, wo er musikalische Anleitungen durch seinen Musiklehrer Carl Friedrich Zöllner erhielt. Pfeil absolvierte eine Lehre als Buchhändler und arbeitete anschließend als Redakteur des „Leipziger Stadt- und Dorfanzeigers“, dessen Herausgeber er von 1884 bis 1889 auch war. 1862 übernahm er die Redaktion der „Sängerhalle“, des amtlichen Blattes des Deutschen Sängerbundes, und behielt diese Redaktion bis 1887. Von 1890 bis 1896 lebte er in Glauchau, wo er die „Glauchauer Zeitung“ herausgab. Danach kehrte er nach Leipzig zurück und wohnte in Gohlis in der Straßburger Straße (heute Daumierstraße).

Pfeil engagierte sich auch als Komponist und Schriftsteller. Zahlreiche Lieder, von denen einige sehr beliebt wurden, stammen mit Musik und Text aus seiner Feder, so z.B. „Still ruht der See“ und „Ein Sohn des Volkes will ich sein und bleiben“. In seinem literarischen Schaffen war sein Ziel, breite Volkskreise anzusprechen. Er komponierte zahlreiche beliebte Männerchöre und war Ehrenmitglied von etwa 30 Männergesangvereinen.

Im Jahr 1929 wurde eine Straße im Leipziger Stadtteil Großzschocher nach Heinrich Pfeil benannt (Pfeilstraße). Ein Heinrich-Pfeil-Denkmal befindet sich auf einer Grünfläche vor der Villa Kickerlingsberg 19 gegenüber dem Gohliser Schlösschen. Das Denkmal wurde 1938 vom Künstler Will Howard geschaffen.

von Dr. Uwe Maaß

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