Gemeinsam für Gohliser Verkehrsthemen

Am 27.01.2015 traf sich zum ersten Mal die Arbeitsgruppe „Mobilität und Verkehr in Gohlis“. Die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich bisher schon in Gohlis an verschiedenen Stellen für bürgernahe Lösungen aktueller Verkehrsprobleme in Gohlis engagiert und wollen diese Arbeit nun nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander fortsetzen. Vertreten waren neben Mitgliedern des Bürgervereins Gohlis auch Mitwirkende des Bürgerprojektes „Starke Nachbarschaften durch aktive Beteiligung“, der Initiative „Bürger gegen Schall und Rauch“ und des Vereins „Friedenskirche Leipzig-Gohlis e. V.“.

Dabei wurde folgender Konsens sichtbar:

  • Kurze Wege und eine gute Nahversorgungsstruktur helfen in Gohlis bei der Vermeidung zu langer Wege und damit von Verkehr.  Der Verkehr der kurzen Wege sollte daher vorrangig begünstigt werden.
  • Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, besonders aus Sicht der Fußgänger, ist wichtig.
  • Die Verkehrssicherheit hat Priorität.
  • Niedrige Geschwindigkeiten dienen der Verkehrssicherheit, dem Lärmschutz und der Lebensqualität.
  • Gesucht werden Lösungen, die ganzheitlich helfen, und nicht solche, bei denen nur Verkehrsströme von einer zur anderen Straße verschoben werden.
  • Die vorhandenen Initiativen, die in Gohlis diesen Konsens unterstützen, können gemeinsam mehr bewirken als einzeln.

Auf dieser Grundlage wurden sowohl bereits aufgegriffene Themen als auch die zukünftige Arbeit diskutiert. Ein gemeinsamer Wunsch besteht z. B. darin, das Umfeld der Friedenskirche so zu gestalten, dass es in einen begehbaren öffentlichen Raum verwandelt wird. Hierzu gab es 2015 eine Petition, die im März 2016 in einen Stadtratsbeschluss mündete, dessen Umsetzung wir nun erwarten.
Die Arbeitsgruppe ist darauf ausgerichtet, kontinuierlich und langfristig die Themen anzusprechen, die Gohliser Einwohner bei der Entwicklung des Verkehrs in Gohlis betreffen und Vorschläge einzubringen, die den örtlichen Interessen dienen. Wie sich bei der bisherigen Arbeit gezeigt hat, ist dafür meist ein sehr langer Atem erforderlich, von der ersten Idee bis zur Umsetzung kann es mehrere Jahre dauern. Gut lässt sich dies z. B. am Beispiel der Möckernschen Straße erkennen, die erst nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss aus dem Hauptstraßennetz herausgenommen und beruhigt werden konnte.

Bei Interesse an der Arbeit der AG oder anderer Fragen erreichen Sie uns per E-Mail: verkehr@gohlis.info.